Kurs:Mittelhochdeutsch/Wernher der Gartenaere: Meier Helmbrecht

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Wernher der Gartenaere: Meier Helmbrecht[Bearbeiten]

Verse 1 bis 19[Bearbeiten]

Einer sprach von dem, was er gesehen hat, ein anderer erzählte, was ihm wiederfahren ist, der dritte von Minne, der vierte von Gewinnen, der fünfte von großem Besitz, der sechste von hoher Stimmung: Hier nun will ich erzählen, was mir geschah, dass ich mit meinen Augen sah. Ich sah, das ist wirklich wahr, den Sohn eines Bauern, der seine Haare trug, die waren lockig und blond; Von seinen Schultern fiel es herunter. Er fing sein Haar in einer Haube, die war mit Stickerein geschmückt. Ich glaube niemand sah so viele Vögel auf einer Haube: Papageien und Tauben, die waren alle darauf genäht.

Verse 20 bis 652[Bearbeiten]

Verse 653 bis 696[Bearbeiten]

Er ritt auf eine Burg. Dort pflegte der Burgherr, Fehden zu führen und behielt auch sehr gerne die, die es wagten zu reiten und mit den Feinden zu kämpfen. Dort wurde der Knabe Gefolgsmann. Beim Rauben war er so geschickt, dass er alles, was ein anderer liegen ließ, in seinen Sack stopfte. Er raubte alles ohne Ausnahme: Keine Beute erschien ihm zu gering, ihm war auch keine Sache zu groß. Es wäre struppig, es wäre glatt, es wäre krumm, es wäre gerade, das raubte Helmbrecht, der Sohn des Meiers Helmbrecht, alles. Er raubte das Pferd, er raubte das Rind, er ließ dem gemeinen Mann nichts vom Wert eines Löffels; er raubte den Wams und das Schwert, er nahm Mantel und Rock, er nahm die Ziege, er nahm den Bock, er nahm das Schaf, er nahm den Widder: das sollte er später noch mit seiner Haut bezahlen. Rock und Hemd riss er den Frauen vom Leibe, ebenso ihren Pelzrock und ihren Mantel: Das hätte er gerne geändert, dass er jemals Frauen beraubte, als ihn der Gerichtsdiener zähmte. Das ist sicherlich wahr. Ganz nach seinem Wunsch bließen ihm im ersten Jahr die Segelwinde und seine Schiffe segelten zum Glück. Seine Stimmung wurde übermütig, weil ihm immer der beste Teil der Beute zufiel. Da begann er sich nach Hause zurückzusehnen, wie sich immer die Leute zu ihrer Familie sehnen. Am Hof und von den Gefolgsleuten nahm er Urlaub [mit der Bitte], dass der gütige Gott sie behüte.

Verse 697 bis 1912[Bearbeiten]

Übersetzung fehlt noch...

Verse 1913 bis 1934[Bearbeiten]

Was auch immer für selbstherrliche Kinder bei ihren Eltern leben, die sollen hiermit gewarnt sein. Wenn sie nach Helmbrecht's Sitte beginnen, dann erteile ich ihnen diesen Ratschlag zu Recht: Ihnen wird es wie Helmbrecht ergehen. Auf den Straßen und den Wegen war der Verkehr zum Erliegen gekommen: Nun können alle gefahrlos reisen, seit Helmbrecht an der Weide baumelt. Nun schaut euch um: Gibt euch ein dummer Mann einen guten Rat, so folgt ihm ebenso wie dem Rat eines weisen Mannes. Was, wenn Helmbrecht etwa noch junge Anhänger hat? Die werden kleine Helmbrechts werden. Vor denen gebe ich euch keinen Frieden (?), es sei denn sie kommen auch an den Galgen.

Wer auch immer euch diese Geschichte vorlese, bittet darum, dass Gott ihm und dem Dichter, Wernher dem Gartenaere, gnädig sei.

Siehe auch[Bearbeiten]

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