Zum Inhalt springen

Vektorraum/K/Endlichdimensional/Normen äquivalent/Fakt/Beweis

Aus Wikiversity
Beweis

Wir verwenden Fakt. Die Norm und die Topologie hängen nur von dem zugrunde liegenden reellen Vektorraum ab, wir können also

𝕂=

annehmen. Zu einer Basis  v1,,vnV  gibt es einen Isomorphismus

φ:nV

mit eivi. Da unter dem Isomorphismus φ durch

u:=φ(u)

eine Norm auf dem n definiert wird, können wir direkt  V=n  annehmen. Wir vergleichen nun eine beliebige Norm auf dem n mit der Maximumsnorm bzw. der euklidischen Norm, von denen wir nach Beispiel schon wissen, dass sie untereinander äquivalent sind. Es sei  v=i=1naiei.  Wegen

v=i=1naieii=1naiei=i=1n|ai|einmax(ei,i=1,,n)vmax

sind hinreichend kleine max-offene Bälle in -offenen Bällen enthalten. Die Topologie zur Maximumsnorm ist also mindestens so fein wie die Topologie zu jeder anderen Norm. Zum Beweis der Umkehrung betrachten wir die Identität

nn,

wobei die Topologie links durch die euklidische (bzw. Maximumsnorm) und rechts durch die Norm gegeben sei. Diese Abbildung ist nach der bisherigen Überlegung stetig. Die euklidische Einheitssphäre S links ist kompakt nach dem Satz von Heine-Borel, und nach Fakt ist S bezüglich der Norm ebenfalls überdeckungskompakt. Diese nennen wir S. Da n mit jeder Norm ein Hausdorffraum ist, ist S wegen Aufgabe insbesondere abgeschlossen. Da der Nullpunkt nicht zu S gehört, gibt es ein

δ>0

mit

U(0,δ)S=

(der offene Ball bezüglich ). Für  v0  ist wegen  vveukS=S  also

vveukδ

und somit

veuk1δv.