Zum Inhalt springen

Invariantenringe/Algebra/Einführung/Textabschnitt

Aus Wikiversity


Es sei G eine Gruppe, die auf einem kommutativen Ring R als Gruppe von Ringautomorphismen operiert (von rechts). Dann bezeichnet man

RG={fRfσ=f für alle σG}

als den Invariantenring (oder Fixring) von R unter der Operation von G.

Das ist in der Tat wieder ein Ring, ein Unterring von R. Die 0 und die 1 sind invariant, da alle  σG  als Ringautomorphismen operieren. Ebenso ist mit invarianten Funktionen  f,gRG  auch das Negative f, deren Summe f+g und deren Produkt fg invariant.

Es sei R eine kommutative K-Algebra über einem Körper und es sei G eine Gruppe, die als Gruppe von K-Algebraautomorphismen operiere. Zu jedem  σG  sei also

σ:RR

ein K-Algebrahomomorphismus. Dann ist  KRG  und der Fixring RG ist selbst eine K-Algebra. Zu einer linearen Operation von G auf einem K-Vektorraum V ist die zugehörige Operation von G auf dem Polynomring K[V] eine Operation als Gruppe von K-Automorphismen.




Es sei G eine Gruppe, die auf einem kommutativen Ring R als Gruppe von Ringautomorphismen operiere. Dann gelten folgende Aussagen.

  1. Für die Einheiten gilt
    (RG)×=RGR×.
  2. Wenn R ein Körper ist, so ist auch RG ein Körper.

Beweis

Siehe Aufgabe.