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Kurs:Mathematik für Anwender (Osnabrück 2011-2012)/Teil I/Arbeitsblatt 1

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Aufwärmaufgaben

Es seien A,B und C Mengen. Man beweise die folgenden Identitäten.

  1. A=A,
  2. A=,
  3. AB=BA,
  4. AB=BA,
  5. A(BC)=(AB)C,
  6. A(BC)=(AB)C,
  7. A(BC)=(AB)(AC),
  8. A(BC)=(AB)(AC),
  9. A(BC)=(AB)(AC).



Beweise die mengentheoretischen Fassungen einiger aristotelischer Syllogismen. Dabei bezeichnen A,B,C Mengen.

  1. Modus Barbara: Aus  BA  und  CB  folgt  CA
  2. Modus Celarent: Aus  BA=  und  CB  folgt  CA=
  3. Modus Darii: Aus  BA  und  CB  folgt  CA
  4. Modus Ferio: Aus  BA=  und  CB  folgt  C⊈A
  5. Modus Baroco: Aus  BA  und  B⊈C  folgt  A⊈C



Beweise durch Induktion die folgenden Formeln.

  1. i=1ni=n(n+1)2.
  2. i=1ni2=n(n+1)(2n+1)6.
  3. i=1ni3=(n(n+1)2)2.



Zeige, dass mit der einzigen Ausnahme  n=3  die Beziehung

2nn2

gilt.



Zeige durch vollständige Induktion, dass für jedes  n  die Zahl

6n+2+72n+1

ein Vielfaches von 43 ist.



Beweise durch Induktion die Abschätzung

12233nnnn(n+1)2.



Beweise durch Induktion für alle  n+  die Formel

k=1n(1)k1k2=(1)n+1n(n+1)2.



Die Städte S1,,Sn seien untereinander durch Straßen verbunden und zwischen zwei Städten gibt es immer genau eine Straße. Wegen Bauarbeiten sind zur Zeit alle Straßen nur in eine Richtung befahrbar. Zeige, dass es trotzdem mindestens eine Stadt gibt, von der aus alle anderen Städte erreichbar sind.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (4 Punkte)

Es seien A und B Mengen. Zeige, dass die folgenden Aussagen zueinander äquivalent sind.

  1.  AB
  2.  AB=A
  3.  AB=B
  4.  AB=
  5. Es gibt eine Menge C mit  B=AC
  6. Es gibt eine Menge D mit  A=BD



Aufgabe * (3 Punkte)

Beweise durch Induktion, dass die Summe von aufeinanderfolgenden ungeraden Zahlen (beginnend bei 1) stets eine Quadratzahl ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei  m.  Zeige durch Induktion die Gleichheit

(2m+1)i=1m(2i1)2=k=1m(4k21).



Aufgabe (4 Punkte)

Eine n-Schokolade ist ein rechteckiges Raster, das durch a1 Längsrillen und b1 Querrillen in  n=ab  (a,b+) mundgerechte kleinere Rechtecke eingeteilt ist. Ein Teilungsschritt an einer Schokolade ist das vollständige Durchtrennen einer Schokolade längs einer Längs- oder Querrille. Eine vollständige Aufteilung einer Schokolade ist eine Folge von Teilungsschritten (an der Ausgangsschokolade oder an einer zuvor erhaltenen Zwischenschokolade), deren Endprodukt aus den einzelnen Mundgerechtecken besteht. Zeige durch Induktion, dass jede vollständige Aufteilung einer n-Schokolade aus genau n1 Teilungsschritten besteht.




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