Benutzer:Cethegus/Argumentationsstrategien zur Begründung des Sinns und der Notwendigkeit von Klimaschutz

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Das größte Problem beim Diskurs über Klimaschutz sind vermutlich die, die nicht teilnehmen. - Da hat Fridays for Future etwas geändert, aber gewiss nicht genug.

Dennoch braucht es auch Strategien für den Diskurs mit Gesprächsbereiten.

Ein Ansatz: ein offener Brief an alle Gesprächsbereiten, in dem Argumente gesammelt werden, die bei Bedarf eingesetzt werden können.

Argumente[Bearbeiten]

Argumente gegen Notwendigkeit des Klimaschutzes[Bearbeiten]

Argumente zur Widerlegung der Abwehr[Bearbeiten]

Sachstand[Bearbeiten]

  • Die Internationale Energie Agentur (englisch International Energy Agency; IEA) hat dokumentiert: Deutschland liegt beim CO2-Ausstoß weltweit auf Platz 6. Kein anderes EU-Land setzt anteilig auch nur annähernd so viel Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre frei wie Deutschland.
  • "Die zehn größten Industrieländer verursachen gemeinsam rund 66 Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen. Wenn nun alle anderen Länder der Welt ihre CO2-Emissionen von insgesamt 34 Prozent mit Kompensationsprojekten auf null senken könnten – eine schon irrwitzige Vorstellung – würden die weltweiten CO2-Emissionen immer noch bei den 66 Prozent der zehn größten Industrieländer liegen. Der Klimaschutz muss also schon „Made in Germany“ sein. Im Kern können die CO2-Emissionen nur durch Maßnahmen im eigenen Land gesenkt werden: wie Kohleausstieg, Gebäudesanierung, Tempolimit."
Also muss die Politik doch den Rahmen setzen. Die Bundesregierung hat immerhin ein Klimapaket verabschiedet. Es wird allerdings heftig kritisiert von Umweltschützern.
Dabei sind wesentliche Kritikpunkte auch noch unterbelichtet. Vor allem ist das von der Bundesregierung gesetzte CO2-Reduktionsziel viel zu schwach. Wenn die Klimaerhitzung global deutlich unter zwei Grad bleiben soll, dürfte Deutschland anteilig zu seiner Bevölkerungszahl ab 2020 insgesamt nur noch rund 5000 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Gemäß Klimaschutzprogramm wäre dieses Restbudget aber bereits 2026 aufgebraucht. Ab dann dürfte gar nichts mehr emittiert werden. Aber leider wird nicht einmal das schwache Reduktionsziel erreicht werden, das die Regierung sich gesetzt hat"

(„Der Selbstbetrug der Bürger wird immer absurder“ https://www.fr.de/wirtschaft/umweltexperte-klimaschutz-selbstbetrug-wird-immer-absurder-13514343.html Grießhammer im Interview, FR 2.2.2020)

Zitate[Bearbeiten]

Bernd Ulrich: Alles wird anders, 2019[Bearbeiten]

"Nur 16 der 197 Länder, die das Pariser Abkommen unterzeichnet haben, haben überhaupt einen nationalen Klimaaktionsplan definiert, um die Zusagen zu erfüllen. Dies geht aus einer Studie vor, die im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP24 im polnischen Kattowitz Im November 2018 veröffentlicht wurde. [...] Man darf die Größe der politischen Leistung von Paris gleichwohl nicht unterschätzen. Pathetisch gesprochen: So viel Menschheit waren noch nie. Unglücklicherweise steht die Natur nun nicht etwa staunend daneben und beklatscht dieses komische Ding namens Mensch, das sich da in ihr gebildet hat." (S.35/36)

"Doch je mehr eine Gesellschaft oder ein Mensch tut, um etwas zu verändern, desto mehr sind sie auch wieder in der Lage hinzusehen. [...] Denn es ist das schlechte Gewissen, das uns zwingt, die Augen zuschließen. [...]

Noch weiter beschleunigt und erleichtert würde diese Dynamik, wenn die Politik endlich damit beginnen würde, den Rahmen so zu setzen, dass ökologisches Verhalten nicht bestraft, sondern belohnt wird. Das Bedrückende, das jeder zunächst einmal empfindet, wenn er oder sie die ökologischen Notwendigkeiten auf sein eigenes Leben herunterricht, kommt schließlich vor allem daher, dass dem Individuum ein zu hoher Anteil an der Verantwortung aufgebürdet wird. [...] Politik hat die Aufgabe, das Richtige zur Struktur werden zu lassen, das Gebotene zu gebieten. Solange man für 30 Euro nach Rom fliegen kann, bedarf es eines gewissen asketischen Heldentums, darauf zu verzichten. Und Heldentum ist nun mal etwas für Minderheiten." (S.198/99)

Sieh auch[Bearbeiten]

Materialien[Bearbeiten]

Kleine Klimakunde in Stichworten

http://fontanefan.blogspot.com/2020/01/bernd-ulrich-alles-wird-anders-das.html

http://fontanefansschnipsel.blogspot.com/search/label/Klimawandel

Literatur[Bearbeiten]

Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman: Wir sind dran. Club of Rome: Der große Bericht: Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine neue Aufklärung für eine volle Welt

dazu: Rezension

Links und Videos[Bearbeiten]

https://fontanefansschnipsel.blogspot.com/2020/02/ist-grunes-wachstum-sinnvoll_13.html:

darin: Ulrike Herrmann: Nachhaltigkeit im Kapitalismus? 27.1.2020 und Niko Paech: Die Wachstumsparty ist vorbei 30.1.2020

http://www.postwachstumsoekonomie.de/vortragsreihe/videos/

Podcasts[Bearbeiten]

Vom Klima- zum Gesellschaftswandel – Maja Göpel