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Kurs:Körper- und Galoistheorie (Osnabrück 2011)/Verknüpfung und Gruppen/Textabschnitt

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Eine Verknüpfung auf einer Menge ist eine Abbildung

Statt schreibt man oder oder einfach .

Wenn ein geometrisches Objekt ist, und    die Menge der Bewegungen auf (also die bijektiven Abbildungen von nach , die die geometrische Struktur von respektieren), so ist die Hintereinanderschaltung von Bewegungen, also

eine Verknüpfung.


Ein Monoid ist eine Menge zusammen mit einer Verknüpfung

und einem ausgezeichneten Element    derart, dass folgende beiden Bedingungen erfüllt sind.

  1. Die Verknüpfung ist assoziativ, d.h. es gilt

    für alle  

  2. ist neutrales Element der Verknüpfung, d.h. es gilt

    für alle  

Die Hintereinanderausführung von Bewegungen ist assoziativ, da es allgemeiner bei der Hintereinanderausführung von Abbildungen nicht auf die Klammerung ankommt. Die identische Bewegung ist die neutrale Bewegung. In einem Monoid ist das neutrale Element eindeutig bestimmt. Wenn es nämlich zwei Elemente und gibt mit der neutralen Eigenschaft, so folgt sofort


Ein Monoid heißt Gruppe, wenn jedes Element ein inverses Element besitzt, d.h. wenn es zu jedem    ein    mit    gibt.

Die Menge aller Abbildungen auf einer Menge in sich selbst ist mit der Hintereinanderschaltung ein Monoid; die nicht bijektiven Abbildungen sind aber nicht umkehrbar, sodass sie kein Inverses besitzen und daher keine Gruppe vorliegt. Die Menge der bijektiven Selbstabbildungen einer Menge und die Menge der Bewegungen eines geometrischen Objektes sind hingegen eine Gruppe.



Es sei eine Gruppe.

Dann ist zu jedem    das Element    mit

eindeutig bestimmt.

Es sei

und

Dann ist


Daher schreibt man das zu einem Gruppenelement    eindeutig bestimmte inverse Element als


Eine Gruppe heißt kommutativ (oder abelsch), wenn die Verknüpfung kommutativ ist, wenn also    für alle    gilt.



Es sei eine Gruppe.

Dann besitzen zu je zwei Gruppenelementen    die beiden Gleichungen

eindeutige Lösungen  

Wir betrachten die linke Gleichung. Aus beidseitiger Multiplikation mit (bzw. mit ) von links folgt, dass nur

als Lösung in Frage kommt. Wenn man dies einsetzt, so sieht man, dass es sich in der Tat um eine Lösung handelt.



Es sei eine Gruppe. Eine Teilmenge    heißt Untergruppe von wenn folgendes gilt.

  1.  
  2. Mit    ist auch  
  3. Mit    ist auch  


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