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Diskrete Bewertungsringe/Charakterisierung/1/Fakt/Beweis

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Beweis

(1)(2) folgt direkt aus der Definition.

(2)(3) folgt aus Fakt.

(3)(4) folgt aus Fakt.

(4)(5). Es sei f𝔪, f0. Dann ist R/(f) ein noetherscher lokaler Ring mit nur einem Primideal (nämlich 𝔪~=𝔪R/(f)). Daher gibt es nach Fakt ein  n  mit  𝔪~n=0.  Zurückübersetzt nach R heißt das, dass  𝔪n(f)  gilt. Wir wählen n minimal mit den Eigenschaften

𝔪n(f) und 𝔪n1⊈(f).

Wähle g𝔪n1 mit g∉(f) und betrachte

h:=fgQ(R)

(es ist g0). Das Inverse, also  h1=gf,  gehört nicht zu R, sonst wäre  g(f).  Da R nach Voraussetzung normal ist, ist h1 auch nicht ganz über R. Nach dem Modulkriterium Fakt für die Ganzheit gilt insbesondere für das maximale Ideal  𝔪R  die Beziehung

h1𝔪⊈𝔪.

Nach Wahl von g ist aber auch

h1𝔪=gf𝔪𝔪nfR.

Daher ist h1𝔪 ein Ideal in R, das nicht im maximalen Ideal enthalten ist. Also ist  h1𝔪=R.  Das heißt einerseits  h𝔪  und andererseits gilt für ein beliebiges  x𝔪  die Beziehung  h1xR,  also  x=h(h1x),  also  x(h)  und somit  (h)=𝔪

(5)(1). Sei  𝔪=(π).  Dann ist π ein Primelement und zwar bis auf Assoziiertheit das einzige. Es sei fR, f0 keine Einheit. Dann ist  f𝔪  und daher  f=πg1.  Dann ist g1 eine Einheit oder  g1𝔪.  Im zweiten Fall ist wieder  g1=πg2  und  f=π2g2

Wir behaupten, dass man  f=πku  mit einem  k  und einer Einheit u schreiben kann. Andernfalls könnte man  f=πngn  mit beliebig großem n schreiben. Nach Fakt gibt es ein  m  mit  (πm)=𝔪m(f).  Bei  nm+1  ergibt sich  πm=af=aπm+1b  und der Widerspruch  1=abπ

Es lässt sich also jede Nichteinheit 0 als Produkt einer Potenz des Primelements mit einer Einheit schreiben. Insbesondere ist R faktoriell. Für ein beliebiges Ideal  𝔞=(f1,,fs)  ist  fi=πniui  mit Einheiten ui. Dann sieht man leicht, dass  𝔞=(πn)  ist mit  n=mini{ni}