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Simplizialer Komplex/Achsenraumkonfiguration/Nullstellengebilde/Singuläre Punkte/Fakt/Beweis

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Beweis

Es sei  V={1,,n}  die Grundmenge und A1,,Am eine Aufzählung aller minimalen Nichtseiten. Nach Fakt ist

(vA1Xv,,vAmXv):KnKm

eine Abbildung, deren Faser über 0 die Achsenraumkonfiguration zum simplizialen Komplex Δ ist. Wir schreiben die Jacobimatrix als

(vA1{1}XvvA1{2}XvvA1{n}XvvA2{1}XvvA2{2}XvvA2{n}XvvAm{1}XvvAm{2}XvvAm{n}Xv),

wobei vAi{j}Xv als 0 zu verstehen ist, falls  jAi.  Es sei  PKn  ein Punkt, der auf KF zu genau einer Facette F liegt. Es sei S der Träger von P (der in F enthalten ist). Für jeden Index  zF  ist S{z} eine Nichtseite, da der Punkt sonst in einer weiteren Facette liegen müsste. Die Anzahl von F sei d, was auch die Dimension von KF ist, also die Dimension der Achsenraumkonfiguration im Punkt P. Es gibt also nd solche Indizes. Nach Umnummerierung seien {1,,nd} diese Indizes und seien A1,,And die Nichtseiten der Form

Aj=S{j}

zu  j=1,,nd.  Wir betrachten die (nd)×(nd)-Untermatrix oben links der Jacobimatrix, also

(vA1{1}XvvA1{2}XvvA1{nd}XvvA2{1}XvvA2{2}XvvA2{nd}XvvAnd{1}XvvAnd{2}XvvAnd{nd}Xv).

In der Diagonalen ist stets

Aj{j}=(S{j}){j}=S

und die Auswertung der Monome im Punkt P ergibt in der Diagonalen Werte 0. An einer Stelle zum Index (i,j) mit  ij  ist

Ai{j}=(S{i}){j}.

Der Index i gehört nicht zu S und taucht in der Indexmenge des Monoms auf, daher sind diese Einträge an der Stelle P gleich 0. Daher ist diese Untermatrix eine Diagonalmatrix mit von 0 verschiedenen Diagonaleinträgen. Daher hat sie den vollen Rang nd, und das bedeutet, dass der Rang der Jacobimatrix zumindest nd ist, also ist der Punkt glatt nach der Definition.

Es sei nun vorausgesetzt, dass der Träger S des Punktes P in den zwei Facetten F und G liegt, und F aus d Indizes besteht. Wir können (nach Umbenennungen) F als  F={nd+1,,n}  ansetzen und darüber hinaus annehmen, dass

ndG

liegt. Es sei nun A eine Nichtseite, die von den nd1 Nichtseiten S{j}, j=1,,nd1, verschieden sei. Sei  kV.  Bei  kA  steht an der Stelle (A,k) in der Jacobimatrix die 0. Bei  kA  ist

A{k}⊈S,

da wir  A=S{k}  ausgeschlossen haben. Somit ist der Wert des Monoms zum Index (A,k) an der Stelle P gleich 0. Daher ist überhaupt die Zeile zu A in der Jacobimatrix ausgewertet am Punkt P die Nullzeile. Die Jacobimatrix besitzt also höchstens nd1 Nichtnullzeilen und damit ist ihr Rang höchstens nd1. Der Punkt ist also nicht glatt.