Projekt:Digitale Heimatforschung (innoX2021)

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Digitale Heimatforschung

Abstract und Projektseite (InnoX2021)

Ziele

Beispiele zeigen, über digitale Heimatforschung & Transfer reflektieren, diskutieren

Methoden

Links, Vortrag, offen dokumentiert in der Wikiversität, Idee: neues illustrierendes Poster @Commons vorab danach

Autoren

Jens Bemme

Ort

InnoX2021 Science Festival,

Termin

22.-25. September, Session: Open Science: Wissenschaft bringt (sich) ins Gespräch, Do. 23.09., 10.40-12.15

Worüber wir hier reden (könnten)[Bearbeiten]

  1. Eigene Heimatforschung
  2. Allgemein: Beispiele für Heimatforschung
  3. Heimatforschung & Transfer

Angenommen, wir interpretieren Heimatforschung (einfach mal) als Wissenstransfer, Methoden- und Technologietransfer – was lernen wir dann über

Radfahrer, 1899
  • "Silberrücken" (sogenannte "alte weiße Männer"), die mit viel Zeit (lokal-)geschichtlichen Interessen folgen
  • GLAM (Stadtarchive, Bibliotheken und andere Sammlungen) ... Volkshochschulen, Kinos, Geschichtsvereine
  • Hochschulen, Campuscommunities, Transfer- und Verwertungsagenturen, Alumninetze – und ihre Third Mission
  • Lokal- und Schülerzeitungen
  • regionale Citizen Science-Strategien als Politikfeld und der Stadt- und Regionalentwicklung: Citizen Science City
  • Digitalisierung oder
  • Wissenschaftskommunikation ...?

Präsentation (ca. 12 Folien)[Bearbeiten]

Kann digitale Heimatforschung helfen Hochschule, Wissenschaft und Region ins Gespräch zu bringen?

Linked Open Storytelling
  1. Ja.
  2. Kennen Sie schon Oskar Kilian?
  3. Kennen Sie die digitale (Hochschul)-Bibliothek in der Nachbarschaft? Was haben und was machen die so?
  4. Wo würden Sie (dort) ihre nächsten Artikel veröffentlichen?
  5. Wie helfen uns Wikis bei der eigenen Wissenschaftskommunikation?!
  6. Mögen Sie Metadaten auch? Benutzen Sie Ihre eigenen?
  7. Was wissen Sie über sich und was über Ihre Forschung?
  8. Könnten wir das bitte nochmal sehen, mit Links?
  9. Was bilden Sie sich überhaupt ein: Bilder sind wichtig!
  10. Kennst Du schon Nearby? In wie vielen Sprachen?
  11. Wie und wann wird man ein alter weißer Mann?
  12. Was kann man da (hier) noch machen?
  13. Und wen brauchst Du dafür?
  14. Making of

Entwurf II.[Bearbeiten]

(20 Min. = max. 10 Folien)

Open-Educational-Resources-Logo
1. "Ja." – Heimatforschung als Wissenstransfer, Methoden- und Technologietransfer denken
2. Heimatforschung digital
  • Offene Bildungsressourcen (OER)
  • digitale Workshops und Konferenzen
3. Forschung & Entwicklung
  • Heimatforschung: digitale Methoden (..., Nearby, ...)
  • Heimatforschungforschung: Forschung über Heimatforschung
  • Wirkungsforschung: Heimatforschung als Transfer, Praxis, ..., Wohlfahrtseffekte, Sinn, ...
4. Akteure
5. Motivationen
6. Wissenschaftskommunikation
  • Offenheit: Forschungsdaten & eigene Metadaten, fortlaufend Geschichte*n, Wissen & Daten: pflegen undd teilen, Kooperationen
  • mit dem Wiki~versum: *pedia, *source, *data, Commons
  • mit offenen Bildern: SVGarchäologie
7. Metaebenen

Entwurf III.[Bearbeiten]

Digitale Heimat, F & E : Citizen Science, Wisskomm und Transfer auf der Metaebene

  • Typen wie wir
  • Werkzeug
  • Metadaten
  • Nachbarn
  • Botschaften

Digitale Heimatforschung[Bearbeiten]

Nearby[Bearbeiten]

Oskar Kilian[Bearbeiten]

  • Radfahrerwissen z.B. mit Radler-Streizügen durch die Mark Brandenburg von Oskar Kilian:
  • Quellen, Recherchen, Digitalisierungen, Verknüpfungen, Benutzungen, Berichte, Neuauflagen, Remixes, ... regionale Geschichte*n
  • Recherchen/ Digitalisierung avisiert für August 2021: Oskar Kilians Radler-Streifzüge der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg, Bibliothekskatalog (Sign.: B 4088er):
  • V. Rund um die Müggel
  • VII. Zum Werbellin
  • X. Durch's Schenkenländchen
  • Orts- Themen und Autor*innenseiten mit Listen digitalisierter Quellen (..., Wildau, Königs Wusterhausen, Cottbus, ...) in Wikisource

Quellen[Bearbeiten]

Wer transkribiert die Radler-Streifzüge durch die Mark Brandenburg und andere märkische Quellen demnächst in Wikisource?

Hack~[Bearbeiten]

Illustrationen[Bearbeiten]

Wo steckt hier potentiell Transfer[Bearbeiten]

Amateur-Photographin, Ottomar Anschütz, Berlin, 1898
Gustav Bauer: Vier Damen, 1899
Gustav Bauer: Weltrunde JULI 1899
TRAUTMANN: Fünf Damen, 1899
  • Campus: Sind Hochschulen und Hochschulbibliotheken Scharniere für die Bürgerwissenschaften? (GLAM: Stadtarchive, Stadtbibliotheken, Ortmuseen)
  • Wisskomm: Vorträge (live, Konserve, digital, Lange Nächte, ...), Blogs, Aufsätze, Interviews, Zeitungsartikel
  • Produktion und Pflege lokaler Kulturmetadaten
  • Tagungen, Kongresse
  • Schülerzeitungen? Jugendredaktionen?
  • Open Access-Repositorien
  • Digitale Sammlungen
  • Menschen: forschende MitarbeiterInnen (Hochschule/ Bibliothek), die als Bürger*innen (in freier Zeit) selbst forschen
  • Forschungsfragen: Von wem, gerichtet an wen, für wen?
  • Digital (scientific) literacy?
  • Zuständigkeit: Wissenschaftsministerium, Stabsstelle Citizen Science bei der Oberbürgermeisterin, VHS, Schulen, Vereine, ... ?
  • Trägt das Klischee noch: Alter weißer Mann (Heimatforscher)?
  • vgl.: Keine Heimat ohne junge Heimatforscherinnen?, SLUBlog 5. Januar 2016
  • Open Citizen Science: Forschungsdaten, offene Metadaten, Datenanalyse und Visualisierungen
  • Wikidata: multilinguales Weltwissen der nahen Umgebung nearby

Motive & Bedürfnisse[Bearbeiten]

  • Neugier, Antworten, Wissen, lernen, bilden, ausbilden
  • Teilen
  • Spuren (folgen) hinterlassen: Publikationen, Ruhm & Ehre,
  • Dinge sichtbar machen: Personen, Fakten, Wissen, Geschichten
  • Dinge benutzen / nutzbar machen
  • Lösungen finden, verwirklichen. Beweisen: Das geht!
  • Imagepflege: Kirchturmmarketing, Identitätsdings,

Literatur[Bearbeiten]

  • Uwe Rada: „Nicht nur Investitionen in Beton“ : Nur Geld zur Verfügung stellen, reicht nicht, sagt Heidi Pinkepank von der BTU Cottbus-Senftenberg. Man müsse es gezielt einsetzen – etwa für Kultur, taz.de, 31. Juli 2021.

Abstract[Bearbeiten]

Autor: Jeb (Diskussion)

Kann Digitale Heimatforschung helfen Hochschule, Wissenschaft und Region ins Gespräch zu bringen?

Drei Beispiele:

  • Oskar Kilian lebte um 1900 in Berlin. Er schrieb über das Radfahren in der Mark; inzwischen wurden einige seiner Bücher von der ZLB Berlin digitalisiert.
  • Die Gartenlaube erschien ab 1853 in Leipzig: ein bunter Themenmix, Serien und Bilder begründete den Erfolg dieser frühen Illustrierten. Als Die Datenlaube wird sie nun digital mit Wikisource und Wikidata veredelt.
  • Die Abfrage Nearby liefert aus Wikidata 'das multilinguale Weltwissen der nahen Umgebung'. Pandemiebedingt entstand 2020 aufbauend auf dieser Spezialabfrage #1lib1nearby als Kampagnenidee, um mit Abfragen nächstgelegener Orte und ihrer Datenobjekte digitale Heimatforschung und lokale Datenpflege zu fördern.

Kollaborative Methoden digitaler Bürgerinnenwissenschaften, Crowdsourcing und Wissenschaftskommunikation sind grundlegend für diese drei Beispiele. Als Beitrag entsteht bis zum „InnoX Science Festival“ eine Material- und Methodensammlung 'Digitale Heimatforschung' in der Wikiversity. Diese OER-Entwicklung ist offen, d.h. jede:r kann sich dort beteiligen.

Verstanden als Teil der digitalen Geisteswissenschaften könnte digitale Heimatforschung regional Wissenschaft und ihr Umfeld in Gespräche verwickeln. Zudem stehen mit Citizen Science City und Open Citizen Science Begriffe zur Diskussion, die bürgerwissenschaftliche Forschungsarbeiten als zusätzliche Perspektiven für Standort- und Regionalentwicklungsstrategien thematisieren. Im Zusammenhang mit dem Ansatz Europäische Heimatforschung ergeben sich weitere Optionen lokale und internationale Forschungsfragen zu verknüpfen. So verstanden können Methoden digitaler Heimatforschung schließlich durch selbst erzeugte offene Metadaten helfen, lokale und regionale Fakten zu beschreiben und digital zugänglich zu machen.

Das Format dieses Projektbeitrags beim Festival bleibt über Wikiversity hinaus vorerst offen.

Textbaustein Ankündigung[Bearbeiten]

InnoX 2021 Science Festival Logo
WP20 Symbol knowledge transfer
 „Heimat ist der Ort, um den ich mich sorge. Es ist die Welt“, sagte Sibylle Berg am 3. September 2019 in ihrer Dankesrede für den Thüringer Literaturpreis. Heimatforschung befragt den Ort, um den ich mich sorge, antwortete ich Sibylle Berg auf Twitter.
  Der Vortrag „Digitale Heimatforschung“ veranschaulicht diese beiden Ideen für die digitalen Arbeitsweisen der Heimatforschung und fragt anlässlich des InnoX Science Festivals „Kann Digitale Heimatforschung helfen eine Region mit Hochschule und Wissenschaft ins Gespräch zu bringen?“ Digitale Heimatforschung profitiert von digitalen Werkzeugen: Bibliothekskataloge ohne Zettelkästen, Scans im Internet, Datenbanken, kollaborative Enzyklopädien wie Wikipedia, Transkriptionen historischer Text ein Wikisource oder strukturierte maschinenlesbare Metadaten in der freien und offenen Datenbank Wikidata. Wissen wird leichter zugänglich. Recherchen finden ein Publikum. Lokales Spezialwissen wird überregional genutzt und einfacher verknüpft. Im Vortrag werden Beispiele digitaler Heimatforschung gezeigt. 
  Jens Bemme ging in Königs Wusterhausen zur Schule, trainierte als Kind in Wildau, schrieb als Jugendredakteur für den Dahme Kurier der MAZ und lebt heute in Dresden. Er forscht und publiziert zum historischen Radfahrerwissen um 1900 – insbesondere in der Oberlausitz, in der Ostseeprovinzen und über den Berliner Radsportredakteur Oskar Kilian und seine digitalisierten Radler-Streifzüge durch die Mark Brandenburg. Seine weiteren Interessen sind Dorfbacköfen und Die Datenlaube – ein Citizen Science-Projekt für die bibliografische Erschließung von Wikisource-Transkriptionen mit Wikidata, das er mit einem Wiener Kollegen und Heimatforscher 2019 startete. 

Textbaustein im 2. Coding da Vinci Community-Newsletter[Bearbeiten]

(30. Juni 2021)

 ... Für Kulturdaten allgemein und für Coding da Vinci im Besonderen gibt es dort einen Vortrag mit Beispielen zur Frage: Kann digitale Heimatforschung helfen Hochschule, Wissenschaft und Region ins Gespräch zu bringen? Warum nicht? Digitale Objekte, Metadaten, Ideen, Code und freie Zeit sind Zutaten, um akademische Orte mit Bürgerwissenschaft, Ortsgeschichte, Landeskunde und Digitalisierung zu verbinden. Wer will das auch? These: die Idee Coding da Vinci ist im Kern älter als das Internet. CdV ist Heimatforschung mit anderen Mitteln. ...

Literatur[Bearbeiten]

Wikipedia
 Wikipedia: Oskar Kilian – Artikel in der Wikipedia
 Wikisource: Die Gartenlaube – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Tourenbücher für Radfahrer – Quellen und Volltexte