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Komplexe Mannigfaltigkeit/Kotangentialraum/Kotangentialbündel/Einführung/Textabschnitt

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Zu einer holomorphen Funktion auf einer komplexen Mannigfaltigkeit und einem Punkt    die Tangentialabbildung

eine nach Fakt  (3) komplex-lineare Abbildung, wobei die hintere Identifizierung unmittelbar gegeben ist (siehe etwa Fakt für die identische Karte). Somit kann man als ein Element des Dualraumes zum Tangentialraum in auffassen. Wenn    eine offene Teilmenge ist, so ist nach Fakt  (1) die Tangentialabbildung im Punkt einfach das totale Differential. Daher werden wir im Folgenden auch statt schreiben.


Es sei eine komplexe Mannigfaltigkeit und    ein Punkt. Man nennt den komplexen Dualraum des Tangentialraumes an den (holomorphen) Kotangentialraum an . Er wird mit

bezeichnet.


Es seien und komplexe Mannigfaltigkeiten und

eine holomorphe Abbildung. Es sei und . Dann nennt man die zur Tangentialabbildung

duale Abbildung

die Kotangentialabbildung im Punkt . Sie wird mit bezeichnet.

Ausgeschrieben handelt es sich dabei um die Abbildung

Wie die Tangentialräume zum Tangentialbündel zusammengefasst werden, so werden auch die Kotangentialräume zum Kotangentialbündel zusammengefasst.


Es sei eine komplexe Mannigfaltigkeit. Dann nennt man die Menge

versehen mit der Projektionsabbildung

und derjenigen Topologie, bei der eine Teilmenge    genau dann offen ist, wenn für jede Karte

die Menge offen in ist, das Kotangentialbündel von .

Das Kotangentialbündel ist selbst eine komplexe Mannigfaltigkeit der doppelten Dimension. Bei

ist das Kotangentialbündel biholomorph zu und damit in diesem Fall auch biholomorph zum Tangetialbündel. Als globales Objekt über einer komplexen Mannigfaltigkeit muss man aber stets zwischen Tangentialbündel und Kotangentialbündel unterscheiden.