Differenzierbarkeit/R/Existenz und Stetigkeit der partiellen Ableitungen impliziert Differenzierbarkeit/Fakt/Beweis
Indem wir durch eine eventuell kleinere offene Umgebung von ersetzen, können wir annehmen, dass auf die Richtungsableitungen
existieren und in stetig sind. Daher ist nach Fakt die lineare Abbildung
der einzige Kandidat für das totale Differential. Daher müssen wir zeigen, dass diese lineare Abbildung die definierende Eigenschaft des totalen Differentials besitzt. Setze (abhängig von ). Dann gelten mit dem Ansatz
(für hinreichend klein) die Abschätzungen
Wir betrachten jeden Summanden einzeln. Für fixiertes ist die Abbildung (die auf dem Einheitsintervall definiert ist)
differenzierbar (aufgrund der Existenz der partiellen Ableitungen auf ) mit der Ableitung
Nach der Mittelwertabschätzung existiert eine reelle Zahl
sodass (dies ist die Norm von )
gilt. Aufsummieren liefert also, dass unser Ausdruck nach oben beschränkt ist durch
Da die partiellen Ableitungen stetig in sind, wird die Summe rechts mit beliebig klein, da dann gegen konvergiert. Also ist der Grenzwert für gleich .