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Quadratischer Zahlbereich/Ideal mit vereinfachter Norm/Binäre quadratische Form/Korrespondenz/Strikte Äquivalenz/Fakt/Beweis

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Beweis

Dass die Zuordnung aus einem Ideal eine binäre quadratische Form mit der entsprechenden Diskriminante macht, wurde in Fakt gezeigt. Es seien 𝔞 und 𝔟 strikt äquivalente Ideale, d.h. es gibt ein  hR  mit positiver Norm und mit  𝔟=(h)𝔞.  Für jedes  f𝔞  gilt nach Fakt und Fakt

N(hf)N(𝔟)=N(h)N(f)N((h)𝔞)=N(h)N(f)N((h))N(𝔞)=N(h)N(f)|N(h)|N(𝔞)=N(f)N(𝔞),

daher ist das Diagramm

𝔞N()N(𝔞)hN()N(𝔟)𝔟

kommutativ. Da die Multiplikation mit h ein R-Modulisomorphismus und insbesondere ein (orientierter) Gruppenisomorphismus zwischen  𝔞2  und  𝔟2  ist, der durch eine Matrix mit Determinante 1 gegeben ist, bedeutet dies, dass die quadratischen Formen strikt äquivalent sind.

Es sei nun eine einfache binäre quadratische Form ax2+bxy+cy2 gegeben, deren Diskriminante b24ac gleich der Diskriminante des Zahlbereichs, also gleich D bzw. 4D sei. Im zweiten Fall ist b gerade und somit ist in beiden Fällen b2 ein Element aus R.

Bei  a>0  betrachten wir

𝔞=a+b2.

Dies ist ein Ideal.

Wegen Fakt ist

N(𝔞)=|a|=a,
N(a)=a2

und (für den Fall D=2,3mod4, auf den wir uns hier beschränken)

N(b2)=N(b2D2)=(b2D)(b2+D)=b24D=b24D4=b24=b2(b24ac)4=ac

und

N(a+b2)=N(2a+b2D)=(2a+b2)2D=4a2+4ab+b24D4=4a2+4ab+b2(b24ac)4=a2+ab+ac.

Wenn man diese drei charakteristischen Werte durch  N(𝔞)=a  dividiert, so erhält man die Werte a,c und a+b+c, was mit den Koeffizienten der vorgegebenen quadratischen Form übereinstimmt.

Für den Fall  a<0  setzt man

𝔞=(a+b2),

siehe Aufgabe.

Schließlich seien Ideale 𝔞 und 𝔞 gegeben mit der Eigenschaft, dass ihre durch die vereinfachte Norm gegebenen quadratischen Formen strikt äquivalent sind. Diese strikte Äquivalenz bedeutet, dass sie durch eine Matrix M mit Determinante 1 miteinander verbunden sind. Es liegt also die Situation

𝔞2M2𝔞

vor. Wir multiplizieren das Ideal 𝔞 mit N(𝔞) und das Ideal 𝔞 mit N(𝔞). Dann haben beide neuen Ideale die gleiche Norm, die Matrix überträgt sich entsprechend und somit können wir annehmen, dass eine normerhaltende -lineare Abbildung

𝔞𝔞

vorliegt. Diese induziert eine normerhaltende -lineare Abbildung

[D][D].

Nach Aufgabe ist dies die Multiplikation mit einem Element h des Körpers [D] (die Determinantenbedingung schließt die Konjugation aus). Es ist also

𝔞=(h)𝔞.

Da jedes Ideal positive ganze Zahlen enthält, muss der Faktor h (wie zuvor die Idealnormen) eine positive Norm besitzen.