Kurs:Entwicklung eines Datenbanksystems/ERM/Uebung2

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Bank[Bearbeiten]

Die Managerin einer neu gegründeten Bank beauftragt Sie mit der Erstellung eines Datenmodells. Ihnen liegt folgender Ausschnitt aus der Besprechung mit der Managerin vor:

In meiner Bank gibt es mehrere Filialen, von denen ich das Eröffnungsdatum, Telefonnummer und die Adresse wissen will. Jede Filiale hat eine Bankleitzahl, einen Filialleiter und mehrere andere Mitarbeiter, von denen die üblichen Daten inklusive Sozialversicherungsnummer gespeichert werden sollen. Mitarbeiter sind immer einem anderen Mitarbeiter unterstellt, Ausnahme bin nur ich selbst, ich habe keinen Vorgesetzten.

Des Weiteren müssen alle Kunden in der Datenbank gespeichert werden. Kunden können entweder Personen oder Firmen sein. Neben dem Namen muss ich hier unbedingt die Rechnungsadresse kennen. Auch eine Telefonnummer und ggf. das Geburtsdatum sind nötig, sowie bei Firmen die Ansprechperson.

Kunden können in einer Filiale entweder Giro- oder Sparkonten eröffnen. Diese bekommen dann eine neue ISBN und werden ab diesem Zeitpunkt von einem Mitarbeiter der Filiale betreut. Für jedes Konto gibt es einen Habens- und Sollzinssatz. Außerdem möchte ich sofort erkennen, wie hoch der Guthabensstand eines Kontos ist. Für Girokonten verlangen wir eine Kontoführungsgebühr.

Auf den Konten können nun Buchungen durchgeführt werden. Hier ist wichtig, dass zwischen Auftragsdatum und Buchungsdatum - das ist der zweite Werktag nach dem Auftragsdatum - unterschieden wird. Auch muss natürlich der Betrag der Buchung sofort ersichtlich sein. Es gibt verschiedene Arten von Buchungen: Überweisungen, bei denen der Betrag von einem Konto auf ein anderes überwiesen wird - entweder innerhalb unserer Bank oder zu einer anderen Bank. Wird an eine andere Bank überwiesen, so verlangen wir eine Bearbeitungsgebühr. Des weiteren gibt es Bareinzahlungen und Barabhebungen, die entweder am Bankschalter oder am Bankomat durchgeführt werden. Und schlussendlich gibt es noch die Zinsbuchungen, bei denen die Habenszinsen gutgeschrieben bzw. die Sollzinsen abgebucht werden. Wichtig ist, dass für Sparkonten nur Buchungen mit positivem Betrag bzw. Barbehebungen erlaubt sind. Es darf nie mehr behoben werden, als am Konto verfügbar ist.

Zusätzlich zu den Buchungen sollen Kunden auch Daueraufträge anlegen können. Diese sind im Wesentlichen gleich wie normale Überweisungen, sie treten allerdings in gewissen Intervallen immer wieder auf und enden erst zu einem bestimmten Datum.


Applications-office.svg
Aufgabe: Aufgabe
  1. Modellieren Sie grafisch die Entitäts- und Beziehungstypen und geben Sie die Schlüsselattribute sowie alle sonstigen im Text erwähnten Attribute an.


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Hinweis: Anmerkungen

Da die Managerin der Bank nicht wissen kann, welche Informationen für ein Datenbankmodell relevant sind, müssen Sie selbst sinnvolle Annahmen treffen (z.B. bei (Schlüssel-)Attributen und Funktionalitäten). Treffen Sie jedoch nur solche Annahmen, die nicht im Widerspruch zu der Beschreibung des Besitzers stehen.

Beachten Sie, dass manche Informationen nicht in ER-Diagrammen dargestellt werden können. Das heißt, dass in der Beschreibung auch Informationen enthalten sind, welche für Ihre Aufgabe irrelevant sind. Wenn Sie Informationen aus der Beschreibung weglassen, müssen Sie beim später begründen können, wieso es nicht möglich ist, diese umzusetzen!