Zum Inhalt springen

Topologische Mannigfaltigkeiten/Endliche Überlagerung/Einführung/Textabschnitt

Aus Wikiversity


Eine Überlagerung heißt endlich, wenn jede Faser eine endliche Menge ist.

Eine stetige Abbildung heißt endlich (im topologischen Sinne), wenn die Fasern endliche Mengen sind und wenn die Abbildung eigentlich ist, also Urbilder von kompakten Mengen stets wieder kompakt sind.



Es sei eine surjektive stetige Abbildung zwischen topologischen Räumen mit ein Hausdorffraum und lokal wegzusammenhängend. Dann sind folgende Aussagen äquivalent.

  1. ist eine endliche Überlagerung.
  2. ist eine Überlagerung und endlich.
  3. ist ein lokaler Homöomorphismus, der endlich ist.

Von (1) nach (2). Es sei    kompakt mit dem Urbild  .  Es sei

eine offene Überdeckung. Zu jedem Punkt    gibt es ein mit  .  Es sei    und seien die weiteren Punkte, die auf    abbilden. Zu den offenen Umgebungen    gibt es eine offene Umgebung  ,  über der trivialisiert und mit  ,  wobei das Blatt zu bezeichnet. Diese offenen Mengen bilden eine verfeinerte Überdeckung der Ausgangsüberdeckung. Die bilden dann eine offene Überdeckung von und somit gibt es davon eine endliche Teilüberdeckung . Die zugehörigen Blätter bilden dann eine endliche Überdeckung von

Von (2) nach (3) ist klar.

Von (3) nach (1). Sei    ein Punkt und seien die Urbildpunkte von . Zu jeden gibt es eine offene Umgebung , die homöomorph auf abbildet. Man betrachtet die offene Menge

und ersetzt die durch . Durch eine weitere Verkleinerung können wir erreichen, dass und damit auch die wegzusammenhängend ist. Wir behaupten, dass das Urbild von ist. Nehmen wir an, es gebe einen Punkt mit  ,  der auf keinem liegt. Wir betrachten einen Verbindungsweg

von nach . Das Urbild von ist kompakt. Es enthält die kompakten Kopien innerhalb von . Zu gibt es eine offene Umgebung , die homöomorph nach abbildet und darin gibt es eine Liftung des Teilweges durch . Es sei das Supremum der reellen Zahlen , für die eine stetige Liftung mit    definiert ist. Wegen Aufgabe ist die Liftung eindeutig und dieser Weg ist auf definiert. Aufgrund der Eigentlichkeit ist dies auch für definiert. Wegen der lokalen Homöomorphie gibt es bei    eine offene Umgebung von , die homöomorph auf eine offene Teilmenge von abbildet und somit würde es eine weitere Fortsetzung des Liftungsweges geben. Also ist    und somit endet die Liftung in einem der Punkte über , sagen wir in . Dann muss aber diese Liftung mit der Liftung innerhalb von übereinstimmen und damit ist selbst  


In der Situation der vorstehenden Aussage ist, wenn der Basisraum zusammenhängend ist, die Anzahl der Elemente einer jeden Faser konstant. Man spricht von der Blätterzahl von .