Kurs:Der Peloponnesische Krieg/Notizen/alle acht Bücher

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Hier findet sich eine kurze Zusammenfassung zum Thukydides-Text, welche während des Lesens des Textes niedergeschrieben wird (wir sind ja noch nicht fertig mit dem Kurs:Der Peloponnesische Krieg). Dies beansprucht keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ...

Während des Lesens des Textes für unsere wöchentlichen Meetings benutze ich dies als Gedächtnisstütze (siehe auch hier). Ich hoffe, auch andere können dies benutzen, um sich dem Thukydides-Text zu nähern. Falls dir der Text mal hilft, würde ich mich über Feedback freuen. Gedanken zum Thukydides-Text an sich findet ihr in den öffentlichen Chat-Logs.

Nun zum Buch I von Der Peloponnesische Krieg von Thukydides.

Bedeutung Peloponnesischer Krieg[Bearbeiten]


1 Bedeutung des Krieges
2 in Griechenland Völkerwanderungen; Athen gewinnt an Macht
3 vor Trojanischem Krieg haben die Griechen nichts gemeinsam unternommen
4 Minos der Erste: Machtsteigerung durch Flotte
5 Gewinn und Ruhm durch Seeräuberei
6 früher: Waffenbesitz in Griechenland; Athener legten Waffen zuerst ab
7 alte Städte mehr im Landesinneren, jüngere an Küsten
8 Flotte reduziert Seeräuberei; Küstenstädte werden reicher
9 Stellung Agamemnons im Trojanischen Krieg
10 Stand: Ressourcen zur Zeit des Trojanischen Kriegs
11 Gründe für lange Dauer des Trojanischen Kriegs: Geldmangel
12 Geschichte: noch nach TK Völkerwanderungen, als Ruhe einkam, Kolonien gegründet
13 Tyrannen; Korinth wird mächtig auf Grund von Handelsplatz und Flotte; weitere Seemächte
14 Schiffe der Seemächte von damals noch unbedeutend
15 kleine, nicht ausweitende Kriege, meist mit Nachbarstädten
16 Perser hemmen Machterweiterung der Griechen
17 Tyrannen egoistisch; keine gemeinsamen griechischen Aktionen
18 Tyrannen werden gestürzt - Sparta hilft dabei; Sparta und Athen gehen als Sieger im Persischen Krieg hervor; Streit zwischen beiden
19 Sparta verlangt nicht wie Athen Tribut, aber oligarchische Verfassung
20 Informationen aus der Vergangenheit werden nicht gut genug geprüft
21 Dichter, Geschichtenschreiber
22 zu den Reden: sinngemäss; Taten genauer hinterforscht; Bedeutung des Werks
23 lange Dauer und Auswirkungen des Krieges; Kriegsgründe

besondere Anlässe zum Ausbruch des Krieges[Bearbeiten]


24 Epidamnos:Demokraten führen Krieg gegen Barbaren + Adlige; Kerkyra will nicht helfen
25 Delphi-Orakel;Korinth will helfen: weil auch Tochterstadt + weil sie Kerkyra hassen


26 Kerkyra belagert Epidamnos
27 Korinth rüstet sich zum Kriegszug mit Verbündeten und ruft Neubesiedelung v. Epidamnos aus
28 Abgesandte aus Kerkyra mit Spartanern kommen nach Korinth
29 Kerkyra siegt in der Seeschlacht; Epidamnos wird am selben Tag auch eingenommen
30 Kerkyra beherrscht das dortige Meer und fügt Bundesgenossen von Korinth Schaden zu; Korinth schickt später Schiffe und sie belagern sich nur gegenüber
31 Korinth rüstet sich wieder; Kerkyra such Hilfe bei Athen; Kerkyra und Korinth versammeln sich in Athen


32 Kerkyra: bisher niemandem geholfen, autark, aber Korinth jetzt stark
33 Vorteile des Bündnisses für Athen; unvermeidbarer Krieg
34 Korinther wollten ja kein Schiedsgericht, lieber Krieg
35 Vertrag mit Sparta wird nicht gebrochen
36 Kerkyra hat eine bedeutende Flotte


37 Korinther sprechen; Kerkyra haben bisher keine Bündnisse, weil sie böse sind
38 Kerkyra sei Überheblich
39 Schiedsgericht kam erst, als sie merkten, Korinth wird nicht tatenlos dastehen; Warum hat sich Kerkyra nicht vorher schon mit Athen verbündet ?
40 laut Vertrag Unrecht, Kerkyra aufzunehmen; ausserdem wird Korinth dann Athens Feind; auch hat Korinth beim Abfall von Samos nicht gegen Athen gestimmt
41 auch früher bei den Aigineten half Korinth
42 der Krieg mit Sparta+Korinth ist nicht gewiss
43 nicht in Korinths interne Angelegenheit einmischen


44 Athen beschliesst Kerkyra zu helfen in Form eines Schutzbündnis im Angriffsfall
45 Athen schickt 10 Schiffe
46 Korinth schickt 150 Schiffe
47 Kerkyra: 110 Schiffe
48 Schlachtanordnung
49 Korinth und Athener gegeneinander kämpfen
50 grösste Seeschlacht seit hellenischer Geschichte; Korinther töten Schiffbrüchige (auch unwissend Verbündete);


51 20 athenische Schiffe kommen und Korinth gibt auf
52 am nächsten Tag wieder gegenüber; Korinth will eher nach Hause
53 Athener bestätigen nochmal korinthischen Herolden das Schutzbündnis gegenüber Kerkyra, nachdem Korinth sagt, Athen solle Kerkyra nicht helfen
54 Kerkyra + Korint errichten Siegeszeichen; Gründe wieso sie das machen
55 Korinth nimmt auf der Rückfahrt Anaktorion ein; verkauft 800 der kerkyraischen Gefangenen; die anderen 250 behandeln sie gut für die Einnahme Kerkyras später; Thukydides spricht vom ersten Kriegsgrund, den Korinth später aufführt
56 2ter Kriegsgrund: Potideia (Siedlung der Korinther) soll Mauern entfernen usw.
57 Perdikkas einst Verbündetet, jetzt gegen Athen
58 Potideia schickt Gesandte nach Athen + Sparta; Perdikkas bewegt Chalkidier auch zum Abfall von Athen
59 die 30 Schiffe segeln zwar nach Potideia, gehen aber wie geplant weiter gegen Perdikkas nach Makedonien
60 Korinth schickt Hilfe
61 Athen schickt jetzt auch nochmal Verstärkung; Waffenstillstand mit Perdikkas und dann gegen die anderen abtrünnigen Städte
62 Schlacht zwischen

- Aristeus + Perdikkas (wieder kontra-Athen)
- gegen Athener;


63 Aristeus kämpft sich dann wieder nach Potidaiea rein
64 Poteidaia wird von allen Seiten (Meer + Land) belagert
65 Aristeus bricht aus; schickt Boten in den Peloponnes zur Hilfe;
66 alles in allem noch mehr gegenseitige Beschuldigung zwischen Athen und Korinth

Versammlung in Sparta[Bearbeiten]


67 Korinth ruft Versammlung in Sparta ein; Aigineten auch dabei und Megara; und andere
68 Korinth: von Athen verhöhnt, von Sparta vernachlässigt
69 Sparta unternehme ja nichts
70 Unterschiede zw. Athen und Sparta: Athen viel aktiver
71 Athen hat viel Neues - auch eine neuere Verfassung; Drohung der Korinther sich mit Argos zu verbünden


72 Athenische (nicht-offizielle) Abgesandte wollen auch danach sprechen:
73 Athener haben früher viel geleistet: z.B. im Perserkrieg -> Seeschlacht
74 drei Dinge gaben die Athener im Kampf gegen die Perser:

- Schiffe,
- guten Feldherrn Themistokles,
- entschlossene Bereitschaft;


Sparta kam aber nicht zur Hilfe


75 Athen wurde so mächtig, weil

- die Verbündeten sie um Hilfe baten, da Sparta nichts unternahm;
- später aus Furcht (vor Sparta und eventuellen Abtrünnigen),
- Ehre und
- Vorteils wegen Macht noch weiter ausgebaut


76 Gesetz der Macht: Schwächere werden von Mächtigeren niedergehalten
77 Athen steht immer als Bösewicht da, da es nicht gewaltsam alles nimmt, sondern als Gleichgestellter anderen nimmt.
78 Sparta sollte zuerst Überlegen und dann handeln
79 Sparta berät und ist mehr der Meinung, dass Athen den Vertrag verletzt hat


König Archidamos spricht:
80 Athen hat viele Vorteile: Geld (durch Tribut), Schiffe
81 wird kein kurzer Krieg werden: man muss auf See siegen und auch den Abtrünnigen von Athen - meist Inselbewohner - im Notfall auch wirklich helfen
82 Spartanische Gesandschaft nach Athen schicken, um zu zeigen, dass man es nicht toleriert; des Weiteren auf 2-3 Jahre hin den Krieg planen; Land von Athen als Pfand und nicht zerstören
83 Krieg wird durch Geld entschieden und nicht durch Waffen
84 Spartans have

- prudence,
- sense of honor,
- not so good educated,
- prepare so, as if enemy has a good plan - dont trust on enemies errors


85 Abgesandte zu Athen und spartanischen Bundesgenossen schicken, die unzufrieden sind; und gleichzeitig zum Krieg rüsten


Ephor Sthenelaidas spricht nun:
86 für Krieg, nicht lange reden, da Sparta Unrecht erlitten hat
87 Versammlung beschliesst, dass Vertrag gebrochen sei; Sthenelaidas wählt geschickte Wahlmethode: nicht durch Steine, sondern Rufen; er meint das ist nicht eindeutig und lässt sie physisch trennen;

Der wahre Grund + Pentekontaetie[Bearbeiten]


88 Angst vor Macht Athens
89 nach Niederlage der Perser zieht Sparta von Mykale ab, aber Athen bleibt mit Verbündeten dort und nahmen Sestos auch ein; Athen baut Mauer
90 Sparta sendet Abgesandte, um dies zu unterbinden; Themistokles schickt diese zurück und sagt, er gehe nach Sparta; geht aber alleine, um Zeit zu schinden, seine Mitbegleiter lässt er mit Absicht nicht mitgehen, um die Verhandlungen nicht zu beginnen
91 Themistokles erklärt Spartanern: dass Mauer fertig und wenn abgerissen werden solle, dann Mauern von allen Griechen abreissen; Athen hat jetzt bessere Machtposition
92 insgeheim grollt Sparta deswegen, aber durch die Leistungen von Athen im Perserkrieg konnten sie nichts sagen
93 auch Mauer um Hafen Piräus, da Macht Athens im Seewesen liegt
94 Erfolge im Perserkrieg unter Leitung Spartas
95 Pausanias wird nicht gemocht, wird vor Gericht gestellt, aber freigesprochen; Spartaner haben nicht mehr den Oberbefehl im Perserkrieg, sondern Athen
96 Athen führt Tributpflicht ein - Schatzkammer ist Delos
97 Gründe wieso Thukydides die Zeit zw. Perserkrieg und P.Krieg beschreibt:

- noch ganz wenig beschrieben und
- erklärt Entstehung des ath. Reiches


98 kurze Beschreibung
99 Gründe wieso die Bundesgenossen von Athen abfielen: entweder

- nicht bereit zu zahlen oder
- Kriegsdienst verweigert;


Athen wird unbeliebter, aber auch mächtiger, da die Bundesgenossen nicht mehr kriegstüchtig sind
100 Athener siegen gegen Perser; Abfall eines Bundesgenossen, Gründung Amphipolis


101 Thasos bittet Sparta um Hilfe gegen Athen, Sparta verspricht es, aber hält es nicht ein; Thasos verliert im 3.Jahr gegen Athen
102 Sparta ruft Athen zu Hilfe gegen Aufständische; Athener kommen und sind wagemutig; Sparta fürchtet Umsturz von Athen mit Aufständischen; Athen wird heimgeschickt; Athen kündigt daraufhin das Bündnis mit Sparta gegen Persien; Athen verbündet sich mit Spartas Feinden
103 Sparta macht Waffenstillstand mit Aufständischen; und Athen siedelt diese in Naupaktus an, weil es Feinde von Sparta sind; Megara fällt von Sparta ab, da mit Korinth Streitigkeiten; Athen übernimmt Megara; Korinth findet das nicht toll
104 Libyische König Inaros ruft Athen herbei nach Ägypten gegen Perserkönig Artaxerxes; Athen kommt mit 200 eigenen und verbündeten Schiffen von Zypern aus; schnelle Erfolge
105 Korinth siegt in Seeschlacht gegen Athen, danach siegt Athen gegen Korinth
Krieg zw. Aigina und Athen; Peloponnesier kommen Aigineten zu Hilfe; Korinth greift Megara an, in der Hoffnung Athen zieht von Aigina ab; Athen zieht nicht ab, sondern die aus Megara kämpfen gegen Korinth; kein Sieg; Korinth zieht ab; Athen errichtet Siegeszeichen; Korinth wird von eigenen Leuten gescholten und will dann später auch Siegeszeichen aufsetzen; werden aber von Athenern abgehalten davon
106 bedeutende Abteilung von Korinth wird auf dem Rückweg von Athenern getötet
107 Athen baut die Langen Mauern; Spartaner helfen Dorern (der Urheimat der Spartaner) gegen Phoker; Rückweg der Spartaner gesperrt - machen halt in Boiotien - auch weil von Athen aus Umsturzversuche mit Sparta bestehen; Athener ziehen mit 14000 Mann gegen die 11500 Spartaner; Thessalien wechselt während des Kampfes zu Spartanern über
108 Sparta siegt; Athener kommen später nach Boiotien zurück und besiegen diese; vollenden die Langen Mauern; Aigina ergibt sich; attische Schiffe auf dem Rückweg verbrennen Peloponnesische Schiffswerft, erobern korinthische Stadt Chalkis; besiegen Sikyonier
109 Perserkönig schickt Geld nach Sparta, damit diese in Attika einfallen; aber kein Erfolg; daraufhin geht das Heer der Perser nach Ägypten und besiegt Ägypter + Griechen
110 nur wenige der Griechen in Ägypten überlebten; Inaros wird gekreuzigt; 50 attische Schiffe kommen nach Ägypten - ohne das zu wissen; werden niedergemetzelt; Ergebnis: Disaster für Athen in Ägypten nach 6 Jahren Krieg
111 Athen versucht verbanntem thessalischem Königssohn zu helfen - scheitert; Perikles besiegt Sikyon; Versuch Stadt in Akarnanien einzunehmen schlägt aber fehl dann
112 5-jähriger Friedensvertrag zw. Athen + Peloponnesiern; Kimon segelt wieder nach Ägypten; stirbt dort; Spartaner beginnen "Heiligen Krieg" - geben Heiligtum von Delphi Delphern zurück; Athen macht das später wieder rückgängig
113 Athen fällt in Boeiotien ein; A. werden auf dem Rückweg besiegt und Geiseln; Athen beschliesst Waffenstillstand und zieht sich aus Boiotien zurück
114 Perikles will nach Euboia einfallen; Megara wird abtrünnig; Peloponnesier verwüsten attische Landstriche; ziehen dann aber zurück; Perikles besiegt dann Euboia
115 446 schliessen Athen + Sparta 30-jährigen Frieden; Krieg zwischen Milet + Samos; Athen unterwirft Samos; Samos fällt dann wieder ab; auch Byzanz fällt dann von Athen ab
116 Athen schickt Schiffe gegen Samos; bei der Seeschlacht siegt Athen; Belagerung Samos; Perikles zieht mit einem Teil der Schiffe ab gegen Phoiniker
117 Samos macht Ausfall und besiegt restliche a. Schiffe; als aber Perikles zurückkehrt, ergibt sich Samos; auch Byzanz fügt sich

Kriegsbeschluss des Peloponnesischen Bundes[Bearbeiten]


118 Zusammenfassung: Athens Herrschaft straffer; Macht; Spartaner verhinderten das nicht, bis Macht Athens zu gross; Spartaner beschliessen Krieg; fragen aber auch das Orakel von Delphi
119 spartan. Versammlung; die meisten für Krieg


120 Korinther sprechen und wollen auch Städte aus dem Landesinneren überzeugen; jetzige Annehmlichkeiten können wieder entrissen werden; im Krieg geht nicht immer alles so aus, wie geplant
121 Wieso werden wir gewinnen ?

- grössere Anzahl
- Kriegserfahrung
- tapfer
- kommen Befehlen nach
- mit Geld attisches Schiffsvolk abtrünnig machen
- attische Geschicklichkeit mit Übung wettmachen


122 noch andere Arten der Kriegsführung möglich:

- Einkünfte der Athener zerstören
- Errichtung von Befestigungen in Attika
zusammen kämpfen gegen Athen, wenn einzeln, dann Niederlage
im Generellen: 3 grosse Fehler:
- Unwissenheit
- Schlafheit
- Sorglosigkeit


123 vertrauensvoll in Krieg ziehen, da:

- Gott auf unserer Seite
- ganz Griechenland kämpft mit uns
- Vertrag wird nicht gebrochen, da ja Athen Vertrag gebrochen hat



124 Auch Poteideia helfen
125 finale Abstimmung und Mehrheit für Krieg; aber dauert etwa 1 Jahr bevor man in Attika einfiel


Gegenseitige Forderungen + Proteste[Bearbeiten]


126 Spartaner schicken Gesandte nach Athen, um triftigen Grund zum Krieg zu haben:

Frevel gegen Göttin
Kylon besetzt athenische Burg bei Olympischen Spielen von Peloponnes
welches Fest, ob in Athen oder Peloponnes hatte das Orakel von Delphi nicht gesagt
werden belagert
Kylon und weiter werden getötet unter Lüge von Heiligtum weggelockt


127 Grund für dies:

a. für Götter Genugtuung
b. Perikles in Verruf bringen, evtl. verbannen, da er gegen die Spartaner arbeitet


128 Auch Athener sagen nun, Lakedaimonier sollen Frevel tilgen:

- schutzflehende Heloten aus Tempel vertrieben und getötet
- Pausanias
Pausanias geht wieder an Hellespont um mit Großkönig auf eigenem Bestreben zu verhandlen - im Geheimen
P. hatte bei 1. Aufenthalt, gefangene Freunde + Verwandet des Großkönigs freigelassen
auch Brief an Perserkönig geschrieben


129 Perserkönig schickt Antwortbrief mit Artabazos: ok
130 Pausanias wird daraufhin hochmütiger; auch deswegen gehen viele Bundesgenossen zu Athen über
131 Ephoren rufen ihn wieder zurück; ins Gefängnis; Freilassung; Verhör
132 klaren Beweis hatten die Lakedaimonier aber nicht

Hinweise:
- Hoffart + Nachahmung der Perser
- Weihegeschenk der siegreichen Athener: Dreifuß in Delphi lässt Pausanias nach eigenem Ermeseen mit Inschrift auf ihn anbringen -> dies wird von Spartanern wieder rückgängig gemacht
- Verhandelt auch mit Heloten über Umsturz
- Briefüberträger von Pausanias zu Artabazos schliesslich verschafft richtigen Beweis, weil man ihn bei Briefübergabe töten solle


133 - Ephoren belauschen Pausanias und Boten
134 Ephoren wollen ihn öffentlich verhaften, aber Pausanias geht ins Heiligtum; hungerten ihn dort aus und schleppten ihn zum Sterben raus

Delphi-Orakel später gibt Strafe an Spartaner: bestatten wo er gestorben ist und 2 Menschen opfern - Spartaner machen 2 Statuen


135 Spartaner bezichtigen auch Themistokles; Athener willigen ein und senden Leute mit Lakedaimoniern aus, um ihn zu fangen
136 Themistokles flieht nach Kerkyra; die nehmen ihn nicht auf; er geht gegenüber ans Festland zum König der Molosser; T. nimmt Kind quasi als Geisel
137 König bringt ihn nach Pydna und von dort per Schiff zu Ephesos; schreibt Brief an Perserkönig
138 nach 1 Jahr nimmt ihn der Großkönig auf; die VorteileEigenschaften T. werden beschrieben


Kriegsbeschluss der Athener[Bearbeiten]


139 Forderungen der Lakedaimonier nehmen mit der Zeit ab:

- religiöse Frevel
- Poteidaia nicht belagern
- Aigina Selbständigkeit gewähren
- Embargo gegen Megara aufheben
- letzte, einzige Forderung: Hellenen die Selbständigkeit geben

Athener berufen Volksversammlung


140 Perikles: Peloponnesiern nicht nachgeben; sie sind Athenern feindlich gesinnt; wollten kein Schiedsverfahren; Befehlen mittlerweile; wenn jetzt nachgeben, dann meinen sie Athen hätte Furcht und sie kommen immer wieder
141 im Krieg hat Athen folgende Vorteile:

- mehr Geld
- erfahrener in der See
- Peloponnesier verfolgen eher eigen Ziele; nur stark, wenn eine Macht etwas befiehlt dort


142 - wenn sie Befestigungen in Attika errichten, so segelt man einfach gegen Peloponnes aus
143 - eigene Seeleute werden wohl nicht abgeworben, da:

- Steuermänner Athener
- andere wollen keine Verräter sein
selbst wenn Peloponnesier Attika verwüsten, so segeln Athener gegen Peloponnes und P. hat kein gutes Land mehr - weder in Attika noch in P.; aber Athener haben noch ihre Inseln + Athen selbst;
ja nicht mit Peloponnesiern Feldschlacht


144 Hüten vor:

- Herrschaft während des Krieges ausbreiten
- keine selbstgewählten gefahren auf sich nehmen
-> Perikles hat mehr Angst vor eigenen Fehler, als Anschlägen der Feinde

Perikles schlägt folgende Antwort vor:

- Megara-Embargo fallen lassen, wenn auch Lakedaimonier keine Fremdenaustreibungen mehr machen
- Selbständigkeit der Städte: auch wenn Sparta das macht
- Schiedsverfahren
Krieg ist notwendig
wenn Athener bereitwillig bekennen, so werden Feinde weniger heftig bedrängen
Vorfahren haben mit weniger so viel Großes geleistet, also sollten wir das ja wohl auch hinbekommen


145 Athener überzeugt und antworten:

- sie lassen sich nicht befehlen
- verständigen über Schiedsverfahren
danach keine Gesandten mehr


146 Misstrauen; Ausklang Hier findet sich eine kurze Zusammenfassung zum Thukydides-Text, welche während des Lesens des Textes niedergeschrieben wird (wir sind ja noch nicht fertig mit dem Kurs:Der Peloponnesische Krieg). Dies beansprucht keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ...

Während des Lesens des Textes für unsere wöchentlichen Meetings benutze ich dies als Gedächtnisstütze (siehe auch hier). Ich hoffe, auch andere können dies benutzen, um sich dem Thukydides-Text zu nähern. Falls dir der Text mal hilft, würde ich mich über Feedback freuen. Gedanken zum Thukydides-Text an sich findet ihr in den öffentlichen Chat-Logs.


Nun zum Buch II von Der Peloponnesische Krieg von Thukydides.


Sommer 431[Bearbeiten]


1 kurze Zus.fassung, Reihenfolge der Ereignisse
2 300 Thebaner dringen nachts in Plataia ein; Bürger der Stadt hatten sie herbeigerufen; wollen aber nicht wie zuerst geplant, die Bürger töten, sondern eher friedlich die Stadt einnehmen
3 Plataier willigen ein:

- erschrocken
- und auch keine Gewalt bisher
als sie sehen, wie wenige Thebaner es sind, beschliessen sie, nachts gegen sie vorzugehen; Nahkampf


4 viele Thebaner sterben; Rest ergibt sich; nur ganz wenige konnten fliehen
5 Verstärkung aus Theben kommt zu spät; nehmen Leute außerhalb der Stadt als Geiseln; angeblich Verhandlungen, Geiselaustausch, wenn sich Thebaner zurückziehen; jedoch töten Plataier beim Rückzug der Thebaner die 180 Gefangenen
6 Boten nach Athen; Athen sagt, Gefangene nicht töten, aber zu spät; daraufhin schickt Athen ein Heer nach Plataia
7 offensichtlicher Friendensbruch; beide rüsten nun

beide:
- wollen Gesandte zum Perserkönig schicken
- Bündnisverträge mit Städten ausserhalb ihrem Machtbereich
Sparta:
- gibt in Italien und Sizilien Anhängern Aufträge, weitere 200 Schiffe zu bauen, Ziel: 500 Schiffe
- Geld sammeln
- gegen Athener, die landen wollen, nichts unternehmen, bis fertiggerüstet
Athen:
- überprüfen ihren Bund
- schicken Gesandte an die Ecken des Peloponnes, um P. im Falle des Falles von allen Seiten anzugreifen:
Kerkyra, Kephallenia, Akarnania, Zakynthus


8 ganz Hellas ist in Aufruhr; die meisten sind pro-Sparta, da Slogan: Befreiung von Hellas von Athens Herrschaft
9 welche Verbündeten und welches Militär: Flotte, Reiter, Fußtruppe

Angriff auf Attika[Bearbeiten]


10 2/3 der peloponnesischen Streitmacht trifft sich am Isthmos unter Archidamos
11 grösstes Aufgebot an Soldaten seit langer Zeit; nicht selbstsicher sein; nicht denken, dass Athen nicht Schlacht anbieten wird;
12 Spartanischer Abgesandter wird nicht eingelassen; Archidamos zieht gegen Plataia
13 Archidamos ist Perikles Gastfreund; damit keine Zweifel zu Beziehung entsteht, würde Perikles sein Hab + Gut außerhalb dem Volk überweisen, falls es nicht wie die übrigen zerstört würde

Perikles rät wieder:
- für Krieg rüsten
- Besitz vom Land in die Stadt
- keine Schlacht
- Flotte instand
- Verbündete fest in der Hand halten
Stärke Athens:
- Geld
- Truppen, siehe Abschnitt (6)


im Krieg meisten Siege durch:
- Einsicht
- Überfluss an Geld



14 Leute befolgen Perikles' Rat mit Hab und Gut in die Stadt; fällt ihnen aber schwer
15 Geschichte Athens, wie sie die übrigen Gemeinden dazu zwang, sie groß zu machen
16 fällt Leuten schwer weil:

- nach eigenen Gesetzen auf dem Land gelebt
- wuchsen auf und wohnten auf dem Land


17 kein Platz in Athen: überall werden Menschen untergebracht: Tempel, ...

Kriegsvorbereitungen: wollen mit 100 Schiffen in Peloponnes einfallen


18 Peloponnesier belagern Oinoe;

Peloponnesier unzufrieden mit Archidamos, da nicht schnell genug und somit Zeit für Gegner:
- Aufenthalt am Isthmos
- auch langsam beim Weitermarsch
- Passivität vor Oinoe
Archidamos will Land von Attika eher als Pfand


19 Oinoe kann nicht eingenommen werden; gehen nach Attika und verwüsten es
20 Wieso bleibt Archidamos bei Acharnai stehen ? (, anstatt in Schlachtordnung in die Ebene hinab zu gehen)

- hofft doch noch, dass Athener Schlacht machen
- gutes Heerlager
- Acharner würden ihre Polis nicht im Stich lassen
- wenn jetzt vernichten, dann in Zukunft einfacher, Athen wieder anzugreifen
- Zwiespalt beim Gegner bzgl. Kriegswillen (die die Land evrteidigen wollen und die, die tatenlos zusehen)


21 Athener besonders Acharner wollen ausrücken; geben Perikles die Schuld
22 Perikles ruft mit Absicht keine Volksversammlung ein; Reitergefacht; Peloponnesier errichten Siegeszeichen
23 Athener schicken die 100 Schiffe aus

Aktionen der Athener[Bearbeiten]


24

- stellen zu Land und See Wachposten auf
- legen 100 Talente beiseite, die man nie ausgeben darf
- jedes Jahr werden 100 der besten Trieren ausgewählt -> auch nur zum Krieg


25 Athener belagern Methone; Brasidas rettet Methone und wird als erster im Krieg öffentlich belobigt; ziehen gegen Pheia in Elis - siegen dort in Gefechten; weichen erst zurück, als große Streitmacht kommt


26 Athen schickt 30 Schiffe nach Lokris; Besiegen Lokrer; auch gedacht als Schutz für Euboia
27 Athener vertreiben Aigineten; Grund:

-Aigineten schuld am Krieg -> Wieso ? haben Spartaner aufgestachelt und auch sonst bittere Feinde von Athen
-eigene Bevölkerung dorthin siedeln als Sicherheit
Lakedaimonier geben Vertriebenen Thyrea , Grund:
- wegen Feindschaft mit Athen
- weil Aigineten bei Erdbeben + Helotenaufstand mitgeholfen hatten


28 Sonnenfinsternis, 3. August

siehe http://hbar.phys.msu.su/gorm/atext/ginzele.htm
http://sunearth.gsfc.nasa.gov/eclipse/SEsearch/SEsearch.php
siehe auch: http://sunearth.gsfc.nasa.gov/eclipse/SEhistory/SEhistory.html


29 Athener wollen Thrakerkönig Sitalkes als Verbündeten

Ziel:
- thrakische Küstenabschnitte niederwerfen (mit Hilfe thrakischem Heer aus Reitern und Peltasten)
- Perdikkas unschädlich machen
deshalb machen sie Nymphodoros zum Proxenos in Athen
-> zustande kommt:
- Bündnis mit Sitalkes
- athenisches Bürgerrecht für Sohn von Sitalkes: Sadokos
- Aussöhnung mit Perdikkas
- Perdikkas marschiert an Seite Phormios gegen Chalkidier


30 Athener sind immer noch mit 100 Schiffen unterwegs um den Peloponnes:

- nehmen Stadt von Korinth ein: Sollion
- nehmen Astakos ein
- und Kephallenia
segeln dann heimwärts



31 Athen fällt in der Megaris ein unter Perikles; auch die 100 heimwärts segelnden Schiffe stossen dazu;

Beschreibung der Heerstärke der Athener allgemein:
jetzt in Megara:
- 10000 Hopliten
- 3000 Hopliten der Metöken
- und noch Leichtbewaffnete
3000 Hopliten stehen in Poteideia
ab jetzt jährlicher Einfall der Athener in die Megaris, bis Nisaia von ihnen eingenommen wird


32 Athen baut unbewohnte Insel Atalente zu Festung aus, Grund:

- Schutz von Euboia -> vor Lokrern und Seeräubern


33 Korinth segelt gegen Akarnanien:

- mit 40 Schiffen
- 1500 Hopliten
Ziel: Euarchos an Macht bringen in Astakos -> das gelingt
Scheitern aber:
- andere Küstenstädte in Akarnanien einzunehmen
- auf Kephallenia erleiden sie Rückschläge

Winter 431/430[Bearbeiten]

Begräbnisfeierlichkeiten[Bearbeiten]


34 Athen: öffentliche Leichenfeier für die ersten Kriegsgefallenen; Perikles hält die Lobrede
35 nochmal lesen; Perikles sagt: schwer so eine Rede zu halten
36 lobt:

- Vorfahren: weil sie das Land in Freiheit vererbt haben
- Väter: noch mehr geleistet, nämlich jetziges Reich
- wir: Stadt kann in Krieg + Frieden autonom sein
will nicht reden über:
- Kriegstaten im Perserkrieg
- mythische Heldentaten
sondern:
- Grundhaltung
- Verfassung
- Sinnesart


37 Staatsverfassung (athenische Demokratie) wird von anderen nachgeahmt, ist Vorbild

- gut für Tüchtige
- gut für Arme
- Bürger leben frei, ungezwungen
- im öffentlichen Leben jedoch: Gehorsam gegen Amtsträger und Gesetze
Gesetze:
- geschriebene: zum Nutzen der Unterdrückten
- ungeschriebene: deren Übertretung bringt allg. Schande


38 weitere Vorteile:

- geistige Entspannung: Wettkämpfe, feierliche Opfer, geschmackvolle Ausstattung der Häuser
- Zugriff auf viele Güter aus aller Welt


39 Vergleiche auch Rede von Archidamos (I, 84ff)

Kriegswesen:
- jeder hat Zutritt zur Stadt (man kann also spionieren)
- keine Fremdenaustreibungen
- bauen weniger auf: Rüstung + Überraschung
- Mut
Beweis:
- Lakedaimonier ziehen mit allen Verbündeten gegen Athen
- Athen allein in Feindesland und gewinnt meist



40 Athener lieben:

- Kunst mit maßvoller Zurückhaltung
- Geist ohne schlaffe Trägheit
Armut ist immer meisterbar
widmen sich Haus- und Staatswesen
Überlegungen vorher
sind Wohltäter


41 Zusammenfassung:

- Athen ist quasi Schule von Hellas
- jeder Bürger kann hier seine eigene Art entfalten
- Entscheidet
- Imperium


42 Lobrede, um zu beweisen:

- Kampf gilt etwas anderem, nämlich dem Ruhm der Stadt
- Ruhm der gefallenen Männer



43
44 an die Eltern:

standhaft sein: etwas zuverlieren, was man kannte, ist schlimmer als etwas zuverlieren, was man nicht kannte
neue Kinder zeugen:
- Stadt wird dann nicht entvölkert
- in der Volksversammlung sprechen Eltern mit gleichem und gerechtem Sinn als elternlose
Väter, die nicht mehr zeugen können: aufrichten am Ehrgefühl


45 an Söhne und Brüder: werden wohl geringer geachtet werden, da Tote hochgepriesen werden

an Witwen


46

Zweites Kriegsjahr: Sommer 430[Bearbeiten]

zweiter Einfall der Lakedaimonier + Pest[Bearbeiten]


47 Peloponnesier fallen wieder mit 2/3 des Heeres in Attika ein

in Athen bricht Seuche aus
keine Lösung:
- Unkenntnis der Krankheitsursachen
- Ärzte starben
- beten hilft nichts


48 Ursprung der Seuche: Äthopien > Ägypten > Lybien > Persien > Piräus > Athen

Thukydides beschreibt nur Merkmale, um bei erneutem Auftreten zu erkennen
Thukydides war auch selbst daran erkrankt
was die Krankheit genau war, ist unklar, gibt viele Meinungen


49 Beschreibung der Merkmale:

- Fieberhitze


50 Tiere fressen auch die Toten nicht mehr oder wenn, dann sterben sie


51 gab kein Heilmittel

die meisten starben, weil sie nicht gepflegt wurden <- wegen Angst vor Ansteckungsgefahr
die die halfen, starben halt und das waren die, die Mitleid hatten
am Meisten Mitleid von: Überlebenden -> wer einmal daran erkankte, wurde nicht 2 Mal von der Krankheit befallen


52 zu viele Leute in der Stadt + heiss im Sommer + Tote/Sterbende liegen auf Strassen
keine Beachtung von Moral + Gesetz
Begräbnisse nicht mehr wie früher


53 Sittenlosigkeit, Genuss für den Augenblick, keine edlen Ziele mehr
54 Liedvers: Seuche kommt mit dorischem Krieg; Orakel der Lakedaimonier (I, 118): werden siegen + Gott wird ihnen helfen
Seuche befiel vor allem Athen, drang nicht Peloponnes ein
55 Peloponnesier rücken nach Paralos (mit Silberbergwerken) vor; Athener halten sie nicht auf
56 100 Schiffe + 50 Schiffe aus Chios/Lesbos mit 4000 Hopliten + 300 Reitern segeln gegen Peloponnes; können aber Epidauros nicht einnehmen; verwüsten auch Land um Troizen, Halieis, Hermione; zerstörten Prasiai; kehren nach Athen zurück; Lakedaimonier sind schon abgezogen
57 Peloponnesier waren 40 Tage in Attika und haben das ganze Land verwüstet; angeblich sind die Peloponnesier abgezogen, da sie Angst vor Ansteckung durch Pest hatten
58 Athener schicken Heer gegen Chalkidier und Poteidaia; Ankunft des neuen Heers bringt auch die Seuche mit; in 40 Tagen 1500 Hopliten verloren

Perikles[Bearbeiten]


59 Athener greifen jetzt Perikles an; auch deren Abgesandte nach Sparta kehren unverrichteter Dinge zurück; Perikles beruft Volksversammlung
60 alle sollten helfen, das Gemeinwesen zu retten; Stadt muß ganz sein;
Eigenschaften von Perikles

  • liebt Stadt,
  • Geld bedeutet ihm nichts,
  • hat Einsicht


61

  • Perikles weicht von Grundsätzen nicht ab;

Athener sollten schwere Schicksalsschläge (Pest) ertragen + Staat retten; Ehre
62 Besorgnis der Athener: Krieg ist schwer und wahrschl. kein Sieg; Perikles sagt: Athen ist die einzige Seemacht (bisher hat Perikles dieses Argument vermieden, um Prahlerei zu vermeiden), nicht nur Herrscher über Bundesgenossen; Besitz auf Land nicht zu hoch achten; wenn Freiheit vorhanden, kann dies wieder zurückgewonnen werden
63 Kampf für:

  • Ehre der Stadt
  • Freiheit der Stadt
  • Verlust des erworbenen Reiches

Herrschaft Athens ist eine Tyrannis: ist ungerecht, aber sie jetzt loszulassen/zu verlieren, bedeutet Lebensgefahr


64 Athen steht bei anderen Menschen im Ansehen, weil:

  • Schicksalsschläge wie die Pest ertragen
  • im Krieg viel geleistet
  • große Macht

stark sein und keine Herolde zu Lakedaimoniern schicken



65 nach außen: Athener schicken keine Abgesandten und mehr engagiert im Krieg
innerhalb Athens: Jammer wegen:

  • Verlust an Reichtum
  • Krieg statt Frieden

wählen ihn aus Amt ab (mit Geldbuße); wird später aber wiedergewählt, da kein anderer seinen Platz einehmen kann - richtige Schätzung von Perikles insgesamt soweit;

Perikles stirbt 30 Monate später

Abkehr von Perikles Politik, die war:

  • Ruhe bewahren
  • Flotte instand halten
  • keine Expansion im Krieg


Ergebnis der Abkehr war dann: persönlicher Nutzen brachte der Stadt Athen aber Schaden
Athen war Herrschaft des 1. Mannes (Perikles), nur Namen nach Demokratie.
Führer danach waren nicht gut, da sie dem Volke nachgaben
z.B. Sizilien-Expidition (Streit um Führerrolle, statt für ausgesandtes Heer gute Bschlüsse)


66 Lakedaimonier fahren mit 100 Schiffen (1000 Hopliten) gegen Zakynthus; verwüsten das Land,aber können nicht einnehmen
67 Lakedaimonier schicken Gesandte zum Perserkönig, Auftrag:

  • als Verbündeten gewinnen und
  • Geldmittel für L. bereitstellen

halten unterwegs bei Sitalkes, Grund:

  • Hilfe für Hellespont-Überquerung
  • überreden, mit Athen Bündnis zu beenden
  • bei Poteidaia helfen

Aristeus und andere Gesandte werden Athener übergeben; ohne Verhandlung in Athen getötet; Grund:

  • Aristeus könnte in Zukunft weiter gegen Athen nachteilig werden
  • selbes Vorgehen, wie Lakedaimonier bei athenischen Gefangenen vorgehen


68 Amprakia zieht gegen Argos (in Amphilochia) in Krieg; können Argos aber nicht einnehmen

Winter 430/429[Bearbeiten]


69
Athener schicken 20 Schiffe unter Phormion nach Naupaktos -> Kontrolle des Golf von Korinth
6 Schiffe nach Karien + Lykien -> Geldeintreibungen + Seeräuberei der Peloponnesier unterbinden
in Lykien bei Geldeintreibungen teilweiser Heeresverlust + Melesandros stirbt


70
Poteidaia: Nahrungsmangel, sogar Kannibalismus;
Verhandlungen; athenische Heerführer gehen darauf ein, weil:

  • Winter und eigenes Heer in bedrängter Lage
  • Athen hat für Belagerung bereits insgesamt 2000 Talente ausgegeben

Poteidaier dürfen alle abziehen; Athen macht Felheeren Vorwürfe; schicken später Siedler, um Poteidaia zu besiedeln

Drittes Kriegsjahr: Sommer 429[Bearbeiten]


71 Peloponnesier (+ Thebaner) ziehen gegen Plataia - und nicht gegen Attika; Plataier erinnern an Pausanias Versprechen 479 v.Chr.
72 Archidamos sagt:

  • entweder beteiligen bei Befreiung durch Herrschaft Athens
  • oder neutral sein


Plataier wollen zuerst Athen befragen; Auch Angst um die Stadt; Archidamos schlägt vor, dass Lakedaimonier Platai übernehmen für Dauer des Kriegs und Plataier abziehen, wohin sie wollen; danach wieder Plataia Plataiern übergeben
73 Plataier erhalten Waffenstillstand, um Athener zu befragen; Athener beschliessen: Platai darf nicht aus dem Bündnis heraus
74 Archidamos ruft Götter als Zeugen, das Lakedaimonier nicht Schwur brechen, da sie ja viele Optionen geboten haben
75 Lakedaimnoier eröffnen Krieg; schliessen Stadt mit Palisaden ein; bauen einen Damm/Wall in Richtung Stadt; Plataier vergrössern daraufhin die Mauer mit einer Holzriegelwand + durchbrechen eigene Mauer, um sich die Erde des Dammes zu holen (um aufzuhalten); Lakedaimonier arbeiten 70 Tage + Nächte
76 Lakedaimonier bemerken dies und verhindern dies mit Körben; daraufhin graben Plataier einen Graben und entfernen Schüttmaterial -> Lakedaimonier bemerken dies lange nicht;

Plataier stoppen Bau der Holzriegeland: machen bei niederen Mauern weiter -> Halbmond-Anbau

Ziel:

  • falls Hauptmauer eingenommen wird
  • Halbmondform ermöglicht Verteidigung von 2 Seiten aus

Peloponnesier schaffen Rammböcke herbei, doch kein grosser Schaden


77 Lauffeuer: versuchen Stadt in Brand zu setzen; angeblich sei Gewitter aufgekommen und hätte Flammen gestoppt;

Peloponnesier bereiten sich auf völlige Einschliessung der Stadt vor durch eine Ringmauer
78 Fertigstellung der Ringmauer etwa am 20. September; Peloponnesier ziehen mit Teil des Heeres wieder ab - nur Wachposten bleiben; eingeschlossen sind nun 590 Personen: 400 Plataier, 80 Athener, 110 Frauen
79 zur selben Zeit schicken Athener 2000 Hopliten + 200 Reiter gegen Chalkidier + Bottier: Feldzug schlägt fehl; 430 Soldaten sterben + alle 3 Feldherren; ein Grund: Reiterei der Chalkidier; Peltasten aus Olynth; gemeinsam gegen Athen
80
Amprakioten + Chaonier überreden Lakedaimonier zu:
Akarnanien (welchs unter Einfluss der Athener steht) zu unterwerfen
Flotte mit 1000 Hopliten
Ausserdem Möglichkeit Zakynthus + Kephallenia + Naupaktos einzunehmen
:dann wäre es auch schwieriger für Athen, Peloponnes zu umfahren

Knemos Flottenkommandant fährt voraus; Treffpunkt Leukas-Stadt
mit 4000 weiteren Männern startet Knemos den Feldzug (ohne auf die Korinther zu warten)


81 Akarnanen bemerken Truppenbewegungen; statt gemeinsamer Abwehr, jedes Gebiet einzeln verteidigen;
Hilferuf an Phormion: lehnt ab, da er Naupaktos vor kommenden Flotte aus Korinth nicht unbewacht lassen will
Peloponnesier ziehen gegen Stadt Stratos vor - in 3 Heeresgruppen
Heeresgruppe von den Chaonern wird von Stratiern in die Flucht geschlagen; vereinigen sich dann zu 2 Heeresgruppen; werden nur noch mit Schleudern angegriffen, aber sonst kein Feindkontakt


82 Knemos zieht sich nachts zurück; Stratier siegreich
83 Flotte aus Korinth (47 Schiffe) hat Seeschlacht gegen Phormions Flotte (20 Schiffe) -> Peloponnesier bilden einen Kreis; 5 schnelle Schiffe in der Mitte
84 Athenische Schiffe segeln um die korinthischen; Kreis wird immer kleiner; in günstigem Moment greifen athenischen Schiffe an; erbeuten 12 Schiffe und versenken auch; Peloponnesischen Schiffe ziehen sich nach Kyllene zurück, wohin auch Knemos kommt
85 Lakedaimonier unzufrieden mit Niederlage und schicken 3 Berater zu Knemos, da sie Führungsschwäche glauben. Rüsten für neue Seeschlacht
Phormion fordert Verstärkung aus Athen; diese schicken zwar 20 Schiffe, diese sollen aber zuerst in Kreta aushelfen
86 jeweilige Flottenstärke: 77 zu 20; Flotten stehen ca. 7 Tage gegenüber; Peloponnesier wollen Seeschlacht und geben eigenen Truppen folgende Ansprache:
87 erste Niederlage weil:

  • unvorbereitet -> war alles geplant für Landschlacht
  • unberechenbare Ereignisse
  • Unerfahrenheit in Seeschlacht

diesmal siegreich weil:

  • Überzahl
  • Schlacht nicht auf offenem Meer, sondern an Küste

Mut nicht verlieren; Feiglinge werden bestraft, Tapfere belohnt


88 Auch Phormion macht eine Ansprache, da seine Männer sich vor der Überzahl ängstigen
89 Zuversicht der Peloponnesier komme von:

  • Erfahrung im Landkrieg
  • Überzahl an Schiffen

Vorteil der attischen Flotte:

  • mehr Einzelerfahrung des Einzelnen
  • die meisten peloponnesischen Verbündeten sind widerwillig da, da letzte Schlacht verloren => Kampfmoral gesunken
  • Athener waren schon Sieger
  • Peloponnesier vertrauen auf Überzahl
  • Phormion will nicht auf engem Raum kämpfen, da dann die Hopliten entscheidend sind


90 Peloponnesier wollen Phormion doch in den Golf zwingen, deshalb fahren sie auf Naupaktos zu; Athener verfolgen sie; Peloponnesier machen kehrt und umzingeln die athenischen Schiffe; 11 der 20 Schiffe können entkommen


91 20 peloponnesische Schiffe nehmen Verfolgung auf; 10 der a. Schiffe entkommen nach Naupaktos; 1 a. Schiff zu langsam; kann aber das p. Verfolgerschiff senken; der Rest der peloponnesischen Schiffe ist verwirrt und stoppt oder stoßen auf Sandbank
92 die 10 a. Schiffe sind daraufhin wieder neuen Mutes und greifen an;
Peloponnesier: keine Schlachtordnung mehr und kein Selbstvertrauen; verlieren 6 Schiffe; Athener erbeuten teilweise ihre eigenen Schiffe zurück

Winter 429/428[Bearbeiten]


93 Megara überredet die zurückkehrende Flotte dazu, Piräus anzugreifen; über Land gehen und in Nisaia auf Schiffe steigen; aus Angst + wegen Wind greifen sie aber Salamis an
94 Athener werden durch Feuer gewarnt; Panik; bei Tagesanbruch nach Salamis, aber P. schon weg; als Vorsorge für Zukunft: Hafensperre für Piräus; Thukydides meint, P. hätten Piräus leicht einnehmen können
95 Sitalces zieht gegen:

  • Perdikkas
hat Versprechen nicht eingelöst, nachdem Sitalkes half:
  • mit Athenern zu versöhnen
  • Herrschaft zu sichern gegenüber Perdikkas' Bruder
  • Chaldikier -> hatte Sitalkes beim Bündnis mit Athen versprochen


96 Beschreibung des Heeres von Sitalkes
97 Reich von Sitalkes (der Odrysen): groß, Finanzkraft
98 Sitalkes zieht zuerst gegen Makedonien; unterwegs schliessen sich Thraker an; Heeresstärke wächst auf 150000: 1/3 Reiterei, Rest: Fußtruppen
99 Geschichte Makedoniens
100 Makedonier ziehen sich zurück; greifen gelegentlich mit ihrer guten Reiterei an
101 Sitalkes zihet sich nach 30 Tagen Kriegszug zurück aus: Makedonien, Chalkidien; Bottien
Grund:

  • zwar Verwüstungen und Angst, aber Ziel nicht erreicht
  • keine Verpflegung
  • harter Winter
  • auch Neffe Seuthes überredet ihn
diesen Neffen hatte Perdikkas bestochen mit:
  • seiner Schwester
  • Mitgift

Phormions Einmarsch in Akarnanien[Bearbeiten]


102 Phormion zieht mit 400 eigenen + 400 messenischen Männern gegen Akarnanien; ermöglichen Kynes die Herrschaft dort; ziehen sich zurück, da

  • Winter
  • Überschwemmungen im Winter

Infos zur Geschichte Akarnaniens
103 im Frühling fährt Phormion nach Athen zurück - mit Beute (Schiffe + Gefangene) Hier findet sich eine kurze Zusammenfassung zum Thukydides-Text, welche während des Lesens des Textes niedergeschrieben wird (wir sind ja noch nicht fertig mit dem Kurs:Der Peloponnesische Krieg). Dies beansprucht keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ...

Während des Lesens des Textes für unsere wöchentlichen Meetings benutze ich dies als Gedächtnisstütze (siehe auch hier). Ich hoffe, auch andere können dies benutzen, um sich dem Thukydides-Text zu nähern. Falls dir der Text mal hilft, würde ich mich über Feedback freuen. Gedanken zum Thukydides-Text an sich findet ihr in den öffentlichen Chat-Logs.


Nun zum Buch III von Der Peloponnesische Krieg von Thukydides.

Kriegsjahr 4[Bearbeiten]

Sommer 428[Bearbeiten]


1 Peloponnesier + Verbündete fallen wieder in Attika ein, werden von athenischer Reiterei dran gehindert, näher an die Stadt Athen zu kommen; plündern Umgebung; sobald Verpflegung knapp wird, ziehen sie sich zurück
2 Lesbos fällt von Athen ab; eher vorzeitig, da andere Städte Mythilene bei Athen "verpfeifen"; sonst hätte Mythilene noch gewartet, bis

  • zur Vollendung der:
  • Hafenbefestigungen
  • Mauern
  • Schiffe
  • zum Eintreffen der Bogenschützen + Getreide aus Schwarzem Meer


3 Athener reagieren nicht sofort; geben dann Befehl, dass 40 Schiffe (die sich um Peloponnes befinden) nach Mythilene segeln; Athener nehmen die 10 mythilenischen Schiffe + Besatzung, die in Athen liegen, fest; ein Besatzungsmitglied entkommt und warnt Mythilene
4 "leichte" Seeschlacht (?) vor dem mythilenischen Hafen; beide Parteien einigen sich auf Waffenstillstand; Mythilene schickt Gesandte nach Athen; unbemerkt schicken sie auch nach Sparta Gesandte, da sie aus Athen nichts Positives erwarten
5 Gesandte in Athen erreichen nichts; daraufhin erklären Mythilene + Verbündete den Krieg;
Städte aus Lesbos, die auf athenischer Seite sind: Methymna, Imbros, Lemnos + noch ein paar
Schlacht, aber kein eindeutiger Sieger
warten ab, mittlerweile sind Spartaner Meleas + Thebaner Hermaiondas eingetroffen
6 Athener fassen Mut, da Mythilene untätig; blockieren Zugang zum Meer; Mythilener beherrschen dagegen das Land
7 Athener schicken 30 Schiffe zu Akarnanen: Feldherr Phormions Sohn: Asopios; zerstören auf Hinfahrt in Lakonien Küstenorte; Asopios schickt 18 Schiffe wieder nach Athen zurück; zieht mit Akarnanen gegen Oiniadai; kann nicht einnehmen; auf Leukas stirbt Asopios und ein Teil des Heeres
8 mytilenische Boten kommen nach Olympia, um dort nach dem Fest zu sprechen


Mythilener sprechen:
9 normalerweise werden Abtrünnige als Verräter betrachtet; Mythilene ist aber nicht ebenbürtig zu Athen und sollte deshalb nicht verachtet werden, selbst wenn Sparta sie aufnimmt ins Bündnis
10 Gemeinschaften von Staaten bestehen auf Dauer, wenn:

  • ehrenhaft
  • gleich geartet
  • Recht


Bündnis mit Athen stammt aus der Zeit des Perserkriegs; Ziel damals: Hellas zu befreien von Persern
kein Vertrauen mehr zu Athen + Furcht, da sie Bundesgenossen unterjochen; nur Lesbos + Chios sind noch selbständig, da sie mit Schiffen an den Kriegszügen teilnehmen


11 wenn gleich stark, dann besteht gegenseitige Furcht und das ist eine Sicherheit bei einem Bündnis; Athener haben zuerst die schwächeren Bündnispartner unter Kontrolle gebracht;

Athener haben dies erreicht durch:

  • schöne Worte
  • mehr Vernunft als Gewalt
  • die mächtigeren Bündnispartner auf ihre Seite gezogen gegen die kleineren

Wieso hat Mythilene so lang Stand gehalten:

  • Flotte
  • "jaja" gesagt :-)


12 Mythilener haben kein Vertrauen zu Athen; aus Angst Bündnis geschlossen; sie begehen jetzt kein Unrecht, da sie die Schwächeren sind und sich so selbst schützen
13 Mythilene wollte schon früher den Schutz der Lakedaimonier + Verbündeten -> wurde aber abgelehnt;
jetzt ist der Moment günstig, um einen Einfall in Attika zu wagen, weil:

  • Seuche
  • Athen hat hohe Geldausgaben
  • Flotte Mythilenes als Ergänzung
  • Signal für andere unzufriedene attischen Bündnispartner
  • kein Vorwurf mehr, dass Sparta Abtrünnigen nicht zu Hilfe kommt

Krieg entscheidet sich mit Geld; wenn Mythilene unterworfen wird von Athen, wird kein Bündnispartner mehr abtreten


14 nochmal genereller Appell: Allgemeinheit nicht schaden, wenn Ersuch Mythilenes abgelehnt


15 Mythilene wird in Bund aufgenommen; Lakedaimonier teilen Verbündeten mit, dass sie sich am Isthmus sammeln sollen für Einfall in Attika; ebenfalls Schiffe und Besatzung über Walzenbahnen über Land von Korinth zum Meer von Athen; die übrigen Verbündeten sind aber widerwillig, da sie Erntezeit haben
16 Athen schickt daraufhin 100 Schiffe, um Präsenz zu zeigen am Isthmus und gehen auch im Peloponnes an Land + zerstören Siedlungen; da die lakedaimonischen Verbündeten immer noch nicht alle da, ziehen sich Lakedaimonier zurück; auch Athen zieht sich dann zurück
Lakedaimonier wollen nun 40 Schiffe unter Alkidas nach Lesbos schicken
17 insgesamt 250 attische Schiffe:

  • 100 zur Bewchaung von Attika, Euboia + Salamis
  • 100 um den Peloponnes
  • Rest um Poteidaia und andere Orte

Belagerung von Poteidaia verbraucht das Meiste attische Budget:

  • 3000 + 1600 Hopliten, die je 2 Drachmen pro Tag bekommen
  • auch die Schiffsbesatzungen erhalten denselben Sold


18 Mytilene's Versuch Methymna einzunehmen scheitert; nehmen aber Antissa, Pyrrha und Eresos ein;
Methymna kann danach Antissa nicht einnehmen, viele Verluste dabei
Athen schickt 1000 Schwerbewaffnete unter Paches - diese rudern die Schiffe selbst
Mythilene wird mit einer einfachen Ringmauer eingeschlossen - jetzt ist Mythilene komplett eingeschlossen

Winter 428/427[Bearbeiten]


19 Athen treibt Geld ein für Belagerung Mythilenes durch:

  • Besteuerung der eigenen Bürger: 200 Talente
  • Steuern bei Verbündeten: Lysikles stirbt dabei


20 Plataier werden immer noch belagert von Peloponnesiern und Boiotiern; diese wollen mit 220 Personen den Ausbruch wagen; bauen Leitern, die genauso hoch sind, wie die Mauer des Gegners
21 die Mauer besteht aus 2 Ringen: Schutz vor Plataia und Athen; Abstand der 2 Ringe beträgt 16 Fuß; dazwischen sind die feindlichen Soldaten
22 Plataier machen Ausbruch in einer Nacht (stürmisch, regnerisch, mondlos)
Gegner werden aufmerksam, sind jedoch durch Ausfall aus der Stadt perplex; keine Schritte zur Gegenwehr
nur die 300 Soldaten, die für so einen Notfall einsatzbereit stehen, laufen zum Ausfall aus der Stadt
Alarmfeuer nach Theben wird durch plataische Fackeln unkenntlich gemacht
23 die Plataier, die die Mauer überqueren besetzen zwei Türme; heranrückende Feinde werden mit Pfeilen und Speeren in Schach gehalten;
als die Plataier nun am Graben ankommen, greifen die 300 feindlichen Soldaten an, die Fackeln mit sich tragen;
Lichtschatten ist ein Vorteil für die Plataier
Wasser im Graben ist gestiegen (da Winter und schneit);
Plataier werden im Waser kaum gesehen und entkommen
24 Plataier flüchten Richtung Theben; Verfolger vermuten dies nicht und verfolgen in entgegengesetzter Richtung
212 Plataier entkommen nach Athen
die Plataier in der Stadt wissen dies nicht, Zurückkehrende berichteten, alle seien gestorben;
verhandeln am nächsten Tag für einen Waffenstillstand, um Tote zu bergen; erfahren dabei, dass Fliuchtversuch geglückt
25 Lakedaimonier Salaithos bringt Nachricht nach Mythilene:

  • bald Einfall in Attika
  • 40 Schiffe aus Peloponnes nach Mythilene

Mythilener wieder neuen Mutes


Kriegsjahr 5[Bearbeiten]

Sommer 427[Bearbeiten]


26 Peloponnesier:

  • schicken unter Alkidas 42 Schiffe nach Mythilene
  • fallen in Attika unter Kleomenes ein: grosser Schaden für Athener (etwas weniger als beim zweiten Einfall damals)


27 Situation in Mythilene:

  • peloponnesische Schiffe noch nicht eingetroffen
  • bald keine Vorräte mehr

wollen attische Belagerung durchbrechen; verteilen Waffen auch an Demos; diese "erpressen" dann die Regierung, Getreide zu verteilen oder Demos beschliesst Abkommen, die Stadt auszuliefern
28 Oligarchen sehen sich in Gefahr und beschliessen selbst mit Paches, die Stadt zu übergeben; Bedingung:

  • Mythilene darf Gesandschaft nach Athen schicken
  • so lange sollen keine Mythilener getötet oder verkauft werden

Paches:

  • hält sich an Abkommen
  • bringt "schlimmsten" Aufrührer auf Insel Tenedos
  • erobert Antissa


29 peloponnesische Schiffe treffen erst 7 Tage nach Fall Mythilenes; landen in Embaton, Ionien; beraten über nächste Schritte
30 Teutiaplos, ein Eleer, spricht und ist dafür, Paches anzugreifen:

  • Feinde jetzt sorglos
  • Überraschungsangriff bei Nacht
  • mit Verbündeten in Mythilene


31 Alkidas ist gegen diesen und gegen Vorschlag der Lesbier und ionischen Verbannten:

  • eine attische Stadt in Ionien erobern

Grund:

  • Ionier würden unterstützen
  • Athens Budegt wird geringer
  • da Einnahme wegfällt
  • Kostenentstehen, um zurückzuerobern
  • persischer Satrap Pissuthnes werde mithelfen

Alkidas will schnell zurück in den Peloponnes
32 Alkidas lässt viele Kriegsgefangene hinrichten; wird aber danach umgestimmt, da dies die athenischen Bündnispartner nicht wohlwollend stimmt


33 Alkidas flüchtet vor Paches; Paches kann Alkidas nicht stellen und ist auch glücklich darüber
34 auf der Rückfahrt hält Paches bei Notion in Kollophon an; Stadt entzweit; Paches lädt Hippias zu Gesprächen ein; hält ihn Gefangen und tötet Arkader und Barbaren;
Paches hält auch Versprechen zu Hippias ein: bringt ihn unversehrt und heil in die Festung zurück - tötet ihn aber, als Hippias in der Festung ist
später besiedeln auch athenische Siedler Notion
35 Paches kehrt nach Mythilene zurück; fängt Salaithos; schickt diesen mit anderen mythilenischen "Schuldigen" nach Athen
36 in Athen:

  • Salaithos wird ohne Verhandlung hingerichtet; auch Angebote von S. bewriken nichts
  • Athener schicken Nachricht an Paches, mit Vorschlag Kleons: alle erwachsenen männl. Mythilener hinrichten zu lassen; Frauen und Kinder verkaufen; Grund: da Abfall lange geplant von Mythilene
  • am nächsten Tag überkommt sie Reue und sie rufen Volksversaamlung ein


37 Kleon spricht:

  • Demokratie unfähig: nicht nachgeben, wird als Schwäche interpretiert


38

  • lassen sich von Reden beeinflussen
  • schuld daran sind Zuhörer selbst
  • sollten eher an Gegenwart und Stadt denken, statt Idealen nachzugehen


39 gerade mit Mythilene Exempel, damit Bundesgenossen abgeschreckt werden, selbiges zu tun: Mythilener waren arglistig und aufrührerisch; so gekommen, weil Athen sie gut behandelt hat; Mensch bewundert starkes, verachtet aber Schmeicheleien; alle Mythilener strafen, nicht ein paar;
40 drei Fehler, die Herrschenden schadet:

  • Mitleid
  • sich an schönen Reden zu erfreuen
  • Großzügigkeit

Gleiches mit Gleichem vergelten; daran denken, was Athen passiert wäre, wenn Mythilener Erfolg gehabt hätten
41 Diodotos (Sohn des Eukrates) spricht gegen die Hinrichtung:
42

  • ist gegen Übereile und Zorn
  • wer gegen Reden ist, ist wohl:
  • unverständig
  • verfolgt persönliche Ziele


43 rechtschaffene Worte werden mittlerweile als verdächtig betrachtet; man kommt in Verdacht, persönliche Motive zu haben
44 geht nicht darum, ob Mythilener im Unrecht sind, sondern um Vorteile Athens; nn Zukunft denken als an Gegenwart
45 obwohl es Todesstrafen gibt, kann man Verbrechen nicht verhindern; begünstigende Faktoren:

  • Hoffnung + Begierde
  • Zufall


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116 Kurs:Der Peloponnesische Krieg/Notizen/Buch 4 Kurs:Der Peloponnesische Krieg/Notizen/Buch 5 Kurs:Der Peloponnesische Krieg/Notizen/Buch 6 Kurs:Der Peloponnesische Krieg/Notizen/Buch 7 Kurs:Der Peloponnesische Krieg/Notizen/Buch 8