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Kurs:Der Peloponnesische Krieg/Notizen/Buch 2

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Hier findet sich eine kurze Zusammenfassung zum Thukydides-Text, welche während des Lesens des Textes niedergeschrieben wird (wir sind ja noch nicht fertig mit dem Kurs:Der Peloponnesische Krieg). Dies beansprucht keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ...

Während des Lesens des Textes für unsere wöchentlichen Meetings benutze ich dies als Gedächtnisstütze (siehe auch hier). Ich hoffe, auch andere können dies benutzen, um sich dem Thukydides-Text zu nähern. Falls dir der Text mal hilft, würde ich mich über Feedback freuen. Gedanken zum Thukydides-Text an sich findet ihr in den öffentlichen Chat-Logs.


Nun zum Buch II von Der Peloponnesische Krieg von Thukydides.

Sommer 431

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1 kurze Zus.fassung, Reihenfolge der Ereignisse
2 300 Thebaner dringen nachts in Plataia ein; Bürger der Stadt hatten sie herbeigerufen; wollen aber nicht wie zuerst geplant, die Bürger töten, sondern eher friedlich die Stadt einnehmen
3 Plataier willigen ein:

- erschrocken
- und auch keine Gewalt bisher
als sie sehen, wie wenige Thebaner es sind, beschliessen sie, nachts gegen sie vorzugehen; Nahkampf


4 viele Thebaner sterben; Rest ergibt sich; nur ganz wenige konnten fliehen
5 Verstärkung aus Theben kommt zu spät; nehmen Leute außerhalb der Stadt als Geiseln; angeblich Verhandlungen, Geiselaustausch, wenn sich Thebaner zurückziehen; jedoch töten Plataier beim Rückzug der Thebaner die 180 Gefangenen
6 Boten nach Athen; Athen sagt, Gefangene nicht töten, aber zu spät; daraufhin schickt Athen ein Heer nach Plataia
7 offensichtlicher Friendensbruch; beide rüsten nun

beide:
- wollen Gesandte zum Perserkönig schicken
- Bündnisverträge mit Städten ausserhalb ihrem Machtbereich
Sparta:
- gibt in Italien und Sizilien Anhängern Aufträge, weitere 200 Schiffe zu bauen, Ziel: 500 Schiffe
- Geld sammeln
- gegen Athener, die landen wollen, nichts unternehmen, bis fertiggerüstet
Athen:
- überprüfen ihren Bund
- schicken Gesandte an die Ecken des Peloponnes, um P. im Falle des Falles von allen Seiten anzugreifen:
Kerkyra, Kephallenia, Akarnania, Zakynthus


8 ganz Hellas ist in Aufruhr; die meisten sind pro-Sparta, da Slogan: Befreiung von Hellas von Athens Herrschaft
9 welche Verbündeten und welches Militär: Flotte, Reiter, Fußtruppe

Angriff auf Attika

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10 2/3 der peloponnesischen Streitmacht trifft sich am Isthmos unter Archidamos
11 grösstes Aufgebot an Soldaten seit langer Zeit; nicht selbstsicher sein; nicht denken, dass Athen nicht Schlacht anbieten wird;
12 Spartanischer Abgesandter wird nicht eingelassen; Archidamos zieht gegen Plataia
13 Archidamos ist Perikles Gastfreund; damit keine Zweifel zu Beziehung entsteht, würde Perikles sein Hab + Gut außerhalb dem Volk überweisen, falls es nicht wie die übrigen zerstört würde

Perikles rät wieder:
- für Krieg rüsten
- Besitz vom Land in die Stadt
- keine Schlacht
- Flotte instand
- Verbündete fest in der Hand halten
Stärke Athens:
- Geld
- Truppen, siehe Abschnitt (6)


im Krieg meisten Siege durch:
- Einsicht
- Überfluss an Geld



14 Leute befolgen Perikles' Rat mit Hab und Gut in die Stadt; fällt ihnen aber schwer
15 Geschichte Athens, wie sie die übrigen Gemeinden dazu zwang, sie groß zu machen
16 fällt Leuten schwer weil:

- nach eigenen Gesetzen auf dem Land gelebt
- wuchsen auf und wohnten auf dem Land


17 kein Platz in Athen: überall werden Menschen untergebracht: Tempel, ...

Kriegsvorbereitungen: wollen mit 100 Schiffen in Peloponnes einfallen


18 Peloponnesier belagern Oinoe;

Peloponnesier unzufrieden mit Archidamos, da nicht schnell genug und somit Zeit für Gegner:
- Aufenthalt am Isthmos
- auch langsam beim Weitermarsch
- Passivität vor Oinoe
Archidamos will Land von Attika eher als Pfand


19 Oinoe kann nicht eingenommen werden; gehen nach Attika und verwüsten es
20 Wieso bleibt Archidamos bei Acharnai stehen ? (, anstatt in Schlachtordnung in die Ebene hinab zu gehen)

- hofft doch noch, dass Athener Schlacht machen
- gutes Heerlager
- Acharner würden ihre Polis nicht im Stich lassen
- wenn jetzt vernichten, dann in Zukunft einfacher, Athen wieder anzugreifen
- Zwiespalt beim Gegner bzgl. Kriegswillen (die die Land evrteidigen wollen und die, die tatenlos zusehen)


21 Athener besonders Acharner wollen ausrücken; geben Perikles die Schuld
22 Perikles ruft mit Absicht keine Volksversammlung ein; Reitergefacht; Peloponnesier errichten Siegeszeichen
23 Athener schicken die 100 Schiffe aus

Aktionen der Athener

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24

- stellen zu Land und See Wachposten auf
- legen 100 Talente beiseite, die man nie ausgeben darf
- jedes Jahr werden 100 der besten Trieren ausgewählt -> auch nur zum Krieg


25 Athener belagern Methone; Brasidas rettet Methone und wird als erster im Krieg öffentlich belobigt; ziehen gegen Pheia in Elis - siegen dort in Gefechten; weichen erst zurück, als große Streitmacht kommt


26 Athen schickt 30 Schiffe nach Lokris; Besiegen Lokrer; auch gedacht als Schutz für Euboia
27 Athener vertreiben Aigineten; Grund:

-Aigineten schuld am Krieg -> Wieso ? haben Spartaner aufgestachelt und auch sonst bittere Feinde von Athen
-eigene Bevölkerung dorthin siedeln als Sicherheit
Lakedaimonier geben Vertriebenen Thyrea , Grund:
- wegen Feindschaft mit Athen
- weil Aigineten bei Erdbeben + Helotenaufstand mitgeholfen hatten


28 Sonnenfinsternis, 3. August

siehe http://hbar.phys.msu.su/gorm/atext/ginzele.htm
http://sunearth.gsfc.nasa.gov/eclipse/SEsearch/SEsearch.php
siehe auch: http://sunearth.gsfc.nasa.gov/eclipse/SEhistory/SEhistory.html


29 Athener wollen Thrakerkönig Sitalkes als Verbündeten

Ziel:
- thrakische Küstenabschnitte niederwerfen (mit Hilfe thrakischem Heer aus Reitern und Peltasten)
- Perdikkas unschädlich machen
deshalb machen sie Nymphodoros zum Proxenos in Athen
-> zustande kommt:
- Bündnis mit Sitalkes
- athenisches Bürgerrecht für Sohn von Sitalkes: Sadokos
- Aussöhnung mit Perdikkas
- Perdikkas marschiert an Seite Phormios gegen Chalkidier


30 Athener sind immer noch mit 100 Schiffen unterwegs um den Peloponnes:

- nehmen Stadt von Korinth ein: Sollion
- nehmen Astakos ein
- und Kephallenia
segeln dann heimwärts



31 Athen fällt in der Megaris ein unter Perikles; auch die 100 heimwärts segelnden Schiffe stossen dazu;

Beschreibung der Heerstärke der Athener allgemein:
jetzt in Megara:
- 10000 Hopliten
- 3000 Hopliten der Metöken
- und noch Leichtbewaffnete
3000 Hopliten stehen in Poteideia
ab jetzt jährlicher Einfall der Athener in die Megaris, bis Nisaia von ihnen eingenommen wird


32 Athen baut unbewohnte Insel Atalente zu Festung aus, Grund:

- Schutz von Euboia -> vor Lokrern und Seeräubern


33 Korinth segelt gegen Akarnanien:

- mit 40 Schiffen
- 1500 Hopliten
Ziel: Euarchos an Macht bringen in Astakos -> das gelingt
Scheitern aber:
- andere Küstenstädte in Akarnanien einzunehmen
- auf Kephallenia erleiden sie Rückschläge

Winter 431/430

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Begräbnisfeierlichkeiten

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34 Athen: öffentliche Leichenfeier für die ersten Kriegsgefallenen; Perikles hält die Lobrede
35 nochmal lesen; Perikles sagt: schwer so eine Rede zu halten
36 lobt:

- Vorfahren: weil sie das Land in Freiheit vererbt haben
- Väter: noch mehr geleistet, nämlich jetziges Reich
- wir: Stadt kann in Krieg + Frieden autonom sein
will nicht reden über:
- Kriegstaten im Perserkrieg
- mythische Heldentaten
sondern:
- Grundhaltung
- Verfassung
- Sinnesart


37 Staatsverfassung (athenische Demokratie) wird von anderen nachgeahmt, ist Vorbild

- gut für Tüchtige
- gut für Arme
- Bürger leben frei, ungezwungen
- im öffentlichen Leben jedoch: Gehorsam gegen Amtsträger und Gesetze
Gesetze:
- geschriebene: zum Nutzen der Unterdrückten
- ungeschriebene: deren Übertretung bringt allg. Schande


38 weitere Vorteile:

- geistige Entspannung: Wettkämpfe, feierliche Opfer, geschmackvolle Ausstattung der Häuser
- Zugriff auf viele Güter aus aller Welt


39 Vergleiche auch Rede von Archidamos (I, 84ff)

Kriegswesen:
- jeder hat Zutritt zur Stadt (man kann also spionieren)
- keine Fremdenaustreibungen
- bauen weniger auf: Rüstung + Überraschung
- Mut
Beweis:
- Lakedaimonier ziehen mit allen Verbündeten gegen Athen
- Athen allein in Feindesland und gewinnt meist



40 Athener lieben:

- Kunst mit maßvoller Zurückhaltung
- Geist ohne schlaffe Trägheit
Armut ist immer meisterbar
widmen sich Haus- und Staatswesen
Überlegungen vorher
sind Wohltäter


41 Zusammenfassung:

- Athen ist quasi Schule von Hellas
- jeder Bürger kann hier seine eigene Art entfalten
- Entscheidet
- Imperium


42 Lobrede, um zu beweisen:

- Kampf gilt etwas anderem, nämlich dem Ruhm der Stadt
- Ruhm der gefallenen Männer



43
44 an die Eltern:

standhaft sein: etwas zuverlieren, was man kannte, ist schlimmer als etwas zuverlieren, was man nicht kannte
neue Kinder zeugen:
- Stadt wird dann nicht entvölkert
- in der Volksversammlung sprechen Eltern mit gleichem und gerechtem Sinn als elternlose
Väter, die nicht mehr zeugen können: aufrichten am Ehrgefühl


45 an Söhne und Brüder: werden wohl geringer geachtet werden, da Tote hochgepriesen werden

an Witwen


46

Zweites Kriegsjahr: Sommer 430

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zweiter Einfall der Lakedaimonier + Pest

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47 Peloponnesier fallen wieder mit 2/3 des Heeres in Attika ein

in Athen bricht Seuche aus
keine Lösung:
- Unkenntnis der Krankheitsursachen
- Ärzte starben
- beten hilft nichts


48 Ursprung der Seuche: Äthopien > Ägypten > Lybien > Persien > Piräus > Athen

Thukydides beschreibt nur Merkmale, um bei erneutem Auftreten zu erkennen
Thukydides war auch selbst daran erkrankt
was die Krankheit genau war, ist unklar, gibt viele Meinungen


49 Beschreibung der Merkmale:

- Fieberhitze


50 Tiere fressen auch die Toten nicht mehr oder wenn, dann sterben sie


51 gab kein Heilmittel

die meisten starben, weil sie nicht gepflegt wurden <- wegen Angst vor Ansteckungsgefahr
die die halfen, starben halt und das waren die, die Mitleid hatten
am Meisten Mitleid von: Überlebenden -> wer einmal daran erkankte, wurde nicht 2 Mal von der Krankheit befallen


52 zu viele Leute in der Stadt + heiss im Sommer + Tote/Sterbende liegen auf Strassen
keine Beachtung von Moral + Gesetz
Begräbnisse nicht mehr wie früher


53 Sittenlosigkeit, Genuss für den Augenblick, keine edlen Ziele mehr
54 Liedvers: Seuche kommt mit dorischem Krieg; Orakel der Lakedaimonier (I, 118): werden siegen + Gott wird ihnen helfen
Seuche befiel vor allem Athen, drang nicht Peloponnes ein
55 Peloponnesier rücken nach Paralos (mit Silberbergwerken) vor; Athener halten sie nicht auf
56 100 Schiffe + 50 Schiffe aus Chios/Lesbos mit 4000 Hopliten + 300 Reitern segeln gegen Peloponnes; können aber Epidauros nicht einnehmen; verwüsten auch Land um Troizen, Halieis, Hermione; zerstörten Prasiai; kehren nach Athen zurück; Lakedaimonier sind schon abgezogen
57 Peloponnesier waren 40 Tage in Attika und haben das ganze Land verwüstet; angeblich sind die Peloponnesier abgezogen, da sie Angst vor Ansteckung durch Pest hatten
58 Athener schicken Heer gegen Chalkidier und Poteidaia; Ankunft des neuen Heers bringt auch die Seuche mit; in 40 Tagen 1500 Hopliten verloren

Perikles

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59 Athener greifen jetzt Perikles an; auch deren Abgesandte nach Sparta kehren unverrichteter Dinge zurück; Perikles beruft Volksversammlung
60 alle sollten helfen, das Gemeinwesen zu retten; Stadt muß ganz sein;
Eigenschaften von Perikles

  • liebt Stadt,
  • Geld bedeutet ihm nichts,
  • hat Einsicht


61

  • Perikles weicht von Grundsätzen nicht ab;

Athener sollten schwere Schicksalsschläge (Pest) ertragen + Staat retten; Ehre
62 Besorgnis der Athener: Krieg ist schwer und wahrschl. kein Sieg; Perikles sagt: Athen ist die einzige Seemacht (bisher hat Perikles dieses Argument vermieden, um Prahlerei zu vermeiden), nicht nur Herrscher über Bundesgenossen; Besitz auf Land nicht zu hoch achten; wenn Freiheit vorhanden, kann dies wieder zurückgewonnen werden
63 Kampf für:

  • Ehre der Stadt
  • Freiheit der Stadt
  • Verlust des erworbenen Reiches

Herrschaft Athens ist eine Tyrannis: ist ungerecht, aber sie jetzt loszulassen/zu verlieren, bedeutet Lebensgefahr


64 Athen steht bei anderen Menschen im Ansehen, weil:

  • Schicksalsschläge wie die Pest ertragen
  • im Krieg viel geleistet
  • große Macht

stark sein und keine Herolde zu Lakedaimoniern schicken



65 nach außen: Athener schicken keine Abgesandten und mehr engagiert im Krieg
innerhalb Athens: Jammer wegen:

  • Verlust an Reichtum
  • Krieg statt Frieden

wählen ihn aus Amt ab (mit Geldbuße); wird später aber wiedergewählt, da kein anderer seinen Platz einehmen kann - richtige Schätzung von Perikles insgesamt soweit;

Perikles stirbt 30 Monate später

Abkehr von Perikles Politik, die war:

  • Ruhe bewahren
  • Flotte instand halten
  • keine Expansion im Krieg


Ergebnis der Abkehr war dann: persönlicher Nutzen brachte der Stadt Athen aber Schaden
Athen war Herrschaft des 1. Mannes (Perikles), nur Namen nach Demokratie.
Führer danach waren nicht gut, da sie dem Volke nachgaben
z.B. Sizilien-Expidition (Streit um Führerrolle, statt für ausgesandtes Heer gute Bschlüsse)


66 Lakedaimonier fahren mit 100 Schiffen (1000 Hopliten) gegen Zakynthus; verwüsten das Land,aber können nicht einnehmen
67 Lakedaimonier schicken Gesandte zum Perserkönig, Auftrag:

  • als Verbündeten gewinnen und
  • Geldmittel für L. bereitstellen

halten unterwegs bei Sitalkes, Grund:

  • Hilfe für Hellespont-Überquerung
  • überreden, mit Athen Bündnis zu beenden
  • bei Poteidaia helfen

Aristeus und andere Gesandte werden Athener übergeben; ohne Verhandlung in Athen getötet; Grund:

  • Aristeus könnte in Zukunft weiter gegen Athen nachteilig werden
  • selbes Vorgehen, wie Lakedaimonier bei athenischen Gefangenen vorgehen


68 Amprakia zieht gegen Argos (in Amphilochia) in Krieg; können Argos aber nicht einnehmen

Winter 430/429

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69
Athener schicken 20 Schiffe unter Phormion nach Naupaktos -> Kontrolle des Golf von Korinth
6 Schiffe nach Karien + Lykien -> Geldeintreibungen + Seeräuberei der Peloponnesier unterbinden
in Lykien bei Geldeintreibungen teilweiser Heeresverlust + Melesandros stirbt


70
Poteidaia: Nahrungsmangel, sogar Kannibalismus;
Verhandlungen; athenische Heerführer gehen darauf ein, weil:

  • Winter und eigenes Heer in bedrängter Lage
  • Athen hat für Belagerung bereits insgesamt 2000 Talente ausgegeben

Poteidaier dürfen alle abziehen; Athen macht Felheeren Vorwürfe; schicken später Siedler, um Poteidaia zu besiedeln

Drittes Kriegsjahr: Sommer 429

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71 Peloponnesier (+ Thebaner) ziehen gegen Plataia - und nicht gegen Attika; Plataier erinnern an Pausanias Versprechen 479 v.Chr.
72 Archidamos sagt:

  • entweder beteiligen bei Befreiung durch Herrschaft Athens
  • oder neutral sein


Plataier wollen zuerst Athen befragen; Auch Angst um die Stadt; Archidamos schlägt vor, dass Lakedaimonier Platai übernehmen für Dauer des Kriegs und Plataier abziehen, wohin sie wollen; danach wieder Plataia Plataiern übergeben
73 Plataier erhalten Waffenstillstand, um Athener zu befragen; Athener beschliessen: Platai darf nicht aus dem Bündnis heraus
74 Archidamos ruft Götter als Zeugen, das Lakedaimonier nicht Schwur brechen, da sie ja viele Optionen geboten haben
75 Lakedaimnoier eröffnen Krieg; schliessen Stadt mit Palisaden ein; bauen einen Damm/Wall in Richtung Stadt; Plataier vergrössern daraufhin die Mauer mit einer Holzriegelwand + durchbrechen eigene Mauer, um sich die Erde des Dammes zu holen (um aufzuhalten); Lakedaimonier arbeiten 70 Tage + Nächte
76 Lakedaimonier bemerken dies und verhindern dies mit Körben; daraufhin graben Plataier einen Graben und entfernen Schüttmaterial -> Lakedaimonier bemerken dies lange nicht;

Plataier stoppen Bau der Holzriegeland: machen bei niederen Mauern weiter -> Halbmond-Anbau

Ziel:

  • falls Hauptmauer eingenommen wird
  • Halbmondform ermöglicht Verteidigung von 2 Seiten aus

Peloponnesier schaffen Rammböcke herbei, doch kein grosser Schaden


77 Lauffeuer: versuchen Stadt in Brand zu setzen; angeblich sei Gewitter aufgekommen und hätte Flammen gestoppt;

Peloponnesier bereiten sich auf völlige Einschliessung der Stadt vor durch eine Ringmauer
78 Fertigstellung der Ringmauer etwa am 20. September; Peloponnesier ziehen mit Teil des Heeres wieder ab - nur Wachposten bleiben; eingeschlossen sind nun 590 Personen: 400 Plataier, 80 Athener, 110 Frauen
79 zur selben Zeit schicken Athener 2000 Hopliten + 200 Reiter gegen Chalkidier + Bottier: Feldzug schlägt fehl; 430 Soldaten sterben + alle 3 Feldherren; ein Grund: Reiterei der Chalkidier; Peltasten aus Olynth; gemeinsam gegen Athen
80
Amprakioten + Chaonier überreden Lakedaimonier zu:
Akarnanien (welchs unter Einfluss der Athener steht) zu unterwerfen
Flotte mit 1000 Hopliten
Ausserdem Möglichkeit Zakynthus + Kephallenia + Naupaktos einzunehmen
:dann wäre es auch schwieriger für Athen, Peloponnes zu umfahren

Knemos Flottenkommandant fährt voraus; Treffpunkt Leukas-Stadt
mit 4000 weiteren Männern startet Knemos den Feldzug (ohne auf die Korinther zu warten)


81 Akarnanen bemerken Truppenbewegungen; statt gemeinsamer Abwehr, jedes Gebiet einzeln verteidigen;
Hilferuf an Phormion: lehnt ab, da er Naupaktos vor kommenden Flotte aus Korinth nicht unbewacht lassen will
Peloponnesier ziehen gegen Stadt Stratos vor - in 3 Heeresgruppen
Heeresgruppe von den Chaonern wird von Stratiern in die Flucht geschlagen; vereinigen sich dann zu 2 Heeresgruppen; werden nur noch mit Schleudern angegriffen, aber sonst kein Feindkontakt


82 Knemos zieht sich nachts zurück; Stratier siegreich
83 Flotte aus Korinth (47 Schiffe) hat Seeschlacht gegen Phormions Flotte (20 Schiffe) -> Peloponnesier bilden einen Kreis; 5 schnelle Schiffe in der Mitte
84 Athenische Schiffe segeln um die korinthischen; Kreis wird immer kleiner; in günstigem Moment greifen athenischen Schiffe an; erbeuten 12 Schiffe und versenken auch; Peloponnesischen Schiffe ziehen sich nach Kyllene zurück, wohin auch Knemos kommt
85 Lakedaimonier unzufrieden mit Niederlage und schicken 3 Berater zu Knemos, da sie Führungsschwäche glauben. Rüsten für neue Seeschlacht
Phormion fordert Verstärkung aus Athen; diese schicken zwar 20 Schiffe, diese sollen aber zuerst in Kreta aushelfen
86 jeweilige Flottenstärke: 77 zu 20; Flotten stehen ca. 7 Tage gegenüber; Peloponnesier wollen Seeschlacht und geben eigenen Truppen folgende Ansprache:
87 erste Niederlage weil:

  • unvorbereitet -> war alles geplant für Landschlacht
  • unberechenbare Ereignisse
  • Unerfahrenheit in Seeschlacht

diesmal siegreich weil:

  • Überzahl
  • Schlacht nicht auf offenem Meer, sondern an Küste

Mut nicht verlieren; Feiglinge werden bestraft, Tapfere belohnt


88 Auch Phormion macht eine Ansprache, da seine Männer sich vor der Überzahl ängstigen
89 Zuversicht der Peloponnesier komme von:

  • Erfahrung im Landkrieg
  • Überzahl an Schiffen

Vorteil der attischen Flotte:

  • mehr Einzelerfahrung des Einzelnen
  • die meisten peloponnesischen Verbündeten sind widerwillig da, da letzte Schlacht verloren => Kampfmoral gesunken
  • Athener waren schon Sieger
  • Peloponnesier vertrauen auf Überzahl
  • Phormion will nicht auf engem Raum kämpfen, da dann die Hopliten entscheidend sind


90 Peloponnesier wollen Phormion doch in den Golf zwingen, deshalb fahren sie auf Naupaktos zu; Athener verfolgen sie; Peloponnesier machen kehrt und umzingeln die athenischen Schiffe; 11 der 20 Schiffe können entkommen


91 20 peloponnesische Schiffe nehmen Verfolgung auf; 10 der a. Schiffe entkommen nach Naupaktos; 1 a. Schiff zu langsam; kann aber das p. Verfolgerschiff senken; der Rest der peloponnesischen Schiffe ist verwirrt und stoppt oder stoßen auf Sandbank
92 die 10 a. Schiffe sind daraufhin wieder neuen Mutes und greifen an;
Peloponnesier: keine Schlachtordnung mehr und kein Selbstvertrauen; verlieren 6 Schiffe; Athener erbeuten teilweise ihre eigenen Schiffe zurück

Winter 429/428

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93 Megara überredet die zurückkehrende Flotte dazu, Piräus anzugreifen; über Land gehen und in Nisaia auf Schiffe steigen; aus Angst + wegen Wind greifen sie aber Salamis an
94 Athener werden durch Feuer gewarnt; Panik; bei Tagesanbruch nach Salamis, aber P. schon weg; als Vorsorge für Zukunft: Hafensperre für Piräus; Thukydides meint, P. hätten Piräus leicht einnehmen können
95 Sitalces zieht gegen:

  • Perdikkas
hat Versprechen nicht eingelöst, nachdem Sitalkes half:
  • mit Athenern zu versöhnen
  • Herrschaft zu sichern gegenüber Perdikkas' Bruder
  • Chaldikier -> hatte Sitalkes beim Bündnis mit Athen versprochen


96 Beschreibung des Heeres von Sitalkes
97 Reich von Sitalkes (der Odrysen): groß, Finanzkraft
98 Sitalkes zieht zuerst gegen Makedonien; unterwegs schliessen sich Thraker an; Heeresstärke wächst auf 150000: 1/3 Reiterei, Rest: Fußtruppen
99 Geschichte Makedoniens
100 Makedonier ziehen sich zurück; greifen gelegentlich mit ihrer guten Reiterei an
101 Sitalkes zihet sich nach 30 Tagen Kriegszug zurück aus: Makedonien, Chalkidien; Bottien
Grund:

  • zwar Verwüstungen und Angst, aber Ziel nicht erreicht
  • keine Verpflegung
  • harter Winter
  • auch Neffe Seuthes überredet ihn
diesen Neffen hatte Perdikkas bestochen mit:
  • seiner Schwester
  • Mitgift

Phormions Einmarsch in Akarnanien

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102 Phormion zieht mit 400 eigenen + 400 messenischen Männern gegen Akarnanien; ermöglichen Kynes die Herrschaft dort; ziehen sich zurück, da

  • Winter
  • Überschwemmungen im Winter

Infos zur Geschichte Akarnaniens
103 im Frühling fährt Phormion nach Athen zurück - mit Beute (Schiffe + Gefangene)