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Linear reduktive Gruppe/Charakterisierung/Fakt/Beweis

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Beweis

. Es sei    die Zerlegung in irreduzible Darstellungen. Wegen der Irreduzibilität ist    gleich oder gleich , daher ist (nach Umordnung)  .  Die direkte Summe der verbleibenden irreduziblen Unterräume, also    bilden ein -invariantes Komplement von . Wenn ein solches -Komplement ist, so gilt wieder    oder . Bei    für ein    wäre die Dimension von zu klein, also muss    sein. Den Zusatz kann man für die an beteiligten getrennt beweisen. Es sei also

eine -invariante Linearform. Bei    und    wäre der Kern nach Fakt ein echter -invarianter Untervektorraum im Widerspruch zur Irreduziblität von . Bei    und    wäre eine Bijektion, und dann müsste auf identisch wirken.
. Wir betrachten die lineare Projektion

zur Zerlegung    mit dem -invarianten Komplement . Diese ist -verträglich, da

und zu gehört, also dies die Zerlegung von ist. Dabei ist ferner    und dazu gibt es nach Fakt eine Linearform mit  .  Die Linearform ist -verträglich und leistet das Gewünschte.
. Es sei zunächst irreduzibel. Die Räume und sind nach Aufgabe dual zueinander, und zwar über die Beziehung

Dabei ist ein Endomorphismus auf . Wir fassen die Inklusion    als eine -verträgliche lineare Abbildung und damit gemäß Aufgabe als ein Element in auf. Nach , angewendet auf dieses Element aus dem Homomorphismenraum, muss es ein -invariantes    mit    geben, was    bedeutet. Die lineare Abbildung

ist daher nicht die Nullabbildung, und sie ist -invariant als Verknüpfung von zwei -invarianten linearen Abbildungen. Nach Fakt ist eine Streckung, die wir zur Identität normieren können. Somit ist eine -invariante Projektion auf und daher ist

Im allgemeinen Fall führen wir Induktion über die Dimension von . Es sei also    ein -invarianter Untervektorraum. Es sei

ein -invarianter irreduzibler Untervektorraum, den es aufgrund der Endlichkeit der Dimension geben muss. Nach der Vorüberlegung ist  ,  wobei ebenfalls -invariant ist. Es ist dann

Aufgrund der Induktionsvoraussetzung ist

mit einem -invarianten Untervektorraum

und daher ist


. Induktion über die Dimension von .