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Riemannsche Fläche/Invertierbare Garbe/Cech-Kohomologie/Beispiel

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Es sei X eine riemannsche Fläche und eine invertierbare Garbe auf X. Dies bedeutet, dass es eine offene Überdeckung  X=iIUi  und Trivialisierungen

φi:|Ui𝒪X|Ui

gibt. Für offene Mengen Ui,Uj ergeben sich auf UiUj die Übergangsabbildungen

φi|UiUjφj1|UiUj:𝒪X|UiUj𝒪X|UiUj.

Diese Isomorphien sind durch Multiplikationen mit holomorphen Einheiten  rijΓ(UiUj,𝒪X×)  gegeben. Da die Daten von der einen invertierbaren Garbe herrühren, gilt dabei die Kozykelbedingung  rkjrji=rki,  was man auch als  rkjrki1rji=1  schreiben kann. Es liegt also ein Čech-Kozykel in der Garbe der holomorphen Einheiten vor. Ein solcher Datensatz rij legt umgekehrt durch eine Verklebung eine invertierbare Garbe fest.

Wenn die invertierbare Garbe trivial ist, so gibt es einen globalen 𝒪X-Modulisomorphismus ψ:𝒪X. Dann liegen auf den Ui die Isomorphismen

𝒪X|Uiψ|Ui|Uiφi𝒪X|Ui

vor, die insgesamt durch Einheiten  siΓ(Ui,𝒪X×)  festgelegt sind. Für diese gilt die Beziehung

sisj1=(φiψ)(φjψ)1=rij

für alle i,j. Wenn umgekehrt solche realisierende Einheiten si gegeben sind, so werden durch

ψ|Ui:=φi1si

Modulisomorphismen von 𝒪Ui nach Ui auf Ui festgelegt, die verträglich sind und daher einen globalen Isomorphismus zwischen 𝒪X und festlegen. Eine invertierbare Garbe mit Trivialisierungen auf Ui kann man also mit dem Datensatz (Ui,rij), der die Kozykelbedingung erfüllt, identifizieren, wobei ein solcher Datensatz als trivial anzusehen ist, wenn es Einheiten si mit

rij=sisj1

gibt. Diese Situation kann man insgesamt durch den Komplex

iIΓ(Ui,𝒪X×)i<jΓ(UiUj,𝒪X×)i<j<kΓ(UiUjUk,𝒪X×)

ausdrücken, der einfach der Anfang des Čech-Komplexes ist.