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Funktionenfolgen/K/Einführung/Textabschnitt

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Es sei T eine Menge und

fn:T𝕂,

(n) eine Folge von Funktionen. Man sagt, dass die Funktionenfolge punktweise konvergiert, wenn für jedes  xT  die Folge

(fn(x))n

(in 𝕂) konvergiert.

Wenn eine punktweise konvergente Funktionenfolge vorliegt, so wird durch

f(x):=limnfn(x)

eine sogenannte Grenzfunktion f:T𝕂 definiert.


Selbst wenn (bei T𝕂) sämtliche Funktionen fn stetig sind, muss diese Grenzfunktion nicht stetig sein.

Ein ähnliches Beispiel.


Es sei  T=[0,1]  und

fn:[0,1],xxn.

Für jedes x[0,1], x<1, konvergiert die Folge (xn)n nach Aufgabe gegen 0 und für  x=1  liegt die konstante Folge zum Wert 1 vor. Die Grenzfunktion ist also

f(x)={0, falls x<1,1 sonst.

Diese Funktion ist nicht stetig, obwohl alle fn stetig sind.


Man braucht einen stärkeren Konvergenzbegriff, um die Stetigkeit der Grenzfunktion zu sichern.


Es sei T eine Menge und

fn:T𝕂,

(n) eine Folge von Funktionen. Man sagt, dass die Funktionenfolge gleichmäßig konvergiert, wenn es eine Funktion

f:T𝕂

derart gibt, dass es zu jedem  ϵ>0  ein n0 mit

d(fn(x),f(x))ϵ für alle nn0 und alle xT

gibt.

Bei gleichmäßiger Konvergenz liegt insbesondere punktweise Konvergenz vor und die Funktion f aus der vorstehenden Definition ist die Grenzfunktion.


Lemma  

Es sei  T𝕂 

eine Teilmenge und es sei
fn:T𝕂

eine Folge von stetigen Funktionen, die gleichmäßig gegen die Funktion f konvergiert.

Dann ist f stetig.

Beweis  

Sei  xT  und  ϵ>0  vorgegeben. Aufgrund der gleichmäßigen Konvergenz gibt es ein n0 mit  d(fn(y),f(y))ϵ/3  für alle  nn0  und alle  yT.  Wegen der Stetigkeit von fn0 in x gibt es ein  δ>0  mit  d(fn0(x),fn0(y))ϵ/3  für alle  yT  mit  d(x,y)δ.  Für diese y gilt somit

d(f(x),f(y))d(f(x),fn0(x))+d(fn0(x),fn0(y))+d(fn0(y),f(y))ϵ/3+ϵ/3+ϵ/3=ϵ.