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Picard-Lindelöf/Iteration/Verfahren/Konvergenz/Bemerkung

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Es sei V ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum,  I  ein reelles Intervall,  UV  eine offene Menge und

F:I×UV,(t,v)F(t,v),

ein Vektorfeld auf U. Es sei  (t0,w)I×U  eine Anfangsbedingung. Es sei vorausgesetzt, dass dieses Vektorfeld stetig sei und lokal einer Lipschitz-Bedingung genüge. In der Picard-Lindelöf-Iteration definiert man iterativ eine Folge von Funktionen

φn:IV

durch  φ0=w  (dies ist also die konstante Funktion mit dem Wert w) und durch

φn+1(t)=w+t0tF(s,φn(s))ds.

Dann gibt es ein Teilintervall  ]a,b[I  mit  t0]a,b[  derart, dass für  t]a,b[  die Folge φn(t) gegen einen Punkt φ(t) konvergiert, wobei gleichmäßige Konvergenz vorliegt. Die Grenzfunktion φ ist dann eine Lösung des Anfangswertproblems

v=f(t,v) und v(t0)=w.

Bei einer linearen Differentialgleichung mit stetigen Koeffizientenfunktionen konvergiert dieses Verfahren auf ganz I.