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Kurs:Einführung in die mathematische Logik (Osnabrück 2014)/Arbeitsblatt 6

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Übungsaufgaben

Entwerfe einen Termstammbamm für den Term

fααgxαc2fβgyαc1gfzβgc1fc1

wie in Beispiel 6.3.



Wir betrachten die arithmetische Grundtermmenge, die aus den Konstanten 0 und 1, den Variablen xn, n, dem einstelligen Funktionssymbol N und den beiden zweistelligen Funktionssymbolen α und μ besteht. Entscheide, ob die folgenden Wörter über diesem Termalphabet Terme sind oder nicht.

  1. NNNNNNN01,
  2. NNNNNNx1NNNNNNNNNNNx2,
  3. αNNNNNN0NNNNNNNNNNN1,
  4. NNNμNNNμ0NNNNNNNNNNN1,
  5. μαμαμα0101010,
  6. αααNx1Nx2x3x4x3.

Schreibe diejenigen Wörter, die Terme sind, mit Klammern, , + und .



Erläutere den Unterschied zwischen G=(V,K,Fn,n+) und A=VKn+Fn in Definition 6.2.



Es sei G eine Grundtermmenge und tT(G) ein G-Term. Es sei u das am weitesten links stehende Symbol von t und v das am weitesten rechts stehende Symbol von t. Zeige die folgenden Eigenschaften.

  1. Wenn u eine Variable oder eine Konstante ist, so ist t=u.
  2. v ist eine Variable oder eine Konstante.
  3. Wenn t1 und t2 Terme sind, so ist t1t2 kein Term.



Es sei G eine Grundtermmenge und t ein G-Term. Es sei n die Gesamtzahl der Variablen und Konstanten in t, wobei mehrfaches Vorkommen auch mehrfach gezählt wird. Es sei k die Summe über alle Stelligkeiten der in t vorkommenden Funktionssymbole, wobei wiederum mehrfach auftretende Symbole auch mehrfach gezählt werden.

  1. Bestimme n und k im Term
    ggxyhfxfzgyfy,
    wobei f einstellig, g zweistellig und h dreistellig sei.
  2. Es sei t weder eine Variable noch eine Konstante. Zeige kn.
  3. Zeige, dass die Differenz nk beliebig groß sein kann.



Für Punkte A,B,C in der Ebene bedeute R(A,B,C) die Rechtwinkligkeit des durch A,B,C gegebenen Dreiecks an der Ecke A und S(A,B,C) die pythagoreische Längenbeziehung. Betrachte die beiden formalen Aussagen

ABC(R(A,B,C)S(A,B,C))

und

ABCR(A,B,C)ABCS(A,B,C).

Welche ist (sind) eine Formalisierung des Satzes von Pythagoras, welche ist (sind) wahr?



Es sei T die Termmenge zur Konstantenmenge {0,1}, zur Variablenmenge xi, iI und zur zweistelligen Funktionssymbolmenge {+,}. Definiere eine natürliche Abbildung von T in den Polynomring [xi:iI]. Ist diese Abbildung injektiv? Ist sie surjektiv? Was ist das Bild?




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Eine Grundtermmenge sei durch die Variablenmenge V={x,y,z}, eine Konstantenmenge K={c1,c2}, die einstelligen Funktionssymbole F1={f,g} und die zweistelligen Funktionssymbole F2={α,β,γ} gegeben. Entwerfe einen Termstammbaum für den Term

gfββαfxyγc1zggc2.



Aufgabe (5 Punkte)

Zeige, dass es kein nichtausgeartetes gleichseitiges Dreieck im 2 gibt, dessen sämtliche Ecken rationale Koordinaten besitzen.

Tipp: Verwende, dass 3 irrational ist und den Satz des Pythagoras.


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