Zum Inhalt springen

Reelle Funktion/Extremum/Höhere Ableitungen/Fakt/Beweis

Aus Wikiversity
Beweis

Unter den Voraussetzungen wird die Taylor-Formel zu

f(x)f(a)=f(n+1)(c)(n+1)!(xa)n+1

mit c (abhängig von x) zwischen a und x. Je nachdem, ob f(n+1)(a)>0 oder f(n+1)(a)<0 ist, gilt auch (wegen der vorausgesetzten Stetigkeit der (n+1)-ten Ableitung) f(n+1)(x)>0 bzw. f(n+1)(x)<0 für  x[aϵ,a+ϵ]  für ein geeignetes  ϵ>0.  Für diese x ist auch  c[aϵ,a+ϵ],  sodass das Vorzeichen von f(n+1)(c) vom Vorzeichen von f(n+1)(a) abhängt.
Bei n gerade ist n+1 ungerade und daher wechselt (xa)n+1 das Vorzeichen bei  x=a  (bei x<a ist das Vorzeichen negativ und bei x>a ist es positiv). Da das Vorzeichen von f(n+1)(c) sich nicht ändert, ändert sich das Vorzeichen von f(x)f(a). Das bedeutet, dass kein Extremum vorliegen kann.
Es sei nun n ungerade. Dann ist n+1 gerade, sodass  (xa)n+1>0  für alle  xa  in der Umgebung ist. Das bedeutet in der Umgebung bei  f(n+1)(a)>0,  dass  f(x)>f(a)  ist und in a ein isoliertes Minimum vorliegt, und bei  f(n+1)(a)<0,  dass  f(x)<f(a)  ist und in a ein isoliertes Maximum vorliegt.