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Modultheorie (kommutative Algebra)/Kurze exakte Sequenz/Einführung/Textabschnitt

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Es sei R ein kommutativer Ring und seien M1,M2,M3 R-Moduln. Man nennt ein Diagramm der Form

0M1M2M30

eine kurze exakte Sequenz von R-Moduln, wenn M1 ein R-Untermodul von M2 ist, und wenn M3 ein Restklassenmodul von M2 ist, der isomorph zu M2/M1 ist.

Zu einem Untermodul  M1M2  gehört stets die kurze exakte Sequenz

0M1M2M2/M10.



Lemma  

Es sei R ein kommutativer Ring, und

0MNP0

eine kurze exakte Sequenz von R-Moduln. Es sei fR ein Nichtnullteiler für P.

Dann ist die Sequenz

0M/fMN/fNP/fP0

ebenfalls exakt.

Beweis  

Die Exaktheit von

M/fMN/fNP/fP0

ergibt sich wegen

M/fM=MRR/(f)

(nach Fakt  (2)) aus der Rechtsexaktheit des Tensorproduktes (Fakt  (2)). Es ist also noch die Injektivität von M/fMN/fN zu zeigen. Es sei hierzu [m]M/fM vorgegeben mit der Eigenschaft, dass das Bild davon in N/fN gleich 0 ist. Das bedeutet

m=nf

in N mit einem nN. Wegen

fψ(n)=ψ(nf)=ψ(m)=0

in P und der Nichtnullteilereigenschaft ist

ψ(n)=0.

Das bedeutet nM und somit

[m]=0

in M/fM.