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Windschiefe Geraden/R^3/Abstand/Extremalproblem/Beispiel

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Es seien

G=P+v

und

H=Q+w

windschiefe Geraden. Wir wollen das Abstandsproblem zwischen den beiden Geraden als Extremalproblem im Sinne der höherdimensionalen Analysis verstehen. Sei

P=(a1a2a3)

und

Q=(b1b2b3).

Das Quadrat des Abstandes zwischen zwei Punkten

P=(a1a2a3)+s(v1v2v3)

und

Q=(b1b2b3)+t(w1w2w3)

ist (mit ci=aibi)

d(P,Q)2=(c1+sv1tw1)2+(c2+sv2tw2)2+(c3+sv3tw3)2=c12+s2v12+t2w12+2sc1v12tc1w12stv1w1+c22+s2v22+t2w22+2sa2v22tc2w22stv2w2+c32+s2v32+t2w32+2sc3v32tc3w32stv3w3=c12+c22+c32+2s(c1v1+c2v2+c3v3)2t(c1w1+c2w2+c3w3)+s2(v12+v22+v32)+t2(w12+w22+w32)2st(v1w1+v2w2+v3w3).

Diesen Ausdruck kann man mit Mitteln der Analysis 2 interpretieren. Wir betrachten die durch die Geraden gegebenen Daten als fixierte Parameter, sodass ein reellwertiger funktionaler Ausdruck f(s,t) in den beiden reellen Variablen s und t vorliegt, für den Extrema zu bestimmen sind. Die partiellen Ableitungen sind

fs=2(c1v1+c2v2+c3v3)+2s(v12+v22+v32)2t(v1w1+v2w2+v3w3)

und

ft=2(c1w1+c2w2+c3w3)+2t(w12+w22+w32)2s(v1w1+v2w2+v3w3).

Wenn wir diese gleich 0 setzen, so erhalten wir ein inhomogenes lineares Gleichungssystem mit zwei Gleichungen in den Variablen s und t. Mit der Cramerschen Regel erhält man

s=det(c1v1c2v2c3v3v1w1v2w2v3w3c1w1c2w2c3w3w12+w22+w32)det(v12+v22+v32v1w1v2w2v3w3v1w1v2w2v3w3w12+w22+w32)

und

t=det(v12+v22+v32c1v1c2v2c3v3v1w1v2w2v3w3c1w1c2w2c3w3)det(v12+v22+v32v1w1v2w2v3w3v1w1v2w2v3w3w12+w22+w32).

Wenn v und w normiert sind, so vereinfachen sich diese Ausdrücke zu

s=PQ,vPQ,wv,w1v,w2

und

t=PQ,wPQ,vv,w1v,w2.