Kurs:Kommutative Algebra/Teil I/Vorlesung 12
- Lokale Ringe
Ein kommutativer Ring heißt lokal, wenn genau ein maximales Ideal besitzt.
Dazu ist äquivalent, dass das Komplement der Einheitengruppe von abgeschlossen unter der Addition ist. Die einfachsten lokalen Ringe sind die Körper. Zu jedem lokalen Ring gehört der Restklassenkörper , den man den Restekörper von nennt.
Es sei ein kommutativer Ring und sei ein Primideal. Dann nennt man die Nenneraufnahme an die Lokalisierung von an . Man schreibt dafür . Es ist also
Der folgende Satz zeigt, dass diese Namensgebung Sinn macht.
Es sei ein kommutativer Ring und sei ein Primideal in .
Dann ist die Lokalisierung ein lokaler Ring mit maximalem Ideal
Die angegebene Menge ist in der Tat ein Ideal in der Lokalisierung
Wir zeigen, dass das Komplement von nur aus Einheiten besteht, sodass es sich um ein maximales Ideal handeln muss. Es sei also , aber nicht in . Dann sind und somit gehört der inverse Bruch ebenfalls zur Lokalisierung.
Die Inklusionen sind klar. Zu betrachten wir das Nennerideal
Wenn nicht zu gehört, so ist das Nennerideal nicht das Einheitsideal. Dann gibt es auch ein maximales Ideal . Aus würde sich direkt ein Widerspruch ergeben.
Es sei ein kommutativer Ring und sei ein Primideal.
Dann ist der Quotientenkörper des Restklassenringes in natürlicher Weise isomorph zum Restekörper der Lokalisierung .
Es ist also
Dies ist ein Spezialfall von Lemma 11.15.
- Symbolische Potenzen
Es gilt
und insbesondere
Wir betrachten im Ring das Primideal . Es ist
Dagegen gilt wegen
in die Zugehörigkeit und somit
Wir betrachten das Ideal
im Polynomring . Daran kann man direkt die minimalen Primoberideale ablesen. Es ist
und da gehört dazu. Allerdings gehört nicht zu , es liegt also eine echte Inklusion vor.
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