Kolloquium Religionswissenschaft

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{{subst:Löschantrag|Es gibt ein Kolloquium Religionswissenschaft und ein Kolloquium Religionswissenschaften. Beide wurden sei langem kaum benutzt. Für mich als Außenstehender ist nicht zu verstehen, weshalb nicht gemeinsam diskutiert werden kann. Ich habe die unten stehenden Diskussionsbeiträge in die andere Diskussion kopiert, so dass sie nicht verloren gehen. --Wikiwau (Diskussion) 18:37, 28. Nov. 2012 (CET)}}



Willkommen im Kolloquium „Religionswissenschaft“!

Dies ist der Platz für Fragen und Diskussionen rund um das Themengebiet „Religionswissenschaft“ im Fachbereich Religionswissenschaften und Theologie.

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Definition[Bearbeiten]

Die Religionswissenschaft ist der Versuch, das menschliche Bemühen um Erlösung zu erfassen, zu dokumentieren und nachvollziehbar zu machen. Ausgangspunkt ist immer die Anstrengung des Menschen (im Gegensatz zur christlichen Lehre, in der sich Gott um den Menschen bemüht hat). (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 62.214.101.33 (DiskussionBeiträge) 07:55, 16. Mai 2007)

Für mich ergibt sich damit der Schluß, dass es sich bei alttestamentarisch basierten Monoteismen nicht um Religionen im hier vorhandenen wissenschaftlichen Sinne handelt. Ist das nicht ein wenig gewagt, gleich drei Weltreligionen den wissenschaftlichen Anspruch in Abrede zu stellen? --Heuerli 17:43, 15. Jan. 2008 (CET)

Fachlich gesehen ergibt sich die Frage nach der allgemeingültigen Definition von der Religionswissenschaft. Ist Religionswissenschaft nun die Wissenschaft von der Religion (was ein Einheitliches Phänomen "die Religion" mit einer allumfassenden Definition dessen was Religion nun wirklich ist erfordern würde - die gleichzeitig alles nicht-Religiöse oder säkulare Ausklammert) oder von den Religionen (wodurch sich automatisch ein eher empirischer Zugang zu Fragestellungen wie sie die faktische Existenz verschiedener Religionen mit ihrer je eigenen Lehre, Tradition und liturgischem Überau aufwirft ergibt. Eine Definition von "der Religion" die gleich drei Weltreligionen ausklammert, wäre augenscheinlich nicht dazu geeignet im religionswissenschaftlichen Diskurs angewandt zu werden - aber um die ging es ja in der einleitenden Definition nicht. Es ging - soweit ich den Satz verstehe - eher darum, die Religionswissenschaft von der Theologie soweit abzugrenzen, als daß klar gesagt wurde: Ansatzpunkt unseres Fragens und Forschens ist eben weder eine heilige Schrift als Erkentnnisquelle religionswissenschaftlicher Bemühungen - sondern der Mensch als die Religion praktizierendes Individuum. Zeitipower, 01:59, 25. Jan. 2010 (CET)

Definition (Vorschlag Nr.2)[Bearbeiten]

"Religion ist die im Erkennen, Denken, Fühlen, Wollen und Handeln betätigte Überzeugung von der Wirksamkeit persönlicher oder unpersönlicher transzendenter Mächte." (Helmuth von Glasenapp,Die fünf Weltreligionen, Diederichs 2001)

Religionswissenschaft ist der Erwerb neuen Wissens über Religion durch methodische Suche nach neuen Erkenntnissen und ihre Darstellung in wissenschaftlicher Form. Sie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, welche alle Einzelwissenschaften die sich mit Religion befassen (z.B. Religionsgeschichte, Religionssoziologie usw.) miteinander verbindet.Sie unterscheidet sich von der Theologie dadurch, dass sie ihre Methodik vom eigenen Standort weitgehend zu distanzieren sucht, und somit das Phänomen Religion von "außen" betrachtet.

(Unter Verwendung vom WP-Artikel "Wissenschaft" und Fritz Stolz, Grundzüge der Religionswissenschaft, Vandenhoeck & Ruprecht, 1988)

--Robert Michael Schulz 01:33, 26. Jan. 2008 (CET)

Nur weil ich einen Kommentar zur ersten Version hinterlassen habe (Besuch war eher zufällig), melde ich mich auch hierzu.
Ich empfinde diese „Definition“ als wesentlich angenehmer (weniger ausschließend). Besonders gefällt mir die Hervorhebung der Distanz zum religiösen Objekt. --Heuerli 09:12, 26. Jan. 2008 (CET)

Zu Von Glasenapps Definition zwei Anmerkungen:

a)Religion ist immer auch auf soziale Interaktion ausgerichtet - mir verschwimmen hier sehr stark die beiden Größen "Glaube" auf der individuellen Ebene, und "Religion" als gemeinschaftlichem Handeln...

b)Inweiweit grenzt sich Glasenapp hier von den Phänomenen "Volksfrömmigkeit", "Aberglaube" und "Magie" ab, die sich per se ja nicht als religiöse Systeme im engeren Sinne bezeichnen lassen (wollen)? --Zeitipower 02:06, 25. Jan. 2010 (CET)

Religion[Bearbeiten]

Die Religion bemüht sich, Zusammenhänge darzustellen und zu erklären, die sich einer systematischen Forschung entziehen. Entweder, weil es dazu keine Erklärungen gibt, oder weil die Darstellungen nicht schlüssig zu beweisen sind. (Beispiel: Gott existiert)

Damit kann sich der Mensch ein Gedankengebäude schaffen, mit dem er sich nicht verstandene Zusammenhänge erklärt. Im Idealfall kann er die gesetzten Prämissen durch die Beobachtung des weiteren Verlaufs als richtig oder falsch definieren.

Da eine Aussage in der Religion im Grunde nicht beweisbar ist, eignet sich die Religion aber leider auch hervorragend, Menschen zu manipulieren und für eigene Machtansprüche zu benutzen und damit im Extremfall Machtmissbrauch zu betreiben. (Beispiel: Hexenverfolgung)

Da unsere Welt immer komplizierter wird und für den "normalen Menschen" immer weniger zu verstehen ist; die Wissenschaft aber immer mehr als gesicherte Erkenntnisse anbietet, selbst dann noch, wenn sie diese nach einiger Zeit widerrufen muss, stellt sich nun die Frage: Wird die Religion überflüssig oder werden immer mehr Bereiche in die Religion einbezogen? --Jürgen 00:55, 5. Okt. 2008 (CEST)Jürgen

@Jürgen: "Die Religion bemüht sich, Zusammenhänge darzustellen und zu erklären, die sich einer systematischen Forschung entziehen. Entweder, weil es dazu keine Erklärungen gibt, oder weil die Darstellungen nicht schlüssig zu beweisen sind. (Beispiel: Gott existiert)"

Genauso gut oder genauso wenig lässt sich aber das Gegenteil - die Nichtexistenz Gottes beweisen. Wenn wir nun einen Glaubenssatz vor uns haben der mit empirischen Mitteln weder zu beweisen, noch zu widerlegen ist, stellt sich die Frage ob nicht die Mehrheit der Indizien für oder gegen den behaupteten Sachverhalt sprechen. Die Abendländsiche Kultur- und Geistesgeschichte war mit Gottesbeweisen nicht gerade sparsam und manch einer schloß dabei einfach von der Existenz des Geschaffenen auf die Existenz des Schöpfers. Zudem würde wohl jeder Gläubige dir hier vehement widerpsrechen: religiöse Zusamenhänge lassen sich für ihn eben gerade schon systematisch erforschen und schlüssig nachvollziehen....

--Zeitipower 02:12, 25. Jan. 2010 (CEST)

Getrennt denken, gemeinsam diskutieren[Bearbeiten]

Die Diskussionsbeiträge in Kolloquium_Religionswissenschaften kopiert. --Wikiwau (Diskussion) 18:26, 28. Nov. 2012 (CET) (Fachfremder)