Zum Inhalt springen

Vektorfeld/Zugehörige Derivation/Invariante Funktion und Kern/Aufgabe/Lösung

Aus Wikiversity


Von (1) nach (2). Es sei

v:IV,tv(t),

eine auf einem Intervall I definierte Lösungskurve zur Differentialgleichung v=F(v), d.h. es gilt  v(t)=F(v(t))  für alle tI. Wir betrachten die Ableitung der Verknüpfung

hv:I,th(v(t)).

Nach der Kettenregel ist

(hv)(t)=(Dh)v(t)(v(t))=(Dh)v(t)(F(v(t)))=(DF(v(t))h)(v(t))=(δ(h))(v(t))=0.

Also ist die Ableitung von hv gleich 0 für alle tI und daher ist hv konstant.

Von (2) nach (1). Es sei PV fixiert. Nach dem Satz von Picard-Lindelöf gibt es zum Anfangswertproblem v=F(v) und v(0)=P eine (eindeutige) Lösung, also eine differenzierbare Abbildung

γ:IV

mit  γ(t)=F(γ(t))  und  γ(0)=P  (und 0I). Nach Voraussetzung liegt das Bild von γ ganz in einer Faser von g, d.h. die zusammengesetzte Abbildung

gγ:I

ist konstant. Daher ist die Ableitung davon gleich 0 und somit ist

(Dg)γ(t)(γ(t))=(gγ)(t)=0

für tI. Für t=0 bedeutet dies

(δ(g))(P)=(Dg)P(F(P))=(Dg)γ(0)(γ(0))=0.