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Benutzer:Shuyunkong222

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Hypothese

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Für das Aufbaumodul "Die interkulturelle Identität im Zeitalter der Globalisierung" haben Eveline Ruppel, Yin Wang und ich uns auf die Hypothese festgelegt, dass Studierende an deutschen Universitäten gezielter, umfassender und intensiver auf eine internationale Arbeitstätigkeit vorbereitet werden, als Studierende an chinesischen Universitäten. Um zu prüfen, ob sich unsere Behauptung bestätigt, wurde zunächst anhand von Fachliteratur festgelegt, welche Voraussetzungen Hochschulabsolventen erfüllen müssen, um erfolgreich einen „globalen“ Arbeitsplatz zu erhalten. In Hinblick auf diesen Leitgedanken wurde anschließend der Kern für die Ausbildung der Hochschulabsolventen, also die Universität und ihr System, in den jeweiligen Ländern genauer betrachtet. Um die spezifischen Besonderheiten dieser beiden doch sehr verschiedenen Kulturen hervorzuheben, und dadurch zu verdeutlichen, warum die jeweiligen Studiensysteme ihre individuelle Form haben, wurden sie anschließend in die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede eingeordnet. Anhand der Erklärung, warum interkulturelle Kompetenzen für den internationalen Arbeitsmarkt unabdingbar sind, konnte es ermöglicht werden einzuschätzen, welche Chancen und Grenzen die jeweiligen kulturellen Eigenheiten für die Anforderungen des internationalen Arbeitsmarktes hervorrufen, und welches Land für welche Anforderungen die qualifiziertere Ausbildung anbietet. Für die Feldforschung der Studie wurden mit chinesischen Austauschstudierenden aus Shandong, mit einem chinesischen vollimmatrikulierten Studierenden an der Universität Augsburg, und mit deutschen Studierenden Leitfadeninterviews geführt, aus denen hervorgeht, wie sie die unterschiedlichen Angebote der Heimat- und Gastuniversität wahrnehmen, weshalb sie sich für ein Auslandsstudium entschieden haben, und welche Folgen sie sich dadurch für ihre berufliche Karriere erhoffen.

Warum es immer mehr Hochschulabsolventen ins Ausland zieht

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Um auf die bereits vorgestellte These eine Antwort zu finden, muss zunächst festgestellt werden, warum es junge Menschen auf der ganzen Welt nach ihrer Ausbildung ins Ausland zieht. Auf Grund der Globalisierung, und der damit verbundenen Flexibilität eines jeden Menschen, ist es zunehmend in westlichen Ländern sehr üblich, während der Hochschulausbildung, jedoch spätestens im Berufsleben, einige Zeit im Ausland zu verbringen. Der Hauptzweck eines solchen Auslandsaufenthaltes ist meistens der Wissensaustausch, der Austausch von kulturellen Gütern, und die Aneignung von neuer persönlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten. Deshalb gibt es mitunter auch bereits in der Schule, hauptsächlich in der Sekundarstufe I, die Möglichkeit an einem Klassenaustausch teilzunehmen, und dadurch eine Woche in einem anderen Land zu verbringen. An diesem Beispiel lässt sich ein Trend dahingehend beobachten, dass Kinder und Jugendliche möglichst früh mit einer anderen Sprache und Kultur in Kontakt treten sollten. Auch später während dem Studium bietet jede Universität in Deutschland ihren Studierenden die Möglichkeit, entweder ein freiwilliges oder studienintegriertes Praktikum, oder ein Auslandssemester an einer Partneruniversität zu absolvieren. Die Studierenden erhalten problemlos Hilfe bei ihrer Suche durch das Akademische Auslandsamt der jeweiligen Universität, das auf verschiedene Programme und Kooperationen hinweist, die sich für den jeweiligen Studiengang besonders anbieten.

Auf der einen Seite haben die jungen Hochschulabsolventen nach ihrer Ausbildung die Möglichkeit freiwillig ins Ausland zu gehen, und persönliche Wünsche und Ziele zu erfüllen. Auf der anderen Seite geschieht es nicht selten, dass Firmen besonders geeignete und qualifizierte Mitarbeiter für einige Zeit ins Ausland schicken, um durch den Austausch von verschiedenen immateriellen Gütern Vorteile für die jeweilige Firma zu ziehen.


Push- und Pullfaktoren

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Wird nach der Ausbildung eine Karriere im Ausland angestrebt, so gehen mit dieser Entscheidung immer zwei grundlegende Faktorengebiete mitein. Die Rede ist von den sogenannten „Push- und Pullfaktoren“ nach Everett S. Lee, die im Prinzip die Theorie vertritt, dass Menschen auf Grund von bestimmten Umständen aus ihrem ursprünglichen Lebensraum „weggedrückt“ (engl. „to push“, „drücken“), und andere hingegen von ebendiesem Lebensraum „angezogen“ (engl. „to pull“, „ziehen“) werden. Möchte demnach eine Person nach ihrer Ausbildung, oder nach einer bestimmten Arbeitszeit in der heimischen Firma nun ins Ausland, so zeichnen sich die Push-Faktoren dafür beispielsweise durch eine schlechte Wirtschaftslage, eingeschränkte Karriere- und Einkommensperspektiven, eine nicht ausbildungsadäquate Beschäftigung, schlechtere Ausstattung an Ressourcen, oder gesellschaftliche und soziale Rahmenbedingungen aus. Die Aussicht auf ein neues und attraktives Arbeitsumfeld, eine reizvolle Beschäftigung, positive Auswirkungen auf die eigene Person, die Verbesserung des materiellen Lebensstandards und die Hoffnung auf eine größere gesellschaftliche Toleranz bilden die Grundlage für das Gegenstück der Push-Faktoren, die Pull-Faktoren.


Laut den Statistiken der Einwohnemeldeämter haben sich im Jahr 2009 etwa 160.000 Deutsche abgemeldet, um dauerhaft im Ausland zu leben. Einen Großteil der Auswanderer belegten junge Wissenschaftler und gut ausgebildete Fachleute, die berufliche Alternativen im Ausland suchten. Die folgende Tabelle zeigt an, welche Länder zu den Hauptzielen von Entsendungen durch internationale Firmen gehören, welche Entsendungsziele die stärksten Zuwachsraten verzeichnen, und welche Länder zu den schwierigsten für Entsendete zählen.


Hauptziele von Entsendungen internationaler Firmen Entsendungsziele mit den stärksten Zuwachsraten Für Entsendete besonders schwierige Ziele
USA China China
China Indien Indien
Großbritannien Russland Russland
Singapur Polen Brasilien
Deutschland Taiwan USA
Japan Mexiko Großbritannien
Australien Vietnam Japan
Frankreich Dubai Mexiko
Mexiko Malaysia Polen
Dänemark Singapur Singapur
Niederlande VAE Ukraine
Schweiz Brasilien Australien
Belgien Kanada Saudi-Arabien
Kanada Italien Türkei
Saudi-Arabien Australien Nigeria
Indien Südkorea Rumänien

Wie sich der Tabelle aus dem in der Literatur genannten Buch "Karriere im Ausland" entnehmen lässt, werden die meisten Mitarbeiter aus internationalen Firmen in die USA, in die Volksrepublik China, nach Großbritannien, Singapur und Deutschland entsendet. Gleichzeitig zählen Schwellenländer wie China, Russland und Indien einerseits zu denjenigen mit der stärksten Zuwachsrate, und andererseits auch zu „Für Entsendete besonders schwierige Ziele“.


Zusammenfassend gibt es bei diesen Ländern keine Neigung dahingehend, ob sich die jeweiligen Kulturen einander ähneln. Vielmehr hebt sich ihre Diversität hervor, sodass sich für die These dieses Artikels erkennen lässt, dass Hochschulabsolventen in jedem Fall anpassungsfähig und flexibel in Hinblick auf die Erwartungshaltungen von ausländischen und internationalen Unternehmen sein müssen.


Persönliche Stärken und Fachkenntnisse als Voraussetzung

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Im vorangegangenen Abschnitt wurden die Beweggründe für eine internationale Arbeitstätigkeit bearbeitet. Nun ist von Interesse, unter welchen Voraussetzungen ein Mensch für eine internationale Arbeitstätigkeit geeignet ist, welches Anforderungsprofil er aufweisen sollte, und vor welchen Schwierigkeiten sich die Person sehen könnte, wenn sie sich zum ersten Mal im ausländischen Betrieb wiederfindet.

Wird der Entschluss gefasst, endgültig im Ausland eine Karriere anzustreben, oder durch eine Firma für einige Jahre ins Ausland entsendet zu werden, ist es unumgänglich sich Gedanken um die eigene Persönlichkeit zu machen. Besonders die lebenslange Lernbereitschaft, Neugierde und Anpassungsfähigkeit sind ausschlaggebende Eigenschaften für eine erfolgreiche internationale Arbeitstätigkeit. Internationale Organisationen betonen in ihren Stellenausschreibungen häufig, dass sich die Bewerber in erster Linie Gedanken darüber machen sollten, ob die besonderen, kulturell bedingten Ansprüche im Zielland mit den eigenen Qualifikationen übereinstimmen. Außerdem sollen sie in der Lage sein vom gewohnten Denken und bewährten Strategien abzusehen, mit unerwarteten Ereignissen und Problemen umgehen können, Risiken aufnehmen, Durchhaltevermögen und Geduld aufweisen. Inwiefern diese persönlichen Stärken durch die jeweiligen Hochschulsysteme in Deutschland und China tatsächlich geschult und aufgebaut werden, zeigt sich im nächsten Abschnitt im Vergleich der Lehr- und Lernmethoden.


Auswahl-Methoden von Firmen

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Bevor eine Firma einen Mitarbeiter ins Ausland entsandt, wird dieser nach bestimmten Vorgaben getestet. Viele Unternehmen bedienen sich hierbei am sogenannten „TIP“ (The international Profiler) der Carl-Duisberg-Gesellschaft. „Mit Hilfe des TIP lässt sich ein differenziertes Feedback darüber geben, welche Kompetenzen der Proband im Umgang mit internationalen Partnern und Kollegen besitzt und wo diesbezüglich bei ihm Entwicklungsbedarf besteht.“ Damit lassen sich im Kern Aussagen darüber erstellen, wie es bei der getesteten Person mit der Unvoreingenommenheit, Offenheit, kulturellen Bewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und der Offenheit für kulturelle Fremdartigkeit steht. Des Weiteren befinden interessierte Bewerberinnen und Bewerber häufig vor dem Assessment Center (engl. "to assess" = einschätzen, beurteilen), in dem sie verschiedenen Verhaltens- und Arbeitstest anhand von Gruppendiskussionen, Rollenspielen oder Präsenationen unterzogen werden. Dieses Auswahlverfahren soll erste Informationen über das soziale Verhalten, die Konzentrationsfähigkeit, das Fach- und Allgemeinwissen und die Problemlösungskompetenz der jeweiligen Kandidaten geben.


Deutsche und chinesische Universitäten im Vergleich

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Um bei dieser Themenstellung zu einem qualitativen Fazit zu kommen, müssen zunächst die Grundlagen eines Studiums in der Volksrepublik China und Deutschland gegenüber gestellt werden. Folgend werden Voraussetzungen beleuchtet, die Schülerinnen und Schüler erfüllen müssen, um ein Studium in ihrem jeweiligen Heimatland aufnehmen zu können. Des Weiteren wird auf die verschiedenen Lehr- und Lernmethoden und ihre Legitimation eingegangen, auf das Leben auf dem Universitätsgelände und außerhalb der universitären Veranstaltungen, und die sozialen Hilfen, die die jeweiligen Universitäten in der Volksrepublik China und in Deutschland anbieten.


Die Zulassung zum Studium

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Um ein Studium an einer deutschen Universität aufzunehmen, benötigt man in der Regel die sogenannte „Allgemeine Hochschulreife“, die man mit dem Abschließen der gymnasialen Oberstufe erhält. Es gibt auch die Möglichkeit entweder im Anschluss an die Realschule eine Fachoberschule zu besuchen und nach der 12. Klasse die „Fachhochschulreife“ zu erwerben. Diese ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern sich auf einer Fachhochschule zu bewerben, deren Studiengänge in der Regel einen häufigen Praxisbezug aufweisen. Schließt man allerdings an einer Fachoberschule die 13. Klasse ab, so hat man auch die „Allgemeine Hochschulreife“ erworben, und kann sich sowohl in einer Fachhochschule, als auch in einer Universität einschreiben. Außerdem wird jungen Menschen, die ihre Berufsausbildung bereits abgeschlossen haben, der Zugang zum Abitur durch die sogenannte „Berufsoberschule“ ermöglicht, um anschließend ein Studium aufzunehmen. Bei einigen Studiengängen, wie zum Beispiel Humanmedizin, Pharmazie oder vereinzelt auch Rechtswissenschaften, bestehen Zulassungsbeschränkungen, die sich durch den „Numerus clausus“ äußern. In China hingegen schreibt man nach der 12. Klasse eine zentral gestellte Hochschulaufnahmeprüfung (gaokao). Das erreichte Punkteergebnis entscheidet darüber, an welcher Hochschule und in welchem Studienfach die Schülerinnen und Schüler zugelassen werden. Ein weiterer entscheidender Faktor ist auch die Fächerbelegung in der Schule: Schülerinnen und Schüler, die auf dem Gymnasium im naturwissenschaftlichen Zweig ihren Abschluss erworben haben, konnten sich bereits wichtige Grundlagen in den Fächern Chemie, Physik und Biologie aneignen, sodass sie später problemlos auch an der Universität einen naturwissenschaftlichen Studiengang belegen können. Schülerinnen und Schüler, die hingegen im geisteswissenschaftlichen Zweig ihre Hochschulzulassung erwerben, können nur eine geisteswissenschaftliche beziehungsweise sprachliche Richtung im Studium einschlagen. Zu beachten wäre bei der schulischen Ausbildung auch die Tatsache, dass seit den 1980er Jahren in China ein Problem in der Bildungsfinanzierung besteht, sodass Familien zunehmend mit Schulgebühren in Höhe von ca. 200 € pro Halbjahr belastet werden. Allerdings ist seit dem Jahr 2007 die Pflichtschulausbildung von neun Schuljahren für Kinder und Jugendliche kostenlos. Da die Hochschulen von ihren jeweiligen Provinzregionen finanziell abhängig sind, können nicht alle Hochschulen ein breites, oder zumindest ähnliches, Fächerspektrum anbieten. Es erfolgt eine Unterteilung in naturwissenschaftliche, medizinische, wirtschaftswissenschaftliche und landwirtschaftliche Hochschulen. In den letzten Jahren konnten viele dieser spezialisierten Hochschulen zusammengelegt werden, sodass es nun ca. 80 Volluniversitäten gibt, die über ein umfassendes Studienangebot verfügen. Der "Undergraduate-Bereich" an chinesischen Universitäten gliedert sich in zwei-, drei- und vierjährige Studienprogramme. Die allgemeinen und fachspezifischen Hochschulen bieten in der Regel eine vierjährige Bachelor-Ausbildung an, die mit dem Titel "xueshi" abgeschlossen werden. Wer bei der bereits genannten Hochschulaufnahmeprüfung eine niedrige, beziehungsweise für einen Studiengang nicht ausreichende Punktezahl erreicht hat, kann an zwei- bzw. dreijährigen Hochschulprogrammen teilnehmen, und das Studium mit dem Titel "dazhuan" abschließen, der unterhalb des Bachelorabschlusses anzusiedeln ist.


Lehr- und Lernmethoden

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In der deutschen universitären Lehre bedient man sich an verschiedenen Veranstaltungsformen. Die gängigste ist hierbei die Vorlesung, die eindeutig in den Frontalunterricht fällt, und dadurch zur Ausnahme in den Lehrmethoden zählt. Der Vortrag findet selten vor weniger als 100 Studierenden statt, denen auch ein Skript zur Verfügung gestellt wird. Dieses Skript kann die gesamte Vorlesung in einem Semester ausführlich festhalten, oder aber stichpunktartig, damit der Studierende sich eigenständig Notizen dazu anfertigt. Anders sieht es bei Seminaren aus, die sowohl zu einer Lehr- als auch einer Lernveranstaltung zählen. Ihr Ziel ist es, Themen des jeweiligen Fachgebiets wissenschaftlich durch Übungen, Diskussionen und Referate der Studierenden, zu vertiefen, und im Gegensatz zur Vorlesung zeichnen sie sich durch eine hohe Anteilnahme der Studierenden und dem Zusammenspiel zwischen Lehrperson und Lernenden aus. Eine weitere Form der akademischen Lehre bildet das Tutorium bzw. die Übung. Das Tutorium findet meistens für Studierende im Grundstudium statt, das von einem fortgeschrittenen Studierenden gehalten wird. Der Tutor agiert unterstützend zur Vorlesung, und hilft den Teilnehmern dabei ihre Grundkenntnisse zu vertiefen, und Grundfertigkeiten einzuüben. Zuletzt bieten sich auch Praktika als Lehrform an, bei denen zunächst zwischen freiwilligen Praktika, und studienintegrierten Pflichtpraktika unterschieden wird. Im Gegensatz zu geistes-, sozial- oder sprachwissenschaftlichen Studiengängen, gibt es in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen semesterbegleitende Arbeiten im Labor, die auch als Praktikum bezeichnet werden. Die Studierenden sollen dabei die Möglichkeit nutzen, das an der Universität erworbene theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. Die chinesische Hochschulbildung sieht für ihre Studierenden nur Vorlesungen vor, bei denen die Lehrperson wie in der Schule durch den Frontalunterricht reines Faktenwissen vermittelt. Die Prüfungsergebnisse werden sowohl in der Schule, als auch an einigen Hochschulen, veröffentlicht, sodass alle Studierenden genau über ihren Rang im jeweiligen Jahrgang informiert sind. In den letzten Jahren fanden vermehrt Bestrebungen statt, die in erster Linie aus Auswendiglernen bestehenden Lernziele durch mehr methodische Fähigkeiten zu ergänzen. Diese Umgestaltung gestaltet sich überwiegend schwierig, da gerade das Abfragen des reinen Faktenwissens bei der Masse an Prüfungskandidaten schnell vollzogen werden kann, wenn nur eine bestimmte Antwort anstatt einer freien Textproduktion zugelassen ist. Allgemein ist der Studienalltag in China wesentlich straffer organisiert als in Deutschland, sodass die Studierenden täglich rund zehn Stunden mit dem Besuch der Veranstaltungen und der Vor- und Nachbereitungen des Unterrichts beschäftigt sind. Neben ihrem Fachstudium müssen die Studierenden in den ersten zwei Jahren auch Veranstaltungen in Englisch und politische Ideologie besuchen, was ein fester Bestandteil eines jeden Lehrplans ist. Wer nach seinem Bachelor-Abschluss den Master aufnehmen möchte, muss an der landesweiten Masterzulassungsprüfung teilnehmen. In der Regel fangen die Studierenden mindestens ein halbes Jahr vorher an täglich von frühmorgens bis spätabends dafür zu lernen. Außerdem muss man eine Anwesenheitspflicht von mindestens 70 % nachweisen, um ein Semesterabschlusszeugnis zu erhalten.


Leben auf dem Campus

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Anders als in China, oder zum Beispiel in den USA, sind die meisten deutschen Universitäten nach wie vor wie die klassischen europäischen Universitäten in die Stadt integriert, sodass sich die Hochschulen, Lehr- und Forschungseinrichtungen und der Wohnraum für Studierende auf die gesamte Stadt verteilen. Ein gutes Beispiel bieten hierfür die Ludwig-Maximilians-Universität in München und die Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen. Dennoch haben sich vermehrt seit den 1960er Jahren Universitäten gebildet, die nach dem amerikanischen Vorbild aufgebaut wurden, sodass sich alle notwendigen universitären Körperschaften auf engem Raum befinden. Zu diesen moderneren Universitäten zählen unter anderem die Universität Augsburg, die Universität Regensburg und die Universität Passau. Neben den bildenden Lehrveranstaltungen bieten die Universitäten und Hochschulen Deutschlands auch ein umfangreiches Freizeit- und Sportangebot an, zu dem jeder Studierende freien Zugang hat. Darunter fallen nicht nur Sportangebote, sondern auch Ausflüge in andere Städte, Kino- und Tanzveranstaltungen und sogenannte „Ringvorlesungen“. Anders als in China stehen für die Studierenden nicht nur gemischt-geschlechtliche Studentenwohnheime zur Verfügung, sondern sie können ihren Wohnort frei wählen und eine Wohnung, zum Beispiel mit mehreren Kommilitonen gleichzeitig, beziehen. In China wird strikt auf eine Trennung der Geschlechter in den Wohnheimen geachtet, und die Haupteingänge nach 23 Uhr verschlossen. Studierende in China teilen sich in der Regel ihr Zimmer mit drei bis fünf weiteren Kommilitonen, haben aber die Möglichkeit etwas Privatsphäre auf dem sehr großen Campusgelände zu finden. Erfahrungsgemäß müssen die Studierenden den Campus nicht verlassen, da Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Imbissbuden und Restaurants reichlich vorhanden, und die Produktauswahl häufig sogar besser als in der Stadt ist. Auch die Hochschulen in China achten auf ein abwechslungsreiches Freizeit- und Sportangebot, damit sich die Studierenden erholen können.


Soziale Unterstützung und Hilfen

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Unter bestimmten Voraussetzungen können Studierende deutscher Hochschulen für ihr Studium „BAföG“ beantragen, wenn zum Beispiel den Eltern die nötigen finanziellen Mittel fehlen, um das Studium, eine Wohnung, oder das Essen zu finanzieren. Zudem vergeben verschiedene Einrichtungen deutschlandweit Stipendien an Schülerinnen und Schüler mit besonders guten schulischen Leistungen, sodass zumindest schon einmal der Start ins Studium leichter fällt. Später gibt es auch die Möglichkeit sich an der Universität um ein „Deutschlandstipendium“ zu bewerben. Mitunter werden auch Kindergärten in das Universitätsgelände integriert, damit Studierende mit einem Kind ihr Studium nicht unterbrechen oder abbrechen müssen, sondern Unterstützung durch die Universität finden. Der „Familienservice“ umfasst dabei häufig auch Beratungen zu Fragen der Gestaltung und Organisation des Studiums mit einem Kind, Fragen zur Finanzierung, Fragen zur Organisation des beruflichen Alltags und der Beratung und Vermittlung von Betreuungsangeboten für Kinder. Viele Universitäten bemühen sich zudem als eine „barrierefreie“ Universität für Menschen mit einer Behinderung zu agieren, und ihnen zum Beispiel behindertengerechte Eingänge und Toiletten zur Verfügung stellen. Die soziale Unterstützung in China findet durch verschiedene Stipendien statt, die eine jeweilige Hochschule zu vergeben hat. Dazu ist allerdings zu sagen, dass die Höhe des Stipendiums von Hochschule zu Hochschule verschieden ist, und zudem ein bestimmter Notendurchschnitt in der Schule nachgewiesen werden muss, um ein Stipendium zu erhalten. Besonders große Unterschiede entstehen auch zu den ca. 100 Universitäten, die am sogenannten "211-Programm" teilnehmen. Dieses Programm wurde von der Regierung aufgenommen, um die Hochschulen international konkurrenzfähig zu machen. Sollten Studierende während ihrem Studium ein Kind bekommen, wird dies kaum toleriert und zählt zu Umständen, die dem Ruf der Familie schädigen, sodass dadurch die meisten Abbruchsquoten zu verzeichnen sind. Für Menschen mit einer körperlichen Behinderungen wurden spezielle Hochschulen errichtet, sodass Studierende mit einer Behinderung und Studierende ohne einer Behinderung nicht miteinander vermischt werden.


Einordnung in die Kulturdimensionen nach G. Hofstede

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Für jedes soziale Phänomen einer Kultur, hier speziell für das Lehrsystem an Hochschulen in China und Deutschland, gibt es eine Erklärung. Diese Erklärungen finden sich im Verlauf der Gesellschaft, in der Geschichte ihrer Kultur, ihren Werten und Ansichten. Um diese spezifisch für China und Deutschland hervorzuheben, wird folgend eine Unterteilung in international anerkannte Kulturdimensionen nach Geert Hofstede vorgenommen. Diese gliedern sich in Machtdistanz (Power Distance Index), Kollektivismus und Individualismus (individualism), Maskulinität versus Femininität (Masculinity), Unsicherheitsvermeidung (uncertainty avoidance index) und Lang- und Kurzzeitorientierung (Long-Term-Orientation). Ausgehend von der Hypothese dieser Studie werden vor allem Faktoren miteinander verglichen, die für das Meistern einer internationalen deutsch-chinesischen Begegnung von großer Bedeutung sind. Im deutsch-chinesischen Vergleich der Ausprägungen der Kulturdimensionen fiel auf, dass mit Ausnahme der Kategorie „Feminin/Maskulin“ verhältnismäßig große Unterschiede zwischen den Kulturen zu erkennen sind. Zu bemerken ist, dass diese Einordnung in die Kulturdimensionen lediglich eine Orientierung darstellt, und nicht verallgemeinert auf jedes Individuum der zugehörigen Kultur übertragbar ist.


Machtdistanz

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Machtdistanz indiziert, bis zu welchem Grad Mitglieder einer Kultur die Tatsache akzeptieren, dass Macht und Einfluss […] ungleich verteilt sind oder inwieweit sie davon überzeugt sind, dass Ungleichheit zwischen Menschen ausgeglichen werden sollte. Für Deutschland lässt sich sagen, dass alle Individuen - sowohl hierarchie- als auch statusunabhängig - die gleichen Rechte und Pflichten besitzen, und zum Beispiel in einem Geschäftsgespräch alle Beteiligten - unabhängig von ihrem Geschlecht - gleich behandelt werden.

In China, als einer Kultur mit einer hohen Machtdistanz, werden beispielsweise Mitarbeiter und Vorgesetzte nicht als mit gleichen Rechten ausgestattete Individuen betrachtet. Vielmehr spiegelt die Hierarchie eine von der Natur gegebene Ungleichheit zwischen oberer und unterer sozialer Schicht wieder. Hierarchisch höhergestellte Personen genießen bestimmte Privilegien und stellen ihre Position durch Statussymbole zur Allgemeinheit zur Schau. Ein weiteres Beispiel bildet auch die Beziehung zwischen Schülerinnen/Schüler und Lehrkräften. Anders als in Deutschland zeigen die chinesischen Schüler und Studierenden ein hohes Maß an Respekt dem Lehrenden gegenüber, zweifeln seine Fachkenntnisse und Autorität nicht an, und suchen bei Misserfolgen und schlechten Noten die Fehler bei sich selbst. Interessant ist auch die Beobachtung, dass chinesische Kinder von ihren Eltern nicht den selben Umgang wie der Partner genießen, sondern von ihnen im Gegenteil absoluter Gehorsam erwartet wird.


Unsicherheitsvermeidung

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"Die Unsicherheitsvermeidung entspricht dem Grad, in dem sich die Mitglieder einer Kultur durch ungewisse oder unbekannte Situationen bedroht fühlen." Ein distanzierter Blick auf die deutsche Kultur lässt erkennen, dass Deutschland sich eher als eine Gesellschaft mit einer leichten Tendenz zur Unsicherheitsvermeidung auszeichnet. Dies zeigt sich unter anderem in der Vorliebe zu festen Terminen, festgelegten Strukturen in der Gesellschaft und Regeln. So überrascht es nicht, dass der Wunsch nach Organisation und Vorhersehbarkeit dazu führt, dass für jeden öffentlichen und auch privaten Bereich formelle und informelle Regeln gelten, an denen sich die Gesellschaft zu orientieren hat. Persönliche Merkmale, die in erster Linie Vertrauen suggerieren (zum Beispiel Transparenz, Offenheit, Fachkenntnisse und Erfahrungen in einem für die gegenüberstehende Person wichtigen Gebiet), zählen automatisch zu positiven Merkmalen einer Person.

Verglichen mit Deutschland ist in China eine eher geringe Unsicherheitsvermeidung zu verzeichnen. Dies lässt sich unter anderem an der Relativität von Regeln und Normen festmachen. Bekanntlich beziehen sich Werte und Normen auf die soziale Einheit, und können somit von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich ausfallen, und einen unterschiedlichen Grad an Priorität aufweisen. Insofern spricht man selten von verbindlichen Regeln, die explizit vorgeben, wie sich das Individuum in der chinesischen Gesellschaft zu bewegen hat. Zwar gibt es Bestimmungen und Regeln im sozialen Umgang (z. B. das "Gesicht wahren"), diese sind jedoch bei weitem nicht so fest und unflexibel wie man es in der deutschen Kultur erlebt.


Feminine und maskuline Kulturen

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Maskulinität kennzeichnet eine Gesellschaft, in der die Rollen der Geschlechter klar gegeneinander abgegrenzt sind: Männer haben bestimmt, hart und materiell orientiert zu sein, Frauen müssen bescheidener, sensibler sein und Wert auf Lebensqualität legen.“ Sowohl in Deutschland, als auch in China ist eine klare Tendenz zur Maskulinität zu erkennen. Beide Kulturen legen einen hohen Wert auf materiellen Wohlstand. Das berufliche und private Vorankommen sind meistens dominante Werte einer maskulinen Gesellschaft. Geert Hofstede platzierte in seinem Buch "Lokales Handeln, globales Denken" (1997) Deutschland in Hinblick auf den Maskulinitätsindex zwar auf den 4. Platz (1. Japan, 2. Österreich und 3. Venezuela), allerdings sollte die deutsche Kultur heute eher zu einer Mischform dieser beiden Pole zählen, da auch feminine Werte, zum Beispiel Gleichheit und Solidarität den Mitmenschen gegenüber, mittlerweile einen festen Sitz in der Gesellschaft beanspruchen.


Kollektivismus und Individualismus

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Bei deutschen Bürgerinnen und Bürgern ist eine tendenzielle Neigung zum Individualismus zu erkennen. "In individualistischen Kulturen steht der Einzelne als „Ich“, das sich in seiner persönlichen Identität von anderen „Ich“ unterscheidet." Dieser Erklärung nach lässt sich bereits erkennen, dass die Mitglieder einer individualistischen Kultur besonders stark auf die eigenen Bedürfnisse und ihre Befriedigung fokussiert sind.

China hingegen bildet durch die hohe Ausprägung des Kollektivismus einen starken Kontrast zur deutschen Kultur. Die Mitglieder einer kollektivistischen Gesellschaft zeichnen sich häufig durch die Orientierung an sozialen Gruppen und Netzwerken aus, denen sie ohne jeglichen Einwand absolute Loyalität schenken. Dies liegt mitunter daran, dass sich in diesen Gruppen auch die eigene Identität wiederspiegelt. Daraus ist zu schlussfolgern, dass die starke Bindung zur sozialen Gruppe zu einer strikten Trennung zwischen Gruppenmitgliedern und den Nicht-Zugehörigen führt, weshalb sich ein Eindringen in eine Gruppe, oder Kooperationen mit eben dieser, sehr schwer gestalten.


Langzeit vs. Kurzzeitorientierung

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In Deutschland tendiert man dazu sich an „heute“ zu orientieren. Das Handeln richtet sich nach dem Hier und Heute aus, und zukünftige Belange spielen in den Verhaltensentscheidungen nur eine untergeordnete Rolle. Veränderungen steht man neutral gegenüber, achtet jedoch darauf, unmittelbaren und kurzfristigen Nutzen daraus zu ziehen und präferiert diesen vor einer langfristigen Gewinnmaximierung. Chinesen dagegen richten ihr Handeln an langfristigen Zielen und Perspektiven aus, was sich zum Beispiel durch eine ausgeprägte Beharrlichkeit bei der Erreichung von Ergebnissen, aber auch im sparsamen Umgang mit den Ressourcen wiederspiegelt. Es besteht die Bereitschaft, eine Rangordnung der Beziehungen nach dem persönlichen Status zu akzeptieren, da darin langfristig eine Vorteilhaftigkeit für das Ganze gesehen wird und die Interessen der Gemeinschaft vor diejenigen des Individuums gestellt werden.


Fazit

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Durch die Einteilung der deutschen und chinesischen Kultur in die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede ist es nunmehr möglich zu behaupten, dass der Einfluss der deutschen Kultur auf ein Individuum mitunter ein wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche internationale Arbeitstätig ist. Besonders der Punkt "Kollektivismus/Individualismus" lässt erkennen, dass Individuen der deutschen Gesellschaft mehr dazu aufgefordert werden, eigenständig ihre Lebensziele zu verfolgen, und ihnen durch verschiedene institutionelle Einrichtungen auch die entsprechende Förderung zugesprochen wird. Sie sind nicht an eine bestimmte soziale Gruppe gebunden, in die sie hineingeboren werden, und sich ihr verpflichten (müssen), sondern können sich in der Verwirklichung ihrer Karriereziele relativ frei bewegen. Auch die eher gering ausgesprägte Machtdistanz ermöglicht es eigene Kontakte zu beruflich höher gestellten Persönlichkeiten aufzubauen, ohne dass von Angehörigen einer sozialen Gruppe ein Gesichtsverlust unterstellt wird, da man unerlaubterweise mit einer Person anderer Schichtzugehörigkeit gesprochen hat, und dadurch nicht in der Lage war, den Respekt zu wahren.


Interkulturelle Kompetenz als Erwartung des internationalen Arbeitsmarktes

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Fremdsprachenkenntnisse

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In erster Linie gilt es bei einem Aufeinandertreffen mit anderen Kulturen ihre Sprache zu beherrschen, damit ein erster Kontakt zustande kommen kann. Für einen erfolgreichen Berufseinstieg oder eine internationale Berufsausübung sind Fremdsprachenkenntnisse somit unumgänglich. In Hinblick auf die globale Zusammenarbeit der letzten Jahre lässt sich deutlich erkennen, dass besonders Kenntnisse der englischen Sprache als grundlegende Voraussetzung für eine internationale Arbeitstätigkeit sind. Internationale Organisationen oder weltweit führende Unternehmen und Firmen fordern in ihren Stellenausschreibungen neben der Beherrschung des Englischen, auch die Beherrschung einer weiteren Sprache, zum Beispiel Französisch, Russisch, Chinesisch oder Italienisch. Fremdsprachenkenntnisse sind somit für den Sprung auf der Karriereleiter ein Muss.


Sensibilisierung für die verschiedenen Kulturstandards und Werte

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Interkulturelle Sensibilisierung ist das internalisierte Verständnis dafür, dass die allgemeine Einstellung einer Kultur einen starken Einfluss auf die Werte, das Verhalten, die Ansichten und den Glauben eines Individuums hat. Für die Interaktion und Kommunikation mit Angehörigen fremder Kulturen wird somit die Akzeptanz kultureller Einflüsse vorausgesetzt. Sensibilisierung für eine fremde Kultur bedeutet z. B. andere Verhaltensweisen zu deuten und zu verstehen und Sicherheit im Umgang mit fremdkulturellen Partnern zu erlangen. Die Arbeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturen erfordert die Fähigkeit, kulturelle Unterschiede wahrzunehmen und mit ihnen umgehen zu können. Das setzt zum einen das Erleben und Begreifen der eigenen Kultur voraus. Zum anderen erfordert es die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, um zu verstehen, welche Normen und Werte in der jeweiligen Kultur eine entscheidende Rolle spielen.


Weitere Fachkenntnisse und Persönlichkeit

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Das Anforderungsprofil für eine internationale Arbeitstätigkeit zeichnet sich hauptsächlich durch Fachkenntnisse, zum Beispiel technische Fähigkeiten, Generalisten- und Spezialisten-Know-How und administrative Fähigkeiten, aus. Sowohl die Organisations-, als auch die Problemlösungs- und Entscheidungsfähigkeit sollten auf keinen Fall zu kurz kommen. Vor allem kommt es aber auf die sozialen Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit an. Darunter fallen die Beziehungsfähigkeit, Aufgeschlossenheit, interkulturelle Anpassungsfähigkeit, Toleranz, Kritikfähigkeit, Empathie und Diplomatie. Die Person an sich sollte sich selbst motivieren können, jederzeit einsatzbereit und belastbar sein, Stress bewältigen und sich selbst organisieren können, und vor allem flexibel bleiben und Führungsqualitäten unter Beweis stellen. Im Idealfall bildet eine international agierende Persönlichkeit also einen Menschen, der die eigenen Fachkenntnisse für eine Problemstellung nutzt, dabei aber berücksichtigt, ob es im jeweiligen Gastland andere Traditionen, Ressourcen oder Voraussetzungen gibt, die eine Adaption des Lösungsweges erfordern und zu einer veränderten Vorgehensweise führen.


Leitfadeninterviews

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Mit chinesischen Austauschstudierenden

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Interview mit Zhengwen

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Austauschstudierende an der Universität Augsburg während dem WS 2013/14

Yin: „Okay. Welche Universität besuchst du in China?“

Zhengwen: „Ah, Universität Shandong.“

Yin: „Und in welchem Semester und welches Fach studierst du?“

Zhengwen: „Ich studiere Germanistik im fünften Semester.“

Yin: „Wie lange lernst bzw. sprichst du schon die deutsche Sprache?“

Zhengwen: „Vielleicht ungefähr zwei Jahre.“

Yin: „Zwei Jahre. Okay, ähm, kannst du noch andere Sprachen sprechen?“

Zhengwen: „Vielleicht ein bisschen Englisch. Und Chinesisch.“ (Gelächter)

Yin: „Warum hast du dich dazu entschieden ein Auslandssemester in Deutschland zu absolvieren?“

Zhengwen: „Unsere Universität Shandong hat eine Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg. Deshalb haben wir eine gute Chance an dieser Universität eine halbe Jahr Deutsch lernen.“

Yin: „Okay. Ahm… Gibt es an der Universität Shandong viele Möglichkeiten ein Auslandssemester zu machen?“

Zhengwen: „Ja, finde ich, es gibt viele. Es gibt viele Studenten, die fremde Sprache lernen, zum Beispiel Französisch oder Spanisch. Deshalb es gibt auch Zusammenarbeit zwischen unsere Universität und der Universität in anderen Ländern.“

Yin: „Gibt es zum Beispiel auch eine Partnerschaft mit der Universität in Frankreich?“

Zhengwen: „Ja, genau.“

Yin: „Gibt es Länder, die von Studierenden an der Universität Shandong bevorzugt werden um ein Auslandssemester zu machen?“

Zhengwen: „Hmm… vielleicht. Ah, ich habe nicht so viel gedacht, aber vielleicht nur Deutschland. Ich glaube das liegt auch daran, weil eh… du nicht so viel Wahl hast. Wir können meistens nur Deutsch oder Englisch sprechen.“

Yin: „Kennst du viele Studierende an deiner Heimatuniversität, die gerne ins Ausland gehen wollen?“

Zhengwen: „Ja, es gibt schon in meiner Klasse, ah, in meiner… ja, es gibt viele Kommilitonen. Sie möchten in Deutschland etwas anderes lernen. Hmm, ja.“

Yin: „Warum?“

Zhengwen: „Vielleicht, äh… ich finde, meine Kommilitonen, sie lernen Deutsch, und in Deutschland sie können nicht nur Deutsch lernen, sondern auch andere Fach. Zum Beispiel Wirtschaft. Und dabei können sie fließendes, oder fließenderes Deutsch sprechen.“

Yin: „Hast du das Gefühl, dass das Bildungssystem in China und Deutschland verschieden ist?“

Zhengwen: „Ich finde nicht so unterschiedlich. Aber es gibt auch Unterschiede.“

Yin: „Zum Beispiel?“

Zhengwen: „Zum Beispiel im Unterricht haben die Studenten viele, oder mehr, Kommunikation mit dem Lehrer. Und ich finde die Hausaufgaben sind nicht so schwer wie in China.“ (…)

Yin: „Warum?“

Zhengwen: „Mindestens für mich war es nur drei Monate in Deutschland, und ich habe nicht so viel Deutschunterricht. Mindestens, in meinem Unterricht habe ich nicht so viele Hausaufgaben.“

Yin: „Denkst du, dass der Unterricht in China anstrengender ist als in Deutschland?“

Zhengwen: „Ja. Ich finde.“

Yin: „Was müsst ihr denn immer zum Beispiel als Hausaufgabe machen?“

Zhengwen: „In… in Deutschland?“

Yin: „Genau.“

Zhengwen: „Vielleicht für Literaturunterricht sollen wir Text lesen. Nur Texte lesen. Und manchmal haben wir auch Hausaufgaben für Grammatik, aber nicht so viel.“

Yin: „Mhm. Müsst ihr dann auch selbstständig Texte verfassen?“

Zhengwen: „Ja, Texte schreiben. Aber in China sollen wir vielleicht jede Woche einen Text schreiben, aber in Deutschland vielleicht nur alle drei Wochen.“ (Gelächter) „Ich glaube das liegt daran, weil ich nur Austauschstudentin bin.“

Yin: „Okay. Was war die nächste Frage… Okay. Warum denkst du gibt es in China so viele Studierende, die ins Ausland gehen wollen?“

Zhengwen: „Vielleicht äh… sie finden die Ausbildung besser als in China. Oder es gibt nicht so viele Kompetenzen. Ich weiß nicht genau.“

Yin: „Okay… und würdest du sagen, dass Studierende in China allgemein gut auf eine Arbeitstätigkeit im Ausland vorbereiten werden?“

Zhengwen: „Ich finde es kommt darauf an. Vielleicht manche Studierende kann gut vorbereitet, aber manche nicht.“

Yin: „Okay… und glaubst du, dass der Inhalt, den du an der Universität über Deutschland, also die Kultur, Sprache, etc. gelernt hast, der Wahrheit entspricht?“

Zhengwen: „Manche entspricht der Wahrheit, aber manche nicht. Zum Beispiel, ich finde die Deutsche sind nicht so stabil und auch die Züge sind nicht so pünktlich.“

Yin: „Haha, stimmt. Die Deutsche Bahn.“ (Gelächter) „Okay, hättest du ein Problem damit, wenn du nach deinem Studium im Ausland arbeiten müsstest?“

Zhengwen: „Ich finde für mich ist, äh, gibt es ein Problem, weil ich jetzt schon, jetzt noch nicht fließendes Deutsch sprechen kann. Deshalb finde ich, für mich ein Problem.“

Yin: „Und außer Deutschland? Also wenn du die Sprache im fremden Land schon beherrschen würdest? Also angenommen du müsstest später in England arbeiten?“

Zhengwen: „In England?“

Yin: „Ja, zum Beispiel. Oder Frankreich. Also wenn du auch die Sprache sprichst, und dann…“

Zhengwen: „Ich kann schon gut sprechen?“

Yin: „Ja, genau.“

Zhengwen: "Ich finde man sollte in Mutterland, Vaterland erfahren sammeln, und dann kann man in Ausland gehen. Ich finde. Und ich finde, wenn man, hmm… ich finde Erfahrungen sind wichtige, und dann nach viele Erfahrungen, mit diese Erfahrungen kann man in Ausland gehen."

Yin: „Also kann man sagen, dass du es bevorzugen würdest lieber in China zu arbeiten?“

Zhengwen: „Ja, zuerst in China. Und vielleicht nach einigen Jahren dann wenn ich eine gute Chance habe kann ich in Ausland.“

Yin: „Warst du sehr aufgeregt bevor du nach Deutschland gekommen bist?“

Zhengwen: „Wie bitte?“

Yin: „Warst du sehr aufgeregt bevor du nach Deutschland gekommen bist? Es ist ja ein fremdes Land und auch so weit weg.“

Zhengwen: „Ich finde für mich, äh, ist es ein bisschen schwer. Die Umwelt in China, in meinem Vaterland, ist mir gewöhnlich.“

Yin: „Okay, ähm… Hattest du zu Beginn deines Studiums in Deutschland Schwierigkeiten mit den deutschen Lehr- und Lernmethoden?“

Zhengwen: „Für das Austauschsemester habe ich noch nie, noch nicht Schwierigkeit begegnet. Ich glaube als Austauschstudierende ist es leichter, als für Studierende aus China, die ihr ganzes Studium in Deutschland absolvieren müssen.“

Yin: „Wie läuft der Unterricht, bzw. der Kurs an der Universität Shandong ab?“

Zhengwen: „Die Lehrer lehren immer da vorn und die zuhö… hören zu. Ja, es gibt Chancen mit der Studenten können miteinander kommunizieren. Aber nicht so viel wie in Deutschland. Und manchmal die Lehrer sprechen mehr im Unterricht, als die Studenten.“

Yin: „Okay. Dann, findest du, dass das Unterrichtssystem in China gut ist? Arbeitest du lieber frei, oder findest du es besser, wenn du genaue Vorgaben vom Lehrer erhälst?“

Zhengwen: „Ich finde ah… die Unterricht in Deutschland sind besser. Man kann in diesem Unterricht viel zu sprechen, viel sprechen. Und viel kommunizieren und viel lernen. Und man kann was sagen und äh… äh… woran sie Interesse hat. Ja.“

Yin: „Okay. Äh, dann… glaubst du, dass europäische Universitäten einen Studierenden besser auf eine internationale Tätigkeit vorbereiten, als chinesische Universitäten?“

Zhengwen: „Ich glaube nicht. Ich finde eh… eh… chinesische Un.. Universitäten kann einen Studierenden auch besser auf eine internationale Tätigkeiten vorbereiten.“

Yin: „Warum?“

Zhengwen: „Ich finde in China gibt es auch eine bessere Universitäten, die vorbereiten. Und eh.. eh.. deshalb in diesen und besseren Universitäten kann… gibt es auch viele besseren Studierenden.“

Yin: „Warum möchten dann deiner Meinung nach so viele Studierende ein Studium im Ausland absolvieren?“

Zhengwen: „Aber ich finde, ehm, natürlich gibt es in Europa viele bessere Universitäten und dort kann man bessere Ausbildung machen. Aber eh… vielleicht eh… als Voraussetzungen gibt es in China natürlich auch einige bessere Universitäten, zum Beispiel Beida Universität. Aber für diese bessere Universität in China, dort gibt nicht so viele Plätze. Man nicht eh… es gibt viele Studierende, sie möchten bessere Ausbildung machen. In China haben sie nicht diese Chance, aber in Ausland haben sie große Chancen, deshalb gehen sie auch in Ausland. Finde ich. Oder auch wegen der Globalisierung. China spielt dabei eine große Rolle.“

Yin: „Okay… Ist es für dich persönlich wichtig, deine interkulturelle Kompetenz auszubauen?“

Zhengwen: „Ja, ich finde es ist wichtig, ich finde es ist gut für die Gleichgewicht.“

Yin: „Okay, vielen Dank!“


Interview mit Qi

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Austauschstudierende an der Universität Augsburg im WS 2013/14

Yin: "Auf welche Universität gehst du in China?"

Qi: "Universität Shandong."

Yin: "Und in welchem Semester und welchen Studiengang studierst du?"

Qi: "Hmm, jetzt bin ich im fünften Semester und ich studiere, ich lerne Deutsch."

Yin: "Deutsch. Okay. Wie lange lernst du schon die deutsche Sprache?"

Qi: "Zwei Jahre."

Yin: "Zwei Jahre, okay. Sprichst du noch andere Sprachen – außer Chinesisch?" (Gelächter)

Qi: "Hmm, in der Schule äh lernte ich auch Englisch."

Yin: "Okay, dann kannst du noch Englisch sprechen?"

Qi: "Ja, aber äh… nicht so gut."

Yin: "Hmm. Warum hast du dich dazu entschieden ein Auslandssemester in Deutschland zu absolvieren? Ich meine, du müsstest das Auslandssemester ja nicht machen. Aber warum hast du dich trotzdem dazu entschieden?"

Qi: "Weil ich möchte äh, das deutsche Leben und deutsche Bräuche selbst fühlen."

Yin: "Mhm. Gibt es an deiner Universität viele Möglichkeiten ein Auslandssemester zu machen?"

Qi: "Ja, natürlich. Außer dem Fremdspracheninstitut gibt es auch äh… viele Chance. Zum Beispiel die Studenten in der Fakultät Wirtschaftsinformatik, ähm… und so weiter."

Yin: "Dürftest du zum Beispiel… Also wenn du nach China zurückgehst, dürftest du da ähm… zum Beispiel noch ein Auslandssemester machen – zum Beispiel in Amerika, obwohl du Deutsch studierst?"

Qi: "Ah…"

Yin: (Gelächter) "Also du studierst ja Deutsch."

Qi: "Ja."

Yin: "Und in diesem Studiengang ist es ja vorgegeben, dass du ein Auslandssemester in Deutschland machst."

Qi: "Mhm."

Yin: "Aber könntest du jetzt zum Beispiel ähm, wenn du jetzt im sechsten Semester bist, dass du dann zum Beispiel nach England fliegst, und dort dann noch einmal ein Auslandssemester machst?"

Qi: "Ahm… ich glaube nicht."

Yin: "Also, würde das die Uni erlauben, oder eher…"

Qi: "Ich glaube, das ist schwer und die Universität das nicht erlaubt. Musst du erst absolvieren…"

Yin: "Also erst das Studium fertig machen?"

Qi: "Ja. Wenn du nach Amerika fliegen möchte, musst du zuerst den Semester, wie sagt man, den Studiengang erst absolvieren."

Yin: "Achso, okay. Okay ähm… welche Länder werden von den Studierenden in Shandong für ein Austauschsemester bevorzugt?"

Qi: "Hmm… wenn ich kann gut Englisch sprechen, möchte ich auch nach Australien."

Yin: "Kennst du viele Studierende, die ins Ausland gehen wollen?"

Qi: "Ja, in unsere Klasse gibt es viele Studierende. Sie möchten nach Ausland gehen. Und studieren."

Yin: "Warum? Aus welchen Gründen?"

Qi: "Zum Beispiel es gibt äh viele Studierende in unsere Klasse. Sie möchten äh Wirtschaft, Maschinenbau, ah… studieren, weil diese Fächer in Deutschland ist äh… sehr stark."

Yin: "Sehr bekannt. Und kann ich das also so verstehen, dass die Studierenden dadurch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt später haben möchten?"

Qi: "Hmm… Uhm… Ich glaube nicht."

Yin: "Warum?"

Qi: "Vielleicht sie finden ehm… sie finden nach dem Studium in Deutschland… können sie eine bessere Arbeit in China finden. Aber ich glaube ehm… nicht alle Studierende kann eine gute Job, gute Arbeit finden."

Yin: "Okay… dann, würdest du sagen, dass Studierende in China allgemein gut auf eine Arbeitstätigkeit im Ausland vorbereitet werden?"

Qi: "Hmm… Es kommt darauf an. Ich finde, manche Studierende können gut vorbereitet, aber manche nicht."

Yin: "Für dich selbst – glaubst du, dass du schon gut auf eine Arbeitstätigkeit im Ausland bist?"

Qi: "Nein." (Gelächter)

Yin: "Warum?"

Qi: "Ich finde zunächst einmal ist Deutsch mein Hauptfach. Aber mein Deutsch ist eh noch nicht so gut."

Yin: "Also meinst du, dass dein Sprachniveau noch nicht ausreicht?"

Qi: "Ja."

Yin: "Okay. Hättest du ein Problem damit, wenn du nach deinem Studium im Ausland arbeiten müsstest?"

Qi: "Hmm… ich finde ah… wenn ich ah… wenn ich ah…"

Yin: "Du hast ja gerade gesagt, dass du gerne nach Australien fliegen würdest. Und angenommen, du hättest jetzt diese Chance, würdest du sie annehmen? Oder hättest du Probleme damit?"

Qi: "Ich finde, wenn ich kann Englisch sprechen."

Yin: "Ich meine außer den Sprachproblemen."

Qi: "Hmm… vielleicht Kommunikationsprobleme."

Yin: "Hättest du vielleicht auch Schwierigkeiten mit der Kultur, Essen, etc….?"

Qi: "Essen ist egal. Aber die Kultur ist schwer, ist ein Problem. Unterscheidet sich sehr von China."

Yin: "Hattest du zu Beginn deines Austauschsemesters Schwierigkeiten mit den deutschen Lehr- und Lernmethoden?"

Qi: "Ich finde ich habe keine Schwierigkeiten mit der Methode. Aber ich habe Schwierigkeiten ah … die Lehrer zu verstehen."

Yin: "Und äh… findest du dass ähm, das Unterrichtssystem in China oder in Deutschland besser?"

Qi: "Weil äh… ich ah, jetzt ah bin ich nur eine Austauschstudierende, deshalb kann ich nicht so viel über die deutsche Unterrichtsystem sagen."

Yin: "Wenn du jetzt zum Beispiel vergleichst zwischen China und Deutschland – sind dir da Unterschiede aufgefallen? Also der Kurs in China, und der Kurs in Deutschland… welche Unterschiede gibt es da?"

Qi: "Hmm… Vielleicht gibt es mehr Kommunikationsmöglichkeit zwischen den Studenten und die Lehrer und zwischen den Studenten in Deutschland ah… Aber es gibt eh… sowohl, als auch viele Chancen in China gibt ah… die Studenten können mit den Lehrern (lacht) Kommunikation… Kommunizieren, aber hmm… aber nicht eh so viele Studenten ah… sind… Sprache, sprechen mit dem Lehrer in dem Unterricht in seinem Leben sprechen sie nicht so viel Deutsch."

Yin: "Du machst ja jetzt ein Auslandssemester in Deutschland. Gibt es Sachen, die du im Unterricht vermisst? Also ich habe mir sagen lassen, dass sich die Lehrer in China sehr um die Studenten kümmern."

Qi: "Richtig. In Gymnasium oder in Schule?"

Yin: "Also im Studium und in der Schule."

Qi: "Also ich finde hier in Deutschland an der Universität kümmern sich die Lehrer nicht so um die Studenten."

Yin: "Glaubst du, dass europäische Universitäten einen Studierenden besser auf eine internationale Arbeitstätigkeit vorbereiten, als chinesische Universitäten?"

Qi: "Ich glaube ja, weil ich finde es gibt eh mehr Praktikum für die äh Studenten in europäischen Universitäten. Ah… Es gibt auch ah… manche Praktikum für die Studenten in China, aber ich finde diese, dieses Praktikum ist eh nicht so… so nützlich. Das mit dem Fach ist nicht so in Verbindung. Ich glaube in China lernen die Studierenden etwas nur theoretisch ah… in Deutschland, aber in Deutschland ist das Praktikum ah… Pflicht."

Yin: "Okay. Ist es für dich persönlich wichtig, interkulturelle Kompetenzen auszubauen?"

Qi: "Ja, ich finde es sehr wichtig. Ha… weil, wenn ich die Kultur in Ausland nicht verstehen, kann ich nicht ah… gut mit dem Ausland kommunizieren. Yin: Okay… vielen Dank!"


Interview mit Zhenxing

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Austauschstudierender an der Universität Augsburg im WS 2013/14

Yin: „Gut, fangen wir an… Welche Universität äh… besuchst du in China?“

Zhenxing: „Universität Shandong.“

Yin: „In welchem Semester und welches Fach studierst du?“

Zhenxing: „Jetzt bin ich im 7. Semester und studier ich äh Deutsch. Oh, im 5. Semester studier ich Deutsch!“

Yin: „Okay. Wie lange sprichst du schon die deutsche Sprache?“

Zhenxing: „Zwei Jahre.“

Yin: „Sprichst du auch andere Sprachen?“

Zhenxing: „Nur ein bisschen Englisch und natürlich Chinesisch.“

Yin: „Chinesisch. Ah… Lernst du auch Englisch an der Uni? Werden Sprachkurse angeboten?“

Zhenxing: „Ah… in dritten und eh vierte Semester haben wir Englisch Kurs.“

Yin: „Mhm. Warum hast du dich dazu entschieden ein Auslandssemester in Deutschland zu absolvieren?“

Zhenxing: (lacht) „Das kommt nicht auf mich. Das ist eine Programm zwischen Uni Shandong und Uni Augsburg. Und äh ich habe Glück, dass sie in Augsburg anbieten.“

Yin: „Okay. Ah, gibt es an deiner Universität viele Möglichkeiten ein Auslandssemester zu machen?“

Zhenxing: „Ja. In meiner Uni gibt es viele Sprache, Sprachfach, zum Beispiel Französisch, Spanisch, Japanisch, in jeder Sprache. Und Deutsch natürlich.“

Yin: „Warum hast du dich dann für Deutsch entschieden?“

Zhenxing: „Ja… Wenn ich in meine Hochschulaufnahme-Prüfung zu… da… habe ich nur wähle, nur wähle Englisch und Deutsch. Ja, in meiner Provinz. Das ist ganz schwer in China.“

Yin: „Okay.“

Zhenxing: „Das ist warum ich Deutsch gelernt habe.“

Yin: „In Ordnung. Ah, gibt es Länder, die von Studierenden an deiner Heimatuniversität für ein Auslandssemester bevorzugt werden?“

Zhenxing: „Ah… Was bedeutet dieser Satz?“

Yin: (übersetzt auf Chinesisch)

Zhenxing: „Ja, je mehr Land desto besser. Ja, Frankreich. England, USA, und so weiter.“

Yin: „Wollen da die meisten Studenten nach England und Amerika?“

Zhenxing: „Ja, in Amerika gibt es die meisten chinesischen Studenten.“

Yin: „Kennst du auch persönlich viele Studierende, die ins Ausland gehen wollen?“

Zhenxing: „Ja äh, in China ich habe Freunde, die haben Französisch und Spanisch gelernt, und äh jetzt sind sie in Frankreich und Spanien.“

Yin: „Warum denkst du, gibt es so viele Studierende, die ins Ausland gehen wollen?“

Zhenxing: „Es ist eine sehr gute Chance. Denn es gibt nicht so viele Chancen in Ausland gehen. Ja. Für mich vielleicht jetzt einzige Chance in Deutschland.“

Yin: „Und warum ist das Austauschsemester eine gute Chance für die Studierenden? Was kann man durch dieses Austauschsemester erreichen?“

Zhenxing: „Ja. Es ist ganz schwer in Ausland zu gehen. Wenn ich habe diese Chance in Ausland zu gehen, dann gehe ich. Ja. Hmm. Ja, kann man Deutsche kennengelernt. Ja, ich liebe auch deutsche Fußball, dann kann ich deutsche Fußball-Spiele sehen und schauen.“

Yin: „Ah, du bist also Fußball-Fan?“

Zhenxing: „Genau!“ (Gelächter)

Yin: „Hast du schon einmal ein Fußball-Spiel in Deutschland gesehen?“

Zhenxing: „Ja, von Augsburg gegen äh…“

Yin: „Gegen welche Mannschaft? FC Bayern?“

Zhenxing: „Neee (lacht) FC Bayern ist zu teuer. Aber nur ein Spiel.“

Yin: „Mhm… Okay, würdest du sagen, dass Studierende in China allgemein gut auf eine Arbeitstätigkeit im Ausland vorbereitet werden?“

Zhenxing: „Ja, es ist schwer zu sagen. Es kommt darauf an. Manche vorbereiten gut, manche vorbereiten nicht so gut.“

Zhenxing: „Hast du zum Beispiel aus Austauschstudent später bessere Chancen auf eine Arbeit, als Studenten, die nicht im Ausland waren?“

Zhenxing: „Ja, glaube ich.“

Yin: „Hmm… glaubst du, dass der Inhalt, den du in der Schule über die Kultur, Sprache und Bräuche in Deutschland gelernt hast, der Wahrheit entspricht?“

Zhenxing: „Ja. Meistens. Ich muss sagen, dass in China, dass die Deutsche sind pünktlich, das ist richtig. Und die deutschen Zug, die meisten sind auch pünktlich. Wenn es gibt eine Verspätung, dann kann ich in meine Handy sehen.“

Yin: „Ähm, glaubst du, dass die Deutschen viel über China wissen?“

Zhenxing: (lacht) „Sehr wenig. Die Deutschen wissen sehr wenig über China.“

Yin: „Hast du zum Beispiel… Also hast du irgendwelche Beispiele, die dir aufgefallen sind?“

Zhenxing: „Hmm… unser Geschichtslehrer hat gesagt, dass die Deutschen wissen die meiste… am meisten Mao. Oder Deng, oder Konfuzius. Das ist aber zu wenig.“

Yin: „Okay… und hättest du ein Problem damit, wenn du nach deinem Studium im Ausland arbeiten müsstest?“

Zhenxing: „Hmm… Was bedeutet dieser Satz?“

Yin: „Hättest du Probleme, wenn du nach deinem Studienabschluss in ein anderes Land gehen müsstest, um Arbeit zu finden? Zum Beispiel Frankreich, England, etc. Also du kannst die Sprache schon gut sprechen. Glaubst du, du hast dann noch andere Probleme?“

Zhenxing: „Ja… Geld bekommen.“ (Gelächter)

Yin. „Come on! Du musst in Frankreich einen Job haben und Geld verdienen. Hättest du zum Beispiel Angst vor der neuen Kultur, oder vor den Menschen? Also die Leute sind ja noch einmal ganz anders als die Menschen in China oder Deutschland. Oder das Essen…“

Zhenxing: „Ich bin sehr froh, wenn ich etwas Neues kennenlerne.“

Yin: „Hattest du zu Beginn deines Austauschsemesters Schwierigkeiten mit den deutschen Lehr- und Lernmethoden?“

Zhenxing: „Ja… ich habe Problem. Mein Deutsch ist nicht so… genug gut. Vielleicht habe ich einige Satz formuliert, die nicht versteht.“

Yin: „Hast du das Gefühl, dass du jetzt nach der Zeit in Deutschland besser Deutsch sprichst?“

Zhenxing: (lacht) „Ja. Ja ja!“

Yin: „Welche Unterschiede sind dir an der Uni Augsburg im Vergleich zur Uni Shandong aufgefallen?“

Zhenxing: „In Deutschland haben wir mehr Chance zu Kommunikation… zu kommunizieren zwischen Lehrer und Schüler. Zum Beispiel in Deutschland haben wir Gruppen gemacht, und äh jede Gruppe musste über ein Thema nachdenken und äh… später sagen vor dem Lehrer. Das war ganz anders.“

Yin: „Angenommen du würdest Deutsch unterrichten. Würdest du es auf die chinesische, oder auf die deutsche Methode machen?“

Zhenxing: „Hier die Methode ist besser. Also ich würde wie deutsche Methode machen. Mir gefällt der Kurs hier besser.“

Yin: „Glaubst du, dass europäische Universitäten einen Studierenden besser auf eine Arbeitstätigkeit im Ausland vorbereiten, als Universitäten in China?“

Zhenxing: „Ja, ich finde ja. Viele Europäer können viele Sprachen. Zum Beispiel eine Deutsche kann Italienisch und Französisch, das ist ganz normal.“

Yin: „Aber auf der Shandong Universität gibt es doch auch viele Sprachkurse?“

Zhenxing: „Ja, aber ähm… jede kann nur ein Sprach… ein Sprach äh als Hauptfach nehmen.“

Yin: „Okay. Ah… ist es für dich persönlich wichtig interkulturelle Kompetenz auszubauen?“

Zhenxing: „Hmm, ja wichtig. Denn es gibt… ich kann noch vieles über die andere Länder wissen. Das ist gut, wenn ich in diese andere Länder ging. Da kann ich ob es richtig ist oder falsch ist.“

Yin: „Und ähm… gibt es an der Shandong Universität irgendwelche Kurse wegen … interkultureller Kommunikation oder sowas?“

Zhenxing: „Leider nicht. Aber eine Lehrer, ein Lehrer, wird diese Kurs aufbauen.“

Yin: „Wird gerade aufgebaut?“

Zhenxing: „Ja, aber jetzt gibt es noch nicht. Aber es gibt Landeskunde über Deutschland in meinem Studiengang. Das ist ein bisschen wie interkulturelle Kompetenz zu tun.“

Yin: „Äh, hattet ihr in der Schule auch Landeskunde über fremde Länder?“

Zhenxing: „In der Schule?“

Yin: „Ja, also vor der Universität.“

Zhenxing: „Gar nicht. Gar keine. Vielleicht manchmal in Geschichte.“

Yin: „Also das Wissen über andere Länder hast du dir erst an der Universität angeeignet?“

Zhenxing: „Ja. Und im Fernsehen. Internet.“

Yin: „Okay, dankeschön!“


Mit einem vollimmatrikulierten Studenten aus China

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Interview mit Ziping

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Vollimmatrikulierter Student an der Universität Augsburg

Yin: „Erste Frage: Welche Universität besucht du in China?“

Ziping: „Aaah, ich war in Shanghai Dianji Universität.“

Yin: „In welchem Semester und welches Fach studierst du?“

Ziping: „Ich habe sechs Semester in Shanghai studiert, und habe ich Business English studiert.“

Yin: „Business English?”

Ziping: “Ja.”

Yin: „Okay. Wie lange lernst du schon die deutsche Sprache?“

Ziping: „Eeh, ich habe Deutsch schon drei Jahre gelernt.“

Yin: „Okay. Kannst du noch andere Sprachen sprechen?“

Ziping: „Jaa, Chinesisch.“ (Gelächter)

Yin: „Außer Chinesisch?“

Ziping: „Englisch und vielleicht ein bisschen Japanisch.“

Yin: „Und noch? Shanghainesisch?“

Ziping: „Ja.“ (Gelächter)

Yin: „Warum hast du dich dazu entschieden ein ganzes Studium in Deutschland zu absolvieren?“

Ziping: „Aaaahm… ich überleg mal.“ (Gelächter)

Yin: „Ist es schwer auf Deutsch zu antworten?“

Ziping: „Weil ich Deutsch liebe.“

Yin: „Aaah?! Sicher?!“ (Gelächter)

Ziping: „Ja!“

Yin: „Okay! Gibt es an deiner Universität in China viele Möglichkeiten ein Auslandssemester zu machen?“

Ziping: „Ja, wir haben viele Verbindungen zwischen Amerika und Shanghai.“

Yin: „Ah, okay. Deswegen machen auch viele Leute ein Studium in Amerika?“

Ziping: „Ja, kann ich auch machen, aber mache ich nicht.“

Yin: „Warum? Wäre es zu teuer?“

Ziping: „Nein. Aber in Deutschland zu studieren ist viel günstiger als in Amerika.“

Yin: „Welche Länder werden deiner Meinung nach von chinesischen Studierenden für ein Studium im Ausland bevorzugt?“

Ziping: „Vielleicht Großbritannien.“

Yin: „Okay. Kennst du viele Studierende, die ins Ausland gehen wollen?“

Ziping: „Ja, die meisten!“

Yin: „Die meisten.“

Ziping: „Mhm.“

Yin: „Und außer Amerika und Großbritannien?“

Ziping: „Australien zum Beispiel.“

Yin: „Okay. Warum glaubst du wollen so viele Studierende ins Ausland gehen?“

Ziping: „Weil in China ist es schwer einen Job zu finden.“

Yin: „Gibt es also eine harte Konkurrenz zwischen den Studierenden?“

Ziping: „Ja. Einfach zu viele Leute und wenig ah… Jobangebote.“

Yin: „Würdest du sagen, dass Studierende in China allgemein gut auf eine Arbeitstätigkeit im Ausland vorbereitet werden?“

Ziping: „Mmmh, nein ich glaube nicht.“

Yin: „Glaubst du, dass der Inhalt, den du in der Schule in China in Bezug auf die Kultur, Sprache und Bräuche in Deutschland gelernt hast, der Wahrheit entsprechen?“

Ziping: „Was ist Bräuche?“

Yin: „Bräuche? Das ist… ah, Sitte!“

Ziping: „Ahm… nein, nicht so.“

Yin: „Aha. Was war denn anders? Fällt dir ein Beispiel ein?“

Ziping: „Die Deutschen sind nicht alle ernsthaft.“

Yin: „Nicht so?“

Ziping: „Mhm. Die Deutsche Bahn ist immer nicht pünktlich.“ (Gelächter)

Yin: „Hättest du ein Problem damit, wenn du nach deinem Studium im Ausland arbeiten müsstest? Also in anderen Ländern außer China und Deutschland.“

Ziping: „Hmm. Ja. Eigentlich hätte ich nur Sprachprobleme.“

Yin: „Hattest du zu Beginn deines Studiums in Deutschland Schwierigkeiten mit den deutschen Lehr- und Lernmethoden?“

Ziping: „Ja. In China wir haben alle einen vorgegebenen Kursplan. Aber in Deutschland müssen wir alles selbst wählen. Und die Lernmethoden, also in China, die Lehrerin erzählt die meisten im ganzen Kurs. Die Studierenden sprechen gar nichts. Und bei Deutschland ist ganz anders. Bei uns gibt es auch keine Seminare.“

Yin: „Ähm… War es für dich schwierig zum ersten Mal ein Referat zu halten? Also vor der Klasse zu sprechen?“

Ziping: „Jaaa… Habe ich große Stress.“

Yin: „Warum?“

Ziping: „Weil alle sind Ausländer. Es ist schwer zu… wie sagt man das… ganz genau und deutlich auszudrücken. Und vielleicht wir haben Angst davor, dass die anderen Leute verstehen uns gar nicht.“

Yin: „Und, wie war die Vorbereitung? Also war es für dich ungewohnt für ein Thema selbst zu recherchieren?“

Ziping: „Wenn wir die Informationen selbst im Internet recherchieren, ich glaube es ist nicht so schwer als eine Vortrag zu halten. Das Recherchieren ist ein bisschen leichter.“

Yin: „Wie läuft der Unterricht an einer Universität in China ab?“

Ziping: „Ahm… Es gibt keine Seminare. Es gibt aber Vorträge.“

Yin: „Und welche Form hat der Unterricht? Geht er eher vom Lehrer, oder auch von den Schülern aus?“

Ziping: „Ja, Frontalunterricht. Und für jedes Semester gibt es wie in der Schule einen bestimmten Stundenplan, der von der Universität vorgeschrieben ist. Die Studenten wählen nichts flexibel. Und wir müssen Politik und Sport machen.“

Yin: „Okay. Glaubst du, dass europäische Universitäten Studierende besser auf eine internationale Arbeitstätigkeit vorbereiten als chinesische Universitäten?“

Ziping: „Ähm… ja. Weil in Deutschland alle Uni sind fast gleich. Aber in China gibt es schlechte und gute Universitäten.“

Yin: „Also von der Qualität her?“

Ziping: „Ja.“

Yin: „Glaubst du, dass wenn du deinen Abschluss auf einer europäischen Universität machst, dass du dann bessere Berufschancen hast, als wenn du deinen Studienabschluss in China erwirbst?“

Ziping: „Mmm… Kann ich nicht sagen.“

Yin: „Gab es an deiner chinesischen Universität so etwas wie kulturelle Trainings? Oder konntest du auch mehrere Sprachen lernen?“

Ziping: „Ja. Ich hab in China ein bisschen Deutsch gelernt an der Uni.“

Yin: „Und welche Sprachen konnte man noch lernen?“

Ziping: „Fast alle.“

Yin: „Und ist es für dich persönlich wichtig interkulturelle Kompetenz auszubauen?“

Ziping: „Ja, sehr wichtig.“

Yin: „Glaubst du auch, dass du mit einer ausgebauten interkulturellen Kompetenz bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hast?“

Ziping: „Ja, und außerdem kann ich nicht mit anderen Deutsche und Ländern unterhalten, wenn ich die Kompetenzen nicht habe.“

Yin: „Meinst du, dass du die Kompetenzen brauchst, um dich gut mit den Menschen aus einem anderen Land zu verstehen?“

Ziping: „Ja.“

Yin: „Okay, vielen Dank!“


Mit deutschen Studierenden

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Interview mit Christian

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Student an der Universität Regensburg

Eveline: „Hallo Christian!“

Christian: „Hallo.“ (Gelächter)

Eveline: „Ähm, vielen Dank, dass du dich dazu entschieden hast, das Interview mit mir zu führen. Wie ich dir ja schon erklärt habe, geht es ja im Prinzip darum, ob eben deutsche Universitäten tatsächlich besser auf eine internationale Arbeitstätigkeit vorbereiten als chinesische. Und ähm… genau, da wollte ich dich erst einmal fragen – was studierst du eigentlich?“

Christian: „Ich studier Architektur im dritten Semester.“

Eveline: „Okay. Uuund, ähm, also praktisch jetzt noch im Bachelor?“

Christian: „Genau.“

Eveline: „Okay. Uuund, an welcher Uni?“

Christian: „An der Uni Regensburg.“

Eveline: „Okay, mhm. Und was… also blöde Frage, eigentlich weiß ja jeder, was man in der Architektur macht, aber was machst du speziell in deinem Studiengang?“

Christian: „Ähm, es geht darum, spezifische, architektonische Lösungen, also ähm, die Form von Gebäuden, vom Raum, für eben spezifische Situationen zu schaffen. In optimaler Weise. Irgendwie sowas.“ (Gelächter)

Eveline: „Okay. Also ein eher… doch sehr gestalterischer Studiengang, der relativ wenig mit Sprachkenntnissen zu tun hat.“

Christian: „Gut erkannt.“ (Gelächter)

Eveline: „Okay, und ahm… gibt es für deinen Studiengang irgendwelche Kooperationen mit Partneruniversitäten im Ausland?“

Christian: „Ähm… persönlich habe ich nur die Erfahrung gemacht, dass es eben an europäischen Partneruniversitäten irgendwelche Austauschprogramme gibt.

Eveline: „Mhm.“

Christian: „Aber gehört habe ich auch schon – vor allem von höheren Semestern – dass es eigentlich relativ global ist. Es sind auch oft Gastdozenten da, die Vorlesungen, oder Vorträge halten, die dann englischsprachig sind. Es handelt sich dabei auch eher um ein freiwilliges Angebot, als dass es zum Kernstudium gehören würde.“

Eveline: „Ah, okay.“

Chris: „Also es ist mehr als Zusatzangebot zur Nebenförderung.“

Eveline: „Okay. Uuund, ist in deinem Studiengang zum Beispiel ein Auslandssemester oder ein Praktikum im Ausland vorgesehen?“

Christian: „Ahm… es gibt die Möglichkeit; also man hat eben im fünften Semester die Wahl. Man wird aber nicht spezifisch darauf hingewiesen; oder es ist eigentlich – soweit ich das mitbekommen habe – nicht unbedingt Gang und Gebe.“

Eveline: „Okay.“

Christian: „Zumindest nicht im Bachelor-Studiengang.“

Eveline: „Okay. Und ähm… würdest du persönlich gerne mal ins Ausland gehen?“

Christian: „Hmm… also ich im dritten Semester habs mir schon vorgenommen – zumindest ins europäische Ausland. Aber wie gesagt, dass halt vielleicht nur in Regensburg, aber da es jetzt die Minderheit macht quasi… würde ich sagen bin ich noch nicht sicher.“

Eveline: „Okay. Ahm… Würde dich die Universität Regensburg bei deinem Vorhaben ins Ausland zu gehen unterstützen?“

Christian: „Also ich weiß, dass es jemanden… also eine Person gibt, die für die Organisation von diesen Auslandsaufenthalten ist. Also deswegen gehe ich davon aus, ja.“

Eveline: „Okay. Ahm, du hattest ja vorhin gesagt, dass es eben auch sehr viele Kooperationen mit dem europäischen Ausland gibt. Und wenn, dass du dann eben auch ins europäische Ausland gehen würdest. Hättest du denn Probleme damit, wenn du jetzt nach deinem Studienabschluss im Ausland arbeiten müsstest? Zum Beispiel in Ländern wie Indien oder China. Also Länder, in denen die Kultur dir nicht wirklich vertraut ist.“

Christian: „Also in kultureller Hinsicht nicht, nein. Da hätte ich gar keine Probleme.“

Eveline: „Okay.“

Christian: „Es wäre eben eher eine Sache des Aufwands und ähm… wenn man solche Auslandsaufenthalte irgendwie plant, dann schaut man ja meistens: was bringt mir das für die Zukunft?“

Eveline: „Klar. Okay, ähm… es würde mir auch einfach darum gehen: hast du zum Beispiel auf freiwilliger Basis auch schon an interkulturellen Trainings teilgenommen? Oder von irgendeinem Angebot gehört, das in diese Richtung geht?“

Christian: „Also mir ist bekannt, dass es für diese ahm… wissenschaftspropädeutischen Fächer - die man eben zumindest bei uns im Architekturstudium jeweils eines jedes Semester belegen muss – dass es da eben Angebote gibt, die in diese interkulturelle Richtung, und vor allem auch nach Asien, gehen. Ja, liegt aber natürlich auch relativ fern, dass das Angebot eben so breit ist, dass es eigentlich ziemlich viel abdeckt und man halt… andere Prioritäten einfach setzen kann.“

Eveline: „Okay, alles klar. Also da bietet die Universität auch definitiv verschiedene Angebote für dein Studium an, obwohl es eben nichts mit Sprach- oder Kulturwissenschaften zu tun hat.“

Christian: „Ja, richtig.“

Eveline: „Okay… Und ähm, sprichst du außer Englisch noch andere Fremdsprachen?“

Christian: „Hmm, außer Englisch nur Französisch.“

Eveline: „Okay, und hast du dann Englisch und Französisch bereits in der Schule gelernt, oder erst an der Universität?“

Christian: „Ahm… bereits in der Schule natürlich. Ganz normal ab der… ahm, im Gymnasium halt. Und… aber was zu sagen ist vielleicht: es gibt auch extra Angebote an Wahlfächern für Architekten im Bereich Englisch.“

Eveline: „Also werden dann die Kurse praktisch auf Englisch gehalten? Oder wie kann man das verstehen?“

Christian: „Also es ist quasi das „architektonische“ Englisch wenn man so will.“

Eveline: „Okay, also praktisch so wie es für die BWLer das Business English gibt, gibt’s für die Architekten das… das „Architekten-Englisch“?“

Christian: „Genau.“


Interview mit Miriam

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Studentin an der Universität Augsburg

Eveline: „Sooo… Hallo Miriam!“

Miriam: „Hallo, Eveline!“

Eveline: „Du studierst ja an einer deutschen Universität – nämlich?“

Miriam: „An der Universität Augsburg.“

Eveline: „Okay, und in welchem Semester?“

Miriam: „Ich bin jetzt im fünften Semester - Materialwissenschaften.“

Eveline: „Materialwissenschaften.“

Miriam: „Mhm.“

Eveline: „Und ähm, was musst du in diesem Studiengang speziell machen?“

Miriam: „Also ich habe hauptsächlich Physik und Chemie als Kernfächer. Aber auch fächerübergreifende Sachen wie Materialsynthese, oder Festkörperchemie und Festkörperphysik. Und theoretische Grundlagen, wie zum Beispiel theoretische Physik.“

Eveline: „Okay, also alles definitiv eher naturwissenschaftlich.“

Miriam: „Ja.“

Eveline: „Uuund, ähm, das ist ja… Also ich kann mir denken, dass du dann eher wenig Zugänge zu Sprachkursen hast?“

Miriam: „Ja, eher nicht.“

Eveline: „Und würdest du für deinen Studiengang gerne eine andere Sprache lernen, weil du meinst, dass dann vielleicht später für einen Beruf sinnvoll wäre?“

Miriam: (lächelt) „Ich habe mich ja gerade bewusst für die Naturwissenschaft entschieden. (Gelächter) Weil ich kein Sprach-Genie bin, und so den Sprachunterricht umgehen kann. Aber ich denke mal ums Englische kommt man nicht rum, und da habe ich auch Abi drin geschrieben. Und wir haben im Studiengang auch englische Fachliteratur. Zum Teil werden auch Übungen und Vorlesungen auf Englisch gehalten. Es gibt auch einen Master-Studiengang, der auf Englisch ist, weil er eben international ist. Und insofern braucht man zumindest Englisch auf jeden Fall.“

Eveline: „Okay, und hast du dann praktisch Englisch auch schon in der Schule gelernt?“

Miriam: „Ja, acht Jahre lang, von der fünften bis zur 12. Klasse.“

Eveline: „Okay, und hattest du dann bisher neben Englisch noch andere Sprachen gelernt?“

Miriam: „Naja, nur Latein, aber… das hilft einem nicht unbedingt weiter.“ (lächelt)

Eveline: „Aber an deiner Schule gab es schon ein größeres Fremdsprachenangebot?“

Miriam: „Also es ist ja so, dadurch dass ich im naturwissenschaftlichen Zweig war, habe ich in der sechsten Klasse eben als zweite Fremdsprache Latein und Französisch nehmen können – da habe ich eben für Latein entschieden. Und sonst hätte ich nach der 10. Klasse auch das Latein auch ablegen können und stattdessen Spanisch weiternehmen können.“

Eveline: „Aha, interessant… Okay. Und da du eben Englisch sprichst, hättest du ein Problem damit im englischsprachigen Ausland zu arbeiten nach deinem Studium?“

Miriam: „Ich denke nicht. Bis jetzt – egal wo ich war – ich habe mich eigentlich relativ gut mit den Leuten unterhalten können, und alle haben verstanden, was ich gemeint habe.“

Eveline: „Also hättest du jetzt auch keine Hürden bezüglich Kultur oder Verhaltensweisen und sowas?“

Miriam: „Ja, eher die Kultur als die Sprache würde ich sagen. Also weil… man kann sich vielleicht ausdrücken, aber das heißt ja lange nicht, dass sie einen verstehen zwecks der Denkweise.“

Eveline: „Und würdest du sagen, dass du – also für dich persönlich – eher der anpassungsfähige Typ bist, oder doch lieber viele Werte für dich behälst, und dich dann einfach nur parallel zur Gesellschaft bewegst?“

Miriam: „Ich glaube, dass ich da relativ anpassungsfähig bin, weil das ist ja hier auch schon nicht so … deutsch. Genau, also dass man auch lernt sich hier anzupassen.“

Eveline: „Okay, und wie wäre das jetzt zum Beispiel im außereuropäischen Ausland? Angenommen Indien oder China?“

Miriam: „Ich glaube das ist dann eher ein Problem, weil die auf Grund ihrer… allein wenn man auf die Religion sieht, weil das Christentum ist ja dann eher so… bezogen auf Mitmenschlichkeit, und Indien eher stark auf das Meditieren und nach Innen bezogene ähm… daran orientieren die sich. Ich glaube schon, dass ich da auf persönlicher Ebene manchmal Meinungsverschiedenheiten mit den Leuten kriegen würde. Und dann muss man dann schon auf jeden Fall Verständnis zeigen, weil jeder kennts so, wie er aufgewachsen ist, und da kann man auch nicht aus seiner Haut, und muss einfach Verständnis zeigen.“

Eveline: „Ja. Okay, ähm, wir hatten ja vorhin gesagt, dass du Materialwissenschaften studierst.“

Miriam: „Mhm.“

Eveline: „Und da gab es ja auch diesen internationalen Master. Gäbe es jetzt für dich zum Beispiel die Möglichkeit bereits im Bachelor-Studium einfach auf eigene Hand ein Auslandssemester zu machen?“

Miriam: „Ich müsst bloß zum Auslandsamt gehen und das beantragen, mich rechtzeitig bewerben und dann mal sehen ob ich über ERASMUS oder so einen Platz kriege.“

Eveline: „Also es ist eher easy. Also man geht da einfach hin, und das ist ja von dir aus.“

Miriam: „Ja, also ich denke, wenn man da genügend Engagement zeigt und…“

Eveline: „Okay, und da bekommt man auch genügend Unterstützung?“

Miriam: „Ja, das auf jeden Fall.“

Eveline: „Okay. Ahm… genau, und kennst du persönlich viele Kommilitonen, die gerne ins Ausland gehen würden? Also sei es jetzt Auslandssemester oder später eben Arbeitstätigkeit?“

Miriam: „Also zur Arbeitstätigkeit nicht, aber zumindest mal Auslandssemester wollen viele machen. Einer geht jetzt dann im… April nach Japan. Es gibt auch Leute, die dann zum Beispiel zum Master wo anders hin wollen. Nach England weiß ich zum Beispiel von jemandem.“

Eveline: „Alles klar. Ähm. Und hast du persönlich schon mal selber… also gehört, dass es an der Universität eben Kurse für interkulturelle Grundlagen etc. gibt? Oder hast du vielleicht sogar schon einmal selbst einen Kurs besucht? Miriam: „Hmm, nein, davon habe ich noch nichts gehört.“ (lächelt)

Eveline: „Okay. Ja gut, vielleicht ist es eben dann doch wegen deinem Studiengang, weil er eben sehr naturwissenschaftlich ist. Und ich denke, in Europa und vor allem Deutschland ist man mit Naturwissenschaften ziemlich gut aufgehoben.“

Miriam: „Ja, genau.“


Interview mit Florian

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Student an der Hochschule Anhalt

Eveline: „So. Hallo Florian!“

Florian: „Hi.“

Eveline: „Ich habe dir ja schon gesagt, dass es eben um unsere Studie geht, ob deutsche Universitäten tatsächlich besser auf eine internationale Arbeitstätigkeit vorbereiten als chinesische. Und ähm, da wollte ich dich erst einmal fragen: Wo und was studierst du denn?“

Florian: „Ähm. Lebensmitteltechnologie, Bachelor in Köthen, Sachsen-Anhalt.“

Eveline: „Sachsen-Anhalt.“(…)

Eveline: „Okay, und was sind so die Hauptziele von deinem Studiengang? Also ich meine, Lebensmitteltechnologie erklärt sich ja eigentlich von alleine. Aber jetzt einfach speziell, wenn du zum Beispiel einem Studieninteressierten erzählen müsstest, was du denn da so machst.“

Florian: „Achso. Ja, das ist ein eigentlich ziemlich breit gefächertes Fach. Also wir kriegen wirtschaftliche Grundlagen beigebracht, von der Personalführung über Kalkulationsrechnung und Statistik… über hmm. Ja, auch soziale Kompetenzen, also ein bisschen Management auch. Wie man mit Arbeitern und Angeboten gegenüber von anderen Firmen umgeht. Und eben auch einen starken chemischen Schwerpunkt, bzw. lebensmitteltechnologischen Schwerpunkt eben für die Produktion von… ja Lebensmittelgütern bzw. Kosmetika oder auch Waschmittel.“

Eveline: „Mhm. Okay, nicht schlecht.“

Florian: „Und es ist ehm, später bereitet es eben mehr oder weniger darauf vor in einen Lebensmittel-, Kosmetik- oder eben hmm… irgendwie Waschmittelbetrieb. Also alles was eigentlich mit dem direkten Konsum am menschlichen Organismus zu tun hat. Um eben wirklich sicherzustellen, dass die Produkte, die man für den menschlichen Verzehr leistet, sicher und geeignet sind. (…) Wir versuchen auch, weil Deutschland eben seit 2001 glaube ich in der EU europäisches Recht umsetzen muss, eben in deutschen Unternehmen auch die Gefahrenanalysen und Sicherheitskonzepte der EU umzusetzen und zu vereinheitlichen innerhalb von Europa.“

Eveline: „Okay. Äh, ja. Also ich muss gerade ehrlich sagen, dass ich etwas verwundert bin. Weil wenn ich persönlich einfach den Titel von dem Studiengang höre, denke ich, dass es sich eben hauptsächlich um ein chemisches und naturwissenschaftliches Fach handelt. Aber ihr bekommt ja dann doch relativ viele Kenntnisse vermittelt im Bereich des Personalmanagements, und anscheinend auch Soft Skills. Ahm, würdest du dann auch von dir aus sagen, dass du eine gute Vorbereitung für eine internationale Tätigkeit bekommst?“

Florian: „Also, doch eigentlich durchaus. Also selbst habe ich jetzt nicht großartig vor in absehbarer Zeit ins Ausland zu gehen. Ich versuche jetzt eben erst einmal eine Arbeitsstelle in Deutschland zu finden, die auch zu meiner Ausbildung passt. Es gibt aber eben durchaus viele Leute, die Lebensmitteltechnologie studieren – auch in Köthen – und dann ins Ausland gehen. Wir haben eine Partneruniversität in China, und ein Drittel bzw. ein Viertel unserer Studenten – das ist natürlich abhängig von den Jahrgängen – sind Chinesen. Die kommen eigentlich schon seit ziemlich langer Zeit nach Köthen (…), weil der Standort eben auch schon zu DDR-Zeiten bestanden hat.“

Eveline: „Und ähm, beherrschen denn die Chinesen die deutsche Sprache dann bereits bei ihrer Ankunft gut oder erlernen sie dann erst hier?“

Florian: „Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich nicht besonders viel mit Chinesen zu tun. Meistens sprachen sie extrem schlecht Deutsch, bzw. sind sie auch viel unter sich. Sie haben auch praktisch ein ganzes Wohnheim für sich, in dem eigentlich nur Chinesen wohnen. Sie müssen auch gar nicht großartig Deutsch sprechen, weil es eben auch viele Unterlagen auf Chinesisch gibt, die auf ihren Studiengang ausgerichtet sind. Natürlich haben sie auch Deutsch-Kurse in Köthen. Also sie sollten schon Kenntnisse in Deutsch und Englisch mitbringen, so ist es nicht. Sie sollten sich ja auch einigermaßen selbst zurecht finden, einkaufen, sich mit Ämtern herumschlagen. Klar, es gibt auch Ausnahmen und Chinesen, die ziemlich gut Deutsch sprechen, aber das ist nur sehr, sehr selten. Und Englisch… naja, da happerts auch bei vielen. Also sie können größtenteils nur Chinesisch."

Eveline: „Also sie werden schon auf jeden Fall gut aufgefangen?“

Florian: „Ja, klar. Also hier strandet kein Chinese und kommt nicht weiter. (…)“

Eveline: „Und habt ihr an eurer FH dann praktisch überwiegend nur Chinesen, oder auch Studierende aus anderen Ländern?“

Florian: „Also ähm… die Hochschule Anhalt, an der ich studiere, ist ein Dreier-Campus. Er teilt sich auf drei Stätte auf: Dessau, Bernburg und Köthen – alle in Sachen-Anhalt. Und hier in Köthen werden vor allem ingenieurswissenschaftliche Tätigkeiten gelehrt, ehm… eben allen voran Biowissenschaften, Prozesstechnik und Informatik sind in Köthen vertreten (…). Und die meisten ausländischen Studierenden sind tatsächlich Chinesen. Es gibt auch welche aus dem südostasiatischen Raum… Thailand und den Philippinen. Viele auch aus Nordafrika. Ehm, französische Austauschprogramme gibt es auch. Ich glaube ein paar Amerikaner waren auch einmal hier. Auf jeden Fall englischsprachige auch. Ja und dann eben auch ein paar russische Studenten. Das hat in Köthen dann natürlich auch Tradition, dass dann mehr oder weniger ehemalige sozialistische Staaten noch einen relativ guten Kontakt zur Hochschule Köthen haben (…).“

Eveline: „Alles klar. Okay, und du hast ja auch gemeint, dass es eben auch verschiedene Austauschprogramme gibt. Ist für deinen Studiengang auch ein Auslandssemester oder Praktikum vorgeschrieben?“

Florian: „Also in meinem jetzt konkret nicht. Ich wüsste aber von ein paar Kommilitonen auch aus anderen Fachbereichen, dass bei ihnen ein Auslandssemester vorgeschrieben, bzw. erwünscht ist. Und viele nehmen eben auch die Chance wahr. Also ich kenne einen, der war jetzt ein Semester lang in Irland in seinem Fachbereich. Also… und ähm, also bei uns ist es nicht zwingend (…).“

Eveline: „Okay. Und wenn jetzt zum Beispiel ein Kommilitone von dir ins Ausland geht – was könnten dann hauptsächlich seine Beweggründe sein?“

Florian: „(…) Eventuell könnte es bei uns Gründe haben, dass man EU-Verordnungen, bzw. das große Hygiene-Paket, das verabschiedet wurde, in einzelnen anderen Staaten umgesetzt wurde, und wie der Stand der Entwicklung dort ist. Aber ich muss auch sagen Lebensmitteltechnologie ist in Deutschland eine wirklich sehr wissenschaftliche, sehr analytische und wirklich auch sehr gut qualifizierter Studiengang ist, der auch in anderen Ländern nicht so auf diesem hohen Niveau angeboten wird. Und deswegen ist es dann auch eher abzuraten aus einem Land mit einem so hohen Technologie-Standard, bzw. Lehrmöglichkeiten dann ins Ausland zu gehen (…).“

Eveline: „Okay. Und wenn wir uns speziell dann deine Hochschule ansehen… Also du hast ja auch schon viel gesagt über Kooperationen mit Partneruniversitäten. Wie sieht es dann mit der Unterstützung aus, wenn ein Studierenden dann eben ins Ausland gehen möchte? Also dass er sich dann eben auf eigene Hand für ein Semester im Ausland entscheidet, und sagt „Joa, ich möchte mir einmal das Studium in Norwegen anschauen, wie es da so abläuft.“ Wie würde das dann aussehen?“

Florian: „Ja, das würde dann so ablaufen, dass man sich zuerst einmal in der Abteilung für studentische Angelegenheiten meldet, und ehm, mit einem Berater ein kleines Gespräch veranlasst, was man für Vorstellungen hat, was man studiert, usw. Wie man sich anmelden kann, wie man sich verschiedene Prüfungen anerkennen lassen kann (…). Meines Erachtens gibt es dann auch ein Auslandsamt, das dann auch Tipps gibt, wenn man ins Ausland geht. Also vor allem in Visa-Fragen, Austauschprogramme etc.“

Eveline: „Mhm. Okay. Ahm, wie würde es dann aussehen mit Sprachkursen? Also ist bei dir an der FH oder allgemein eben auf den einzelnen… äh… was ist denn die Mehrzahl von Campus?“

Florian: „Ähm. Ja. Camp…ja…“ (Gelächter)

Eveline: „Ja, auf jeden Fall auf den einzelnen Hochschulstandorten… das Fremdsprachenangebot. Wie ist es da ausgebaut?“

Florian: „Also bei uns ist im Studiengang eine Fremdsprache Pflicht – soweit ich weiß Englisch. Das wird bei uns schon in den ersten zwei Semestern geprüft und dann eben auch Vorlesungen gehalten (…). Also zum Beispiel für den Biotechniker wird auch das englische Fachvokabular angeboten (…). Dann kann man noch wahlweise eine zweite Fremdsprache hinzufügen, also zum Beispiel Französisch. Es werden auch Chinesisch-Kurse gegeben, und da wird auch unterschieden zwischen „Chinesisch für Anfänger“, wo erst einmal die groben Grundlagen gegeben werden. Also ehm… ein Stück weit auch chinesische Kultur und die Mentalität, die natürlich ganz anders ist, damit man sich bei irgendwelchen Besprechungen im Ausland schon einmal keinen Fauxpas leistet, oder den gegenüber beleidigt.“

Eveline: „Also eben auch interkulturelle Kompetenzen vermittelt?“

Florian: „Jaja, genau! Ja also, da wird die Kultur gelehrt, und erstmal das Standard-Vokabular, dass dann eben auch die Grammatik ganz anders aufgebaut ist als eine indogermanische Sprache. Dann gibt es noch später für höhere Semester „Chinesisch für Fortgeschrittene“. Da geht es dann schon mehr ans Eingemachte (…).“

Eveline: „Okay, cool. Ahm, angenommen du würdest dich jetzt doch ganz spontan dazu um entscheiden ins Ausland zu gehen… Oder, aus welchen Gründen auch immer, später eben im Ausland zu arbeiten. Hättest du da neben der Sprache irgendwelche Bedenken? Sei es jetzt eben in Bezug auf die Kultur, etc. Also, würdest du von dir sagen, dass ahm… du als EU-Bürger eben Probleme damit hättest zurechtzufinden? Oder bist du dann doch eher der anpassungsfähigere Typ?“

Florian: „Also ich persönlich bin schon relativ anpassungsfähig. Aber selbst habe ich jetzt eher weniger Motivation innerhalb meines Studiums einen Teil im Ausland zu verbringen (…). Nach meinem Studium eventuell. Aber ich versuche erst einmal hier in Deutschland einen Job zu finden.“

Eveline: „Ja gut, aber angenommen dein Chef möchte dich ins Ausland entsenden, zum Beispiel nach Indien oder China, um eben ein paar Jahre mit den Leuten dort zusammen zu arbeiten, und um zu gucken, wie die halt so sind, und wie sich der Standard mittlerweile so entwickelt hat. Wäre das für dich ein Problem?“

Florian: „Also ich denke, dass man da schon relativ gut vorbereitet wird, wenn man das dann tatsächlich will. Wenn ich muss, würde ich es schon machen. Aber über mehrere Jahre hinweg wäre das nichts für mich. Meine derzeitige Meinung dazu.“

Eveline: „Würde dir die Kultur Probleme bereiten? Oder das Umfeld, das sich dann doch sehr stark verändert hat?“

Florian: „Also ich denke schon, dass ich einige Sachen von der deutschen Kultur vermissen werde, die dann im Ausland nicht, oder selten gegeben sind. Vor allem auch in der Industrie, zum Teil auch das Wissen der Mitarbeiter. Einem deutschen Mitarbeiter muss man nicht großartig erzählen, was unter Hygiene zu verstehen ist. Kulturell… hmm, sicherlich auch. Zum Beispiel Pünktlichkeit, Sorgfalt, die vor allem auch in meiner Branche wichtig ist. Also Pünktlichkeit, Präzision, Sauberkeit, und wirklich eine Garantie, dass man sauber arbeitet, dass die Höchstgrenzen eingehalten werden, und eine gute Qualität vorhanden ist (…).“

Eveline: „Sprichst du selber mehrere Sprachen?“

Florian: „Also ich habe auf einem bayerischen Gymnasium Englisch natürlich belegt. Und Latein bis zum Abitur. Also es ist vielleicht eine gute Grundlage, um romantische Sprachen, zum Beispiel Französisch, Italienisch oder Spanisch zu lernen. Aber selbst… neben Englisch könnte ich nur Latein mitzählen. Altgriechisch hatte ich mal als Kurs, aber… (Gelächter) naja.“

Eveline: „Warst du persönlich schon oft im Ausland? Also sei es jetzt privat, oder eben von der Schule aus? Irgendwelche Austauschmöglichen?“

Florian: „Also an meinem Gymnasium wurden durchaus Austauschprogramme mit Schottland und Frankreich angeboten. Meine Schwester hat auch beide wahrgenommen. Ich war auch öfter mal im Urlaub, zum Beispiel in Italien (…).“

Eveline: „Okay. Und deine Schwester, spricht sie dann praktisch auch Englisch und Latein, oder hat sie sich für eine andere Kombination in der Schule entschieden, oder entscheiden können?“

Florian: „Ne, also, meine Schwester hatte Französisch zu Englisch zusätzlich. Italienisch-Kurs hat sie auch einmal belegt, der eben wahlweise angeboten wurde. Joa, und meine Schwester die war auch in Schottland, London, Frankreich, Kroatien, joa… Italien natürlich auch. Also sie hat auch viele Austauschprogramme wahrgenommen.“

Werden die Anforderung des internationalen Arbeitsmarktes im Studium berücksichtigt?

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Rolle der Lehr- und Prüfungsmethoden

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Wie bereits zu Beginn dieses Artikels festgestellt, werden auf dem internationalen Arbeitsmarkt neben der beruflichen Fachkompetenz sowohl interkulturelle Kompetenzen, als auch besondere persönliche Fähigkeiten und Fertigkeiten benötigt. Die Gegenüberstellung der Lehr- und Lernsysteme deutscher und chinesischer Universitäten und Hochschulen ließ erkennen, dass in China nach wie vor nach den Methoden des Frontalunterrichts vorgegangen wird, und die Studierenden sich den Stoff von den Lehrenden vortragen lassen, ihn sorgfältig lernen, und in den schriftlichen Prüfungen wieder akkurat präsentieren. Anders als an deutschen Universitäten und Hochschulen besteht die Prüfung am Ende des Semesters nur aus einer schriftlichen Klausur, und nicht wahlweise aus Präsentationen oder Hausarbeiten. Diese Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass den Studierenden kaum Freiraum zur kreativen Entfaltung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten geboten wird, und sie das eigenständige Arbeiten eher überfordert. Die Wirkung des landesspezifischen Lehrsystems hat folglich gravierende Auswirkungen auf die Entfaltung der Persönlichkeit, und dient damit letztendlich als Antwort auf die Frage, ob die Anforderungen des internationalen Arbeitsmarkts im Studium berücksichtigt werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass es chinesischen Hochschulabsolventen zunächst sehr schwer fällt, eigenständig, kreativ und nach freier Zeiteinteilung zu arbeiten, da sie es in ihrer Ausbildung hauptsächlich nicht gewohnt waren, ihr Leben selbst zu strukturieren, und größtenteils nur nach Vorgaben gehandelt haben.


Erkenntnisse aus den Leitfadeninterviews

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Aus den Leitfadeninterviews mit den chinesischen Studierenden ging unter anderem hervor, dass sie – natürlich je nach Provinz und Qualität der Universität – ihr Wissen über andere Kulturen und Bräuche erst an der Hochschule erworben haben, oder durch das Internet, bzw. im Allgemeinen durch die Medien. In der Schule eignen sich chinesische Schülerinnen und Schüler Grundkenntnisse in der englischen Sprache an, die sie dann unabhängig von ihrem Studienfach in den ersten beiden Jahren ihrer Hochschulausbildung weiterlernen und vertiefen. Nach Angaben unserer Interviewpartnerinnen Zhengwen und Qi sind die englischen Sprachkenntnisse danach allerdings „nicht so gut“, und sie sprechen die englische Sprache „nur ein bisschen“. Diese Vermutung fand im Leitfadeninterview mit Florian Bestätigung, da in seinem Studiengang viele Kommilitonen aus China stammen, und ihre Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch sehr schwach ausgebaut sind. Auffällig ist auch die Tatsache, dass chinesische Studierende nicht die Möglichkeit haben selbstständig ein Semester im Ausland zu studieren und erfahrungsgemäß von ihren Hochschulen keine Unterstützungen bekommen, wie es zum Beispiel in Deutschland durch akademische Auslandsämter an Universitäten üblich ist. Diese Begrenzung der Sprachfertigkeiten, wie sie sich aus dem Vergleich mit deutschen Studierenden ergibt, erschwert auch in diesem Punkt den chinesischen Hochschulabsolventen den Zugang zu einer international ausgerichteten Tätigkeit.


Einschränkungen durch die Hochschulen in China

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Eine weitere Einschränkung erfolgt durch den strikten Stundenplan, der für jeden Studiengang von einer Hochschule geregt wird. Zwar werden verschiedene Sprachkurse an der Universität angeboten, allerdings werden diese nur von Studierenden der jeweiligen Sprache besucht. Einen Sprachkurs aus eigener Initiative zu besuchen gestaltet sich sehr schwierig, da der Stundenplan ohnehin überfüllt ist. Dies schränkt sie erneut enorm in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit ein, da sie sich weder neue Sprachkenntnisse aneignen können, noch einen wertvollen Austausch kultureller Güter erfahren. An diesen Feststellungen lässt sich vorerst allgemein sagen, dass das deutsche Hochschulsystem ihre Studierenden wesentlich besser auf eine internationale Arbeitstätigkeit im Ausland vorbereitet, als das chinesische Hochschulsystem.


Förderung an deutschen Universitäten auch ohne Studienbezug

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Im Rahmen des Bologna-Prozesses erfolgte eine Angleichung des deutschen Hochschulsystems an das amerikanische Hochschulsystem, sodass sich die Abschlussgrade nicht mehr allzu sehr voneinander unterscheiden. Dies stellt für Absolventen deutscher Hochschulen natürlich einen weiteren Vorteil dar. Die Leitfadeninterviews mit deutschen Studierenden wurden ausschließlich mit solchen getätigt, die einen Studiengang gewählt haben, der vergleichsweise zu Kultur- und Sprachwissenschaften eher wenig Zugang zu Sprachen und interkulturellen Kompetenzen besitzt. Dennoch ging deutlich hervor, dass in jedem Studiengang – sei es Architektur, Materialwissenschaften oder Lebensmitteltechnologie – durch fachspezifisches Vokabular und Vorlesungen auf Englisch eine Brücke zum internationalen Austausch gebaut, und somit Fachkompetenz vermittelt wurde. Ebenso berichteten die Studierenden, dass das akademische Auslandsamt sie jederzeit bei einem Vorhaben ein Auslandssemester aufzunehmen, durch das Vorstellen von verschiedenen Kooperations- und Austauschprogrammen unterstützen würde.


Fazit

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Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das deutsche Bildungs- und Hochschulsystem auf Grund des vermehrten schülerorientierten Unterrichts den Heranwachsenden die Möglichkeit bietet selbstständig, kreativ und unabhängig zu arbeiten. Diese Voraussetzungen dienen als fruchtbare Grundlage für die Aneignung und Entfaltung von Fähigkeiten, die eine internationale Arbeitstätigkeit von einem Hochschulabsolventen fordert: Eigeninitiative, Motivation, Führungsqualitäten, Flexibilität, Organisationstalent und Problemlösefähigkeit. Das Erlernen einer ersten Fremdsprache ist - genauso wie in China - in jeder weiterführenden Schulart Pflicht, jedoch erlernen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums noch eine zweite Fremdsprache, und haben im Rahmen eines sprachlichen Zweigs auch die Möglichkeit ab der 10. Klasse eine dritte Fremdsprache "spätbeginnend" zu erlernen. Die Sprachkurse an der Universität stehen allen Studierenden unabhängig von ihrem Studienfach zur Verfügung, und bilden durch die eingebundene Vermittlung von kulturellen Gütern eine erste Grundlage für kulturelle Sensibilität.


Ausblick

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Seit dem Jahr 1996 bemüht sich die chinesische Regierung im Rahmen des "211-Projekts" und des "985-Projekts" rund 100 Spitzenhochschulen finanziell derart zu unterstützen, dass ihre Qualität hinsichtlich der Ausbildung, Forschung und Verwaltung höchstes internationales Niveau erreicht. Zu diesen Universitäten gehören unter anderem die Beijing Foreign Studies University und die East China Normal University in Shanghai.

Quellenangaben

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Literatur

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  • Bloehmer, Vera (2009): Karriere im Ausland: Chancen und Risiken: So treffen Sie die richtige Entscheidung. Walhalla Fachverlag, Regensburg, S. 11 - 39
  • Obendieck, Helena; Schulte-Overberg, Ulrike (2008): DAAD-Studienführer China. Bertelsmann Verlag, Bielefeld, S. 50 - 75
  • Corinta, Kai S.; Baumert, Jürgen; Leschinsky, Achim; Mayer, Karl Ulrich; Trommer, Luitgard (Hrsg.) (2008): Das Bildungswesen der Bundesrepublik Deutschland. Strukturen und Entwicklungen im Überblick. Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg, S. 618 - 625
  • Diekmann, Edith; Fang, Jieyan (2008): China Knigge. Business und Interkulturelle Kommunikation. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München, S. 153 - 176
  • Haas, Carola (2012): Wie lernen Unternehmen aus dem Auslandsaufenthalt ihrer Expatriates? LIT Verlag Dr. W. Hopf, Berlin, S. 6 - 8
  • Kranjc, Marco (2011): Im Ausland leben für Dummies. Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, S. 35 - 38
  • Li, Chunxiao (2010): Das Konsumverhalten deutscher und chinesischer Studenten - Eine kulturvergleichende Studie. Peter Lang GmbH Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main, S. 217 - 238
  • Müthel, Miriam (2006): Erfolgreiche Teamarbeit in deutsch-chinesischen Projekten. Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, S. 99 - 100
  • Nolda, Sigrid (2008): Einführung in die Theorie der Erwachsenenbildung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), Darmstadt, S. 24 - 26, S. 44 - 45, S. 88 - 92
  • Siebert, Horst (2006): Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung. Didaktik aus konstruktivistischer Sicht. 5. überarbeitete Auflage. ZIEL – Zentrum für interdisziplinäres erfahrungsorientiertes Lernen GmbH, Augsburg, S. 14 - 18


Internetquellen

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IPK im WS 2013/14

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Name Studiengang vhb Wiki Thema Forschungsland Homepage Video abgeschlossen
Kursleiterin Eva Sondershaus, M.A. Eva Sondershaus
Spaderna Sabrina LA GS DaF/DaZ Sabrina Spaderna
Peiding Wang BA, DaF/DaZ wangpeiding
Ruppel Eveline BA DaF/DaZ Eveline Ruppel
Friedl Stefanie LA GS DaF/DaZ Stefanie Friedl
Schmitt Johanna BA Ger,DaZ/DaF Schmitt Johanna
Wessely Julia BA DaF/DaZ Julia Wessely
Schauer Teresa LA HS DaF/DaZ Teresa Schauer
Turmanidze Salome BA DaF/DaZ Turmanidze Salome
Shuyun Kong BA Daf Shuyun Kong
Maryna Franchuk BA DaF/DaZ Maryna Franchuk
Lilly Steiglechner LA GS DaF/DaZ Lilly Steiglechner
Sarah Schmid BA DaF/DaZ Philosophie Sarah Schmid
Yvonne Wagenbrenner LA GS, Erw., DaF/DaZ Yvonne Wagenbrenner
Nakhjavan-Hammada Narjes BA DaF/DaZ, Philosophie Narjes Hammada
Alpaslan Tugce LA HS, DAF/DAZ Alpaslan Tugce
Julia Hawuka BA DaF/DaZ Julia Hawuka
Amelie Kraus BA DaF/DaZ Schulpädagogik Amelie Kraus
Stefanie Mayr BA DaF/DaZ Stefanie Mayr
Baltaci Funda LA HS, DaF/DaZ Funda Baltaci
Eladio Saura Estrada BA DaF/DaZ, Ibero Romanistik Eladio Saura Estrada
Dietz Laura BA HF Kunstpädagogik/ NF DaF/DaZ Laura Dietz
Idylle Dominique Chembou De Tsoutezo BA HF DAF DAZ/ NF VWL Idylle Dominique Chembou De Tsoutezo