Kurs:Mittelhochdeutsch/Nibelungenlied

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Eine Übersicht aller verfügbaren Übersetzungen findet sich unter: Kurs:Mittelhochdeutsch/Übersetzungen.

Nibelungenlied[Bearbeiten]

Textgrundlage für die neuhochdeutsche Übersetzung bildete der mittelhochdeutsche Text nach der Ausgabe von ...


5. Aventiure[Bearbeiten]

(5, 288 - 5, 291)[Bearbeiten]

Da sprach Herr Gernot von Burgund: „Der euch seinen Dienst so gütlich bot, Günther, mein sehr lieber Bruder, dem gegenüber sollt ihr euch ebenso vor allen diesen Recken verhalten; dieser Empfehlung schämte ich mir nie. Ihr sollt Siegfried auftragen, zu meiner Schwester zu kommen, damit ihn die Jungfrau willkommen heißt, das wird uns immer nutzen. Die noch nie die Helden grüßte, die soll ihn grüßen, damit werden wir den stattlichen Degen gewinnen.“

Daraufhin gingen die Verwandten des Burgherrn dorthin, wo man den Held fand. Sie sprachen zum Helden vom Niederrhein: „Euch hat der König erlaubt, ihr sollt zum Hofe gehen, wo ihr einen Gruß seiner Schwester erhalten sollt; damit hat er euch seine Ehren erwiesen.“ Der Herr war in seinem Gemüt darüber sehr froh. Da trug er in seinem Herzen Liebe ohne Leid, dass er sehen sollte die Tochter der schönen Uote. Mit liebreichen Tugenden grüßte sie Siegfried später.

15. Aventiure[Bearbeiten]

(15, 897, 1 a - 15, 900, 4 b)[Bearbeiten]

„Herrin“, sprach Hagen da, „und habt ihr die Vermutung, dass man ihn verwunden könnte, so sollt ihr es mich wissen lassen, mit wie gearteten Künsten ich dass verhindern könnte. Ich will beim Reiter- und Fußkampf immer auf ihn bedacht sein.“ Sie sprach: „Du bist mein Verwandter, so bin ich die deine. Ich vertraue dir in Treue meinen holden geliebten an, dass du mir meinen lieben Mann behütest.“ Sie weihte ihn in den Sachverhalt ein, der besser verschwiegen worden wäre. Sie sagte: „Mein Mann ist kühn und dazu noch stark. Als er den Drachen an dem Berger erschlagen hatte, da badete sich der stolze Kämpfer in dem Blut, so dass ihn seither in Kämpfen keine Waffe verwunden konnte. Immer noch mache ich mir Sorge, wenn er im Kampf steht und viele Speerwürfe von der Hand der Helden abgehen, dass ich dabei meinen geliebten Mann verlieren könnte. O wie viel trübe Sorge mache ich mir oft um Siegfried.“

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