Benutzerin:Cordula Menacher

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Cordula Menacher[Bearbeiten]

Wikipedia:Babel
de Diese Person spricht Deutsch als Muttersprache.
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  • Studium: Universität Augsburg;Bachelor
  1. DaF/DaZ (2.Semester)
  2. Schulpädagogik (1.Semester)

IPK im Wintersemester 2010 (Internet- und Projektompetenz)[Bearbeiten]

Café IPK

Name Studiengang vhb Wiki Thema Forschungsland Homepage Video abgeschlossen
Kursleiterin Eva Sondershaus, M.A. Eva Sondershaus [IPK-Zentrale]
Cordula Menacher DaF/DaZ, BA Cordula Afrika, Amerika
Erika Barabas DaF/DaZ, BA Erika Südamerika
Aneta Misheska ANIS Aneta Mazedonien
Anna Sapronenko BA Germanistik Anna Siebenbürgen
Albena Staykova DaF,BA Benita30 Chile,Bulgarien
Petar Petkov MA Politikwissenschaften/Soziologie/DaF/DaZ Petar Chile, Bulgarien
Susanne Judenhahn Lehramt Gymnasium (Englisch/Spanisch/DaZ) Susanne USA
Eleonora Miller DaF/DaZ,BA Eleonora Serbien
Sarina Grauer Lehramt Grundschule (Erweiterung DaZ) Sarina Chile,Bulgarien
Katharina Gempel Lehramt Grundschule (Erweiterung DaZ) Katharina USA

Allgemeiner Ablauf eines IPK-Seminars[Bearbeiten]

1. Vollkommen freie Wahl eines Ziellandes, neues Thema oder Anschluss an schon bestehende Gruppen

2. Wahl eines Themas

3. Planung des Projektes, Festlegung des zeitlichen Rahmens

4. Erstellung einer Wikiversity-Homepage

5. Durchführung der Projekte.

6. Präsentation der Ergebnisse


Studium[Bearbeiten]

  • zweites Hochschulsemester
  • B.A. "Deutsch als Fremdprache" (2. Semester), "Schulpädagogik" (1. Semester)

Projektarbeit Kulturelle Werte werden über Erziehung transportiert.[Bearbeiten]

Einleitung[Bearbeiten]

Erziehung von Kindern ist eine Herausforderung. Wenn beide Elternteile unterschiedlicher Herkunft sind, findet man sich oft zwischen den Kulturen wieder. Das Idealbild ist das gemeinsame Kind durch beide Kulturen zu prägen, doch bei der Erziehung zwischen zwei Kulturen gibt es Konfliktfelder. Die Lösung ist oft nicht so eindeutig, wie bei den Sprachen, wo die Lösung in der zweisprachigen Erziehung liegt. Wo liegt die genaue Problematik und wo prallen Kulturdifferenzen aufeinander. Sind Essmanieren wichtig und wie sehen Manieren überhaupt aus? Wann wird Weihnachten gefeiert und wie soll dieses Fest überhaupt ablaufen? Muss man ein Kind durch entgegengebrachtes Verständnis zur Vernunft bringen oder gibt es einfach „einen leichten Schlag auf die Hand“? Wie wird das Kind überhaupt diszipliniert? Wenn die Eltern nun genau gegensätzliche Methoden und Rituale aus ihrer Kultur erfahren haben, sind dies klare Konfliktfelder die jeden Tag im Raum stehen können. Wie kann man hier Lösungen finden. Sehen die Elternteile die jeweils andere Kultur als Konkurrenz? Gibt es eine dominante Kultur? Dies sind Fragen, die mich beschäftigen. In dieser Arbeit möchte ich mich mit kulturellen Werten beschäftigen. Ich stelle aus meiner Perspektive und Erfahrung die Behauptung auf, dass kulturelle Werte über Erziehung transportiert werden.

Kultur[Bearbeiten]

Die erste Orientierung in der Beschäftigung mit der Hypothese "Kulturelle Werte werden über Erziehung transportiert" , gibt die theoretische Definition von Kultur.

Der traditionelle Kulturbegriff: Kultur ist gebunden an bestimmte Handlungsweisen wie guter Geschmack, Essmanieren (Esskultur) etc.; das „Schöne, Gute und Wahre“. Der Kulturbegriff wird auch als „Oppositionsbegriff“ bezeichnet, da er bestimmte Bereiche, wie z. B. die Natur ausgrenzt und negativ besetzt.

Der erweiterte Kulturbegriff: ist wissenschaftlich geprägt, weit und ungenau gefasst. Er bezeichnet im Prinzip alles außer der Natur. Häufig wird auch der Begriff Alltagskultur verwendet. Kultur ist in diesem Kulturbegriff sehr weit gefasst und wird von Kritikern als „zu ungenau“ beschrieben.

Der Kulturbegriff ist von Werten und Normen geprägt und ist nach wie vor dynamisch, d. h. er ist im stetigen Wandel. Dies ist auch von Bedeutung für die Erziehung und Vermittlung von Werten, da sich mit dem wandelnden Kulturbegriff auch diese verändern bzw. auch die Vermittlungsart verändern kann.

Kultur als mentale Programmierung nach Geert Hofstede[Bearbeiten]

Auch Geert Hofstede definiert Kultur. Ihm zu Folge ist jeder Mensch durch eine mentale Software (Software of the mind), die Kultur bestimmt. Die Programmierung findet hauptsächlich in der frühen Kindheit statt, da, so Hofstede, der Mensch in dieser Zeit am empfänglichsten für Lern- und Assimilationsprozesse ist. Wenn sich dann ein bestimmtes inneres System gebildet hat, ist es schwer, aber nicht unmöglich dieses zu verändern bzw. ein bestimmtes Denk-, Fühl- und Handlungsmuster zu revidieren. Nach einer Festigung von solchen Mustern müssten diese erst abgelegt werden, um in der Lage zu sein ein Neues zu erlernen. Etwas abzulegen ist jedoch meist schwieriger, als etwas zum ersten Mal zu lernen, so Hofstede. Diese mentale Software, die durch die eigene Familie, das soziale Umfeld, die Schule etc. geprägt ist, zeigt welche Reaktionen wahrscheinlich bzw. verständlich sind. Jedes Individuum kann jedoch von diesen inneren Programmen abweichen und auf völlig andere Weise reagieren. Somit unterscheiden sich mentale Programme genauso stark voneinander, wie sich soziale Umfelder voneinander unterscheiden.

Die Einzigartigkeit dieser mentalen Programmierungen des Menschen zeigt Hofstede in einer Grafik, welche die Einzigartigkeit in der mentalen Software in drei Ebenen anhand eines Dreiecks zeigt. Hier liegt die menschliche Natur, die ererbt und universell ist, zugrunde (Ebene 1). Diese haben alle Menschen gemeinsam. Sie beinhaltet die Grundlagen eines Menschen wie z. B. die grundsätzliche Fähigkeit Angst, Zorn, Enttäuschung, Traurigkeit zu empfinden. Die jeweilige Kultur prägt allerdings was mit diesen Gefühlen gemacht wird; ob oder ob sie nicht gezeigt werden etc. .

Die Kultur (Gruppen- oder Kategorienspezifisch) baut auf diese „menschliche Natur“ (Ebene 2), die erlernt und nicht angeboren ist. Am Ende steht die Persönlichkeit eines Individuums, die das individuell Erlebte und Erlernte verbindet (Ebene 3) und damit einzigartig ist. [Grafik auf: http://www.ibim.de/ikult/2-1.htm]

Werte[Bearbeiten]

Nachdem der Kulturbegiff eingegrenzt ist, ist der nächste "Schlüsselbegriff" der der Werte. "Wert" ist ein Schlüsselbegriff, da Werte, deren Vermittlung, die Probleme, die sie in binationalen Familien aufwerfen können, in dieser Arbeit der Kern sind.

Die Grundwerte sind in Deutschland im Grundgesetz verankert (Werte machen stark. Praxishandbuch zur Werteerziehung. Bayr. Staatsministerium für Unterricht und Kultus (Hg) S.22). Jedoch ist der Begriff „Grundwert“ nicht gleich dem Begriff „Wert“. „Wert“ wird in der vorliegenden Quelle als die „wünschenswerte Grundhaltung“ (ebd. S.23) definiert, wobei es moralische, religiöse, politische, ästhetische, materielle Werte gibt. Besonders „Jugendliche orientieren sich sehr stark an Werten, die sich allerdings auch ändern können.“(ebd. S.82). „Denn aus ihnen (den Werten) bezieht das Verhalten des Einzelnen wie auch der Gemeinschaft Orientierung, sodass sie wie Barrieren gegen die Beliebigkeit wirken, ohne jedoch- im Unterschied zu Normen- von vornherein verbindlich zu sein. Auf diese Weise prägen sie eine Gesellschaft und geben ihr inneren Halt.“ (ebd. S.82ff). Nach Schulz von Thun (in: Interkultureller Kommunikation S. 115/116) sind folgende Werte für deutsche Eltern in der Erziehung wichtig: Selbstständigkeit, Mitspracherecht der Kinder, Beachtung der Wünsche des Kindes (Erziehung zu Demokratie), Selbstbewusstsein, Konfliktlösung, Abgrenzung von anderen Meinungen/Personen, einen eigenen Standpunkt/Meinung entwickeln, Autonomie (geprägt von den 1968er Jahren; Ablösung von der Autoritären Erziehung zur Zeit des NS).

Eltern müssen Werte verkörpern, da sie sonst von einem Kind nicht verinnerlicht werden können. Werte geben dem Leben eines jeden Einzelnen und damit auch einer ganzen Gesellschaft Struktur. Somit sind Werte für ein Zusammenleben von äußerster Wichtigkeit.

Wie werden Werte verinnerlicht[Bearbeiten]

Nach dieser Klärung steht nun an, wie der Mensch Werte verinnerlicht. Die Eltern und die Familie spielen die wichtigste Rolle beim Erlernen und verinnerlichen von Werten und Werthaltungen. Dies geschieht hauptsächlich in frühen Jahren durch Nachahmung und auch durch die mündliche Weitergabe von Eltern an Kinder. Das Vorleben nimmt dabei den bedeutsamsten Teil ein. „Kinder brauchen Liebe und Zuwendung, Vorbilder und Orientierungspunkte, um schließlich selbstständig urteilen und verantwortlich handeln zu können.“ (aus: http://www.iaw-koeln.de/uploads/83/Werteerziehung%20Arbeitgeber.pdf. 05.01.2011). Durch Vorbilder, v. a. in der frühen Kindheit, verinnerlicht ein Kind, meist unbewusst, bestimmte Verhaltensmuster, Abläufe, Reaktionen und das Sprachverhalten. Dadurch verankern sich schon früh die für eine Gesellschaft, insbesondere die für die Eltern wichtigen Werte. Durch den unbewussten Erwerb bleibt auch teilweise der Wert als solches und das Wertesystem, welches dahinter steckt, unbewusst. Werte sind somit schwer zu identifizieren und in Worte zu fassen.

Werteeinstellungen und -haltungen eines Kindes (Jugendlichen) werden außerdem durch Medien, Schule (Kindergarten) und die Gruppe der Gleichaltrigen u.a. beeinflusst. Es liegt somit auch an der Gesellschaft in der der/die Heranwachsende aufwächst und den Personen in dessen/deren Umfeld, welche sich bewusst zu einer bestimmten Werteerziehung entscheiden müssen, auf welche Weise die „neue Generation“ geprägt wird (aus: Werte machen stark. Praxishandbuch zur Werteerziehung. Bayr. Staatsministerium für Unterricht und Kultus (Hg). S.82ff).

Das Modell vom inneren Team von Schulz von Thun stellt eingehend dar, wie sich diese „Werte“ als Personen im Inneren eines Menschen positionieren und was Grundlage (im späteren Leben) für Entscheidungsschwierigkeiten sein kann.


Das innere Team von Schulz von Thun[Bearbeiten]

SCHULZ VON THUN *1944

„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust! Die eine will sich von dem andern trennen; Die eine hält in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt sich vom Dust zu den Gefilden hoher Ahnen.“ (Faust 1, Vers 1112 1117)

Viele sehen sich der Herausforderung gestellt, den Spagat zwischen Menschlichkeit und Professionalität zu meistern. Professionalität ist durch Perfektion geprägt, im Menschlichen wird Perfektion zum Hindernis. Man muss sich in Situationen unterschiedlicher Lebensbereiche mit seinem „Inneren Team“ auseinandersetzen, um zu einer mit sich selbst (bzw. allen Personen seines Inneren Teams) zu vereinbarenden Lösung zu kommen.

Beim Inneren Team von Schulz von Thun handelt es sich um ein Modell, mit dem sich schwierige Entscheidungssituationen erklären lassen. Laut diesem Modell hat man mehrere „Personen“ oder Seelen in seinem Körper. Um eine stabile, sichere Persönlichkeit darzustellen, müssen diese sich einig sein – in einem inneren Team zusammenspielen. Bei diesen „Personen“ kann es sich, um dieses zu verdeutlichen, z.B. um Egoist, ehrgeiziger Erfolgsmensch, Humanist, Pädagoge u.a. handeln.

„Häufig, so Schulz von Thun, sei die Schwierigkeit, dass die Inneren Mitspieler zu unterschiedlichen Zeiten auf die Bühne kämen.“ „Genau in solchen unklaren Situationen kann die Auseinandersetzung mit dem Inneren Team eine hervorragende Entscheidungshilfe sein.“ (http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?print=1&textid=752).

Diese innere Pluralität kann zu innerer Uneinigkeit führen. Der innere Streit kann abgewendet, wenn es zu einem inneren Dialog kommt. Meist stehen bei jedem Menschen verschiedene Persönlichkeiten im Vordergrund, die das Geschehen bestimmen. Dies ist auch familiär und kulturell geprägt. ("Innere Pluralität also ein allgemeinmenschliches Phänomen, die sichaber je nach Kultur höchst unterschiedlich ausprägt und zeigt. das bedeutet: Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sind zugleich sehr ähnlich und sehr unterschiedlich." aus: Interkulturelle Kommunikation. Schulz von Thun, S.20).


Zwiebelmodell nach Hofstede[Bearbeiten]

Hofstede positioniert die Werte in einem Zwiebelmodell, das die kulturelle Prägung eines Menschen veranschaulichen soll. Er baut Werte, Helden, Rituale, Symbole aufeinander auf wie Zwiebelschalen. Dabei bilden die Werte den innersten Kern, der nach außen verborgen ist. Auch die restlichen „Schalen“ sind nur durch Praktiken nach außen zu erkennen, der Grund an sich ist nicht sichtbar. Somit wird wiederum gezeigt, dass Werte einen Menschen und übertragen auch eine Gesellschaft von innen her aufbauen und wie unsichtbare Orientierungspfeiler im Raum stehen. Werte sind die Basis. Nach Hofstede sind die Werte (das Innere der Zwiebel) am wenigsten bzw. am schwierigsten beeinflussbar und veränderbar; je weiter man an die äußeren Schalen der Zwiebel kommt, desto leichter sind diese von außen beeinflussbar. [Grafik auf: http://www.transkulturelles-portal.com/index.php/3/321/321]

Interviews[Bearbeiten]

Untersuchung anhand binationaler Familien mit einem deutschen Elternteil, lebend in Deutschland. Im Interview mit den Eltern.


Probant A Herkunft: USA, 45 Jahre alt, seit 20 Jahren in Deutschland, drei Kinder: 5, 5, 9 Jahre alt "Interview A1"

Probantin A Herkunft: Deutschland, 43 Jahre alt, Partnerin von Probant A "Interview A2"


Probant B Herkunft: Südafrika, 34 Jahre alt, seit 10 Monaten in Deutschland, zwei Kinder: 2 Jahre, 9 Monate alt "Interview B1"

Probantin B Herkunft: Deutschland, 35 Jahre alt, Partnerin von Probant B "Interview B2"


Probantin C Herkunft: Deutschland, 28 Jahre alt, eine Tochter fast 2 Jahre alt "Interview C"


Probeinterview: Probant D, Herkunft: Simbabwe, 32 Jahre alt, seit 19 Monaten in Deutschland, eine Tochter fast 2 Jahre alt "Interview D"

Interviewauswertung und Fazit[Bearbeiten]

Die Interviews haben gezeigt, wie ähnlich mit der Wertevermittlung von Menschen unterschiedlicher Kulturen umgegangen wird. Ich habe deutsche Frauen mit ausländischen Partnern und gemeinsamen Kindern interviewt.

Als wichtigste Punkte in der Vermittlung wurde von den Deutschen Respekt, Ehrlichkeit, Selbstvertrauen, Offenheit, Verständnis für andere, Zuverlässigkeit und Bildung genannt. Schwierig war hier überhaupt die Benennung von speziell deutschen Werten. Die ausländischen Elternteile, die in der deutschen Kultur leben, nannten Selbstwertgefühl, Respekt, Disziplin, Benehmen, Gastfreundschaft, Freundlichkeit; Der Kontakt zu den Vorfahren und der Respekt besonders vor älteren Menschen wurde von diesen explizit genannt. Deutlich wurde, dass je länger die Person in Deutschland lebt und je länger das Paar zusammen ist, desto mehr verschwimmen die Werte beider Kulturen; Basiswerte bleiben jedoch erhalten.

Das in der Theorie behandelte Konzept vom Inneren Team von Schulz von Thun bewahrheitete sich in den Antworten als bei jedem Menschen vorhandene Problematik. In den Situationen, wo es in binationalen Familien zum „Aufeinanderprallen der Kulturen“ kommt, fängt das Innere Team an „zu kämpfen“. Die Lösung liegt nicht auf der Hand. Die Frage nach der Handlung, die auf „den Kampf“ folgt, wurde mit Zögern beantwortet; entweder wird der Lösung aus dem Weg gegangen, aber am Ende (so die Antwort meiner Probanden) folgt die Mehrheit der eigenen kulturellen Werte, im Zweifelsfalle der Kultur, in der gelebt wird.

An dieser Stelle kann man schon eine Verbindung zur Hypothese „Kulturelle Werte werden über Erziehung transportiert" herstellen: Es ist schwieriger, nicht nach dem in der Kindheit auf unterschiedliche Art und Weise Implizierten zu handeln, als dem zu folgen. In meinen Recherchen wurde klar, dass die Wertevermittlung deutlich vom Umfeld und Medien aller Art (Bücher, Cd, Kassette, Fernsehen etc.) abhängig ist. Die Vermittlung von Werten wird mit steigendem Alter schwieriger, weil dann auch die eigene Meinung größeren Stellenwert erlangt.

Werden Werte einer Fremdkultur in einer anderen Kultur an Kinder weitergegeben, ist das deutlich schwieriger als in der eigenen Kultur und erfordert die Konsequenz der Person, die diese Herausforderung annimmt. Die Hoffnung auf gemeinsame Basiswerte mit der Kultur in der erzogen wird und mit dem Partner ist bei den Interviewpartnern groß. Ob der Partner mit der Wertevermittlung erfolgreich ist, kann man (folgt man den Probandenaussagen) erst feststellen, wenn die Kinder größer sind und dann spielt v. a. die Konsequenz der Eltern eine Rolle. Der Transport der Kultur kann über Brauchtümer und Feste vermittelt werden, in dem man darüber redet, liest, Vorbild ist und die Kultur lebt. Auch sagte eine Probandin, dass der Transport der Kultur ganz automatisch abläuft. Diese Punkte wurden auch bei der generellen Vermittlung von Werten genannt. Außerdem wird besonders betont, dass Werte über Geschichten, Musik und Bücher, v.a. aber darüber verinnerlicht werden, dass die Kultur aktiv gelebt wird, Rituale praktiziert werden; Learning by doing als Schlüssel genutzt wird. Bei der Frage nach den Problemen bei der Vermittlung von Kultur und Werten, wurde zum einen das Verständnis der Kinder genannt, zum anderen aber auch darauf hingewiesen, dass es oft nicht so klar für die Eltern ist, was ein Wert ist und welche vermittelt werden sollen (was ein Problem darstellt). Außerdem wird das wachsende Selbstbewusstsein, Intelligenz, die eigene Meinung der Kinder und die Wahl der Methoden, wie versucht wird etwas zu vermitteln, als Hindernis genannt.

Die Art und Weise wie die exemplarisch interviewten Paare ihre Kinder erziehen ist individuell sehr unterschiedlich. Beide Elternteile versuchen bestimmte, ihnen (bewusst und unbewusst) wichtige Werte miteinzubringen; die Werte des Partners werden versucht zu tolerieren und zu akzeptieren. Ziel beider Elternteile ist, soweit ich das beurteilen kann, dass das Kind, trotzdem es meist in nur einer der beiden Kulturen der Eltern aufwächst, Werte beider Kulturen kennen und leben lernt, um so vielseitig geprägt und für andere Kulturen offen zu sein.

Die Wertevermittlung und im weiteren Sinne die Vermittlung von Kultur ist sehr komplex und mit Schwierigkeiten verknüpft. Jedoch geschieht ein großer Teil der Vermittlung unterbewusst. Wohl kann man als wichtigstes Hauptmittel das beispielhafte, tägliche Vorleben und Vorbildsein benennen, was nur in der Erziehung durch Eltern und Familie geschehen kann. Außerdem wird dies auch klar durch Medien und die Umwelt beeinflusst, da dies alles in die Erziehung und Prägung eines Kindes miteinfließt. Erziehung ist also nicht nur aus der Perspektive von Eltern und Familie zu sehen, sondern durch die eben genannten Faktoren ebenfalls beeinflusst. Nach den nur beispielhaften Interviews und der theoretischen Untersuchung ist meine Hypothese, dass kulturelle Werte durch Erziehung vermittelt werden, zu bestätigen. Bei der weiteren Recherche, müssten weitere Interviews geführt werden, um mit größerer Sicherheit die Hypothese bestätigen zu können.

Literatur[Bearbeiten]

http://www.adb-berlin.org/index2.php?option=com_docman&task=doc_view&gid=3&Itemid=36

http://www.schulz-von-thun.de/mod-innteam.html#lit

http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?print=1&textid=752

http://transkulturalitaet.blogspot.com/2008/11/traditioneller-kulturbegriff.html

http://www.ikkompetenz.thueringen.de/a_bis_z/index.htm

http://viadrina.euv-frankfurt-o.de/~sk/SS00/ik_werbung/interkultur.html

http://www.rumpfs-paed.de/Werte%20und%20Normen-Dateien/Werte%20Vermittlung.htm

http://www.ikud.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=67, 21.01.11


Lokales Denken, globales Handeln; interkulturelle Zusammenarbeit und globales Amnagement. Geert Hofstede. 3. Auflage

Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele. Kumbier, D./Schulz von Thun, F. (Hg). 4. Auflage

Werte machen stark. Praxishandbuch zur Werteerziehung. Bayr. Staatsministerium für Unterricht und Kultus(Hg)