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Ebene/Geraden/Einführung/Textabschnitt

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Wir betrachten Geraden in der Ebene K2. Unter der Gleichungsform einer Geraden in der Ebene versteht man eine lineare Gleichung der Form

ax+by=c

mit  (a,b)(0,0).  Es ist einfach, aus der Gleichungsform eine Punktrichtungsform zu erhalten.


Korollar  

Es sei K ein Körper und sei

ax+by=c

eine lineare Gleichung in zwei Variablen über K mit  (a,b)0

Dann ist die Lösungsmenge eine Gerade in K2. Als Richtungsvektor kann man den Vektor (ba) nehmen.

Beweis  

Dies folgt aus Fakt, da (ba) eine Basislösung der zugehörigen homogenen linearen Gleichung  ax+by=0  ist.




Es seien im K2 zwei Geraden G und H in Gleichungsform durch

ax+by=c

bzw.

rx+sy=d

(mit (a,b)(0,0) und (r,s)(0,0)) gegeben.

Dann ist der Durchschnitt GH der beiden Geraden die Lösungsmenge des linearen Gleichungssystems, das aus diesen beiden Gleichungen besteht. Dabei gibt es die drei Möglichkeiten:

  1. Es ist  G=H
  2. Es ist  GH=
  3. Der Durchschnitt besteht aus einem einzigen Punkt.

Beweis

Siehe Aufgabe.

Im zweiten Fall (manchmal auch im ersten Fall) spricht man von parallelen Geraden. Der dritte Fall tritt genau dann ein, wenn zwischen (a,b) und (r,s) keine Vielfachheitsbeziehung besteht.


Wir berechnen zu den durch

4x7y=13

bzw.

5x8y=9

gegebenen Geraden den Durchschnitt. Wenn man von der zweiten Gleichung das 54-fache der ersten Gleichung abzieht, so erhält man

(8+547)y=95413,

also

34y=1014

und somit

y=1013

und

x=1673.

Der Durchschnitt besteht also aus einem einzigen Schnittpunkt mit den Koordinaten (1673,1013).