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Glatte projektive Kurve/Kohomologisches Geschlecht/Differentialformen/Serre-Dualität/Bemerkung

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Das kohomologisch definierte Geschlecht einer glatten projektiven Kurve über K stimmt mit der Vektorraumdimension der kanonischen Garbe überein. Die kanonische Garbe ist im eindimensionalen Fall einfach die Garbe der Kähler-Differentiale ΩC/K, also die Kotangentialgarbe, also die duale Garbe zur Tangentialgarbe. Es gilt also

dimK(H1(C,𝒪C))=dimK(Γ(C,ωC)).

Im ebenen Fall ergibt sich dies direkt: Wegen Fakt ist das Geschlecht gleich (d−1)(d−2)2. Aufgrund von Fakt ist  ωC≅𝒪C(d−3)  und nach Aufgabe ist die Dimension von Γ(C,𝒪C(d−3)) ebenfalls gleich (d−1)(d−2)2.

Im allgemeinen Fall gilt die Serre-Dualität, die unter Anderem besagt, dass für eine lokal freie Garbe ℱ auf einer glatten projektiven Kurve C die Kohomologiegruppe H1(C,ωC) ein eindimensionaler Vektorraum über K ist und dass die natürliche Abbildung

Hom⁡(ℱ,ωC)×H1(C,ℱ)⟶H1(C,ωC)≅K

eine vollständige Dualität liefert. D.h. die Vektorräume Hom⁡(ℱ,ωC) und H1(C,ℱ) sind dual zueinander und haben insbesondere die gleiche Dimension. Für die Strukturgarbe  ℱ=𝒪C  ergibt sich wegen  Hom⁡(𝒪C,ωC)=Γ(C,ωC)  (nach Fakt) die Dualität zwischen H1(C,𝒪C) und Γ(C,ωC).