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Zahlentheorie/Quadratischer Zahlbereich/Primzahlverhalten/Fakt/Beweis

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Beweis

Es sei  R=AD.  Wir betrachten den Restklassenring  L=R/(p),  der eine quadratische Erweiterung des Körpers /(p) ist. Damit gibt es nach Fakt die drei Möglichkeiten:

  1. L ist ein Körper.
  2. L ist von der Form  L=/(p)[ϵ]/ϵ2
  3. L ist der Produktring  L/(p)×/(p)

Im ersten Fall ist p ein Primelement in R. Im zweiten Fall besitzt L genau einen Restklassenkörper als einzigen nicht-trivialen Restklassenring, nämlich /(p). Nach der in Aufgabe bewiesenen Korrespondenz gibt es also genau ein Primideal 𝔭 mit  (p)𝔭  (das dem Ideal (ϵ) im Restklassenring entspricht). Dann ist  𝔭=(p,ϵ)  (wobei hier ϵ ein Repräsentant in R sei) und  𝔭2=(p)

Im dritten Fall besitzt L zwei Restklassenkörper und damit zwei maximale Ideale, deren Durchschnitt, das zugleich deren Produkt ist, das Nullideal ist. Zurückübersetzt nach R heißt das, dass es zwei verschiedene Primideale 𝔭 und 𝔮 gibt mit  (p)𝔭,𝔮  und mit  (p)=𝔭𝔮.  Nach Aufgabe ist  𝔭𝔮=𝔭𝔮.  Mit  (p)𝔭  ist auch  (p)𝔭.  Wir zeigen, dass  𝔭=𝔮  ist, d.h., dass die beiden Primideale über p konjugiert vorliegen. Da nach Fakt bei pΔ der zweite Fall vorliegt, wissen wir, dass p die Diskriminante nicht teilt.

Bei  D=2,3mod4  ist p ungerade und D ist ein Quadratrest modulo p. Es seien a und a die beiden verschiedenen (!) Quadratwurzeln modulo p. Dann werden die beiden Primideale durch (p,a±D) beschrieben, und diese sind konjugiert.

Bei  D=1mod4  und p ungerade ist nach der Bemerkung über die explizite Beschreibung der Faserringe D wieder ein Quadratrest modulo p. Es seien a und a die beiden verschiedenen (!) Quadratwurzeln von D modulo p. Dann ist  ω12=±a2  und daher sind die beiden Primideale gleich  (p,ω±a12)=(p,a±D2),  sodass wieder ein konjugiertes Paar vorliegt.

Bei  D=1mod4  und  p=2  ist nach der Bemerkung  D=1mod8.  Die Nullstellen des beschreibenden Polynoms sind dann 0 und 1. Daher sind die Primideale darüber gegeben durch (2,ω) und (2,ω1). Es ist  (2,ω)=(2,D+12)  und  (2,ω1)=(2,D+121)=(2,D12),  sodass wieder ein konjugiertes Paar vorliegt.