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Affine Varietät/Punkt/Jacobi-Matrix und regulär/Fakt/Beweis

Beweis

Ohne Einschränkung sei P der Nullpunkt mit dem zugehörigen maximalen Ideal  𝔫=(X1,,Xn)  im Polynomring, dem zugehörigen maximalen Ideal  𝔯=𝔫/𝔞  in K[X1,,Xn]/𝔞 und dem zugehörigen maximalen Ideal  𝔪=𝔪P=𝔯(K[X1,,Xn]/𝔞)𝔯  in R. Wir betrachten die K-lineare Abbildung

K[X1,,Xn]Kn,g((1g)(P),,(ng)(P)).

Dabei werden die Variablen Xi auf die Standardvektoren ei abgebildet und die Abbildung ist surjektiv. Ein Element

g=c0+c1X1++cnXn+ höhere Terme

wird auf (c1,,cn) abgebildet. Ein homogenes Element

g𝔫2=K[X1,,Xn]2

besitzt zumindest den Grad 2 und wird daher auf 0 abgebildet, da die partiellen Ableitungen den Grad um 1 reduzieren und somit ergibt sich jeweils ein Element von positivem Grad. Durch Einsetzen des Nullpunktes ergibt sich dann 0. Insgesamt induziert dies eine K-lineare Abbildung

𝔫/𝔫2Kn,

die bijektiv ist, da die Räume die gleiche Vektorraumdimension besitzen.

Nach Fakt ist  𝔯/𝔯2𝔪/𝔪2.  Unter der surjektiven Abbildung

𝔫𝔯𝔯/𝔯2

wird 𝔫2 und 𝔞 auf 0 abgebildet, und zwar ist der Kern genau 𝔫2+𝔞. Somit gibt es eine K-lineare Bijektion

𝔫/(𝔫2+𝔞)𝔯/𝔯2.

Wir betrachten die Abbildungen

KmJakKn𝔫/𝔫2𝔫/(𝔫2+𝔞).

Ein Element  [g]𝔫/𝔫2  wird rechts genau dann auf 0 geschickt, wenn der lineare Anteil von g zu 𝔫2+𝔞 gehört. Dies bedeutet, dass eine Gleichung der Form

g=i=1mhifi

modulo 𝔫2 besteht und dies bedeutet (für die hi ist nur der konstante Term relevant), dass eine lineare Gleichung der Form

((1g)(P)(ng)(P))=i=1mhi((1fi)(P)(nfi)(P))

Dies ist genau dann der Fall, wenn ((1g)(P)(ng)(P)) im Bild der Jacobimatrix liegt. Daher ist das Bild der Jacobimatrix gleich dem Kern der surjektiven Abbildung rechts. Somit ist nach der Dimensionsformel

n=rang(Jak)+dimK(𝔫/(𝔫2+𝔞))=rang(Jak)+dimK(𝔪/𝔪2).

Es sei nun d die Dimension von V(𝔞) im Punkt P, die mit der Dimension des lokalen Ringes R übereinstimmt. Nach Definition ist P genau dann nichtsingulär, wenn  n=rang(Jak)+d  ist. Dies ist daher genau dann der Fall, wenn

dimK(𝔪/𝔪2)=d

ist, und dies ist die Definition eines regulären Ringes.