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Lineare Abbildung/Trigonalisierbar/Charakterisierungen/Fakt/Beweis

Beweis

(1)(2). Aufgrund des Basisergänzungssatzes gibt es eine Basis v1,,vn von V mit

Vi=v1,,vi.

Da es sich dabei um eine φ-invariante Fahne handelt, gilt

φ(vi)=b1iv1+b2iv2++biivi.

Bezüglich dieser Basis besitzt die beschreibende Matrix zu φ obere Dreiecksgestalt.
(2)(3). Das charakteristische Polynom von φ ist gleich dem charakteristischen Polynom χM, wobei M eine beschreibende Matrix bezüglich einer beliebigen Basis ist. Wir können also eine obere Dreiecksmatrix nehmen, und daher ist nach Fakt das charakteristische Polynom das Produkt der Linearfaktoren zu den Diagonaleinträgen.
(3)(1). Induktion nach n, für  n=0  ist nichts zu zeigen. Es sei nun n1 und sei die Aussage für alle Endomorphismen auf Vektorräumen der Dimension <n schon bewiesen. Es sei λ1 eine Nullstelle von P=χφ. Dann gibt es nach Fakt einen Eigenvektor v1V zum Eigenwert λ1. Es sei u2,,un eine Ergänzung von v1 zu einer Basis von V. Wir setzen U=u2,,un, dies ist ein (n1)-dimensionaler Untervektorraum. Es ist

φ(ui)=aiv1+b2iu2++bniun.

Durch die Festlegung

g(ui)=aiv1V

erhalten wir eine lineare Abbildung

g:UV,

und durch die Festlegung

h(ui)=bi2u2++binun

erhalten wir eine lineare Abbildung

h:UU.

Mit diesen Abbildungen gilt

φ(u)=g(u)+h(u)

für uU, da dies für die Basis gilt. In der Basis v1,u2,,un besitzt φ die Gestalt

(λ1a2an0b22b2n00bn2bnn).

Die Teilmatrix N rechts unten ist dabei die beschreibende Matrix von h. Für das charakteristische Polynom gilt die Beziehung

χM=(Xλ1)χN,

sodass nach Fakt auch

χN=χh

in Linearfaktoren zerfällt. Wir können also auf h:UU die Induktionsvoraussetzung anwenden. D.h. es gibt eine h-invariante Fahne

0=U0U1Un2Un1=U.

Damit definieren wir

Vi+1:=Kv1+Ui

für i=0,,n1 und erhalten die Fahne

0=V0V1Vn1Vn=V.

Diese Fahne ist f-invariant. Dies ist für V1 klar, da dies ein Eigenraum ist. Ansonsten gilt für vVi mit  v=cv1+u  mit uUi die Beziehung

φ(cv1+u)=cλv1+φ(u)=cλv1+g(u)+h(u)=(cλ+a)v1+h(u),

und dies gehört zu Vi.


Der Zusatz ergibt sich wie folgt. Die trigonalisierbare Abbildung φ werde bezüglich der Basis 𝔲 durch die Matrix M beschrieben, und bezüglich der Basis 𝔳 durch die obere Dreiecksmatrix D. Dann gilt nach Fakt die Beziehung T=BMB1, wobei B den Basiswechsel beschreibt.