Kurs:Mathematik für Elektrotechnik/Grundlagen
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[Bearbeiten] Axiomatische Methode
In der Mathematik werden grundlegende Sätze, die Axiome, definiert. Axiome sind atomar und können nicht auf grundlegendere Sätze zurückgeführt werden. Das logische Schließen von Axiomen auf eine Aussage wird als axiomatische Methode oder deduktive Methode bezeichnet. Diese Methode ist die Grundlage der gesamten Mathematik.
Die Methode geht vermutlich auf den griechischen Mathematiker Eudoxos von Knidos zurück und findet sich in den „Elementen“ des Euklid von Alexandria, welche etwa um 300 vor Christus verfasst wurden. Seitdem wurde die axiomatische Methode die Grundlage der exakten Wissenschaften. In Philosophiae Naturalis Principia Mathematica (Mathematische Prinzipien der Naturlehre) von 1686 hat Isaac Newton die Mechanik aus nur drei axiomatischen Gesetzen entwickelt.
Baruch de Spinoza verfasste das Werk Ethica, Ordine Geometrico Demonstrata, welches nach geometrischen (dh. deduktiven) Grundlagen geschrieben ist. David Hilbert vertrat zudem die Meinung, dass jede reife Wissenschaft der Axiomatisierung (dh. der Zerlegung ihrer Theorien und Sätze in Axiome) unterliegt.
[Bearbeiten] Axiomatische Definition der natürlichen Zahlen
Der italienische Mathematiker Giuseppe Peano hat für die natürlichen Zahlen ein System von fünf Axiomen vorgeschlagen:
- Definition:
Die Menge der natürlichen Zahlen
hat folgende Eigenschaften:
- 1 ist eine natürliche Zahl.
- Jeder natürlichen Zahl n ist eine andere natürliche Zahl n' zugeordnet, welche als Nachfolger von n bezeichnet wird.
- 1 ist kein Nachfolger.
- Sind zwei natürliche Zahlen m,n verschieden, so sind auch deren Nachfolger m',n' verschieden.
- Eine Eigenschaft, die für die sowohl für die Zahl 1, als auch eine natürliche Zahl n und deren Nachfolger n' gilt, gilt für alle natürlichen Zahlen. (Induktionsaxiom)
In der modernen Definition der natürlichen Zahlen wird anstatt der Zahl 1 mit der Zahl 0 begonnen. Die entsprechenden Axiome werden analog definiert.
siehe auch: Peano-Axiome
Ausgehend von den Peano`schen Axiomen, welche die natürlichen Zahlen definieren, werden die Operationen für die Addition, die Multiplikation, sowie die Vergleichsoperatoren (Relationen) ≤, >, ≤, und ≥ eingeführt.
Beispielsweise sei hier die rekursive Definition der Addition dargestellt:
- Definition:
Für alle
wird n + k definiert. Dies geschieht rekursiv über eine vollständige Induktion:
- n + 1: = n'
- n + k': = (n + k)'
Hier sei noch erwähnt, dass für die Definition der ganzen Zahlen, der rationalen Zahlen, sowie der irrationalen Zahlen keine weiteren Axiome benötigt werden. Stattdessen werden diese Zahlenmengen über entsprechende Definitionen auf der Basis der natürlichen Zahlen definiert.
[Bearbeiten] Zahlenmengen
Eine Zahlenmenge ist eine genau definierte Menge von Zahlen. Die wichtigsten Zahlenmengen sind die natürlichen Zahlen
, die ganzen Zahlen
, die rationale Zahlen
, die reellen Zahlen
und die komplexen Zahlen
. Jede dieser genannten Zahlenmengen ist eine Obermenge der jeweils zuvor genannten Zahlenmengen:
[Bearbeiten] Natürliche Zahlen
Die natürlichen Zahlen werden wie zuvor gezeigt durch die Peano-Axiome definiert. Abhängig von der verwendenten Definition kann die Null Bestandteil der Menge der natürlichen Zahlen sein. Dies kann durch den Index oder eine explizite Zuweisung gekennzeichnet werden.
- Definition:


[Bearbeiten] Ganze Zahlen
Die ganzen Zahlen sind die Menge der natürlichen Zahlen, der Null, sowie der Menge der negierten natürlichen Zahlen.
- Definition:

[Bearbeiten] Rationale Zahlen
Die Menge der rationalen Zahlen
besteht aus der Menge aller Brüche von Elementen von
, wobei der Nenner nicht Null sein darf.
- Definition:

Der Bruch
kann reduziert werden. Die Definition bleibt eindeutig, wenn p und q immer teilerfremd sind. Zudem bleibt sie auch dann eindeutig wenn p oder q immer positiv ist.
Die Dezimaldarstellung einer rationalen Zahl hat entweder endlich viele Dezimalstellen oder unendlich viele Dezimalstellen, wobei sich ein Block, bestehend aus einer oder mehreren Ziffern, immer wiederholt (z. B. 

oder 

). Wenn sich ein Block von Ziffern immer wieder wiederholt spricht man von einer periodischen Dezimalzahl.
[Bearbeiten] Reelle Zahlen
Die Menge der reellen Zahlen besteht aus der Menge der rationalen Zahlen und den irrationalen Zahlen. Irrationale Zahlen sind unendliche, nichtperiodische Dezimalbrüche. Bei den irrationalen Zahlen unterscheidet man zwischen algebraisch irrationalen Zahlen und transzendeten Zahlen.
- Definition:
Eine irrationale Zahl
ist eine algebraisch irrationale Zahl, wenn x die Lösung einer algebraischen Gleichung der Form
mit ganzzahligen Koeffizienten
und
ist.
- Definition:
Eine irrationale Zahl ist eine transzendente Zahl, wenn sie irrational aber nicht algebraisch irrational ist.
Beispiele für transzendente Zahlen sind die Kreiszahl π und die Eulersche Zahl e.
siehe auch: Reelle Zahlen
[Bearbeiten] Komplexe Zahlen
Die Menge der komplexen Zahlen
besteht aus zwei reellen Zahlen, wobei eine davon mit der imaginären Einheit i multipliziert wird.
- Definition:

- Definition:
Bei einer komplexen Zahl
wird die mit i multiplizierte reelle Zahl als Imaginärteil Im(z) und die andere reelle Zahl als Realteil Re(z) bezeichnet.
- Beispiel:
Eine komplexe Zahl z sei gegeben durch
so gilt
- Im(z) = y und Re(z) = x
siehe auch: Komplexe Zahlen
[Bearbeiten] Aussagenlogik und Beweise
Die Aussagenlogik ist ein wesentliches Werkzeug zum Aufbau mathematischer Theorien. Das Grundelement sind die Aussagen.
- Definition:
Eine Aussage ist ein Satz, dem genau einer der Wahrheitswerte wahr (w) oder falsch (f) zugeordnet werden kann.
Da nur zwei Wahrheitswerte möglich sind spricht man auch von zweiwertiger Logik.
Durch Verknüpfungen von Aussagen können neue Aussagen gewonnen werden. Im Wesentlichen definiert man für zwei Aussagen A,B die Verknüpfungen
- Negation (nicht A)
- Konjunktion (A und B)
- Disjunktion (A oder B [oder beide])
- Implikation (A impliziert B; aus A folgt B [aber nicht umgekehrt])
- Äquivalenz (A gilt genau dann wenn B gilt [und umgekehrt])
Diese Verknüpfungen werden über Wahrheitstafeln definiert:
| A | B | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|---|---|---|---|---|---|---|
| w | w | f | w | w | w | w |
| w | f | f | f | w | f | f |
| f | w | w | f | w | w | f |
| f | f | w | f | f | w | w |
Um eine übermäßige Klammerung zu vermeiden wird, vergleichbar mit der Definition „Punktrechnung vor Strichrechnung“, eine Reihenfolge bei der Auswertung definiert:
- Definition:
Treten in einer Aussage mehrere logische Operationen auf, werden diese in der folgenden Reihenfolge ausgewertet:
- Negation
- Konjunktion
- Disjunktion
- Implikation
- Äquivalenz
[Bearbeiten] De Morgan`sche Regeln
Die De Morgan`schen Regeln sind zwei grundlegende Regeln für logische Aussagen. Sie sind über den folgenden Satz definiert:
Satz:
Seien A,B Aussagen, dann gilt:
Der Beweis erfolgt durch Auflisten aller Möglichkeiten und der Gegenüberstellung der Ergebnisse in einer Wahrheitstabelle.
Beweis:
| A | B | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| w | w | f | f | w | f | f | w | f | f |
| w | f | f | w | f | w | w | w | f | f |
| f | w | w | f | f | w | w | w | f | f |
| f | f | w | w | f | w | w | f | w | w |
[Bearbeiten] Beweisführung
- Definition:
Liegt ein Satz der Form
vor, wird A wahr angenommen. Kann man daraus durch auf die Wahrheit von B schließen, so ist die Aussage bewiesen. Diese Vorgehensweise wird als direkter Beweis bezeichnet.
Satz:
Für beliebige Aussagen A,B gilt der Zusammenhang
Beweis:
| A | B | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|---|---|---|---|---|---|---|
| w | w | f | f | w | w | w |
| w | f | f | w | f | f | w |
| f | w | w | f | w | w | w |
| f | f | w | w | w | w | w |
- Definition:
Liegt ein Satz der Form
vor, so wird B falsch angenommen. Kann man daraus durch auf die Falschheit von A schließen, so ist die Aussage bewiesen. Diese Vorgehensweise wird als indirekter Beweis bezeichnet.
[Bearbeiten] vollständige Induktion
Um eine Aussage A(n) für alle
mit
zu beweisen, benötigt man die vollständige Induktion. Diese setzt sich zusammen aus dem Induktionsanfang und dem Induktionsschluss. Beim Induktionsanfang wird hierbei die Aussage
bewiesen. Beim Induktionsschluss wird bewiesen, dass aus der Wahrheit von A(n) die Wahrheit von A(n + 1) folgt.
[Bearbeiten] Quantoren
Sätze in der Form einer Aussage in denen Variable auftreten, welche für die Objekte der entsprechenden mathematischen Theorie stehen, werden Aussageformen bezeichnet. Um aus Aussageformen konkrete Aussagen zu erhalten, werden Quantoren verwendet. Von besonderer Wichtigkeit sind hierbei der Allquantor
(für alle) und er Existenzquantor
(es gibt; es existiert).
Wenn mehrere Variable auftreten, wird jede Variable mit einem Quantor versehen. Um die Bedeutung der Aussage zu behalten, muss die Reihenfolge in der diese Variablen definiert werden beachtet werden.
- Beispiel:
![]() |
![]() |
![]() |
| Jeder Mensch hat ein Herz | ![]() |
Es gibt ein Herz, welches alle Menschen haben |
Bei der Negation einer Aussage müssen Allquantoren durch Existenzquantoren ersetzt werden, während Existenzquantoren durch Allquantoren ersetzt werden. Die Eigenschaft, welche die Aussage begründet, muss negiert werden.
- Beispiel:
![]() |
![]() |
![]() |
| Nicht alle Menschen haben ein Herz. | ![]() |
Es gibt einen Menschen, der kein Herz hat. |
[Bearbeiten] Summen- und Produktezeichen
Die grundlegenden Rechenoperationen für alle Zahlen
, sowie alle Zahlen welche in einer Untermenge von
enthalten sind, stellen die Addition a + b und die Multiplikation
dar. Für Summen bzw. Produkte mit vielen Elementen wird mit dem Summenzeichen bzw. dem Produktzeichen eine Kurzschreibweise definiert.
Satz:
Für das Summenzeichen gelten die folgenden Rechenregeln:
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= | ![]() |
![]() |
= | ![]() |
![]() |
= | ![]() |
Beweis: TODO
Beweis:
- Induktionsanfang mit n = 1:
- Induktionsschluss
- Es wird angenommen, dass die geometrische Summenformel gilt:
- Daraus folgt:
- Es wird angenommen, dass die geometrische Summenformel gilt:
[Bearbeiten] rekursive Definition
Für Definitionen von Funktionen über alle natürlichen Zahlen wird die vollständige Induktion angewandt.
[Bearbeiten] Potenz
- Definition:
Die Potenz einer reellen Zahl
(n-te Potenz) mit einer natürlichen Zahl
ist definiert durch
Rekursiv wird dies definiert als:
- x1: = x

[Bearbeiten] Falkultät
- Definition:
Die Fakultät n! (n-Falkultät; n-Faktorielle) einer natürlichen Zahl
ist rekursiv definiert durch
- 0!: = 1
- 1!: = 1
oder 
[Bearbeiten] Binomialkoeffizienten
- Definition:
Der Binomialkoeffizient
ist für
und
definiert durch
Ausgeschrieben gilt somit der Zusammenhang

Satz:
Für Binomialkoeffizienten gelten die folgenden Eigenschaften:
Diese Eigenschaften werden ua. dazu benötigt um bei einer numerischen Berechnung möglichst wenige Multiplikationen durchführen zu müssen.
Beweis: TODO
Satz:
Das Additionstheorem für Binomialkoeffizienten gilt für
und
mit
Beweis:

[Bearbeiten] Pascal`sches Dreieck
Beim Pascal'schen Dreieck wird jeder Koeffizient durch die Summe, gemäß dem Additionstheorem für Binominalkoeffizienten, der beiden darüberliegenden Koeffizient gebildet:
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In Zahlen erhält man:
| 1 | ||||||||||||||||||||
| 1 | 1 | |||||||||||||||||||
| 1 | 2 | 1 | ||||||||||||||||||
| 1 | 3 | 3 | 1 | |||||||||||||||||
| 1 | 4 | 6 | 4 | 1 | ||||||||||||||||
| 1 | 5 | 10 | 10 | 5 | 1 | |||||||||||||||
| 1 | 6 | 15 | 20 | 15 | 6 | 1 | ||||||||||||||
| 1 | 7 | 21 | 35 | 35 | 21 | 7 | 1 | |||||||||||||
| 1 | 8 | 28 | 56 | 70 | 56 | 28 | 8 | 1 | ||||||||||||
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Die Binominalkoeffizienten sind die Koeffizienten in der Entwicklung einer Gleichung der Form (x + y)n. Dies wird durch den Binomschen Lehrsatz ausgedrückt.
[Bearbeiten] Binomischer Lehrsatz
Beweis:
Der Binomische Lehrsatz wird mittels vollständiger Induktion für alle
bewiesen.
- Induktionsanfang
- Induktionsschluss
- Es wird angenommen, dass die Gleichung
gilt. - Durch Multiplizieren dieser Gleichung mit x + y erhält man:
- (x + y)n + 1 =

- (x + y)n + 1 =
- Es wird angenommen, dass die Gleichung
- Beispiel:
Gesucht sei der 4. Koeffizient der Gleichung
. Aus dem Binomischen Lehrsatz erhält man
[Bearbeiten] Mengen
- Definition:
Eine Menge gemäß Cantor ist eine Zusammenfassung unterscheidbarer Objekten zu einem Ganzen. Die Objekte, welche zu einer Menge zusammengefasst sind, werden als Elemente dieser Menge bezeichnet. Wenn x ein Element der Menge M ist, schreibt man
, andernfalls
.
- Definition:
Die Menge ohne Elemente wird als leere Menge
bezeichnet.
- Definition:
Eine Menge A wird als Teilmenge einer Menge B bezeichnet, wenn jedes Element von A auch ein Element von B ist. Man schreibt dies als
(sprich: „A ist eine Teilmenge von B“, „A ist in B enthalten“, etc.).
Jede Menge enthält sowohl sich selbst als auch die leere Menge als Teilmenge.
- Definition:
Die Mengen A und B sind gleich, wenn
.
- Definition:
Die Menge A ist eine echte Teilmenge von B, wenn
gilt.
Satz:

- Definition:
Die Potenzmenge
einer Menge M ist die Menge aller Teilmengen von M.
- Beispiel:


[Bearbeiten] Mengenoperationen
Satz:
Aus der Definition für die Vereinigung folgt der Zusammenhang
Satz:
Aus der Definition für den Durchschnitt folgt der Zusammenhang
Satz:
Aus der Definition für die Differenz folgt der Zusammenhang
Satz:
Aus der Definition für das Komplement folgt der Zusammenhang
- Definition:
Die Produktmenge
(sprich: „A kreuz B“) zweier Mengen A und B ist definiert durch
Die Produktmenge ist daher die Menge aller geordneten Paare von Elementen aus den Mengen A und B.
Satz:
Aus der Definition für die Produktmenge folgt der Zusammenhang
- Beispiel:


[Bearbeiten] Mengenalgebra
Für beliebige Mengen
,
und
gelten
- das Kommutativgesetz
- das Assoziativgesetz
- das Distributivgesetz
- die De Morgan`schen Regeln
[Bearbeiten] Abbildungen
- Definition:
Eine Abbildung (Funktion)
ist eine Vorschrift, welche jedem Element
genau ein Element
zuordnet.
Die Menge A wird hierbei als Definitionsbereich bezeichnet, während die Menge B als Bildbereich (Zielmenge) und f(a) als Bild von a bezeichnet wird.
Als Bild der Abbildung f (Bildmenge) wird die Menge
bezeichnet. Der Graph der Abbildung Graph(f) ist die Menge
Die exakte Schreibweise für eine Abbildung

gibt den Definitionsbereich, den Bildbereich und die Abbildungsfunktion an. Meist wird jedoch abkürzend nur von der Abbildung f gesprochen.
- Definition:
Eine Abbildung der Form
ist
- Definition:
Die inverse Abbildung
(auch inverse Funktion oder Umkehrfunktion) einer bijektiven Abbildung
ist definiert durch
Satz:
Die inverse Abbildung [einer bijektiven Funktion] ist ebenfalls bijektiv.
- Definition:
Eine Komposition (Zusammensetzung, Verschachtelung)
(sprich: „f von g“ oder „f angewandt auf g“) der Abbildungen
und
mit
wird durch
definiert.
Hierbei wird f als äußere und g als innere Abbildung bezeichnet.
[Bearbeiten] Mächtigkeit und Abzählbarkeit von Mengen
- Definition:
Die Mächtigkeit einer endlichen Menge ist gleich der Anzahl ihrer Elemente.
Satz:
Seien A und B gleich mächtige Mengen (dh. A und B haben die gleiche Anzahl an Elementen), so existiert zumindest eine bijektive Abbildung A˜B von A auf B.
Umgekehrt gilt, dass wenn eine bijektive Abbildung A˜B existiert, die Mengen A und B gleich mächtig sind.
- Definition:
Eine Menge ist endlich (abzählbar endlich), wenn sie äquivalent zu einer Menge
mit
ist.
- Definition:
Eine Menge ist abzählbar (abzählbar unendlich), wenn diese äquivalent zu
ist.
- Definition:
Eine Menge, welche weder endlich noch abzählbar ist, wird als überabzählbar bezeichnet.
Satz:
Die Menge der rationalen Zahlen
ist abzählbar.
Beweis:
Satz:
Die Vereinigung von abzählbar vielen abzählbaren Mengen ist abzählbar.
Beweis:
Satz:
Die Menge der reellen Zahlen
ist überabzählbar
Beweis:



























und
.





und alle 
























































mit 




![x^{n+1} + \sum\limits_{k=1}^{n} \left[ \binom n k + \binom n {k-1} \right] \, x^{n-k+1}\, y^{k} + y^{n+1} =](http://upload.wikimedia.org/math/e/f/f/eff0cfd9ce85bf41e1b288e943408bac.png)



zweier Mengen 

zweier Mengen 

(sprich: „A ohne B“) zweier Mengen 

bezüglich der Grundmenge 














höchstens ein 


