Benutzer:Grauer S.

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Sarina Grauer[Bearbeiten]

Wikipedia:Babel
de Diese Person spricht Deutsch als Muttersprache.
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Vorsicht: Krankenpfleger/-schwester Diese Person ist weiblich und im Rahmen der Pädiatrie Gesundheits- und Krankenpfleger/in zu sein


IPK Wintersemester 2010/11[Bearbeiten]

Café IPK

Name Studiengang vhb Wiki Thema Forschungsland Homepage Video abgeschlossen
Kursleiterin Eva Sondershaus, M.A. Eva Sondershaus [IPK-Zentrale]
Erika Barabas BaC DaF/DaZ Erika ?
Katharina Gempel LA GS, Erweiterungsfach DaZ Katharina USA
Sarina Grauer LA GS, Erweiterungsfach DaZ Sarina Chile, (Bulgarien)
Susanne Judenhahn LA Gymnasium: Engl/Span/DaZ Susanne USA
Cordula Menacher BA DaF/DaZ Cordula Südliches Afrika
Aneta Misheska ANIS Aneta Mazedonien
Anna Sapronenko BaC Germanistik Anna Siebenbürgen
Albena Staykova BaC DaZ Albena Chile, Bulgarien


http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Minderheit_in_Chile

Die wichtigsten Fakten über Chile (http://www.embajadaconsuladoschile.de/index.php?option=com_content&view=article&id=37&Itemid=7&lang=de)

http://www.ms-unger.de/chile/index_fs.html


Beschreibung
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Anmerkungen


Einleitung[Bearbeiten]

Obwohl Chile ein Land in Südamerika ist, gibt es Hinweise auf starke Verbindungen zu Deutschland und der deutschen Kultur. Mit einer Einwanderungswelle seit der Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich deutsche Wurzeln in Chile gefestigt. Das Bild von Deutschland in der Welt ist oft noch sehr stark oder sogar ausschließlich mit Hilter und dem Nationalsozialismus geprägt. Seitdem sich Deutschland aber selbst immer weiter weg von dieser geschichtlichen Tragödie sieht und sich heute ganz anders definiert, stellen wir Untersuchungen über das Deutschenbild an. Dazu haben wir neben dem außereuropäischen Land Chile ein innereuropäisches Land, Bulgarien, gewählt, da wir in diesem Land eine andere Assoziation mit Deutschland erwarten als in Chile.

Thema der Projektarbeit[Bearbeiten]

Ein Besuch in Chile hat mich hinsichtlich der starken, bestehenden Verbindungen Chiles mit Deutschland sehr überrascht. Da sich bis heute viele deutsche Einrichtungen in Chile finden lassen, interessiert mich nun, welches Bild Chile von Deutschen hat. Dabei ist herauszufinden, ob es negativ oder positiv geprägt ist.

Die persönlichen Eindrücke über die deutsch-chilenischen Verbindungen waren durchaus sehr positiv geprägt. Ich habe gespürt, dass man Deutschland in Chile schätzt, dass die deutsche Kultur dort aufgenommen und bis heute bewusst gelebt und gefeiert wird.

Geschichtlichen Eckdaten und wirtschaftlichen Beziehungen von Chile sollen zum Thema hinführen und Verbindungen zur These herstellen. Daneben soll generell ein kurzer Blick über Chile gegeben werden, um dieses Land "am anderen Ende der Erde" für uns Deutsche etwas zugänglicher zu machen.

Abschließend werden Ergebnisse über einen ähnliche Befragung in Bulgarien vorgestellt, um den Vergleich zwischen dem Deutschenbild in einem außereuropäischen (Chile) und einem innereuropäischen Land (Bulgarien) anzustellen.

These[Bearbeiten]

Das Deutschenbild in Chile ist bis heute negativ von Hitler und dem Nationalsozialismus geprägt und es ist anzunehmen, dass aktuelle politische Trends innerhalb Deutschlands in Chile weniger bekannt sind und sich ein negatives Bild über Deutschland bereits vor Jahrzehnten gefestigt und erhalten hat.

Fakten über Chile[Bearbeiten]

Das geschichtliches Gründungsjahr ist 1810. Chile war bis dahin politisch von Spanien abhängig.


Über das Land[Bearbeiten]

Einwohner/Staat 16.134.219 Einwohner (2006)

Hauptstadt Santiago de Chile

Unabhängigkeit 18. September 1810 (von Spanien)

Nationalfeiertage 18. September (Tag der Unabhängigkeit von Spanien im Jahre 1810) - 1818 anerkannt.

Zeitverschiebung -5 Stunden (zu Deutschland)

Religionen Christen 87,0 %, Konfessionslose 12,0 %, Sonstige 1,0 %

Ethnische Gruppen Indios 6,8 %, Mestizen 91,5 %, Sonstige 1,7 %

Adjektiv Chilenisch

Bewohner Chilene/Chilenin

UNO-Mitgliedschaft seit 1945

Wirtschaft[Bearbeiten]

Exporte $66,43 Milliarden f.o.b. (2007)

Export-Partner : USA 14%, Japan 11,4%, China 9,9%, Südkorea 5,5%, Niederlande 5,1%, Brasilien 4,3%, Italien 4,1%, Mexiko 4%

Waren: Kupfer, Obst, Fischprodukte, Papier, Chemikalien, Wein

Importe / Einfuhren: $41,8 Milliarden f.o.b. (2007)

Import-Partner: Argentinien 16,8%, USA 13,7%, Brasilien 11,2%, China 7,5%

Waren: Erdöl und Erdölprodukte, Chemikalien, Elektro- und Telekommunitkations-Geräte, Maschinen, Fahrzeuge, Erdgas


Export-Partner Deutschland: Kupfer und Kupferlegierungen, Kupfererze, Frischobst und Südfrüchte

Import-Partner Deutschland: Maschinen, Elektrotechnische Erzeugnisse, Kraftfahrzeuge, Luftfahrzeuge


Wirtschaftsbeziehungen[Bearbeiten]

http://www.frankfurt-main.ihk.de/pdf/international/statistiken-laenderseiten/statistik-chile.pdf

Naturschönheit Chile[Bearbeiten]

Chile´s Jahreszeiten sind denen in Europa entgegengesetzt. Durch große Nord-Süd-Ausdehnug besitzt Chile mehrere Klimazonen. Das Klima ist stark vom kalten Humboldstrom beeinflusst. Die wärmsten Monate sind Januar und Februar. In Nordchile herrscht tropisch bis subtropisches Wüstenklima, in Mittelchile ein warm-gemäßigtes Klima. In Südchile ist das Klima kühl und niederschlagsreich wobei Feuerland bereits subantarktisches Klima aufweist. Im "kleinen Süden" von Chile herrscht ähnliches Klima wie in Deutschland. In der Region um die Orte zwischen Temuco und Puerto Montt findet man schneebedeckte Berge und zahlreiche Seen, die in nahezu unberührter Natur liegen und dadurch als besonders beliebtes Reiseziel gelten. Chile ist stolz auf diese fruchtbare Region, da in vielen Teilen Südamerikas Trockenheit und Dürre herrschen.


Nationalhymne[Bearbeiten]

Sie spiegelt die Vorzüge von Chile wieder.

(deutsche Übersetzung)

Rein, Chile, ist dein blauer Himmel

reine Winde durchqueren dich auch

So wie dein Land, deine prächtigen Blumen,

sie sind das glückliche Paar von Eden.

Majestätisch sind deine weißen Berge

Die dir der Herr als Schutzwall gab :

Und dieses Meer, das dich sanft umspült,

verspricht dir eine prächtige Zukunft.:

Spanisches Original:

Puro, Chile, es tu cielo azulado puras brisas te cruzan también. Y tu campo, de flores bordado, es la copia feliz del Edén. Majestuosa es la blanca montaña |:que te dio por baluarte el Señor :| |:Y ese mar que tranquilo te baña, te promete un futuro esplendor.:|



Während de Millitärdiktatur von 1973 bestimmten die Millitärs, dass zwei Strophen und der Refrain gesungen werden sollten; die eine war "Puro, Chile ..." und die andere handelte von den militärischen Siegen der Vergangenheit. So wurde es üblich, daß viele aus Protest gegen die regierende Junta während der zweiten Strophe schwiegen. Mit der Wiedereinführung der Demokratie im Jahr 1985 wurde die Hymne wieder in ihrer ursprünglichen Form gesungen.

Kultur: Verbindungen zu Deutschland[Bearbeiten]

In Chile befinden sich bis heute deutsche Siedlungen, die sich v.a., wahrscheinlich klimabedingt, im Kleinen Süden von Chile niedergelassen haben. Puerto Montt und Puero Varas sind Zentrum der deutschen Kolonistation Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Spuren der deutschen Kolonisation sind heute unübersehbar: viele kleine Läden die Kuchen verkaufen, Häuser im deutschen Stil, deutsche Schulen und Faustballwettkämpfe in Llanquihue.

Unter der Seite Deutsche Minderheit in Chile wird genauer beschrieben, wie es zur Ansiedlung der Deutschen in Chile kam. Im Teil Geschichte von Chile unseres Projekts wird kurz aufgezeigt, wann es zu den ersten Ansiedlungen kam.


http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Minderheit_in_Chile

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass man in Chile (v.a. im Süden) Aushängeschilder wie "Kuchen" oder "Strudel" entlang der Straße findet und sich auch in der chilenischen Alltagssprache das Wort "ja" wiederfindet. Dies sind kleine, aber doch deutliche Zeichen, dass die deutsche Kultur bzw. Sprache in Chile Spuren hinterlassen hat. Daneben gibt es in ganz Chile deutsche Schulen. Diese finden sich hauptsächlich in Zentralchile, im Süden und Norden sind nur vereinzelt deutsche Schulen zu finden. Auch andere deutsche Einrichtungen, wie beispielsweise das Goethe-Institut, sind drei Institute bzw. Zentralen in Chile vertreten. In der "Deutschen Schule Santiago" habe ich in einem Praktikum erleben dürfen, dass dort neben der chilenischen Kultur auch gleichwertig die deutsche Kultur gefeiert wird. Sie findet einen identisch hohen Stellenwert innerhalb der Schulpraxis. Es werden deutsche Feiertage neben den chilenischen gefeiert und praktiziert. In den deutschen Schule in Chile wird Deutsch als Mutter-, Fremd- und Zweitsprache unterrichtet.

Deutsche Schulen in Chile[Bearbeiten]

Deutsche Schulen in Chile Stand: 22.04.2010

Schulen mit Schulbeihilfe

Hierzu gehören die Schulen, die aus Deutschland finanziell und personell unterstützt werden und entweder das gemischtsprachige IB oder die Deutsche Internationale Abiturprüfung anbieten.

Deutsche Schule Santiago

Deutsche Schule Valparaíso

Deutsche Schule Concepción

Deutsche Schule Carl Anwandter

Deutsche Schule St. Thomas Morus

Sprachbeihilfeschulen

In diesen Schulen wird Deutsch als erste Fremdsprache unterrichtet. Die Schüler nehmen in der Regel am Deutschen Sprachdiplom teil. Diese Schulen erhalten aus Deutschland einen Zuschuss zum Deutschunterricht.

Deutsche Schule La Serena

Deutsche Schule San Felipe

Deutsche Ursulinenschule (Vitacura und Maipú)

Deutsche Schule Liceo Alemán del Verbo Divino

Deutsche Schule Chillán

Deutsche Schule Los Angeles

Deutsche Schule Temuco

Deutsche Schule Villarrica

Deutsche Schule Osorno

Deutsche Schule "R.A.Philippi" La Unión

Deutsche Schule Puerto Montt

Deutsche Schule Punta Arenas

Schulen mit Lehrmittelzuwendung

Deutsche Schulen mit Deutsch als Fremdsprache, die von Deutschland mit Lehrmaterial unterstützt werden.

Deutsche "Marienschule"

Deutsche Schule Puerto Varas


Deutsche Schulen, die im Rahmen der PASCH-Initiative durch das GOETHE-INSTITUTgefördert werden:


Deutsche Schule Frutillar

Deutsche Schule Arica


http://www.santiago.diplo.de/contentblob/1783884/Daten/738943/PDF_Deutsche_Schulen_DE.pdf

Geschichte Chile´s[Bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Chile wurde bereits zur Zeit der Inka (13. bis 16. Jahrhundert) von den Mapuche, den Ureinwohnern Chiles, besiedelt und gegen Eindringlinge wie die Inka und später die Spanier verteidigt. Die Verteidigung gegen die Spanier war nur bis 1881 erfolgreich. Pedro de Valdivia eroberte das Gebiet Chiles im Auftrag von Peru und gründete 1541 die Stadt Santiago (543 m ü. M.). 1810 gelang Chile die Unabhängigkeit vom spanischen Königreich. Nach einem Bürgerkrieg gelang Chile die Stabilisierung des politischen Systems.

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

Nationalkrieg (Salpeter- oder Pazifikkrieg mit Sieg über Bolivien und Peru) 1879-1881 → Blütezeit für die Wirtschaft des Landes. Großer wirtschaftlicher Aufschwung durch Bodenschätze: - Salpeterminen im eroberten Norden (Atacamawüste) - größte Kupfervorkommen des amerikanischen Kontinents -> sorgte für Wohlstand von Chile besonders durch die Teilnationalisierung des Kupfers Eduardo Frei (1964-1970) und der späteren vollständigen Verstaatlichung durch den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende (1970-1973) vollständig verstaatlicht wurde.

Allende führte Chile auf einem demokratischen Weg zum Sozialismus, u.a. durch eine Agrarreform. Die Verstaatlichung und ihre Folgen

Ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche sowie Banken und Industrie wurde verstaatlicht, weshalb keine ausländische Investitionen mehrvorgenommen wurden. Chile erlebte durch den Fall des Kupferpreises auf dem Weltmarkt und durch seine problematische Wirtschaftspolitik unter Allende in eine Krise, worauf Landbesitzer, Unternehmen und Arbeiter (Kupferminen) mit Streik und Boykotten reagierten. von Landbesitzern, Kupferarbeitern und Transportunternehm, Die politische Stimmung im Lande verschlechterte sich für Allende zugunsten rechter Parteien drastisch.

Der Putsch[Bearbeiten]

Am 11. September 1973 kam es zum Militärputsch durch die Militärjunta mit dem Diktator Augusto Pinochet, bei der Allende ums Leben kam. Unter Pinochets Militärdiktatur wurden andere politische Parteien verboten, das Parlament aufgelöst und politisch anders orientierte Menschen des Volkes brutal verfolgt, in Konzentrationslager gesteckt, ermordet oder ins Exil getrieben. Unter Pinochet wurde die Pressefreiheit aufgehoben und Gewerkschaften unterdrückt. Die Wirtschaft des Landes wurde um strukturiert und für den Weltmarkt geöffnet. Erst spät verbessert sich die wirtschaftliche Lage Chiles. Rückkehr der Demokratie 1990

Durch eine von der Verfassung festgelegte Volksabstimmung 1988 kam es 1989 zu freien Wahlen, die der Christdemokraten Patricio Aylwin gewann und daraufhin am 11. März 1990 zum neuen Präsident ernannt wurde. Das Parlament nahm (von nun an in Valparaíso) wieder die Arbeit auf. Unter Aylwin und dessen Nachfolger Eduardo Frei (1994-2000, Christdemokrat) und Ricardo Lagos (2000-2006, Sozialist) kam es zu politischen Reformen, durch die Chile wieder in die internationale Politik und den Weltmarkt eingebunden wurde. Freihandelsabkommen mit der EU und die Armutsbekämpfung stabilisierten Chiles politische und wirtschaftliche Situation. Die erste Frau an der Spitze Das vornehmlich konservativ geprägte Chile bekam 2006 die erste Präsidentin überhaupt, die Sozialistin Michelle Bachelet. Trotz guter politischer und wirtschaftlicher Vorsätze konnte sie sich doch nicht durchsetzen, da es zu Krisen in Bildung und Energiepolitik kam.   Bei den letzten Präsidentschaftswahlen (2009/10) fand erstmals seit der Rückkehr Chiles zur Demokratie 1990 ein Machtwechsel statt.Sebastián Piñera, Vertreter der Mitte-Rechts-Koalition, gewann die Stichwahl gegen den ehemaligen Präsidenten Eduardo Frei (DC). Piñera ist einer der erfolgreichsten Unternehmer des Landes, der eine neoliberalen Rechtspolitik vertritt. Einschlägige Nachrichten aus Chile erreichten auch Deutschland nach dem schweren Erdbeben im Februar 2010 sowie bei der Befreiung der 33 verschütteten Bergarbeiter im Oktober 2010.

Quelle: http://www.contactchile.cl/de/chile-geschichte.php</references>

Einwanderung Deutscher - Geschichtsabriss[Bearbeiten]

Spanische Kolonialzeit : Chile gehörte zum Vizekönigreich Peru

1797 Unabhängigkeitstatus von Peru

1811-14 unter Führung der Generäle Carrera und O'Higgins kommt es zu einem Aufstand gegen Spanien 1818 bzw. 1844 Unabhängigkeit des Landes von Spanien. Eine politisch unruhige Zeit folgt

1846 Stabilisierung mit der Wiederwahl von General Bulnes als Präsident

1851 Manuel Montt, Präsident, fördert Verwaltung, Justiz, Finanzen und Immigration: Außenminister Vicente Pedro Rosales wendet sich an Freund im chilenischen Konsulat in Hamburg. Vorschlag, auswanderungswillige Deutsche (v.a. in Baden und Württemberg) zu werben – die Landschaft Südchile ähnelt diesen deutschen Gebieten

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten sich tausende Deutsche in Chile an und sind heute weitgehend in der Gesellschaft assimiliert.


ersten Impulse zur Siedlungsbewegung: 1845 Die private "Gesellschaft für nationale Auswanderung und für Colonisation" bot riesige, von Indianern abgekaufte, Ländereien zum Verkauf an

Der chilenische Staat setzt Werbeagenten ein, um Chile attraktiv für Immigranten trotz langer und teurer Reise (La Plata in Argentinien leichter erreichbar)

Ab 1845 deutsche Kolonisation am Llanquihue-See und in der Frontera Ermutigt

1846 dreißig Siedler aus Hessen für Bella Vista geworben

1848 Deutsche Revolution: weitere 1.000 Deutsche beginnen in Übersee ein neues Leben (Handwerker, Akademiker)

1852 Gründung von den Orten Maiten, Volcan und Puerto Octay, sowie

1853 Gründung von Puerto Montt durch Deutsche. Besiedelung von Llanquihue, Frutillar und Puerto Varas

1872-75 Nordböhmer gründen Quilanto, Los Bajos, El Carril, Linea Plantanosa und Neu-Braunau. Ansiedlung Deutscher in Valdivia

In Frontera (Gebiet zwischen den Flüssen Biobio und Tolten) siedeln sich vorwiegend Brandenburger, Pommer und Schweizer an

In Valparaiso, Santiago, Temuco, Conception, Ancud und Magellanes lassen sich viele Deutsche nieder

1882/1890 u.a. Deutsche aus unterbürgerlichen und unterbäuerlichen Schichten dringen bis an die Siedlungsgrenze vor.

Später ankommende Einwanderer erweiterten vorwiegend schon bestehende Siedlungen. Die deutschen Siedler in Chile leben in Abgeschiedenheit → Leben in Autonomie

- Einwanderer verfügen meist über hohe Bildung, Genügsamkeit, Tatkraft und "sittliche Haltung" → chilenische Oberschicht versprach sich Modernisierungseffekte - deutsche Einwanderer als "Puffer" gegen die als kriegerisch geltenden Mapuche-Indianer auf nicht erschlossenen Gebieten

1880 Förderung katholisch geprägten und romanisch-sprachigen Ländern, um protestantisches Übergewicht unter den Siedlern zu verhindern (Kurswechsel in der chilenischen Einwanderungspolitik) Die Siedler im chilenischen Süden sind Eigentümer des von ihnen kultivierten Bodens. Innerhalb von 30 Jahren entwickelte sich ein von den traditionellen Handelszentren Valparaiso und Santiago unabhängiger, autochthoner Kapitalismus, der für seine gewerblichen und industriellen Produkte neu erschlossene Märkte fand. Charakteristisch für die Siedlungsbewegung am Llanquihue-See war der ausgeprägte familiäre Zusammenhalt. Haushalte wurden zumeist durch Verwandte, Nachbarn und Dienstboten ergänzt. Insgesamt verfügten die deutschen Siedlungen in Chile über einen hohen Grad an Autonomie, der zum Auf- und Ausbau einer selbstverwalteten Vereins-, Kirchen-, Schul- und Dorfstruktur genutzt wurde.

Niemand hatte Geld, aber dennoch schossen Verlage, Hotels und Schlachthäuser wie Pilze aus dem Boden. In kurzer Zeit zerfiel alles und alle waren wieder so arm wie vorher. Nur die Deutschen hielten hartnäckig an ihrer Habe fest, was sie im Hinterland alleine bestehen ließ“ (Pablo Neruda um 1900, Memoiren, Seite 13).


Deutsche flüchteten nach Chile[Bearbeiten]

Deutsche Immigranten in Chile gründeten 1931 die NSDAP/Auslands-Organisation. Parallel dazu ist bekannt, dass viele deutsche Juden und politische deutsche Flüchtlinge ab 1933 nach Chile flüchteten, um der NS-Politik zu entfliehen. Chile bot sich deshalb an, da es dort bereits deutschsprachige Gemeinden gab.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs suchten dann viele Nationalsozialisten selbst Zuflucht in anderen südamerikanischen Ländern wie beispielsweise in Argentinien und Chile. Auch viele Heimatvertriebene aus den Ostgebieten verließen Deutschland in den 1940er und '50er Jahren und kamen nach Chile.

Um 1960 wanderte der Sektengründer Paul Schäfer mit etwa 200 Anhängern nach Chile aus und gründete bei Parral die Colonia Dignidad, die er dafür gebrauchte, um die Anhänger dort zu foltern und zu misshandeln.

1973 flohen dann wiederum viele Chilenen nach Deutschland (BRD und DDR), um der Diktatur von Augusto Pinochet zu entkommen. Viele der Chilenen, die durch die Flucht nach Deutschland gingen, kehrten nach dem Ende der Militärdiktatur 1990 nach Chile zurück.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Dignidad 21.03.2011 http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Minderheit_in_Chile 21.03.2011


Colonia Dignidad - „Kolonie der Würde“[Bearbeiten]

Das heute unter dem Namen Villa Baviera (bayerisches Dorf)bekannte Gebiet in der von Santiago de Chile südlich gelegene Region VII Región del Maule in Zentralchile wurde 1961 von dem Deutschen Paul Schäfer gegründet. Die Colonia Dignidad ist ein "auslandsdeutsches, festungsartig ausgebautes Siedlungsareal in Chile" (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Dignidad).

Bereits 1956 gründete Paul Schäfer zusammen mit Hugo Baar das Kindererziehungsheim "Private Sociale Mission". Nach sexuellen Missbrauchsvorwürfen flüchtete Schäfer 1959/69 mit Anhängern nach Chile um dort die Colonia Dignidad zu gründen. Nach Außen hin war dies eine Heimeinrichtung für chilenische Waisen, im Inneren der Kolonie herrschten extreme Zustände in der die Mitglieder der Kolonie wie in einer Sekte dem Sektenführer Schäfer hörig waren. In der streng nach außen hin abgeschottete Colonia Dignidad wurden die Koloniemitglieder zu harter Arbeit gezwungen, sowie jegliche Privatsphäre streng verboten und bestraft.

Durch den Kontakte zur rechtsextremen Gruppierung Patria y Libertad wurde der militärische Putsch gegen Allende am 11. September 1973 indirekt unterstützt. Illegalerweise wurden Schusswaffen und Munition von Deutschland über den Seeweg illegal nach Chile eingeschleust, die durch die rechtsextreme Gruppierung auch zum Einsatz kamen.


Colonia Dignidad und die chilenische Diktatur unter Pinochet[Bearbeiten]

Während der Militärdiktatur wurde die Kolonie zu einer Operationsbasis des Pinochet-Geheimdienstes Dirección Nacional de Inteligencia. Sie diente auch als Stützpunkt des Projektes ANDREA (Alianza Nacionalista de Repúblicas Americanas, deutsch: Nationalistische Allianz der amerikanischen Republiken). Dieses Projekt war zur Zusammenarbeit lateinamerikanischer Nationalisten, Geheimdienstler, Antisemiten mit rechtsextremer Stoßrichtung bestimmt.

Wie heute bekannt ist, wurden unter der Pinochet-Diktatur in der Colonia Dignidad ein ähnliches Szenario vollzogen wie in deutschen Konzentrationslager in der Zeit der Nationalsozialisten unter Hitler. Unter Pinochet wurden in der Colonia Dignidad Chilenen gefangen gehalten und und als Zwangsarbeiter eingesetzt. Wie auch in deutschen Konzentrationslagern wurden verbrecherische, medizinische Versuche an Häftlingen durchgeführt. In der von Paul Schäfer gegründeten Sektengemeinschaft wurden Kinder und Jugendlichein immer wieder sexuell missbraucht, vor allem Jungen, und die Kinder mit Elektroschocks und Psychopharmaka gequält.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Dignidad

Methodisches Vorgehen[Bearbeiten]

In Chile wurden sieben Personen verschiedenen Alters und verschiedener Bildungsschichten befragt. Dafür wurden zehn Fragen formuliert, die bei der Beantwortung der These hilfreich sein sollten. Natürlich sollte eine zu direkte Fragestellung im Hinblick auf die Assoziation mit Hitler vermieden werden. Dazu haben sie folgende Fragen durchgesetzt:

1. An was denken Sie, wenn Sie an Deutschland denken?

2. Finden Sie Deutsche symphatisch?

3. Welches sind Ihrer Meinung nach, typische Merkmale von Deutschen?

4. Wie sieht der typische Deutsche aus?

5. Welches politische System herrscht momentan in Chile?

6. An welche historischen Ereignisse mit oder in Deutschland können Sie sich erinnern?

7. Chile und Deutschland haben offensichtlicherweise ein gute Beziehung zueinander. Halten Sie dies für etwas Gutes?

8. Würden Sie gerne einmal nach D fliegen? Wenn ja, warum?

9. Sind Deutsche Ihrer Meinung nach ausländerfeindlich?

10. Kennen Sie ein typisch deutsches Essen?


Im Folgenden werden zwei der sieben Interviews vollständig transkripiert.

Interviews[Bearbeiten]


Fazit der Interviews mit Chile[Bearbeiten]

Zusammen mit den anderen fünf Interviews geht deutlich hervor, dass Deutschland in Chile noch sehr stark mit Hitler und dem Nationalsozialismus verbunden wird (sechs aus sieben). Es fallen dabei Wörter wie "Nazis, Rassismus, Holocaust" und "Zweiter Weltkrieg mit Hitler". Neben diesem deutlichen Trend ist zu bemerken, dass wenig über die aktuelle deutsche Politik gewusst wird (nur zwei aus sieben).

Trotzdem war eine mittlere Beliebheit der Deutschen bzw. Deutschland bei den Befragten spürbar. Deutschland wurde oft für ein schönes Land gehalten und steht auch für gute Bildung und Wirtschaft. Andererseits hat sich auch abgezeichnet, dass fast alle der befragten Chilenen Deutsche für kalt und ernst halten, was allgemein als eher negativ bewertet wurde.

Interviews mit Bulgarien zum Vergleich[Bearbeiten]

In Bulgarien wurden zehn Personen verschiedener Schichten und verschiedenen Alters interviewt, um einen Vergleich zum chilenischen Deutschenbild herstellen zu können.

Kurze Beschreibung: In dieser Arbeit hat man sich intensiv mit der Meinung der Bulgaren über Deutschland und über das deutsche Bild befasst. Laut der gemachten Untersuchungen und Interviews hat sich die These, die am Anfang der Arbeit gestellt worden war, durchaus bestätigt.

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Bulgariens. Die deutschen Exporte nach Bulgarien beliefen sich auf 2,3 Milliarden €, die Importe aus Bulgarien auf 1,4 Milliarden €. Über die Hälfte entfiel auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Im Jahr 2008 lag Deutschland an dritter Stelle der ausländischen Investoren hinter Österreich und den Niederlanden.

Fazit der Interviews in Bulgarien[Bearbeiten]

In Bulgarien hat sich in 8 von 10 Interviews manifestiert, dass die Befragten in Deutschland eher ein Vorbild in Wirtschaft und Technik sehen. Es werden am Häufigsten die fortschrittliche Arbeitsweise (Ordentlichkeit, Strukturiertheit, Pünktlichkeit, Arbeitswille) genannt. Deutschland ist laut der zehn Befragten ein vorbildlicher, weit entwickelter sozialer Staat, der eine bessere Lebensqualität und Sicherheit bietet.

Vergleich der Interviews Chile mit Bulgarien[Bearbeiten]

befragte Person Hitler/Nationalsozialismus aktuelle Politik wirtschaftliches/technisches Vorbild Ausländerfeindlickeit
Chile 1 ja ja - ja
Chile 2 ja x - x
Chile 3 ja x - x
Chile 4 ja x - (ja)
Chile 5 x x - x
Chile 6 ja x - ja
Chile 7 (ja) ja - x
Bulgarien 1 x - ja x
Bulgarien 2 ja - ja x
Bulgarien 3 x - ja x
Bulgarien 4 x - ja x
Bulgarien 5 x - x x
Bulgarien 6 x - ja x
Bulgarien 7 x - x x
Bulgarien 8 x - ja ja
Bulgarien 9 x - ja x
Bulgarien 10 x - ja x

(-) wurde nicht untersucht

(x) nein


Fazit des Vergleiches der Interviews mit Chile und Bulgarien[Bearbeiten]

Anhand unserer durchgeführten Interviews in Chile und Bulgarien im Vergleich bildet sich deutlich ab, dass Deutschland in Chile vordergründig mit Hitler und dem Nationalsozialismus verbunden wird, wobei Deutschland für Bulgarien eher ein wirtschaftliches und technisches Vorbild ist. Die beiden These zu Chile und Bulgarien über das Deutschenbild bestätigen sich hiermit.

Fazit der Fragestellung (These)[Bearbeiten]

Aus den durchgeführten Interviews in Chile geht eindeutig hervor, dass Deutschland in Chile immer noch in erster Linie mit Hitler und dem Nationalsozialismus bzw. Nazis assoziiert wird. Aktuelle politische Trends sind sehr kaum bis gar nicht bekannt. Die oben genannte These bestätigt sich an dieser Stelle.

Reflexion über das Fazit[Bearbeiten]

Aus kritischer Betrachtung des Ergebnisses, die Bestätigung der These, stell sich nun eine Frage des "warum?". Aus den geschichtlichen Ereignissen geht hervor, dass Chile einen mehr oder weniger starken Einfluss von Deutschen erlebt hat. Dieser begann mit der ersten Einwanderungswelle im 18. Jahrhundert, was allein allerdings keinerlei Aufschluss über die noch heute bestehende Assoziation von Deutschland mit Hitler in Chile aussagt. Weitere deutsche Einwanderungswellen nach Chile in der Vergangenheit sind bekannt. So sind einerseits zu Beginn des zweiten Weltkrieges deutsche Flüchtlinge (Juden, Politikgegener) nach Chile geflüchtet. In einer weiteren Welle nach Ende des zweiten Weltkrieges waren es nun die Nationalsozialisten selbst, die in Chile Zuflucht suchten, um den gerichtlichen Konsequenzen ihrer Politik zu entkommen.

Besonders ausschlaggebend muss aber die Colonia Dignidad (ausgeführt unter Punkt 7.5 und 7.6) gewesen sein. Bis heute ist in Chile´s Hauptstadt Santiago sichtbar gewesen, dass das Land immer noch tief von der Pinochet-Diktatur und seinen Folgen für die Bevölkerung (Konzentrationslager, Gefangenschaft, Folter) getroffen ist. Um diese für Chile sehr schlimme politische Phase nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, die Bevölkerung zu Alamieren und zu Informieren, wurden in Santiago einige neue Museen zur chilenischen Geschichte erbaut. In einem Museum konnte ich selbst sehen, wieviele Konzentrationslager unter Pinochet errichtet worden waren.

So war auch die Colonia Dignidad damals als Konzentrationslager unter Pinochet genutzt worden. Durch die erst einige Jahrzehnte zurückliegende Militärdiktatur in Chile sind die Chilenen immer noch von der Geschichte ihres Landes berührt und getroffen. In der von Deutschen gegründeten Kolonie haben sich schließlich auch geflüchtete Nazis angesiedelt, zu der Pinochet´s Regime in den 1970er Jahren Kontakt aufgebaut hatte und mit ihrer Unterstützung Allende zum Sturz gebracht haben.

Abschließend kann dazu gesagt werden, dass das eigene schwere Schicksal von Chile unter Pinochet in Zusammenhang mit der damalige Kooperation deutscher Nazis in Chile mit der Militärdiktatur noch heute präsent sind. Da die einschneidende Militärdiktatur unter Pinochet (1973 - 1990) noch in den Köpfen der Chilenen festgebrannt ist und auch bekannt ist, dass deutsche Nazis diese unterstützt hatten, ist eine noch heute aktuelle Assoziation von Deutschland mit Nazis und Hitler in Chile nicht verwunderlich.

Trotzdem hofft man, dass das Deutschenbild in Chile nicht dauerhaft von dieser negativen Assoziation geprägt bleiben wird, sondern aktuelle, neue politische Trends in Deutschland erfahrbar gemacht werden können.