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Kurs:Einführung in die mathematische Logik (Osnabrück 2016)/Arbeitsblatt 24



Übungsaufgaben

Überprüfe, um die folgenden Wörter korrekt gebildete (einschließlich Klammerung) modallogische Ausdrücke sind.

  1. ((p)(q)),
  2. (p)(q),
  3. (p)((q)),
  4. ((p))(((q))(r)).



Zeige, dass das K-Axiom äquivalent zu

α(¬β(αβ))

ist.



Formuliere die in Bemerkung 23.7 aufgeführten Eigenschaften für das Ableitungsprädikat in der Sprache der Modallogik.



Zeige, dass im K-System der Ausdruck

(αβ)(αβ)

ableitbar ist.



Wir betrachten eine formale Modallogik, die durch das Axiomenschema

α¬α

gegeben sei.

  1. Erfüllt diese Modallogik das Axiomenschema K?
  2. Erfüllt diese Modallogik die Nezessisierungsregel?
  3. Erfüllt diese Modallogik das Ideologieaxiom?



Es sei pi iI, eine Familie von Aussagenvariablen und sei L die zugehörige modallogische Sprache. Es sei S ein prädikatenlogisches Symbolalphabet, das unter anderem Konstanten ci, iI, und eine fixierte Variable x enthalte.

  1. Definiere eine natürliche injektive Abbildung
    Ψ:LLS,

    bei der pi auf x=ci und α auf xΨ(α) abgebildet wird.

  2. Was ist Ψ(α)?
  3. Zeige, dass zu jeder in der K-Modallogik ableitbaren modallogischen Aussage α auch Ψ(α) im Prädikatenkalkül ableitbar ist.



  1. Zeige, dass in einer K-Modallogik das Axiomenschema
    (αβ)αβ

    gilt.

  2. Zeige, dass in einer K-Modallogik das Axiomenschema
    αβ(αβ)

    nicht gelten muss.



  1. Zeige, dass in einer K-Modallogik das Axiomenschema
    αβ(αβ)

    gilt.

  2. Zeige, dass in einer K-Modallogik das Axiomenschema
    (αβ)αβ

    nicht gelten muss.


Zur folgenden Aufgabe vergleiche auch Aufgabe 11.21.


Zeige, dass in einer K-Modallogik das Axiomenschema

(αβ)(αβ)

nicht gelten muss.



Es sei Γ eine arithmetische Ausdrucksmenge und α ein einstelliges Prädikat mit

Γα(n)

für alle n. Zeige, dass es einen Satz q mit

Γα(GN(q))q

gibt.



Es sei Γ eine arithmetische Ausdrucksmenge und α ein einstelliges Prädikat mit

Γ¬α(n)

für alle n. Zeige, dass es einen Satz q mit

Γα(GN(q))q

gibt.



Wir setzen

α(x):=y(x=y+y)

und es sei die Gödelisierung mit Primzahlen vorausgesetzt. Zeige (ohne den Fixpunktsatz zu verwenden), dass es einen Satz qL0Ar mit

PAα(GN(q))q

gibt.



Es sei k eine fixierte positive natürliche Zahl und es sei

α(x):=y(x=ky),

wobei ky als die k-fache Addition von y mit sich selbst realisiert werde. Es sei die Gödelisierung mit Primzahlen vorausgesetzt. Zeige (ohne den Fixpunktsatz zu verwenden), dass es einen Satz qL0Ar mit

PAα(GN(q))q

gibt.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Überprüfe, um die folgenden Wörter korrekt gebildete (einschließlich Klammerung) modallogische Ausdrücke sind.

  1. ((p)(q),
  2. (p)((q)(r)),
  3. ((((p))))((q)),
  4. (((p))(((q))(r))).



Aufgabe (2 Punkte)

Zeige, dass in einer K-Modallogik

¬¬α¬¬α

ableitbar ist.



Aufgabe (2 Punkte)

Zeige, dass die K-Modallogik widerspruchsfrei ist.



Aufgabe (4 (2+2) Punkte)

Es sei Γ eine arithmetische Ausdrucksmenge und α ein einstelliges Prädikat.

  1. Es gelte
    Γα(n)

    für endlich viele n und für alle übrigen natürlichen Zahlen gelte

    Γ¬α(n).

    Zeige, dass es einen Satz q mit

    Γα(GN(q))q

    gibt.

  2. Es gelte
    Γ¬α(n)

    für endlich viele n und für alle übrigen natürlichen Zahlen gelte

    Γα(n).

    Zeige, dass es einen Satz q mit

    Γα(GN(q))q

    gibt.



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