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Lemma von Goursat/Quadratversion/Fakt/Beweis

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Beweis

Es sei L die Seitenlänge des Quadrates. Dann ist der Umfang des Quadrates gleich 4L, und das ist auch die Länge des Intervalls I. Wir konstruieren rekursiv eine Folge von Quadraten Qn mit  Q0=Q  als Startquadrat. Dabei zerlegt man Qn durch Halbierung der Seitenlängen in vier Teilquadrate. Unter diesen wird Qn+1 in folgender Weise ausgewählt: Es sei γn der gleichmäßige (stückweise lineare) Weg entlang des Randes von Qn, der gegen den Uhrzeigersinn durchlaufen werde und rechts unten anfängt. Es seien γn+1,1,γn+1,2,γn+1,3,γn+1,4 die entsprechenden Wege der Ränder der Teilquadrate. Dann gilt

γnfdz=γn+1,1fdz+γn+1,2fdz+γn+1,3fdz+γn+1,4fdz,

da in der Summe rechts die äußeren Seiten der Teilquadrate einfach und die inneren Seiten der Teilquadrate zweifach mit wechselnder Orientierung durchlaufen werden. Wir wählen nun Qn+1 als dasjenige Teilquadrat, für das der Betrag von γn+1,ifdz unter diesen vier Wegintegralen maximal ist. Dabei gilt

|γnfdz|4|γn+1fdz|,

und induktiv erhält man die Abschätzung

|γfdz|4n|γnfdz|.

Es sei nun a der durch die Folge der Quadrate Qn bestimmte Punkt der Ebene (die Folge der x-Seiten und der y-Seiten bilden ja jeweils eine Intervallhalbierung, und legen daher nach Fakt einen eindeutigen Punkt fest). Aufgrund der komplexen Differenzierbarkeit in a gibt es nach Fakt ein  s  und eine Funktion

r:U

mit r stetig in a und  r(a)=0  und mit

f(z)=f(a)+s(za)+r(z)(za).

Wir möchten

γfdz=0

zeigen. Dazu zeigen wir, dass

|γfdz|ϵ

für jedes vorgegebene positive ϵ ist. Es sei also ein  ϵ+  vorgegeben. Aufgrund der Stetigkeit von r gibt es ein  δ>0  mit der Eigenschaft, dass für z mit  |za|δ  die Abschätzung  |r(z)|ϵ8L2  gilt.

Es sei n derart, dass

12nδ2L

gilt. Das Quadrat Qn hat die Seitenlänge L2n und den Umfang 4L2n, und es ist

QnU(a,2L2n)U(a,δ).

Daher ist auf alle Punkte z aus Qn und insbesondere auf seinen Rand die Abschätzung für r(z) anwendbar. Daher ist (die Wegintegrale zu den beiden vorderen Summanden f(a) und s(za) sind nach Fakt gleich 0, da sie eine Stammfunktion besitzen)

|γnf(z)dz|=|γnf(a)+s(za)+r(z)(za)dz|=|γnr(z)(za)dz|=|Inr(γn(t))(γn(t)a)γ'n(t)dt|In|r(γn(t))(γn(t)a)γ'n(t)|dtInϵ8L22L2ndt=4L2nϵ8L22L2n=ϵ4n.

Es folgt

|γfdz|4n|γnfdz|=4nϵ4n=ϵ.