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Ebene algebraische Kurven/Schnittmultiplizität/Charakterisierung Transversaler Schnitt/Fakt/Beweis

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Beweis

Es sei  R=K[X,Y]𝔪  der lokale Ring zum (Null-)Punkt P in der Ebene. Es sei zunächst der Schnitt als transversal vorausgesetzt. Dann sind insbesondere beide Kurven in P glatt, und  B=R/(F)  ist nach Fakt ein diskreter Bewertungsring. Da die Tangenten verschieden sind, können wir annehmen, dass die Tangente an V(F) durch V(Y) und die Tangente an V(G) durch V(X) gegeben ist. Nach dem Beweis zu Fakt ist dann X eine Ortsuniformisierende von B. Da G die Form G=X+H mit H𝔪2 hat, ist G ebenfalls eine Ortsuniformisierende in B und daher ist  B/(G)=K.  Daher ist die Schnittmultiplizität eins.

Für die Rückrichtung folgt aus Fakt, dass die Multiplizität der beiden Kurven in P eins sein muss und daher beide Kurven in P glatt sind. Nehmen wir an, dass die Tangenten übereinstimmen. Dann können wir annehmen, dass sowohl F als auch G die Form Y+ Terme von größerem Grad besitzen. Man kann die Idealerzeuger (F,G) durch (F,FG) ersetzen, und dabei ist  FG𝔪2.  Dann erzeugt aber FG in  B=R/(F)  nicht das maximale Ideal, und die Schnittmultiplizität kann nicht eins sein.