Eine natürliche Zahl
lässt sich bekanntlich im Zehnersystem als
-

schreiben, wobei die
zwischen
und
liegen. Umgekehrt definiert eine endliche Ziffernfolge
(bzw. in alltäglicher Schreibweise
)
eine natürliche Zahl. Anstatt der Basis
kann man jede natürliche Zahl
als Basis nehmen
(für viele Zwecke ist auch die Basis
erlaubt, eine Zahl
wird dann einfach durch das
-fache Hintereinanderschreiben der
repräsentiert).
Man spricht dann von der
-adischen Entwicklung
(oder Darstellung)
der Zahl. Die
-adische Entwicklung einer natürlichen Zahl ist eindeutig.
Sei
fixiert. Wie berechnet man die Ziffernfolge einer gegebenen Zahl
? Zuerst betrachten wir die Ziffer
(die Einerziffer)
.
Es gilt die rekursive Beziehung
-

Dies beruht einfach darauf, dass bei
das Abziehen von
die Ziffer zu
nicht ändert. Man beachte, dass sowohl die Abfrage, die die Fallunterscheidung in dieser Definition konstituiert, als auch die Subtraktion im Fall
mit einer Registermaschine durchführbar sind, und dass dadurch eine
-berechenbare Funktion vorliegt.
Auch die Definition der anderen Ziffern geschieht rekursiv. Wenn man von
die
(schon berechnete)
Ziffer zu
abzieht, so erhält man eine durch
teilbare Zahl. Zwischen der Ziffernentwicklung von
und von
besteht ein direkter Zusammenhang, die Ziffer
von
ist einfach die Ziffer
von
. Daher ist für
-

Damit ist die Berechnung der
-ten Ziffer auf die Berechnung der
-ten Ziffer einer kleineren Zahl rekursiv zurückgeführt. Die Bedingung in der Abfrage und die Subtraktion und die Division in der Definition sind durch eine Registermaschine durchführbar. Diese Funktionsvorschrift berechnet nicht nur die „benötigten“ Ziffern, sondern auch alle höheren, wobei natürlich für alle unbenötigten
herauskommt.
Wir führen nun die
-Funktion ein. Der Hauptzweck dieser Funktion soll sein, endliche Folgen von natürlichen Zahlen unterschiedlicher Länge durch drei Zahlen zu kodieren. Die Grundidee ist, dies über die
-adische Entwicklung zu tun, wobei die drei Eingabezahlen einen Zahlwert, eine Basis und eine Ziffernstelle repräsentieren, und die Ausgabe die Ziffernfolge ist. Zugleich soll diese Funktion arithmetisch repräsentierbar sein, sodass die folgende Funktion etwas komplizierter aussieht. Wir folgen weitgehend dem Zugang von Ebbinghaus, Flum, Thomas.
Unter der
-Funktion
versteht man die Abbildung
-
die folgendermaßen festgelegt ist.
ist die kleinste Zahl
,
die die Bedingung erfüllt, dass es natürliche Zahlen
gibt, die die folgenden Eigenschaften erfüllen:
-
.
-
.
-
.
-
ist eine Quadratzahl.
- Alle Teiler
von
sind ein Vielfaches von
.
Wenn kein solches
existiert, so ist
.
Zunächst ist klar, dass diese Funktion arithmetisch repräsentierbar ist. Wenn
eine Primzahl ist, so bedeutet Teil (5), dass
eine Primzahlpotenz ist, und Teil (4), dass der Exponent geradzahlig ist. Das folgende Lemma sichert die gewünschte Eigenschaft der
-Funktion, nämlich die Eigenschaft, endliche Folgen zu repräsentieren.
Zu jeder endlichen Folge
aus
gibt es natürliche Zahlen
derart, dass
für
ist.
Es sei die endliche Folge
vorgegeben. Wir wählen eine
Primzahl
, die größer als alle
und größer als
ist. Es sei

Die vorgegebene Folge ist also die Folge der Ziffern der ungeraden Stellen in der
-adischen Ziffernentwicklung von
. Wir behaupten
für
.
Zunächst erfüllt
die in der Definition der
-Funktion formulierten Eigenschaften, und zwar mit
-

-

-

Die erste Eigenschaft ergibt sich aus

die anderen sind klar. Wenn umgekehrt ein
die Bedingungen erfüllt
(mit
),
wobei
ist, so ist

Da die
-adische Entwicklung von
eindeutig ist, folgen daraus und aus den weiteren Bedingungen die Gleichheiten
und
.
