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Aufgabenblatt zu Peano-Axiomen 1

Aus Wikiversity

In den folgenden Aufgaben geht es darum, die grundlegenden Eigenschaften der natürlichen Zahlen aus den Peano-Axiomen abzuleiten. Dies ist im Allgemeinen mühsam und sollte nur exemplarisch durchgeführt werden, um sich ein Bild von einem formalen Aufbau der Zahlen machen zu können.

Wir erinnern an die Peano-Axiome:


Eine Menge N mit einem ausgezeichneten Element  0N  (die Null) und einer (Nachfolger)-Abbildung

:NN,nn,

heißt natürliche Zahlen (oder Dedekind-Peano-Modell für die natürlichen Zahlen), wenn die folgenden Dedekind-Peano-Axiome erfüllt sind.

  1. Das Element 0 ist kein Nachfolger (die Null liegt also nicht im Bild der Nachfolgerabbildung).
  2. Jedes  nN  ist Nachfolger höchstens eines Elementes (d.h. die Nachfolgerabbildung ist injektiv).
  3. Für jede Teilmenge  TN  gilt: Wenn die beiden Eigenschaften
      •  0T
      • mit jedem Element
       nT  ist auch  nT

    gelten, so ist  T=N



    Zeige, dass zwei Mengen 1 und 2, die beide die Dedekind-Peano-Axiome erfüllen, zueinander isomorph sind. Man gebe also eine bijektive Abbildung 12 an, die 01 in 02 überführt und die die Nachfolgeabbildungen respektiert.



    Zeige ausgehend von den Dedekind-Peano-Axiomen, dass jedes Element n, n0, einen Vorgänger besitzt.



    Es sei eine Menge, die die Dedekind-Peano-Axiome erfüllt. Definiere eine „natürliche“ Addition auf und zeige, dass diese Addition kommutativ und assoziativ ist und 0 als neutrales Element besitzt.



    Es sei eine Menge, die die Dedekind-Peano-Axiome erfüllt. Definiere eine „natürliche“ Multiplikation auf . Zeige, dass diese Multiplikation kommutativ und assoziativ ist, und dass sie 1:=0 als neutrales Element besitzt.

    Zeige ferner, dass für diese Multiplikation und für die in Fakt definierte Addition das Distributivgesetz gilt.