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Kurs:Algebraische Kurven/5/Klausur mit Lösungen/latex

Aus Wikiversity

%Daten zur Institution

%\input{Dozentdaten}

%\renewcommand{\fachbereich}{Fachbereich}

%\renewcommand{\dozent}{Prof. Dr. . }

%Klausurdaten

\renewcommand{\klausurgebiet}{ }

\renewcommand{\klausurtyp}{ }

\renewcommand{\klausurdatum}{ . 20}

\klausurvorspann {\fachbereich} {\klausurdatum} {\dozent} {\klausurgebiet} {\klausurtyp}


%Daten für folgende Punktetabelle


\renewcommand{\aeins}{ 3 }

\renewcommand{\azwei}{ 3 }

\renewcommand{\adrei}{ 4 }

\renewcommand{\avier}{ 2 }

\renewcommand{\afuenf}{ 3 }

\renewcommand{\asechs}{ 1 }

\renewcommand{\asieben}{ 6 }

\renewcommand{\aacht}{ 3 }

\renewcommand{\aneun}{ 3 }

\renewcommand{\azehn}{ 5 }

\renewcommand{\aelf}{ 3 }

\renewcommand{\azwoelf}{ 3 }

\renewcommand{\adreizehn}{ 5 }

\renewcommand{\avierzehn}{ 4 }

\renewcommand{\afuenfzehn}{ 5 }

\renewcommand{\asechzehn}{ 6 }

\renewcommand{\asiebzehn}{ 3 }

\renewcommand{\aachtzehn}{ 2 }

\renewcommand{\aneunzehn}{ 64 }

\renewcommand{\azwanzig}{ }

\renewcommand{\aeinundzwanzig}{ }

\renewcommand{\azweiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\adreiundzwanzig}{ }

\renewcommand{\avierundzwanzig}{ }

\renewcommand{\afuenfundzwanzig}{ }

\renewcommand{\asechsundzwanzig}{ }

\punktetabelleachtzehn


\klausurnote

\newpage


\setcounter{section}{0}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Definiere die folgenden \zusatzklammer {kursiv gedruckten} {} {} Begriffe. \aufzaehlungsechs{Eine \stichwort {affin-algebraische} {} Menge.

}{Eine \stichwort {rationale Parametrisierung} {} einer affin-algebraischen Kurve
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ V(F) }
{ \subseteq }{ {\mathbb A}^{2}_{} }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}{Ein \stichwort {zusammenhängender} {} Ring $R$.

}{Ein \stichwort {ganzes Element} {}
\mathl{x \in S}{} bei einer Ringerweiterung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ R }
{ \subseteq }{ S }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}{Ein \stichwort {glatter} {} Punkt $P$ auf einer ebenen algebraischen Kurve
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ C }
{ = }{ V(F) }
{ \subseteq }{ {\mathbb A}^{2}_{ K } }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}{Ein \stichwort {homogenes} {} Ideal
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a} }
{ \subseteq }{ K[X_1 , \ldots , X_n] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} }

}
{

\aufzaehlungsechs{Eine Teilmenge
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ V }
{ \subseteq }{ { {\mathbb A}_{ K }^{ n } } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} im affinen Raum heißt affin-algebraisch, wenn sie die \definitionsverweis {Nullstellenmenge}{}{} zu einer Familie
\mathbed {F_j} {}
{j \in J} {}
{} {} {} {,} von Polynomen
\mathl{F_j \in K[X_1 , \ldots , X_n]}{} ist. }{Zwei rationale Funktionen
\mathl{\varphi_1=\frac{P_1}{Q_1}}{} und
\mathl{\varphi_2=\frac{P_2}{Q_2}}{} mit
\mathbed {P_1, P_2,Q_1,Q_2 \in K[T]} {}
{Q_1,Q_2 \neq 0} {}
{} {} {} {,} heißen eine rationale Parametrisierung der algebraischen Kurve
\mathl{V(F)}{,} wenn
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F(\varphi_1(T), \varphi_2(T)) }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} ist und
\mathl{(\varphi_1,\varphi_2)}{} nicht konstant ist. }{Ein \definitionsverweis {kommutativer Ring}{}{} $R$ heißt zusammenhängend, wenn er genau zwei \definitionsverweis {idempotente Elemente}{}{} \zusatzklammer {nämlich \mathlk{0 \neq 1}{}} {} {} enthält. }{Das Element
\mathl{x \in S}{} heißt ganz \zusatzklammer {über $R$} {} {,} wenn $x$ eine \definitionsverweis {Ganzheitsgleichung}{}{} mit Koeffizienten aus $R$ erfüllt. }{Der Punkt $P$ heißt glatt, wenn
\mathdisp {\frac{\partial F}{\partial X} (P) \neq 0 \text{ oder } \frac{\partial F}{\partial Y} (P) \neq 0} { }
gilt. }{Die Homogenität des Ideals ${\mathfrak a}$ bedeutet, dass für jedes
\mathl{H \in {\mathfrak a}}{} mit homogener Zerlegung
\mathl{H=\sum_{i } H_i}{} auch
\mathl{H_i \in {\mathfrak a}}{} ist für alle homogenen Bestandteile $H_i$. }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Formuliere die folgenden Sätze. \aufzaehlungdrei{Der Satz über den Schnitt einer ebenen Kurve mit einer Geraden.}{Der Satz über die Beziehung von Radikalen und affin-algebraischen Mengen.}{Der Satz über die Summe der Schnittmultiplizitäten.}

}
{

\aufzaehlungdrei{\faktsituation {Es sei $C$ eine \definitionsverweis {ebene affin-algebraische Kurve}{}{} und sei $L$ eine Gerade in $K^2$.}
\faktfolgerung {Dann ist der Durchschnitt
\mathl{C \cap L}{} die ganze Gerade, oder er besteht nur aus endlich vielen Punkten.}
\faktzusatz {}
\faktzusatz {}}{Es sei $K$ ein algebraisch abgeschlossener Körper mit dem Polynomring
\mathl{K[X_1 , \ldots , X_n]}{} und dem affinen Raum
\mathl{{ {\mathbb A}_{ K }^{ n } }}{.} Dann gibt es eine natürliche Korrespondenz zwischen affin-algebraischen Mengen in
\mathl{{ {\mathbb A}_{ K }^{ n } }}{} und Radikalidealen in
\mathl{K[X_1 , \ldots , X_n]}{.}}{Es sei $K$ ein algebraisch abgeschlossener Körper und seien
\mathl{F,G \in K[X,Y]}{} Polynome ohne gemeinsamen Primteiler. Dann ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \dim_{ K } { \left( K[X,Y]/(F,G) \right) } }
{ =} { \sum_{ P} \operatorname{mult} _{ { P} } ( F , G ) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.}}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Man erläutere das Begriffspaar \anfuehrung{glatt}{} und \anfuehrung{singulär}{} anhand typischer Situationen im Rahmen der Theorie der algebraischen Kurven.

}
{ }





\inputaufgabeklausurloesung
{2}
{

Bestimme die Schnittpunkte des Einheitskreises mit der durch
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{y }
{ =} { { \frac{ 1 }{ 7 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} gegebenen Geraden.

}
{

Der Einheitskreis ist durch
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{x^2+y^2 }
{ =} { 1 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} gegeben. Darin setzen wir
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{y }
{ =} { { \frac{ 1 }{ 7 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} ein und erhalten
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{x^2+ { \frac{ 1 }{ 49 } } }
{ =} { 1 }
{ } { }
{ } { }
{ } {}
} {}{}{.} Also ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{x^2 }
{ =} { { \frac{ 48 }{ 49 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und damit
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{x_{1,2} }
{ =} { \pm { \frac{ \sqrt{ 48 } }{ 7 } } }
{ =} { \pm { \frac{ 4 \cdot \sqrt{ 3 } }{ 7 } } }
{ } { }
{ } {}
} {} {}{.} Die Schnittpunkte sind also \mathkor {} {\left( { \frac{ 4 \cdot \sqrt{ 3 } }{ 7 } } , \, { \frac{ 1 }{ 7 } } \right)} {und} {\left( - { \frac{ 4 \cdot \sqrt{ 3 } }{ 7 } } , \, { \frac{ 1 }{ 7 } } \right)} {.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Beweise den Satz über die Anzahl der Punkte auf einer ebenen Kurve über einem algebraisch abgeschlossenen Körper.

}
{

Aufgrund von Fakt ***** können wir annehmen, dass $F$ die Gestalt hat
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{F }
{ =} { X^d + P_{d-1}(Y)X^{d-1} + \cdots + P_1(Y)X+ P_0(Y) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit Polynomen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P_i(Y) }
{ \in }{ K[Y] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Zu jedem beliebig vorgegebenen Wert
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a }
{ \in }{ K }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für $Y$ ergibt sich also ein normiertes Polynom in $X$ vom Grad $d$. Da der Körper algebraisch abgeschlossen ist, gibt es jeweils (mindestens) eine Nullstelle in $X$. D.h. zu jedem
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ a }
{ \in }{ K }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gibt es ein
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ b }
{ \in }{ K }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} derart, dass
\mathl{(a,b)}{} eine Nullstelle von $F$ ist, also zur Kurve gehört. Da $K$ unendlich ist, gibt es also unendlich viele Punkte auf der Kurve.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{1}
{

Zeige, dass das Bild eines \definitionsverweis {Ideals}{}{} unter einem \definitionsverweis {Ringhomomorphismus}{}{} nicht unbedingt wieder ein Ideal ist.

}
{

Beispielsweise ist $\Q$ in $\Q$ ein Ideal \zusatzklammer {das Einheitsideal} {} {,} aber $\Q$ ist als Teilmenge von $\R$ kein Ideal.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{6}
{

Es sei $R$ ein \definitionsverweis {kommutativer Ring}{}{} und
\mathl{R[X]}{} der \definitionsverweis {Polynomring}{}{} über $R$. Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a} }
{ \subseteq }{ R[X] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein \definitionsverweis {Ideal}{}{} mit \definitionsverweis {Erzeugern}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ {\mathfrak a} }
{ =} { (F_0, F_1 , \ldots , F_n) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} wobei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{F_0 }
{ = }{ X-r }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ r }
{ \in }{ R }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sei. Für
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ \geq }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} seien
\mathl{G_i}{} die Elemente aus $R$, die entstehen, wenn man in $F_i$ die Variable $X$ durch $r$ ersetzt. Zeige, dass eine \definitionsverweis {Ringisomorphie}{}{} der \definitionsverweis {Restklassenringe}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ R[X] / {\mathfrak a} }
{ \cong} { R/(G_1 , \ldots , G_n) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} vorliegt.

}
{

Wir betrachten den \zusatzklammer {surjektiven} {} {} \definitionsverweis {Einsetzungshomomorphismus}{}{} \maabbeledisp {} {R[X]} { R/(G_1 , \ldots , G_n) } { X } { [r] } {,} der $X$ auf die Restklasse zu $r$ abbildet. Dabei wird
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{F_0 }
{ = }{ X-r }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} auf $0$ und die
\mathbed {F_i} {}
{i \geq 1} {}
{} {} {} {,} werden auf
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ G_i }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} abgebildet. Nach dem Satz über den induzierten Ringhomorphismus gibt es dann einen surjektiven Ringhomomorphismus \maabbdisp {\varphi} { R[X]/ {\mathfrak a} } { R/(G_1 , \ldots , G_n) } {.} Diesen müssen wir als injektiv nachweisen. Es sei dazu
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P }
{ =} { a_0 +a_1 X + \cdots + a_n X^n }
{ \in} { R[X] }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} das unter $\varphi$ auf $0$ abgebildet wird, d.h. es ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P(r) }
{ = }{ a_0 +a_1 r + \cdots + a_n r^n }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} in
\mathl{R/(G_1 , \ldots , G_n)}{,} und das bedeutet
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ a_0 +a_1 r + \cdots + a_n r^n }
{ \in} { (G_1 , \ldots , G_n) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} in $R$. Wir betrachten
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ P- P(r) }
{ =} { \sum_{i= 0}^n a_i X^i - \sum_{i= 0}^n a_i r^i }
{ =} { \sum_{i= 0}^n a_i (X^i -r^i) }
{ =} { \sum_{i= 1}^n a_i (X^i -r^i) }
{ =} { \sum_{i= 1}^n (X-r) H_i }
} {} {}{,} wobei die letzte Gleichung darauf beruht, dass man in
\mathl{X^i-r^i}{} stets
\mathl{(X-r)}{} ausklammern kann. Somit ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P - P(r) }
{ \in} { (X-r) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und insgesamt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P }
{ \in} { (X-r,G_1 , \ldots , G_n ) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Wegen den entsprechenden Gleichungen
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ F_i-G_i }
{ =} { F_i -F_i(r) }
{ =} { (X-r) B_i }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit gewissen $B_i$ und somit ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{P }
{ \in} { (X-r,G_1 , \ldots , G_n ) }
{ =} { (X-r,F_1 , \ldots , F_n ) }
{ =} { {\mathfrak a} }
{ } { }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3 (1+2)}
{

\aufzaehlungzwei {Finde eine ganzzahlige Lösung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{(x,y) }
{ \in }{ \Z \times \Z }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für die Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{x^2-y^3+2 }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} } {Zeige, dass
\mathdisp {\left( { \frac{ 383 }{ 1000 } } , \, { \frac{ 129 }{ 100 } } \right)} { }
eine Lösung für die Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{x^2-y^3+2 }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} ist. }

}
{

\aufzaehlungzwei {$(5,3)$ ist eine ganzzahlige Lösung. } {Es ist
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ { \left( { \frac{ 383 }{ 1000 } } \right) }^2 - { \left( { \frac{ 129 }{ 100 } } \right) }^3 +2 }
{ =} { { \left( { \frac{ 146 689 }{ 1000000 } } \right) } - { \left( { \frac{ 2 146 689 }{ 1000000 } } \right) } +2 }
{ =} { { \left( { \frac{ 146 689 - 2 146 689 }{ 1000000 } } \right) } +2 }
{ =} { { \left( { \frac{ - 2 000000 }{ 1000000 } } \right) } +2 }
{ =} { -2+2 }
} {
\vergleichskettefortsetzungalign
{ =} { 0 }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
} {}{.} }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Es sei $K$ ein \definitionsverweis {Körper}{}{} und seien
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{s,t }
{ \in }{ K }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Zeige, dass die drei Punkte
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \left( s , \, s^3 \right) ,\, \left( t , \, t^3 \right) ,\, \left( -(s+t) , \, -(s+t)^3 \right) }
{ \in }{ {\mathbb A}^{2}_{ K } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} auf einer Gerade liegen.

}
{

Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{s }
{ = }{t }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} sind die ersten beiden Punkte gleich und die Behauptung stimmt. Es sei also
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{s }
{ \neq }{t }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Die Gleichung für die Gerade durch die beiden Punkte \mathkor {} {\left( s , \, s^3 \right)} {und} {\left( t , \, t^3 \right)} {} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \left( t^3-s^3 \right) } x - { \left( t-s \right) } y }
{ =} { s t^3 -ts^3 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Hierbei kann man überall
\mathl{t-s}{} ausklammern und erhält die Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \left( t^2+ts+s^2 \right) } x - y }
{ =} { (t+s) st }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Wir setzen nun den Punkt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{(x,y) }
{ =} { \left( -(s+t) , \, -(s+t)^3 \right) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} in die Geradengleichung ein und erhalten
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ { \left( t^2+ts+s^2 \right) } { \left( -(s+t) \right) } +(s+t)^3 }
{ =} { -t^3 - 2t^2s -2 ts^2 -s^3 +s^3 +3s^2t+3st^2+t^3 }
{ =} { s^2t+st^2 }
{ } { }
{ } { }
} {} {}{,} der Punkt liegt also auf der Geraden.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{5}
{

Beweise den Satz über die Zerlegung einer affin-algebraischen Menge
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{V }
{ \subseteq }{ { {\mathbb A}_{ K }^{ n } } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} in irreduzible Komponenten.

}
{

\teilbeweis {}{}{}
{Die Existenz beweisen wir durch noethersche Induktion. Angenommen, nicht jede affin-algebraische Menge habe eine solche Zerlegung. Dann gibt es auch eine minimale Teilmenge, sagen wir $V$, ohne eine solche Zerlegung. $V$ kann nicht irreduzibel sein, sondern es gibt eine nicht-triviale Darstellung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{V }
{ = }{ V_1 \cup V_2 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Da $V_1$ und $V_2$ echte Teilmengen von $V$ sind, gibt es für diese beiden jeweils endliche Darstellungen als Vereinigung von irreduziblen Teilmengen. Diese beiden vereinigen sich zu einer endlichen Darstellung von $V$, was ein Widerspruch ist.}
{} \teilbeweis {Zur Eindeutigkeit.\leerzeichen{}}{}{}
{Es seien
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ V }
{ =} { V_1 \cup \ldots \cup V_k }
{ =} { W_1 \cup \ldots \cup W_m }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} zwei Zerlegungen in irreduzible Teilmengen \zusatzklammer {jeweils ohne Inklusionsbeziehung} {} {.} Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ V_1 }
{ =} { V_1 \cap V }
{ =} { V_1 \cap (W_1 \cup \ldots \cup W_m) }
{ =} { (V_1 \cap W_1 ) \cup \ldots \cup (V_1 \cap W_m) }
{ } { }
} {}{}{.} Da $V_1$ irreduzibel ist, muss
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ V_1 }
{ \subseteq }{ W_j }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für ein $j$ sein. Umgekehrt ist mit dem gleichen Argument
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ W_j }
{ \subseteq }{ V_i }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für ein $i$, woraus
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ i }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ V_1 }
{ = }{ W_j }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} folgt. Ebenso findet sich $V_2$ etc. in der Zerlegung rechts wieder, sodass die Zerlegung eindeutig ist.}
{}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Es seien \definitionsverweis {Polynome}{}{}
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f_1 , \ldots , f_k }
{ \in }{ {\mathbb C}[X_1 , \ldots , X_n] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} gegeben, die wir als \definitionsverweis {Funktionen}{}{} \maabbdisp {f_i} { {\mathbb C}^n } { {\mathbb C} } {} auffassen. Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f }
{ \in }{ {\mathbb C}[X_1 , \ldots , X_n] }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein weiteres Polynom und es seien \maabbdisp {g_1 , \ldots , g_k} { {\mathbb C}^n } { {\mathbb C} } {} Funktionen, die nicht unbedingt Polynome sind. Es gelte
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ f }
{ =} { g_1f_1 + \cdots + g_kf_k }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} \zusatzklammer {eine Gleichung von Funktionen} {} {.} Zeige, dass $f$ zum \definitionsverweis {Radikal}{}{} von
\mathl{{ \left( f_1 , \ldots , f_k \right) }}{} gehört.

}
{

Wir behaupten
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ V { \left( f_1 , \ldots , f_k \right) } }
{ \subseteq} { V(f) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} woraus nach den Hilbertschen Nullstellensatz folgt, dass $f$ zum Radikal der
\mathl{f_1 , \ldots , f_k}{} gehört. Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P }
{ = }{ \left( x_1 , \, \ldots , \, x_n \right) }
{ \in }{ {\mathbb C}^n }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein Punkt, und es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P }
{ \in }{ V { \left( f_1 , \ldots , f_k \right) } }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Das bdedeutet
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ f_i(P) }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} für alle $i$. Dann ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ f(P) }
{ =} { { \left( g_1f_1 + \cdots + g_kf_k \right) } (P) }
{ =} { g_1(P)f_1(P) + \cdots + g_k(P)f_k(P) }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{,} also
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ P }
{ \in }{ V(f) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Beweise den Satz über die Überdeckung und das Einheitsideal.

}
{

Es sei ${\mathfrak b}$ das von den $F_i$ \definitionsverweis {erzeugte Ideal}{}{.} Die Voraussetzung besagt, dass
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \bigcap_{i \in I} V(F_i) }
{ =} { V( {\mathfrak b} ) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} leer ist. Dann ist
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ V( {\mathfrak b}) }
{ \subseteq }{ V(1) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Aus dem Hilbertschen Nullstellensatz folgt, dass eine Potenz von $1$, also $1$ selbst, zu ${\mathfrak b}$ in
\mathl{K[X_1 , \ldots , X_n]}{} gehört. D.h. dass ${\mathfrak b}$ das \definitionsverweis {Einheitsideal}{}{} ist.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{5}
{

Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{V }
{ = }{ V(x^2+y^2-1) }
{ \subseteq }{ {\mathbb A}^{2}_{ K } }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} der Einheitskreis über einem Körper $K$ und es seien \mathkor {} {P=(a,b)} {und} {Q=(c,d)} {} Punkte auf $V$. Zeige, dass es einen \definitionsverweis {Automorphismus}{}{} \maabb {\varphi} { V } { V } {} mit
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{\varphi(P) }
{ =} { Q }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} gibt.

}
{

Es genügt, für die beiden Punkte
\mathl{(1,0)}{} und
\mathl{P=(a,b) \in V}{} einen Automorphismus des Kreises anzugeben, der
\mathl{(1,0)}{} in $P$ überführt, da man den geforderten Automorphismus dann als eine Hintereinanderschaltung solcher Morphismen \zusatzklammer {bzw. des Umkehrmorphismus} {} {} erhalten kann. Wir betrachten die bijektive \definitionsverweis {lineare Abbildung}{}{} \maabb {\varphi} {K^2} { K^2 } {,} die durch die Matrix
\mathdisp {\begin{pmatrix} a & -b \\ b & a \end{pmatrix}} { }
gegeben ist. Diese bildet den Punkt $(1,0)$ auf
\mathl{(a,b)}{} ab. Ein Punkt
\mathl{(x,y) \in V}{} wird dabei auf
\mathl{(ax-by, bx+ay)}{} abgebildet. Für den Bildpunkt gilt
\mavergleichskettealign
{\vergleichskettealign
{ (ax-by)^2 + (bx+ax)^2 }
{ =} { a^2x^2 -2abxy +b^2y^2 +b^2x^2 + 2abxy+ a^2y^2 }
{ =} { (a^2+b^2)x^2 + (a^2+b^2)y^2 }
{ =} { x^2+y^2 }
{ =} { 1 }
} {} {}{,} d.h. der Bildpunkt liegt wieder auf dem Kreis. Somit induziert $\varphi$ eine \zusatzklammer {algebraische} {} {} Abbildung \maabb {\varphi} { V } {V } {.} Entsprechend liefert die durch die Matrix
\mathl{\begin{pmatrix} a & b \\ -b & a \end{pmatrix}}{} gegebene inverse Abbildung einen inversen Morphismus, sodass insgesamt ein Automorphismus vorliegt.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{4}
{

Es sei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{M }
{ \subseteq }{\N }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ein \definitionsverweis {numerisches Monoid}{}{.} Zeige, dass der \definitionsverweis {Singularitätsgrad}{}{} von $M$ mit den drei folgenden Zahlen übereinstimmt. \aufzaehlungdrei{Die maximale Länge einer Kette von Monoiden
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{M }
{ =} { M_0 }
{ \subset} { M_1 }
{ \subset} { M_2 }
{ \subset \ldots \subset} { M_n }
} {
\vergleichskettefortsetzung
{ =} {\N }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
}{}{} }{Die maximale Länge einer Kette von $K$-\definitionsverweis {Algebren}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{K[M] }
{ =} { R_0 }
{ \subset} { R_1 }
{ \subset} { R_2 }
{ \subset \ldots \subset} { R_n }
} {
\vergleichskettefortsetzung
{ =} { K[T] }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
}{}{.} }{Die maximale Länge einer Kette \zusatzklammer {einer \definitionsverweis {Fahne}{}{}} {} {} von $K$-\definitionsverweis {Untervektor\-räumen}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{K[M] }
{ =} { V_0 }
{ \subset} { V_1 }
{ \subset} { V_2 }
{ \subset \ldots \subset} { V_n }
} {
\vergleichskettefortsetzung
{ =} { K[T] }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
}{}{.} }

}
{

Der Singularitätsgrad $\delta$ ist die Anzahl der Lücken von $M$ in $\N$, der nach Lemma 20.13 (Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)) mit
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \dim_K (R^{\operatorname{norm} }/R) }
{ = }{\dim_K (K[T]/K[M] ) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} übereinstimmt. \aufzaehlungdrei{Bei einer Kette von Monoiden
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{M }
{ =} { M_0 }
{ \subset} { M_1 }
{ \subset} { M_2 }
{ \subset \ldots \subset} {M_n }
} {
\vergleichskettefortsetzung
{ =} {\N }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
}{}{} muss in jedem Schritt mindestens ein Element hinzukommen, sodass
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{n }
{ \leq }{ \delta }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist. Wenn man $M_{i+1}$ sukzessive dadurch definiert, dass man zu $M_{i}$ das größte Element hinzunimmt, das nicht zu $M_{i}$ gehört, so ist dies ein Monoid, das genau ein Element mehr als $M_{i}$ besitzt. Dieses Verfahren ergibt eine Kette der Länge $\delta$ wie gewünscht. }{Zur Kette der Länge $\delta$ gehört die Kette von $K$-\definitionsverweis {Algebren}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{K[M] }
{ =} { K[M_0] }
{ \subset} { K[M_1] }
{ \subset} { K[M_2] }
{ \subset \ldots \subset} {K[M_\delta] }
} {
\vergleichskettefortsetzung
{ =} { K[\N] }
{ } {}
{ } {}
{ } {}
}{}{,} wobei die Inklusionen echt sind, da zu
\mathl{T^m \in M_{i+1}\setminus M_i}{} auch
\mathl{T^m \in K[M_{i+1} ] \setminus K[M_i]}{} gilt. Dass es keine längeren Ketten gibt, wird allgemeiner in Teil (3) begründet. }{Die Algebrakette aus Teil (2) ist insbesondere eine Kette von $K$-\definitionsverweis {Untervektorräumen}{}{.} Wegen
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ \dim_{ K } { \left( K[\N]/K[M] \right) } }
{ =} { \delta }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} kann es keine längeren Ketten von Untervektorräumen geben, da diese den Ketten im Restklassenraum
\mathl{K[\N]/K[M]}{} entsprechen und es in einem Vektorraum der Dimension $\delta$ nur Ketten der maximalen Länge $\delta$ geben kann. }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{5 (1+4)}
{

Wir betrachten die durch die Gleichung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ f }
{ =} { xy^3+y+x^3 }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} gegebene Kurve in ${\mathbb A}^{2}_{ K }$ über einem \definitionsverweis {Körper}{}{} $K$. \aufzaehlungzwei {Zeige, dass bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \operatorname{char} ( K ) }
{ = }{ 7 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} der Punkt
\mathl{(4,2)}{} ein singulärer Punkt der Kurve ist. } {Zeige, dass die Kurve bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ \operatorname{char} ( K ) }
{ \neq }{ 7 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} \definitionsverweis {glatt}{}{} ist. }

}
{

Die partiellen Ableitungen sind
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \frac{ \partial f }{ \partial x } } }
{ =} { y^3+3x^2 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \frac{ \partial f }{ \partial y } } }
{ =} { 3xy^2+1 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} \aufzaehlungzwei {Im gegebenen Punkt
\mathl{(4,2)}{} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ f(4,2) }
{ =} { 4 \cdot 2^3 +2 +4^3 }
{ =} { 32 +2+64 }
{ =} { 98 }
{ =} { 0 }
} {}{}{,}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \frac{ \partial f }{ \partial x } } (4,2) }
{ =} { 8 + 3 \cdot 16 }
{ =} { 56 }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \frac{ \partial f }{ \partial y } } (4,2) }
{ =} { 3 \cdot 4 \cdot 4 +1 }
{ =} { 49 }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{,} also liegt ein singulärer Punkt vor. } {Es ist zu zeigen, dass diese beiden partiellen Ableitungen und $f$ über einem beliebigen Körper der Charakteristik $\neq 7$ keine gemeinsame Nullstelle haben. Aus
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{y^3 }
{ =} {-3x^2 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und der Kurvengleichung folgt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{x (-3x^2) +y+x^3 }
{ =} { y -2x^3 }
{ =} { 0 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{y }
{ =} { 2x^3 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Dies in die erste partielle Ableitung eingesetzt ergibt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ y^3 +3x^2 }
{ =} { 8x^9 +3x^2 }
{ =} { { \left( 8x^7 +3 \right) } x^2 }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{} Dies in die zweite partielle Ableitung eingesetzt ergibt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 3xy^2 }
{ =} { 3x { \left( 2x^3 \right) }^2 }
{ =} { 12 x^7 }
{ =} { -1 }
{ } { }
} {}{}{.} Daraus folgt einerseits
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{x }
{ \neq }{0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und andererseits, dass wir Charakteristik $\neq 2,3$ annehmen können. Dann ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ x^7 }
{ =} { - { \frac{ 3 }{ 8 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ x^7 }
{ =} { - { \frac{ 1 }{ 12 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} also
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ { \frac{ 3 }{ 8 } } }
{ =} { { \frac{ 1 }{ 12 } } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} bzw.
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ 9 }
{ =} { 2 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} was bei Charakteristik $\neq 7$ ausgeschlossen ist. }

}





\inputaufgabeklausurloesung
{6}
{

Bestimme die Schnittpunkte und die \definitionsverweis {Schnittmultiplizitäten}{}{} der beiden Kurven
\mathl{V(Y^2-X^3)}{} und
\mathl{V(Y^2-X^5)}{} in
\mathl{{\mathbb A}^{2}_{ {\mathbb C} }}{} und ihrer projektiver Abschlüsse im
\mathl{{\mathbb P}^{2}_{ {\mathbb C} }}{}

}
{

Es ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{X^3 }
{ =} { Y^2 }
{ =} { X^5 }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und somit muss in einem Schnittpunkt
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{X^5-X^3 }
{ =} { X^3(X^2-1) }
{ =} { X^3 (X-1)(X+1) }
{ =} { 0 }
{ } { }
} {}{}{} sein. Dies ergibt für die $X$-Koordinate die Möglichkeiten
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{X }
{ =} { 0,1-1 }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{.} Dies führt auf die Schnittpunkte
\mathdisp {(0,0), \, (1,1), \, (1,-1), \, (-1, - { \mathrm i} ) , \, (-1, - { \mathrm i} )} { . }
Wir berechnen die Schnittmultiplizität über die Dimension von
\mathdisp {(K[X,Y]/(Y^2-X^3,X^3 (1-X^2)))_{\mathfrak m}} { }
zu den verschiedenen maximalen Idealen. Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak m} }
{ = }{ (X,Y) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} geht es um den Ring
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ K[X,Y]_{(X,Y)} /(Y^2-X^3,X^3 ) }
{ =} { K[X,Y]_{(X,Y)} /(Y^2, X^3 ) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mathl{1,X,X^2,Y,YX,YX^2}{} ist eine $K$-\definitionsverweis {Basis}{}{} dieses Ringes, die Schnittmultiplizität ist also $6$. Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak m} }
{ = }{ (X-1,Y-1) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{Y^2 -X^3 }
{ =} { - (X^2+X+1) (X-1) + (Y+1) (Y-1) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{X^5 -X^3 }
{ =} { X^3 (X+1) (X-1) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} wobei die Koeffizientenpolynome im lokalen Ring
\mathl{K[X,Y]_{\mathfrak m}}{} Einheiten sind. Also ist die Schnittmultiplizität gleich $1$. Ebenso ist bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak m} }
{ = }{ (X,Y+1) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} die Schnittmultiplizität gleich $1$. Bei
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ {\mathfrak m} }
{ = }{ (X+1,Y \pm { \mathrm i} ) }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{Y^2 -X^3 }
{ =} { (X^2+X+1) (X-1) + (Y+ { \mathrm i}) (Y-{ \mathrm i}) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} und nach dem gleichen Argument wie zuvor ist die Schnittmultiplizität gleich $1$.

Um die Schnittpunkte im Projektiven zu bestimmen, betrachten wir die homogenen Polynome \mathkor {} {ZY^2-X^3} {und} {Z^3Y^2-X^5} {} und setzen
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{Z }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Dies ergibt den einzigen weiteren Schnittpunkt
\mathl{(0,1,0)}{} \zusatzklammer {in homogenen Koordinaten} {} {.} Zur Berechnung der Schnittmultiplizität setzen wir
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{Y }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und müssen den Ring
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ K[X,Z]/(Z-X^3, Z^3-X^5) }
{ =} { K[X]/(X^5-X^9) }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} betrachten. Dessen $K$-Dimension ist $5$, was somit die Schnittmultiplizität in diesem Punkt ist.

}





\inputaufgabeklausurloesung
{3}
{

Bestimme die \definitionsverweis {Multiplizität}{}{} der \definitionsverweis {ebenen projektiven Kurve}{}{}
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{V_+ { \left( X^4+YZ^3+Z^4 \right) } }
{ \subset} { {\mathbb P}^{2}_{ {\mathbb C} } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} im Punkt
\mathl{(0,1,0)}{} sowie die \zusatzklammer {projektiven} {} {} \definitionsverweis {Tangente}{}{}(n) in diesem Punkt.

}
{

Der Punkt liegt in der offenen Umgebung
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{ {\mathbb A}^{2}_{{\mathbb C} } }
{ \cong} { D_+(Y) }
{ \subset} { {\mathbb P}^{2}_{{\mathbb C} } }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{,} sodass wir darauf die Multiplizität bestimmen können. Wir setzen also
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ Y }
{ = }{ 1 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} und erhalten die inhomogene Gleichung
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{ X^4+Z^3+ Z^4 }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{.} Die \definitionsverweis {homogene Zerlegung}{}{} ist
\mathdisp {Z^3 + { \left( X^4+Z^4 \right) }} { . }
Somit ist die Multiplizität gleich $3$ und
\mavergleichskette
{\vergleichskette
{Z }
{ = }{ 0 }
{ }{ }
{ }{ }
{ }{ }
} {}{}{} ist die einzige Gleichung für eine \zusatzklammer {affine} {} {} Tangente. Die einzige projektive Tangente ist der projektive Abschluss davon, also
\mathl{V_+(Z)}{.}

}





\inputaufgabeklausurloesung
{2}
{

Bestimme die Schnittpunkte der Fermat-Kubik
\mavergleichskettedisp
{\vergleichskette
{V_+ { \left( X^3+Y^3+Z^3 \right) } }
{ \subseteq} { {\mathbb P}^{2}_{ K } }
{ } { }
{ } { }
{ } { }
} {}{}{} mit der Geraden
\mathl{V_+(X+Y+Z)}{.}

}
{

Es sind offenbar
\mathdisp {(1,-1,0),\, (1,0,-1),\, (0, 1,-1)\,} { }
Schnittpunkte der Kurve mit der Geraden. Nach dem Satz von Bezout kann es nicht mehr Schnittpunkte geben.

}