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Linear reduktive Gruppe/Algebraische (Ko)Operation/Direkter Summand/Fakt/Beweis

Beweis

Es sei  V⊆R  ein endlichdimensionaler G-Untervektorraum. Nach Fakt  (2) ist  V=VG⊕W  mit einem G-Komplement, das überdies eindeutig bestimmt ist und für welches  (W∗)G=0  gilt.
  Es ist sinnvoll, zuerst die Eindeutigkeit einer G-invarianten Reynolds-Abbildung nachzuweisen. Es sei

Φ:R⟶RG

eine G-invariante Reynolds-Abbildung. Nach Fakt gibt es zu jedem  f∈R  einen endlichdimensionalen G-Untervektorraum  V⊆R  mit  f∈V,  es sei W das G-invariante direkte Komplement von VG in V. Hierbei ist  Φ(W)=0.  Bei u∈Φ(W), u≠0, könnte man nämlich mit Hilfe einer K-linearen Abbildung

h:RG⟶K

mit  h(u)≠0  eine Linearform ≠0 auf R, nämlich h∘Φ, angeben, die zu (W∗)G gehört, was ein Widerspruch zu Fakt  (2) wäre. Die Einschränkung Φ|VG ist die Identität auf VG und damit ist  Φ(V)⊆VG⊆V.  Durch diese Eigenschaften ist Φ auf V eindeutig bestimmt und somit kann es maximal eine Reynolds-Abbildung geben.
Zur Existenz. Wir wählen zu  f∈R  gemäß Fakt einen endlichdimensionalen G-Untervektorraum  V⊆R  mit  f∈V  und setzen

Φ(f):=πV(f),

wobei

πV:V⟶VG⊆RG

die Projektion von V auf VG längs des G-Komplementes Wvon VG in V bezeichnet. Dabei ist Φ(f) unabhängig von der Wahl von V. Zu einem anderen V′ ist nämlich  πV′|V∩V′=πV|V∩V′.  Um dies zu zeigen kann man  V⊆V′  annehmen. Aus  V′=(V′)G⊕W′  ergibt sich durch Schneiden mit V sofort eine Zerlegung von V, die wegen der Eindeutigkeit mit VG⊕W übereinstimmen muss. Somit haben wir eine wohldefinierte K-lineare Abbildung

Φ:R⟶RG.

Zu  f∈RG  ist natürlich  f∈VG  (für einen gewählten Untervektorraum) und somit ist die Einschränkung von Φ auf RG die Identität. Für ein Gruppenelement  g∈G  und  f∈R  kann man Φ(fg) mit dem gleichen Untervektorraum V berechnen. Es sei  f=(u,w)  die Zerlegung von f in der direkten Zerlegung

V=VG⊕W.

Die Zerlegung von fg hat dann die Form (u,w′), da ja die Zerlegung die Gruppenoperation respektiert und die Gruppe in der ersten Komponente identisch operiert. Somit ist

Φ(fg)=πV(fg)=u=πV(f)=Φ(f),

und Φ ist in der Tat eine G-invariante Reynolds-Abbildung.