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Prädikatenlogik/Variablensubstitution/Ausdrücke/Definition

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Variablensubstitution für Ausdrücke

Es sei ein Symbolalphabet S einer Sprache erster Stufe gegeben. Es seien x1,,xk paarweise verschiedene Variablen und t1,,tk fixierte S-Terme. Dann definiert man rekursiv über den Aufbau der S-Ausdrücke die Substitution αt1,,tkx1,,xk für jeden S-Ausdruck α.

  1. Für Terme s1,s2 setzt man
    (s1=s2)t1,,tkx1,,xk:=s1t1,,tkx1,,xk=s2t1,,tkx1,,xk.
  2. Für ein n-stelliges Relationssymbol R und n Terme s1,,sn setzt man
    (Rs1sn)t1,,tkx1,,xk:=Rs1t1,,tkx1,,xksnt1,,tkx1,,xk.
  3. Für einen Ausdruck α setzt man
    (¬α)t1,,tkx1,,xk:=¬αt1,,tkx1,,xk.
  4. Für Ausdrücke α und β setzt man
    (αβ)t1,,tkx1,,xk:=αt1,,tkx1,,xkβt1,,tkx1,,xk

    und ebenso für die anderen zweistelligen Junktoren.

  5. Für einen Ausdruck α seien xi1,,xir diejenigen Variablen (unter den x1,,xk), die in xα frei vorkommen. Es sei  v=x,  falls x nicht in ti1,,tir vorkommt. Andernfalls sei v die erste Variable (in einer fixierten Variablenaufzählung, falls es abzählbar viele Variablen gibt, bzw. in einer fixierten Wohlordnung der Variablenmenge), die weder in α noch in ti1,,tir vorkommt. Dann setzt man
    (xα)t1,,tkx1,,xk:=vαti1,,tir,vxi1,,xir,x

    und ebenso für den Existenzquantor.