Zum Inhalt springen

Affine Varietäten/Irreduzible Teilmengen/Primideale/Fakt/Beweis/Aufgabe/Lösung

Aus Wikiversity


Es sei Id(V) kein Primideal. Bei  Id(V)=K[X1,,Xn]  ist  V=,  also ist V nicht irreduzibel nach Definition. Andernfalls gibt es Polynome  F,GK[X1,,Xn]  mit  FGId(V),  aber  F,GId(V).  Dies bedeutet, dass es Punkte  P,QV  mit  F(P)0  und  G(Q)0  gibt. Wir betrachten die beiden Ideale  𝔞1=Id(V)+(F)  und  𝔞2=Id(V)+(G).  Daher ist

V(𝔞1),V(𝔞2)V(Id(V))=V

nach Fakt  (3). Wegen P∉V(𝔞1) und Q∉V(𝔞2) sind diese Inklusionen echt. Andererseits ist

V(𝔞1)V(𝔞2)=V(𝔞1𝔞2)=V(Id(V))=V,

sodass eine nicht-triviale Zerlegung von V vorliegt und somit V nicht irreduzibel ist.
Es sei nun V nicht irreduzibel. Bei  V=  ist  Id(V)=K[X1,,Xn]  kein Primideal. Es sei also  V  mit der nicht-trivialen Zerlegung  V=YZ.  Es sei  Y=V(𝔞1)  und  Z=V(𝔞2).  Wegen  YV  gibt es einen Punkt PV=V(Id(V)), P∉V(𝔞1). Also gibt es auch ein  F𝔞1,   F(P)0,  und somit  FId(V).  Ebenso gibt es  G𝔞2,   GId(V).  Für einen beliebigen Punkt  QV=YZ  ist  (FG)(Q)=0,  da F auf Y und G auf Z verschwindet. Also ist  FGId(V) 

und daher ist Id(V) kein Primideal.