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Peano-Axiome/Multiplikation/Rechengesetze/Einführung/Textabschnitt

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Multiplikation auf natürlichen Zahlen

Zur Definition der Multiplikation verwenden wir erneut das Prinzip der induktiven Definition. Zu einer natürlichen Zahl n betrachten wir den Startwert 0 und die durch die Addition mit n definierte Abbildung αn:.


Es sei (,0,) ein Dedekind-Peano-Modell der natürlichen Zahlen und  n.  Dann definieren wir die Multiplikation mit n als diejenige aufgrund von Fakt eindeutig bestimmte Abbildung

μn:,kμn(k),

für die

μn(0)=0 und μn(k)=μn(k)+n für alle k

gilt.

Damit definieren wir die Multiplikation von zwei natürlichen Zahlen n,k durch

nk:=μn(k).

Es gilt also  n0=0  und  nk=nk+n.  Diese beiden Eigenschaften legen bereits die Multiplikationsverknüpfung eindeutig fest.


Es sei (,0,) ein Dedekind-Peano-Modell der natürlichen Zahlen.

Dann gibt es eine eindeutig bestimmte Verknüpfung

×,(x,y)xy,

die

x0=0 für alle x und xy=xy+x für alle x,y

erfüllt.

Beweis

Siehe Aufgabe.



Es sei (,0,) ein Dedekind-Peano-Modell der natürlichen Zahlen mit der in Definition festgelegten Multiplikation.

Dann gelten folgende Aussagen.

  1. Es gilt
    0n=0=n0

    für alle n,

  2. Es gilt
    1n=n=n1

    für alle n, d.h.  1=0  ist das neutrale Element für die Multiplikation.

  3. Es ist
    nk=nk+n=kn

    für alle  n,k

  4. Die Multiplikation ist kommutativ.
  5. Die Multiplikation ist assoziativ.
  6. Aus einer Gleichung  nk=mk  mit  k0  folgt  n=m  (Kürzungsregel).
  7. Für beliebige  k,m,n  gilt
    k(m+n)=km+kn

    (Distributivgesetz).

Beweis

Siehe Aufgabe.