Zum Inhalt springen

Kurs:Topologische Invertierbarkeitskriterien/Konvexe Mengen und Dreiecksungleichung

Aus Wikiversity

Einleitung

[Bearbeiten]

Diese Seite zum Thema Konvexe Mengen und Dreiecksungleichung kann als Wiki2Reveal Folien angezeigt werden. Einzelne Abschnitte werden als Folien betrachtet und Änderungen an den Folien wirken sich sofort auf den Inhalt der Folien aus. Dabei werden die folgenden Teilaspekte im Detail behandelt:

Zielsetzung

[Bearbeiten]

Diese Lernressource zu Konvexen Mengen und der Dreiecksungleichung in der Wikiversity hat das Ziel, den Zusammenhang zwischen konvexen Nullumgebungen und der Gültigkeit der Dreiecksungleichung für Minkowski-Funktionalen von konvexen Nullumgebungen herzustellen. Dabei wählt man im Folgenden zu einer Nullumgebung die Nullumgebung des Minkowski-Funktionals so, dass

.

Lemma - Dreiecksungleichung und Konvexität

[Bearbeiten]

Sei eine kreisförmige offene Nullumgebung, dann erfüllt das zugehörige Minkowski-Funktional genau dann die Dreiecksungleichung, wenn konvex ist.

Beweis

[Bearbeiten]

Der Beweis gliedert sich in zwei Teile:

  • (DUG1) eine offene konvexe Nullumgebung ist gegeben und dann erfüllt das zugehörige Minkowski-Funktional die Dreiecksungleichung.
  • (DUG2) ein Minkowski-Funktional zu einer offenen Nullumgebug erfüllt die Dreiecksungleichung, dann ist die Nullumgebung konvex.

Beweis (DUG1) konvexe Nullumgebung gegeben

[Bearbeiten]

In einem topologischen Vektorraum sei eine Nullumgebung konvex und es die Dreicksungleichung für das Minkowski-Funktional zu zeigen.

Beweis (DUG1.1) Konvexität von U

[Bearbeiten]

Da die Nullumgebung konvex ist, gilt die folgende Eigenschaft:

Dies bedeutet, dass für beliebige die Verbindungstrecke zwischen und ganz in liegt.

Beweis (DUG1.2) Definition des Minkowski-Funktionals

[Bearbeiten]

Für das Minkowski-Funktional gilt:

Nach Definition setzt man für ein beliebiges den Skalar und und es gilt bzw. . Also erhält man insbesondere auch

Beweis (DUG1.3) Abschätzung des Minkowski-Funktionals

[Bearbeiten]

Über die Division durch erhält in der Mengendarstellung eine Konvexkombination aus zwei Elementen aus .

Also liegt und es gilt .

Beweis (DUG1.4) Abschätzung des Minkowski-Funktionals

[Bearbeiten]

Damit erhält man die gesuchte Dreieckungleichung über die Kreisförmigkeit von bzw. die Homogenität von , denn es gilt:

Da beliebig gewählt war, erhält man die Dreiecksungleichung:

Beweis (DUG2) Dreiecksungleichung des Minkowskifunktionals erfüllt

[Bearbeiten]

Das Minkowski-Funktional erfüllt die Dreiecksungleichung. Zu zeigen ist nun, dass die kreiförmige Nullumgebung konvex ist. Man wählt dazu zwei beliebige Element .

Beweis (DUG2.1) Minkowski-Funktionals

[Bearbeiten]

In einem topologischen Vektorraum ist jede Nullumgebung absorbierend.Für das Minkowski-Funktional gilt nach Definition:

Man erhält also mit dem Minkowski-Funktional die kleinste untere Schranke eines positiven Skalars, der den Vektor gerade noch absorbiert. Das Infimum muss nicht angenommen werden (z.B. wenn auf dem Rand von liegt.

Beweis (DUG2.2) Konvexkombination für Minkowski-Funktional

[Bearbeiten]

Man wendet nun Konvexkombination auf das Minkowski-Funktional an und nutzt die Gültigkeit der Dreieckungleichung. Damit erhält man:

Also gilt mit der Ungleichung, dass , weil die obige Abschätzung .

Aufgaben für Lernende / Studierende

[Bearbeiten]
  • Zeigen Sie, dass das Minkowskifunktional einer nicht-konvexen Menge die Dreiecksungleichung verletzt, indem Sie eine Element außerhalb der nicht-konvexen kreisförmigen Nullumgebung als Konvexkombination von zwei Element aus der konvexen Nullumgebung darstellen und die Ungleichung zum Widerspruch führen.

Literatur/Quellennachweise

[Bearbeiten]


Siehe auch

[Bearbeiten]

Seiteninformation

[Bearbeiten]

Diese Lernresource können Sie als Wiki2Reveal-Foliensatz darstellen.

Wiki2Reveal

[Bearbeiten]

Dieser Wiki2Reveal Foliensatz wurde für den Lerneinheit Kurs:Topologische Invertierbarkeitskriterien' erstellt der Link für die Wiki2Reveal-Folien wurde mit dem Wiki2Reveal-Linkgenerator erstellt.