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Kurs:Einführung in die mathematische Logik (Osnabrück 2014)/Arbeitsblatt 5

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Übungsaufgaben

Zeige mithilfe des Auswahlaxioms, dass es zu jeder Äquivalenzrelation auf einer Menge M ein Repräsentantensystem für die Äquivalenzklassen gibt.



Es sei M eine Menge und I die Menge der echten Teilmengen von M, also

I={TMT und TM}.

Diese Menge ist durch die Inklusion eine geordnete Menge. Bestimme die minimalen und die maximalen Elemente von I.


Die nächste Aufgabe verwendet die folgende Definition.

Es seien (M1,1) und (M2,2) Mengen, auf denen jeweils eine Ordnung definiert ist. Eine Abbildung

F:M1M2,xF(x),

heißt ordnungstreu (oder monoton), wenn für alle  x,xM1  mit  x1x  stets auch  F(x)2F(x)  gilt.


Es sei (M,) eine geordnete Menge und 𝔓(M) die Potenzmenge von M. Zeige, dass die Abbildung

M𝔓(M),x{yMyx},

ordnungstreu und injektiv ist, wobei die Potenzmenge mit der Inklusion versehen ist.



Es sei R ein kommutativer Ring und  𝔪R  ein Ideal in R. Zeige, dass 𝔪 genau dann ein maximales Ideal ist, wenn der Restklassenring R/𝔪 ein Körper ist.



Es sei X ein topologischer Raum und F ein topologischer Filter auf X mit ∉F. Zeige, dass es einen Ultrafilter GF gibt.


Wenn man die natürlichen Zahlen mit der diskreten Topologie versieht, so dass also jede Teilmenge offen ist, so ist ein topologischer Filter auf einfach eine Teilmenge F𝔓() mit

  1. F.
  2. Mit UF und UV ist auch VF.
  3. Mit UF und VF ist auch UVF.

Ein Filter F𝔓() ist genau dann ein Ultrafilter, wenn für jede Teilmenge T entweder TF oder TF gilt


Die einfachen Ultrafilter in werden in folgender Aufgabe beschrieben.


Es sei n eine fixierte Zahl. Dann ist

F={TnT}

ein Ultrafilter.



Zeige, dass es in Ultrafilter gibt, die keine endlichen Teilmengen enthalten.



Wir betrachten den Folgenring R=. Zu einer Folge x=(xn)nR sei

Z(x)={nxn=0}.

Zeige, dass über die Zuordnungen

I{TT=Z(x) für ein xI}

und

F{xRZ(x)F}

sich die Ideale aus R und die Filter aus entsprechen.



Wir betrachten die Menge

𝒢={T+nT1n ist eine divergente Reihe}.

Ist 𝒢 ein Filter?



Man mache sich an den folgenden Beispielen klar, dass der Satz von Hamel keineswegs selbstverständlich ist.

  1. Die reellen Zahlen als -Vektorraum betrachtet.
  2. Die Menge der reellen Folgen
    ={(xn)nxn}.
  3. Die Menge aller stetigen Funktionen von nach .



Betrachte die reellen Zahlen als -Vektorraum. Zeige, dass die Menge der reellen Zahlen lnp, wobei p durch die Menge der Primzahlen läuft, linear unabhängig ist.



Beweise durch Induktion, dass die natürliche Ordnung auf den natürlichen Zahlen eine Wohlordnung ist.



Zeige, dass die natürliche Ordnung auf den ganzen Zahlen keine Wohlordnung ist.



Zeige, dass die natürliche Ordnung auf den reellen Zahlen keine Wohlordnung ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Beweise das Lemma von Zorn für eine total geordnete Menge.



Aufgabe (3 Punkte)

Wir betrachten die Menge

={T+n∉T1n ist eine konvergente Reihe}.

Zeige, dass ein Filter auf + ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Zeige, dass sich bei der in Aufgabe 5.9 beschriebenen Korrespondenz maximale Ideale und Ultrafilter entsprechen.



Aufgabe (3 Punkte)

Definiere eine Wohlordnung auf der Menge der ganzen Zahlen .



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei (M,) eine total geordnete Menge, die sowohl nach unten als auch nach oben wohlgeordnet ist. Zeige, dass M endlich ist.



Aufgabe (2 Punkte)

Beweise den Endlichkeitssatz für die Aussagenlogik: Wenn die Aussage α aus der Aussagenmenge ΓLV folgt, dann gibt es eine endliche Teilmenge Γ0Γ, aus der diese Aussage folgt.


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