Kurs:Welterbe, Kulturgüterschutz und Kommunikation (Sommeruniversität 2016)/Arbeiten/Diskurs über das Welterbe Salzburg und der Verbauung des Rehrl-Platzes im Spiegel medialer Berichterstattung

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Dr.-Franz-Rehrl-Platzes in Salzburg

Die Bebauung des Dr.-Franz-Rehrl-Platzes in Salzburg ist für viele Salzburger zu einem Symbol für eine missglückte Stadtplanung geworden. Zugleich ist die Diskussion um die Bedrohung der Salzburger Altstadt als UNESCO-Welterbe durch den Neubau am Rehrl-Platz stark mit der Gegenwehr von Bürgern verbunden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Rehrl-Platz befindet sich am östlichen Rand der Salzburger Altstadt zwischen dem Kapuzinerberg und der Karolinen-Brücke. Die Salzburger Altstadt ist seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe und hat damit einhergehend bestimmte Verpflichtungen das altehrwürdige Stadtbild zu bewahren. Dies bedeutet, dass Neubauten in der Kernzone der Weltkulturerbe-Stadt sich dem einmaligen Bild anpassen müssen und nicht mit ihrem Aussehen, das Bild der historischen Altstadt stören dürfen. Ob die geplante Bebauung des Dr.-Franz-Rehrl-Platzes diesen Aspekt missachtet ist auch Gegenstand der medialen Berichterstattung in Salzburg gewesen.[1]

Medienlandschaft Salzburg[Bearbeiten]

Radio: Antenne Salzburg, Radio Salzburg, Radiofabrik, Welle 1 Zeitschriften: Apropos, Literatur und Kritik, Fachzeitschrift Geomechanik und Tunnelbau, SALZ Fernsehen: FS1, RTS Regionalfernsehen Salzburg, Servus TV Wochenzeitungen: Salzburger Fenster (gratis) Tageszeitungen: Salzburger Nachrichten Online: Salzburg24 Auch die Kronen-Zeitung hat einen Regionalteil und ein Teil der Redaktion sitzt in Salzburg. Dadurch nimmt die Kronen-Zeitung unter den überregionalen Tageszeitungen einen speziellen Platz ein.

Mediale Berichterstattung über die Bebauung des Dr.-Franz-Rehrl-Platzes[Bearbeiten]

In der folgenden Untersuchung wurde nur die Berichterstattung der Salzburger Nachrichten und des Online-Nachrichtenportals Salzburg24 in die Analyse einbezogen. Dies liegt auch daran, dass online auf Krone.at nur zwei Artikel über die Bebauung des Rehrl-Platzes zu finden waren. Auf der Internetseite der Wochenzeitung Salzburger Fenster konnten unter den Stichworten „Rehrl + Platz“ keine Ergebnisse gefunden werden. Auf salzburg.com, dem Internetauftritt der Salzburger Nachrichten, konnten unter diesen Suchbegriffen 218 Ergebnisse gefunden werden. Dabei hatten aber einige Beiträge keinen Bezug zu dem Konflikt um die Bebauung des Rehrl-Platzes. Letztendlich konnten daher 73 Artikel auf salzburg.com dem Thema zugeordnet werden. Auf Salzburg24.at lieferten die beiden Suchbegriffe „Rehrl + Platz“ 203 Ergebnisse. Lediglich 14 Berichte bezogen sich aber auf den aktuellen Konflikt. In der Untersuchung wurden die AkteurInnen, das Thema, die Art des Beitrages und bei Meinungen, die Richtung für oder gegen die Bebauung des Rehrl-Platzes betrachtet. Um die Vergleichbarkeit zu leisten wurden jeweils 14 Artikel von Salzburg24 und den Salzburger Nachrichten untersucht. Die Auswahl der Beiträge aus salzburg.com folgte nach Zufallsstichwahl.

Ergebnisse der Untersuchung[Bearbeiten]

Innerhalb der Salzburger Medienlandschaft haben die Salzburger Nachrichten am häufigsten über die Rehrl-Platz-Diskussion berichtet. Dort waren auch die meisten Kommentare zu finden. Dies liegt aber auch daran, dass auf Salzburg24.at keine Kommentarfunktion vorhanden ist. Im Bezug auf die AkteurInnen wurden am häufigsten der Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) und Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) genannt. Insgesamt kann man aber sagen, dass aus politischer Sicht alle Parteien repräsentiert werden. Die Bürgerinitiativen kamen dagegen im Vergleich zu den politischen Vertretern weniger befragt. Am häufigsten wurde dabei Christian Walderdorff von der Initiative „Schützt Salzburgs Lebensräume“ genannt. Insgesamt kann man sagen, dass die Berichterstattung über die Bebauung des Dr.-Franz-Rehrl-Platzes ausgeglichen in den Medien repräsentiert wurde. So kam der Projektbetreiber Reinhard Mozigemba genauso zu Wort wie ICOMOS-Sprecher Hans-Jörg Kaiser. Die Medien in Salzburg – hier insbesondere durch die Salzburger Nachrichten vertreten – haben mit ihrer ausführlichen und ausgewogenen Berichterstattung über den Rehrl-Platz einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung der Salzburger Bürgerinnen und Bürger geleistet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Luger, Christoph Ferch: Die bedrohte Stadt. Strategien für menschengerechtes Bauen in Salzburg. Studienverlag, Innsbruck 2014, ISBN 978-3706553513.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kurt Luger, Christoph Ferch: Die bedrohte Stadt. Strategien für menschengerechtes Bauen in Salzburg. Studienverlag, Innsbruck 2014, ISBN 978-3-8309-2243-8, S. 5–6.

Weblinks[Bearbeiten]